Hovawart "beißt" ängstlichen Postboten? :: Hund + Umwelt

Hovawart "beißt" ängstlichen Postboten?

von Hovi am 22. Oktober 2009 13:30
Hallo,
heute kam es zu einem Zwischenfall der nicht so schön ist.
Unser Snoopy hat den Postboten - ich nenne es mal - angegriffen.
Der Postbote hat schreckliche Angst vor Hunden und Snoopy ist meiner Schwiegermutter ausgebüchst als die Post kam. Der Postbote machte einen Terz ohne Ende, spang auf der Stelle herum und wedelte mit den Armen und sich. Snoopy war zwar auf ihn zu gerant und hat gebellt, aber wenn der postbeamte sich nicht so angestellt hätte, dann wäre gar nichts passiert. Snoopy mag den Typen nicht. Angeblich hat Snoopy den Mann dan noch in die rechte Seite gebissen und der Mann hat direkt die Firma angerufen und wollte sofort ins Krankenhaus fahren und zur Polizei.
Ich habe die Jacke von dem Mann gesehen und es war lediglich ein Abdruck der feuchten Nase darauf. Jeder, der einen Hovawart kennt weiß, dass Bisse von diesen selten, wenn aber schlimm sein können. Mir wollte er seine "Wunde" nicht zeigen. Ist wahrscheinlich wenn überhaupt auch nur ein Kratzer oder ein blauer Fleck.
Das schlimme sit jetzt aber, dass 2 unserer Nachbarn das gesehen haben, wie Snoopy den Postboten aggressiv angegriffen hat. Nur mein Mann und ich waren zu dem zeitpunkt auf dem Balkon und die Nachbarn standen an der Haustür von einer von ihnen. Somit könnten wir sehen, dass die 2 gar nichts sehen konnten von ihrer Position aus. Denen hat der Postbote seine schlimme wunde auch gezeigt. Jetzt wird es die Runde durch das Dorf erst mal machen und wir stehen da mit einem menschenbeissenden Hund, der im Endeffekt wahrscheinlich genauso viel Angst hatte wie der Postbote. Unser Problem ist es auch, dass er Zeugen hat, die angeblich was gesehen haben was sie nicht sehen konnten.
Snoopy hat den Postboten vorher schon mal versucht anzugreifen und der Mann hat einen aufstand von der feinsten Sorte gemacht. Allerdings ist er daran selber schuld. Er hat zu dem Zeitpunkt unser grundstück betreten, obwohl am Türchen am Eingang ein Schild hängt " Vorsicht bissiger Hund". Also ist er da selber Schuld, aber das hat er nicht eingesehen.
Snoopy ist nicht bissig, sondern ein ganz lieber Hund. Er passt auf seine familie und sein Grundstück auf. Menschen die er kennt und die ihm nichts getan haben, die bellt er kurz an und dannist gut.
Hat von euch schon mal einer sowas gehabt?
Was ollen wir am besten machen?

MFG

von Yorky am 22. Oktober 2009 13:58
Also als erstes machen das Hovis gar nicht so selten wie du meinst, er ist halt nun mal kein Retriver sondern ein Hofwachhund.

Als Hundehalter bist Du nun mal verantwortlich für Deinen Hund, Schild hin oder her. Für jemanden der an Hundeangst leidet kann das ein komplett traumatisches Erlebnis sein von einem solche grossen Hund so massiv angerempelt zu werden und dann auch noch geschnappt zu werden,.. stell dir das mal aus seiner Sicht vor... und wer mal in die Seite geklemmt wurde von zB im Spiel von einem Freund der weiss wie sehr das weh tun kann.

