Radfahrer und Co. . . . . :: Hund + Umwelt

Radfahrer und Co. . . . .

von Cornelia(YCH) am 22. August 2003 04:46

Eben auf unserem Morgengang:
Ich gehe mit meiner Süßen so dahin, plötzlich von hinten ein Radfahrer mit Affenzahn, geht in die Eisen und fährt mich noch fast um beim Rumfahren um uns.
Als ich ihn dann fragte (oder vielmehr hinterherrief, denn angehalten hatte der selbstverständlich nicht...), warum er denn bitteschön nicht mal eben klingelt, wenn er von hinten kommt und vorbeiwill, kam die überwältigende Antwort:
!"Ich wollte Sie ja nicht erschrecken..."!!

AAAAAARRRRGHHH!!!
Da ich mich schon oft über dieses "vonhintenvorbei"-Gesause ohne Vorwarnung geärgert habe (auch Inlineskater können das gut):
Kennt ihr das auch? Was macht man da?
Ich nehme ja meinen Hund gern an die Seite, ich weiche auch gern aus, es liegt mir fern, andere durch mein Gehen auf dem kombinierten Geh-/Radweg zu gefährden - Aber: wenn die so von hinten ankommen ohne Vorwarnung oder Klingeln - wie bitteschön soll ich da dafür sorgen, dass mein Hund NICHT zufällig seinen Hintern ein bisschen zu weit auf dem Weg hat? Wohlgemerkt, das ist ein Weg von ein paar Kilometern, nicht nur so ein paar Meter, die sie dann ordentlich Fuß-laufend machen könnte...

von Martin + Mirko(YCH) am 22. August 2003 09:10

Grüß Dich Cornelia,

du wunderst dich

: ... warum er denn bitteschön nicht mal eben klingelt, wenn er von hinten kommt und vorbeiwill, kam die überwältigende Antwort:
: !"Ich wollte Sie ja nicht erschrecken..."!!

.. aber der mann hat offensichtlich erfahrung. Ich mache es auch oft so (gut, über das tempo kann ich hier nichts sagen). Viele saublöde konstellationen entstehen nämlich genau dann, wenn der hundehalter den radfahrer bemerkt und seinen hund zu beeinflussen versucht. Dass das vielleicht bei deinem kein problem ist, kann der radler nicht ahnen. Aber er sieht schon lange voraus, wie sich hund und mensch verhalten.
Es mag für dich unangenehm sein, aber die situation ist so vorbei, bevor sei entstehen konnte. Vielleicht sollte man sich einmal auf ein rad setzen, um das ganze von der anderen seite zu sehen.
Was mich persönlich ärgert, sind die leute, die einen hund als tote sache betrachten und dann noch nebeneinander vorbeifahren müssen. Das sind dann aber keine rasenden radler sondern unerfahrene familienausflügler.

Naja, meine sicht.

tschüß Martin & Mirko


von Jettie(YCH) am 22. August 2003 09:29

Hallo,

oh, habe auch so ein Erlebnis gemacht.

Auf einem Feldweg, dicht und hoch bewachsen, kurvig und total unübersichtlich kommt von hinten ein junger Mann angeradelrast. Meine Güte, ich habe den nur schemenhaft erkannt, so schnell war der.

Ich habe mich soooo erschrocken und die Hunde ebenso. Vor lauter Schreck hat die Hündin die Verfolgung aufgenommen, laut bellend und total aus dem Häuschen. Sie hat es geschafft, den Radfahrer einzuholen, der macht eine Vollbremsung und steigt fast über den Lenker ab.

Ich habe darauf gewartet, dass er sich beschwert, hatte schon einiges auf der Zunge, aber er hat kein Wort gesagt und ist dann in normalen Tempo weitergefahren.....

Also darüber schüttel ich heute noch den Kopf....

Liebe Grüsse,

Jettie

von Andrea(YCH) am 24. August 2003 17:24

Hallo Martin,

: .. aber der mann hat offensichtlich erfahrung. Ich mache es auch oft so (gut, über das tempo kann ich hier nichts sagen). Viele saublöde konstellationen entstehen nämlich genau dann, wenn der hundehalter den radfahrer bemerkt und seinen hund zu beeinflussen versucht

Ich glaube da irrst Du. Wenn ein Radfahrer sich bemerkbar macht oder ich ihn rechtzeitig sehe oder höre (mittlerweile bin ich geschult im Entdecken tieffliegender Objekte...), kann ich meinem Hund wenigstens noch ein Kommando geben - je nach seiner Entfernung zu mir oder dem Radfahrer. Notfalls bekommt er ein Pfeifkommando und legt sich hin. Dann geht alles reibungslos.
Kommt er allerdings unbemerkt angesaust, kann ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass er von meinem Hütehund nicht freundlich zum Stoppen angehalten wird.
Ich freue mich immer über nette Radfahrer, die sich bedanken, wenn wir (Hund und ich) ihnen durch Abliegen oder Absitzen des Hundes die Bahn freigmacht haben. Schließlich sind wir ja auch berechtigt den Weg zu benutzen und nicht nur Wesen 2. Klasse...
Besonders erhebend sind die Erlebnisse mit den sportlichen Rennradfahrern, die weder Klingel noch Zuruf kennen.
Übrigens - die nehmen auch keine Rücksicht auf plötzlich auftauchende Kleinkinder...

