Fremde Hunde kommen angerannt - was tun? :: Hund + Umwelt

Fremde Hunde kommen angerannt - was tun?

von Heike K+A(YCH) am 22. Mai 2001 06:33

Hallo Attila,

: : Nur mal eine Frage. Kannst Du nicht einen Deiner Hunde daraufhin ableinen, um den anderen zu verjagen, und ihn dann zurückrufen?
:
: Das habe ich ja im Falle des Huskyrüden gemacht. Mein Rüde ist in diesen Dingen sehr zuverlässig, er würde sein Rudel bis aufs Blut verteidigen; aber er ist auch ziemlich rabiat, da kann's schon mal ein paar Schrammen geben, und hier genau liegt das Problem.

Wenns nur ein paar Schrammen sind, okay, aber wenn er direkt zubeisst, dann ist es nicht gut. Aber das kannst nur Du selber beurteilen.

: : Wieso geht Dein Rüde eine Hündin an? Nur mal so ne Frage.
:
: Seit er wieder mit einer Hündin zusammenlebt, ist er wesentlich aggressiver. Die Hündin ist auch nicht ohne, beide stacheln sich gegenseitig an.

Mir scheint es als ob Du das so hinnimmst. Ich will dich nicht angreifen, aber meinst Du nicht auch das man daran mal was arbeiten könnte? Macht doch alles wesentlich leichter. Ich habe zwar nur zwei Rüden, aber auch die haben sich eine Zeitlang gegenseitig hochgeschaukelt. Das hab ich mir dann aber nicht gefallen lassen ;-)

viele GRüße

Heike, K+A

von Eveline & Kaya(YCH) am 22. Mai 2001 07:10

Hallo Attila

Ich kann Deinen Frust gut verstehen.
Ich selber finde es auch unmöglich wenn andere Hunde, vorallem solche die wir nicht kennen auf uns zustürmen, wenn ich mit meiner Hündin unterwegs bin. Leider passiert mir das auch fast täglich.
Meine Hündin ist zum Glück super verträglich mit jedem Hund und bis jetzt hat sie sich auch noch nie auf eine Rauferei eingelassen sondern flüchtet lieber wenn sie jemand komisch anmacht.

Ich finde Du reagierst verantwortlich indem Du weisst wie Deine Hunde reagieren und dass Du sie bei Begegnungen sofort anleinst.

Einmal waren wir zusammen unterwegs, Kaya an der Leine, begleitet von meinem Mann und unserem Sohn im Kinderwagen als mitten in einem Dorfquartier zwei Hunde, Golden und Berner Sennenhund laut bellend und knurrend auf uns zustürmten, der Berner Sennenhund fing an meine Kaya zu zwicken. Kaya die sowieso flüchten wollte zappelte wie wild, immer noch an der Leine und hängte sich darin fast auf, hüpfte von der einen auf die andere Seite, und das ganze hatte sich zwischen mir und dem Kinderwagen abgespielt. Ich war so wütend, der Hundehalter, vielleicht 16-18 Jahre alt, war nur dumm da gestanden und hatte zugeschaut. Ich hatte mehrmals gesagt er solle seine Hunde zurückrufen, irgendwann hatte ich dann total hysterisch rumgeschrieen er solle endlich seine "sch. Köter" zurückrufen! Irgendwann war er dann doch endlich in der Lage seine Hunde zurückzurufen und wir konnten endlich unseren Spaziergang fortsetzten.

Ich muss einfach immer wieder betonen wie unverantwortlich soviele Hundebesitzer sind! Wenn wir einen Hund sehen der angeleint ist dann ist es für mich ganz klar dass ich Kaya unverzüglich zu mir nehmen MUSS und sie entweder Fuss laufen habe oder sie sofort anleine. Dasselbe gilt für mich wenn andere Kinder oder Erwachsene uns begegnen.

Leider sehen das wohl viele andere Hundebesitzer nicht so.

Liebe Grüsse
Eveline



von Attila(YCH) am 22. Mai 2001 06:50

: Mir scheint es als ob Du das so hinnimmst. Ich will dich nicht angreifen, aber meinst Du nicht auch das man daran mal was arbeiten könnte? Macht doch alles wesentlich leichter. Ich habe zwar nur zwei Rüden, aber auch die haben sich eine Zeitlang gegenseitig hochgeschaukelt. Das hab ich mir dann aber nicht gefallen lassen ;-)


Hallo Heike,

natürlich arbeite ich daran, sonst wären ja keine Hundebegegnungen mehr möglich. Aber die Hündin habe ich erst vier Wochen, sie ist meines Erachtens ein vollkommen intaktes Tier, aber nicht ohne Dominanzverhalten. Ziel ist zunächst, daß beide ruhig absitzen, wenn fremde Hunde vorbeikommen. Das hat der Rüde immer gemacht, aber jetzt neigt er wieder dazu, aufzuspringen und loszukläffen, so daß ich dieses Verhalten wieder korrigieren muß. Gleichwohl wird es vermutlich immer problematisch sein, wenn fremde Hunde ohne das übliche Ritual des Stehenbleibens - Starrens - Anschleichens einfach angerannt kommen.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 22. Mai 2001 07:13

Hallo Bianca!