Du solltest jetzt Verständnis zeigen für den Postboten. Satt versuchen die Schuld bei ihm zu suchen heisst es jetzt versuchen zu retten was zu retten ist! Sonst gibt das ein riesen Theater.
Das heisst: Proaktiv angehen: Anrufen, vorbeigehen, sich ganz ehrlich entschuldigen, Verständnis zeigen und einen konkreten Lösungsvorschlag unterbereiten (zB Hundetrainer suchen der mit dir das territorial Problem angeht etc..) Weil grundsätzlich, auch ein territorialer Hovi hat, wenn der Hundehalter zu Hause ist, nix an der Tür zu suchen und Leute zu stellen.

von Frieda am 22. Oktober 2009 15:09
Huhu,

also wenn ich weiß mein Hund mag keine Postboten, mein Hund verteidigt sein Grundstück und so weiter. Dann darf er einfach nicht mit an die Tür, wenn es klingelt. Schluss aus. Sicherlich wird der Postbote die Verletzung etwas größer machen als sie ist. Klar, war ja auch ein schlimmes Erlebnis für ihn. Ich würde wirklich versuchen da zu schlichten und nicht mit den typischen Aussagen zu kommen, dass er das sonst nie macht und bla. Wenn du Pech hast bekommst du eine Anzeige und der Hund muss für immer Maulkorb und Leine dran haben. Also lieber Entschuldigen und wirklich auch so meinen und nicht noch dagegen anreden. UND den Hund besser sichern. Ich finde auch, dass gerade Hovis nicht untypisch sind für solches Verhalten. Sind halt Wachhunde...

LG Frieda

von Peggy am 22. Oktober 2009 15:24
Hallo

Also ich verstehe das Theater was hier gemacht wird nicht sorry!

DU bist Hundehalter, DU musst dafür Sorge tragen, dass dein Hund niemanden gefährden kann, egal ob Hovawart oder Dackel.

Wenn du schon weißt das dein Hund den Postboten nicht mag, dann muss er eben weg gesperrt werden, ins Haus oder eventuell Zwinger (halte ich nicht für gut).
Wenn du doch schon weißt das dieser Postbote Angst vor Hunden hat, dann respektiere dies doch auch bitte.
Meine beiden lieben den Postboten und wenn ein anderer kommt, dann frag ich ob er Angst hat oder nicht, hat er keine Angst gut, dann dürfen die beiden hin. Hat jemand Angst ist das eine Sache des Respekts die Hunde nicht hinzulassen.

Ich erwarte von meiner Umwelt das sie mich MIT den Hunden akzeptiert und respektiert und ich in Ruhe leben darf.
Dafür sorge ich dafür das meine Umwelt die vielleicht nicht unbedingt Hunde mag oder gar Angst hat, von meinen Hunden in Ruhe gelassen wird.

Hundehaltung im Allgemeinen ist ein Sache der Toleranz anderen Menschen mit Hund aber noch mehr Sache der Toleranz Menschen ohne Hund.

Was du erwarten musst das kann vielfältig sein. Zum einen kann es sein das es nur eine Verwarnung gibt. Es kann sein das dein Hund nun einen Wesenstest machen muss (kann ich mir nicht vorstellen, falls es der erste Unfall war).
Es kann sein das ihr Auflagen wie Maulkorb und Leinenzwang bekommt.

Sorry, aber ich verstehe Leute nicht, die auf ihre Hunde nicht aufpassen können. Und ein Hovi ist kein Hund zum knuddeln und lieb haben, das sind Hunde denen muss man nicht sagen, dass sie bewachen sollen.
Aber auch ein Hovi der gut gearbeitet ist, ist ein lieber und schmusiger Hund. Er will nur arbeiten.

Liebe grüße Peggy

von Sciuba am 22. Oktober 2009 16:58
Hallo Hovi,

das ist ja gerade das richtige posting hier zu meiner etwas eigenartigen Situation. Muss heute auf die beiden Retriever meiner Hausbesitzerin 'aufpassen' und die ältere - Heidi - hat mich vorhin aus irgendeinem mir nicht ersichtlichen Grund angeknurrt (sie ist manchmal etwas launisch) als ich sie streichelte wie immer. Ich habe sie dann erst mal rausgelassen, sie kam dann, hat sich wieder streicheln lassen, aber wieder geknurrt dann und sogar meinen Kater gejagt. Sie will nicht fressen, hat den Schwanz halb auf Achtern und knurrt mich von der anderen Hofseite an. Ihre Tochter Jane liegt neben mir und hat gefressen, alles Friede, Freude, Eierkuchen. Aber Heidi soll dann machen, was sie will, die Tür zum Wintergarten ist offen. Hoffentlich bekomme ich sie aber nachher rein, denn im Dunkeln draußen lassen, wäre Mist.

