Gebärmuttervereiterung vorbeugen :: Gesundheit & Hund

Gebärmuttervereiterung vorbeugen

von Rene(YCH) am 07. Juni 2003 15:48

Hi Ruth,

für Deine Hündin war das sofortige Aufsuchen des TA genau das Richtige!

: Kann ich denn irgendwie vorbeugen, dass es nicht wieder vorkommt? Ich dachte sowieso, es betrifft vor allem ältere Hündinnen. Meine ist erst 3,5 Jahre alt.
Bei älteren Hündinnen ist es mit die häufigste Todesursache. Bekommen können sie es in jedem Alter. Ursache ist oft nicht eigentlich eine Infektion sondern eine hormonelle Imbalance, die dazu führt, dass sich die Gebärmutterschleimhaut anders entwickelt, anfälliger wird. Erst Anzeichen, dass es dazu kommen könnte, sind z.B. oft eine verlängerte Läufigkeit oder ein erneutes läufig werden in verkürztem Abstand.

Bemerkt wird die Abweichung oft erst 2 Monate nach Ende der Läufigkeit, wenn sich der Muttermund wie zur jetzt stattfindenden Geburt öffnet, der inzwischen in der Gebärmutter angesammelte Eiter abfließen kann und so momentane Erleichterung schafft. Wenn man einmal Spätfolgen bemerkt, wie vermehrtes Trinken, veränderte Fellqualität (zu der es bei manchen Rassen auch nach der Kastration kommen kann) und Mattigkeit, sind Leber und/oder Niere oft bereits so weit geschädigt, dass die Operation - wenn sie denn noch rechtzeitg erfolgt - bereits sehr risikoreich wird.

Dieses Risiko für das Leben und die Gesundheit der Hündin einzugehen, dass man es irgendwann vielleicht nicht mehr rechtzeitig merken wird, wäre nicht meines...
Das Risiko von erneutem Auftreten eines GEbärmutterproblems auch unvorhersehbar zwischen den üblichen Läufigkeitszyklen ist sicher bei Deiner Hündin auch zukünftig deutlich erhöht.
Antibiotika können manchmal die Folgen beseitigen, auf die eigentliche Ursache haben sie keinen Einfluß. Hündinnen, die vorbeugend wegen Unregelmässigkeiten des Zyklus operiert werden, zeigen meist bereits deutliche Veränderungen der Gebärmutter - wo sich der TA dann immer erleichtert die Stirn wischt: nochmal rechtzeitig, nochmal gutgegangen.

Ein gesunder junger Hund wird eine Op auch im Hochsommer vermutlich gut verkraften. Sonst mag man sich mit seinem TA beraten, was er bezüglich anderer Therapien empfiehlt und welche Kontrollen in welchenm Abstand er anraten würde (Blutbild in kurzem Abstand), um den Termin für eine Notop nicht zu übersehen, wenn es doch erneut zu Veränderungen kommt bzw. die jetzigen nicht komplett ausheilen. Das hier einmal erwähnte Sabina kann gut wirken - vorbeugend! Wenn eine Hündin bereits einmal erkrankt war, kann man von Vorbeugung m.M. nach kaum merh sprechen, sondern nur mehr von der Möglichkeit, irgendwie Zeit zu gewinnen bis zum Zeitpunkt einer Operation.
Zuchtwunsch mag dafür ausschlaggebend sein (meist aussichtslos, wenn die Gebärmutterschleimhaut bereits verändert ist),
Kreislaufprobleme oder andere Krankheiten mögen dafür einen Grund geben, eine andere Jahreszeit zu bevorzugen, einen Aufschub zu versuchen
oder der Wunsch, noch irgendwas vor der Op zu machen, eine Prüfung, eine Ausstellung, eine Reise...
Mir selbst wär es im Wissen um die mögliche rasche Entwicklung von Komplkationen zu riskant.

Nicht jeder Ausfluß ist alerding das Anzeichen für eine 'Pyo'. Ob das in diesem Fall zutraf, kann ich von der Ferne aus natürlich nicht beurteilen. Nach bakterieller Infektion wird es Deinem TA allerdings schon ausgesehen haben, denke ich mal, warum verwendet er sonst Antibiotika? Und die Infektion ist erst die Folge einer inneren Veränderung, sie zu bekämpfen nützt daher nur kurzfristig, wenn überhaupt. Ob es dem Spezialisten (TA mit Spezialisierung auf Zusatzmassnahmen) gelingt, z.B. homöopathisch oder durch Akupunktur die Steuerung der Schleimhautentwicklung zu normalisieren, bliebe allenfalls zu riskieren, wenn es denn sein muss. Wolltest Du den unbedingt züchten mit ihr? Züchter denken ja oft in Generationfolgen mehr als ans einzelne Tier, da ist dann eine verlorene Tochtergeneration oft tragischer für sie, als das mögliche oder wahrscheinliche Risiko für einen Verlust des einzelnen Tierlebens.

toitoitoi, wie immer Du Dich entscheidest
Rene

von Dina(YCH) am 16. Juni 2003 06:53

Hallo Ruth !
Auch meine Hündin hatte schon 2 Mal das Problem nach der Läufigkeit.
Nun bekommt sie währenddessen und für ca. 2 Wochen danach Pulsatilla.
Schwimmen lassen solltest Du sie vielleicht während der Läufigkeit nicht, da durch den weiter geöffneten Gebärmuttereingang doch sehr leicht Keime aus dem Wasser eingeschwemmt werden können. Ist eine Hündin empfindlich, kann es schon mal vorkommen, das sie eine Gebärmutter/ Scheidenentzündung bekommt.
Ist Dein Tierarzt denn sicher gewesen, daß die Entzündung in der Gebärmutter saß oder könnte es sich um eine Scheidenentzündung gehandelt haben?
Viele Grüße und viel Glück bei der nächsten Läufigkeit
Dina

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