Grüße von Andrea

von Petra + Kid(YCH) am 24. August 2003 21:25

:
Hi Andrea,

wir besuchten heute unsere Schwägerin und gingen dort natürlich auch mit unserem Hund spazieren. Schöne, breite und schattige Waldwege, ab und an kam mal ein See, es war eigentlich richtig toll dort. Und weil unser Hund nicht jagt, durfte er auch ohne Leine neben uns laufen.

Plötzlich ein lautloser Angriff von hinten. Tieffliegende Biker :-(
Ich schrie nur "Vorsicht, Radfahrer", so konnten die Menschen unserer Truppe sich an den Rand retten. Dann rief ich meinem Hund ein "Steh" zu, ging aber trotzdem noch zu ihm, um ihn vorsichtshalber am Halsband zu halten.

Die Radler sausten an uns vorbei, mich berührten sie fast, kein Wort des Dankes, kein Lächeln, nur ein angewideter Blick zum Hund. Ich war so wütend, dass ich ihnen fröhlich ein "BITTESCHÖN" nachrief. Sie schauten verwirrt und murmelten was in ihren "Bart".....

Jetzt verstehe ich auch, weshalb fremde Hundeleute, die mich nicht kennen, immer so böse anschauen, wenn ich mal mit dem Rad fahre, obwohl ich immer vor dem Überholen kurz die Glocke läute, langsam fahre, bremsbereit bin und mich immer höflich bedanke, wenn sie meinetwegen Kind und Kegel auf die Seite scheuchen.

Wäre alles kein Problem, wenn alle Benutzer der Wege etwas höflicher zueinander wären! Als unsere drei Kinder noch klein waren, erlebte ich auch die tollsten Abenteuer. Ein Wunder, dass nix Schlimmeres passierte, aber man musste auch damals schon einen Rundumblick haben, um sämtliche Radler bzw. Skater früh genug zu sehen!

Liebe Grüße
von Petra und Kid dem Wäller!

von Martin + Mirko(YCH) am 25. August 2003 09:37

Grüß Dich Andrea,

ich meinte zu der von dir geschilderten situation...

: : .. aber der mann hat offensichtlich erfahrung. Ich mache es auch oft so (gut, über das tempo kann ich hier nichts sagen). Viele saublöde konstellationen entstehen nämlich genau dann, wenn der hundehalter den radfahrer bemerkt und seinen hund zu beeinflussen versucht
:
: Ich glaube da irrst Du.

Lassen wir das einmal offen, weil nicht entscheidbar.

:Wenn ein Radfahrer sich bemerkbar macht oder ich ihn rechtzeitig sehe oder höre (mittlerweile bin ich geschult im Entdecken tieffliegender Objekte...), kann ich meinem Hund wenigstens noch ein Kommando geben -

Nun, das ist vielleicht nicht die erfahrung des radlers. Ich kenne auch situationen, bei denen man sich bemerkbar macht und dann das große gerufe, über den weg rennen, blind zurücklaufen, flexi über den weg zienen und ähnliches stattfindet. Man weiß es nicht vorher. Jeder versucht seine optimierung der situation.

: Kommt er allerdings unbemerkt angesaust, kann ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass er von meinem Hütehund nicht freundlich zum Stoppen angehalten wird.

Dann wird er eine neue erfahrung machen und bei solchem exterieur vielleicht zukünftig anders reagieren.

: Ich freue mich immer über nette Radfahrer, die sich bedanken, wenn wir (Hund und ich) ihnen durch Abliegen oder Absitzen des Hundes die Bahn freigmacht haben.

Man kann sich auch als hundler bedanken, wenn der radler etwas langsamer fährt und ein wenig abstand hält. Wirkt manchmal wunder.

: Besonders erhebend sind die Erlebnisse mit den sportlichen Rennradfahrern, die weder Klingel noch Zuruf kennen.
: Übrigens - die nehmen auch keine Rücksicht auf plötzlich auftauchende Kleinkinder...

Ich weiß nicht, was das jetzt bingt, noch unbedingt die negativsten beispiele zu suchen...
Da ich mit hunden gern am Donau-radweg übe, kenne ich alle variationen. Man kann sich manchmal ärgern, aber man ist nicht verpflichtet dazu.
Und es ist kein fehler, gelegentlich einmal selber aufs rad zu steigen und die hundler mit radleraugen zu sehen....

tschüß Martin & Mirko





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