Aber zu deinem Problem, Hovi: gesagt haben es schon alle, du bist verantwortlich. Das ist genauso wie bei Kindern. Daher ist bei großen Hunden eine Versicherung meines Erachtens immer sehr gut. Das er gerade dann ausbüchst, wenn der ängstliche Postbote erscheint, ist ober doof. Und in dem Falle ist der beste Weg: Diplomatie! Haben hier ja schon alle gesagt. Denk dir deinen Teil, aber lass den Postboten dein tiefes Mitgefühl merken, dich entschuldigen und was sonst. Es geht hier um das Wohl deines Hundes, und wenn du deswegen Dinge sagen musst, die gar nicht deiner Ansicht entsprechen, egal. Hauptsache er zeigt nicht an, ihr findet einen gütigen Kompromiss und für beide Seiten ist nachher alles ok.

Drück die Daumen, dass die Konsequenzen sich in Maßen halten!

Liebe Grüße

Heidi

von Anila am 22. Oktober 2009 17:19
Hallo Hovi,

Quote :
aber wenn der postbeamte sich nicht so angestellt hätte, dann wäre gar nichts passiert.

Quote :
ch habe die Jacke von dem Mann gesehen und es war lediglich ein Abdruck der feuchten Nase darauf. Jeder, der einen Hovawart kennt weiß, dass Bisse von diesen selten, wenn aber schlimm sein können. Mir wollte er seine "Wunde" nicht zeigen. Ist wahrscheinlich wenn überhaupt auch nur ein Kratzer oder ein blauer Fleck.

Ich finde, dass du diesen Vorfall nicht herunterspielen darfst. Was der Postbeamte hätte tun können oder sollen, spielt keine Rolle, denn hier ist immer der Hundehalter in der Pflicht.

Fehler macht jeder, und wenn Snoopy deiner Schwiegermutter entwischen konnte, dann hat erstmal sie einen Fehler gemacht und nicht der Postbote.

Deinem Beitrag nach habe ich nicht den Eindruck, dass du das auch so siehst, weil du dich viel mehr mit dem Postboten beschäftigst und damit, ob seine Verletzung wirklich so schlimm ist oder vielleicht auch nicht. Völlig ungeachtet der Schwere der Verletzung müßt Ihr dafür sorgen, dass Snoopy NIE mehr die Gelegenheit hat, einen Postboten oder einen anderen Menschen in irgendeiner Form anzugreifen.

Quote :
Snoopy ist nicht bissig, sondern ein ganz lieber Hund. Er passt auf seine familie und sein Grundstück auf. Menschen die er kennt und die ihm nichts getan haben, die bellt er kurz an und dannist gut.

Der Postbote hat Snoopy auch nichts getan, er hat seinen Job erledigt.

Wie gesagt: Seid froh, jetzt ist es glimpflich ausgegangen. Sucht nicht die Schuld beim Postboten, sondern bei Euch selbst und sorgt dafür, dass sowas in Zukunft nie mehr vorkommen kann. Dann legt sich auch der Dorfklatsch wieder und wenn Ihr Euch aufrichtig beim Postboten entschuldigt und er spürt, dass Ihr ernstgemeinte Maßnahmen ergreift, damit sich sowas nicht wiederholen kann, dann mag sich auch das Verhältnis wieder klären. Ansonsten beißt Snoopy vielleicht nächstes Mal heftiger zu, er hatte ja aus seiner Sicht einen ganz schönen Erfolg! Wenn dann so ein Fall vor Gericht landet, ist das aber weder für Euch noch für Snoopy schön.

Viele Grüße
Anila

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