: Ja, das gibt es, auch Kinder kommen unverhofft angewackelt und wollen die Hunde streicheln.

Kinder sind überhaupt kein Problem, solange sie nicht einfach die Hunde anspringen und sie betatschen; das regele ich dann schon, wobei ich zugeben muß, daß ich kein großer Kinderfreund bin und mir diese "Beißen die?"-Anfragen eher auf den Keks gehen. Wer da glaubt, Hundefreaks müßten auch Kinderfreunde sein, befindet sich im Irrtum.

: Wieso lässt Du Deinen Rüden etwas regeln? Sorry, so etwas würde mir im Traum nicht einfallen! Mal abgesehen davon, sehe ich nicht unbedingt etwas, was mir unangeleint und ohne Halter entgegenkommt, als potentiellen Feind an, lediglich als Hund! Wieso soll es zwangläufig zu einer Rauferei kommen? Wie gesagt, ich kann nur von unseren Begegnungen berichten und wir hatten noch NIE eine Rauferei, ob uns nun ein Hund mit oder ohne Halter entgegengekommen ist. Bis jetzt war ich immer in der Lage, wenn mir der Hund suspekt erschien, diesen zu vertreiben. Wohl bemerkt, das habe ICH geregelt und nicht meine Hunde!

Dann hast Du Glück gehabt. Wenn Du mein Posting wirklich gelesen hast, weißt Du ja, daß ich auch grundsäzlich versuche, die Hunde selbst zu vertreiben, wenn ich irgendein Unheil kommen sehe. Gelingt mir das aber nicht, lasse ich den Rüden von der Leine, damit es zu einer ritualisierten Begegnung, ggf. zum Kommentkampf, kommt, anstatt zu einer echten Aggressionshandlung meiner beiden. Es ist bekannt, daß Rüden, die ständig mit einer Hündin zusammenleben, deutlich aggressiver sind als einzelne Rüden; da meine Hündin ebenfalls ein hartes Tier ist, kann ich unkontrollierte Begegnungen nicht verantworten.

: Allerdings sind diese auch von kleinan an Hunde aller Größen und Rassen gewöhnt, so dass ich mich um diese nicht kümmern muß. Sie sehen das Gegenüber genauso wie ich, nämlich als Hund und nicht als "Bestie"! Es ist meines Erachtens auch sehr unwahrscheinlich, dass ein Hund alleine auf meine Zwei zugerannt kommt, um Streit anzuzetteln in meinem Beisein!

Es muß ja auch nicht so sein. Vielmehr verläuft es eher so: Hund komt angerannt - meine beiden beschnüffeln ihn - er fühlt sich eingeengt und bedrängt, zeigt Aggressionssignale, ist vielleicht Angstbeißer - meine beiden beißen zurück. Ich halte das auch für völlig normal, möchte aber solche Situationen verständlicherweise nicht provozieren. Gestern morgen hatte ich eine überraschende Begegnung in unübersichtlichem Gelände, wo ich sonst nie jemanden treffe: Frau mit älterem Golden Retriever, unangeleint, meine zwei ebenflls unangeleint, und es gab keine Probleme, sicherlich auch, weil die Besitzerin dabei war; die Hunde beschnupperten einander, und alle gingen ihres Weges. Es ist also ein wenig wie Russisches Roulette, meistens funktioniert es, aber in Einzelfällen oder immer mal wieder (und eigenartigerweise insbesondere bei Hunden, die ohne Halter angestürmt kommen) kracht es eben auch, und ich möchte nicht unbedingt der Dumme sein.

Gruß, Attila


von Heike K+A(YCH) am 22. Mai 2001 07:28

Hallo Attila,

: natürlich arbeite ich daran, sonst wären ja keine Hundebegegnungen mehr möglich. Aber die Hündin habe ich erst vier Wochen,

Aha, jetzt sieht das schon etwas klarer aus ;-) nix für ungut. In der Zeit kann man es natürlich nich schaffen. Ist mir klar, aber da hast Du eine Menge an Arbeit vor Dir. Viel Spaß *gg

:Ziel ist zunächst, daß beide ruhig absitzen, wenn fremde Hunde vorbeikommen. Das hat der Rüde immer gemacht, aber jetzt neigt er wieder dazu, aufzuspringen und loszukläffen, so daß ich dieses Verhalten wieder korrigieren muß.

Er spielt sich auf..... kennt man ja von den Rüden :-) Bei mir war es so das sich der ältere Rüde aufgrund des neuen Welpen wieder selber wie ein Welpe benommen hat.... Also musst du im Prinzip mit beiden teilweise wieder von vorne beginnen :-)
Gehst Du denn auch mal getrennt mit beiden raus? Vielleicht ganz nützlich für die Hündin damit sie nicht den Rüden im Rücken hat und umgekehrt genauso.

:Gleichwohl wird es vermutlich immer problematisch sein, wenn fremde Hunde ohne das übliche Ritual des Stehenbleibens - Starrens - Anschleichens einfach angerannt kommen.

Das ist richtig. Nur heisst das auch nicht immmer das die Hunde die da einfacha angerannt kommen was böses wollen. Meistens sind es nur total verspielte Hunde. Die können nix dafür, besser ist es dann wirklich Du hälst Deine auf jeden Fall fest. Ich bin froh das ich sowas so gut wie nie erlebe, da meine mit allen Hunden verträglich sind. Bin froh das ich das endlich hinbekommen habe.

Noch ne Frage. Meinst Du nicht das es für Deinen Rüden einfacher wäre ihn kastrieren zu lassen? Oder wie machst Du das wenn die Hündin ihre Hitze bekommt? Dann wird der Rüde sicher noch weitaus aggressiver auf Artgenossen reagieren, ist ja eigentlich ein normales Verhalten, aber nicht sehr wünschenswert heutzutage und macht jeden Spaziergang zur Tortur.

Grüße

Heike, K+A

von Bianca(YCH) am 22. Mai 2001 08:24

Hey Attila,
:
: Kinder sind überhaupt kein Problem, solange sie nicht einfach die Hunde anspringen und sie betatschen; das regele ich dann schon, wobei ich zugeben muß, daß ich kein großer Kinderfreund bin und mir diese "Beißen die?"-Anfragen eher auf den Keks gehen. Wer da glaubt, Hundefreaks müßten auch Kinderfreunde sein, befindet sich im Irrtum.

Ja, das ist leider so!
:
:

Wenn Du mein Posting wirklich gelesen hast, weißt Du ja, daß ich auch grundsäzlich versuche, die Hunde selbst zu vertreiben, wenn ich irgendein Unheil kommen sehe. Gelingt mir das aber nicht, lasse ich den Rüden von der Leine, damit es zu einer ritualisierten Begegnung, ggf. zum Kommentkampf, kommt, anstatt zu einer echten Aggressionshandlung meiner beiden.

Halte ich für falsch, aber für Deine Situation wohl anscheinend die Geeigneteste, wenn Du die Hündin erst 4 Wochen hast und sie noch nicht einschätzen kannst.

Es ist bekannt, daß Rüden, die ständig mit einer Hündin zusammenleben, deutlich aggressiver sind als einzelne Rüden; da meine Hündin ebenfalls ein hartes Tier ist, kann ich unkontrollierte Begegnungen nicht verantworten.

Was heißt: Ein hartes Tier? Ein "hartes" Tier hat es meines Erachtens überhaupt nicht nötig, sich ständig beweisen zu müssen!

:
: Es muß ja auch nicht so sein. Vielmehr verläuft es eher so: Hund komt angerannt - meine beiden beschnüffeln ihn - er fühlt sich eingeengt und bedrängt, zeigt Aggressionssignale, ist vielleicht Angstbeißer - meine beiden beißen zurück. Ich halte das auch für völlig normal, möchte aber solche Situationen verständlicherweise nicht provozieren. Gestern morgen hatte ich eine überraschende Begegnung in unübersichtlichem Gelände, wo ich sonst nie jemanden treffe: Frau mit älterem Golden Retriever, unangeleint, meine zwei ebenflls unangeleint, und es gab keine Probleme, sicherlich auch, weil die Besitzerin dabei war; die Hunde beschnupperten einander, und alle gingen ihres Weges. Es ist also ein wenig wie Russisches Roulette, meistens funktioniert es, aber in Einzelfällen oder immer mal wieder (und eigenartigerweise insbesondere bei Hunden, die ohne Halter angestürmt kommen) kracht es eben auch, und ich möchte nicht unbedingt der Dumme sein.

Wünsche Dir weiterhin viel Glück und viel Erfolg mit Deinen Hunden und hoffe auf entspanntere Spaziergänge für Dich! Aber: Die Leute ändern können wirst Du wohl leider nicht!
:
Gruß
Bianca

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