Fremde Hunde kommen angerannt - was tun? :: Hund + Umwelt

Fremde Hunde kommen angerannt - was tun?

von Heike K+A(YCH) am 22. Mai 2001 17:15

Hallo Attila,

: die Frage kommt mir wie gerufen. Ich habe nämlich den Rüden vergangene Woche nach reiflicher Überlegung und Austausch mit mehreren Kennern sterilisieren lassen.

Davon habe ich bisland noch nie was gehört. Wußte nicht das man es bei Rüden machen kann.

:An eine Kastration wollte ich nicht ran, dafür habe ich schon zuviele übergewichtige und träge Rüden gesehen, die sich nach der Kastration so verändert hatten.

Komisch. Meine beiden sind ganz normal geblieben. Weder sind sie ruhiger geworden, noch fett. Sie sind eigentlich wie immmer, bis auf das, das sie sich nicht mehr jaulend auf die Strasse werfen ;-)) Beweg mal zwei große Hunde von einer Strasse die da aber nicht wegwollen....

Leicht habe ich mir diese Entscheidung nicht gemacht. Ich habe ewig lange überlegt, aber die Hunde haben so dermassen gelitten, das es nicht mehr anders ging. Wir haben hier mehr Hündinnen als Rüden und das als direkte Nachbarn.

Wie lange hast Du da überlegt und woher hattest Du die Informationen für eine Sterilisation beim Rüden?

: Klar ist, daß ich es während der Hitze der Hündin nicht leichter haben werde. Ich muß eben gut aufpassen - so ist das eben, wenn man solche Wildfänge hat.

Da wirst Du sicher einiges zu tun haben. Aber es sind eben Tiere, und damit muss man leben :-)
Aber vielleicht nimmt es dem Rüden doch ein wenig von seiner Agressivität, wer weiss...

Grüße

Heike, K+A auf dem Weg in den Garten zum grillen ;-)))

von Attila(YCH) am 22. Mai 2001 21:14

: Hi Gabie!
:
: Weshalb meinst Du , daß Kämpfe unter Hunden ganz normal sind?

Weil sie Raubtiere sind, die ihr Rudel schützen und ihr Terrain verteidigen. Vielleicht hast Du ja Trumlers Studien über freilebende Hunderudel gelesen, wo eben Eindringlinge kurzerhand getötet wurden. Dahin kommt's bei uns eben nicht, weil wir die Möglichkeit haben einzuwirken, aber ganz ohne Auseinandersetzungen, die in irgendeiner Form immer ein Rudel-, Beute- oder Territorialverhalten widerspiegeln, werden wir wohl unser Hunde nicht durchs Leben bringen können.

: Für mich stellt sich aber die Frage, warum Deine soo aggressiv sind, daß Du sie nicht vom Angriff zurückhalten kannst.

Kann ich schon, aber wenn unvermittelt ein Hund auftaucht und die Begegnung ohne das übliche Annäherungsritual verläuft, wird es ganz schwierig. Die Hunde fühlen sich bedroht oder eingeengt, und schon kracht es.

: (hatte aber auch nie Rüden u. werde auch in Zukunft keine halten!)

Meine Hündin steht dem Rüden in nichts nach. Sie kommt aus einer DSH-Leistungslinie und ist so wild und aktionsfreudig, daß man sie kaum bändigen kann. Ich weiß nicht, ob Du schon mal so einen Hund hattest; falls nicht, kann ich Dir sagen, daß sie weder mit Leinenruck noch mit Schnauzengriff noch mit Stehenbleiben und den üblichen Tricks auch nur für eine Sekunde auszubremsen ist. Ein toller Hund für den Übungsplatz, aber im Alltag nicht einfach zu handhaben. Macht aber nichts, denn ich habe mir die Hündin ja ausgesucht.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 22. Mai 2001 21:16

: s Verhalten wieder korrigieren muß. Gleichwohl wird es vermutlich immer problematisch sein, wenn fremde Hunde ohne das übliche Ritual des Stehenbleibens - Starrens - Anschleichens einfach angerannt kommen.
: :
: :Hi Attila!
:
: Unsere beiden Hündinnen mögen es auch nicht, wenn jemand ohne Distanz sofort angestürmt kommt! Gestern griff auch gleich (zum ersten Mal übrigens) eine Schäferhündin unser "Rudel" an! Aber unsere reagierten zum Glück nicht, liefen nur schnell weiter! Aber meine Knie waren etwas wackelig, hatte schon meine Wurfkette griffbereit! Ging aber viel zu schnell, konnte gar nicht reagieren! Grüße v.Gabie


Hi Gabie,

Wurfkette - was machst Du damit?

Gruß, Attila

von Gabie(YCH) am 23. Mai 2001 13:20

Schnauzengriff noch mit Stehenbleiben und den üblichen Tricks auch nur für eine Sekunde auszubremsen ist. Ein toller Hund für den Übungsplatz, aber im Alltag nicht einfach zu handhaben. Macht aber nichts, denn ich habe mir die Hündin ja ausgesucht.
:
Hi, Attila!

Na, dann mal viel Spaß! Aber , sag mal ehrlich: Sind wir eigentlich zufrieden, wenn wir nicht auch irgendwie gefordert werden?!! Viele Grüße von Gabie :-)))))
:

von Gabie(YCH) am 23. Mai 2001 20:06

:
:
: Wurfkette - was machst Du damit?
:
Nochmal Hi! Habe ich mich auch gefragt! Habe aber noch was Besseres dabei! Gruß v.Gabie

von Hildegard(YCH) am 25. Mai 2001 06:10

Hallo Attila,

Deinen Frust kann ich nur allzugut nachvollziehen.

Habe selbst einen DSH und einen Mix, die sich gegenseitig durchaus
gerne "hochschaukeln". Beide sind aus zweiter Hand, beide habe ich
stets unter Kontrolle, d.h. sie rennen niemals von selbst zu anderen
hin und beginnen mit irgendwelchem Aufruhr. Bei Begegnungen nehme ich
sie angeleint zur Seite und lasse absitzen - kein Problem.

ABER - viele viele andere Hundebesitzer lassen ihre Hunde einfach
laufen. Meiner Bitte, die Hunde doch bitte nicht an meine rankommen
zu lassen, entgegnen sie dann oft mit überlegener oder verlegener
Stimme - je nach Charakter - "Der/die tut nichts". Dabei meinen sie
eigentlich: "Der/die folgt nicht, ich kann sie nicht zurückhalten".
Und da liegt doch "der Hase im Pfeffer"!!

Gut, ich hätte auch lieber topverträgliche Hunde, aber immerhin habe
ich meine unter Kontrolle und belästige niemand. Und eigentlich habe
ich auch das Recht, von niemandem und von keinem Hund belästigt zu
werden. Aber die freilaufenden Hunde gehören dann meist "Gut-Menschen",
d.h. Menschen, die sich überlegen dünken, denn ihre Hunde TUN JA NIX!
Toll! Tief im Inneren wünsche ich diesen Herrschaften irgendwann mal
auch einen problematischen Hund (das hat sich ja auch ruckzuck bei
einem oder einigen bösen Erlebnissen in der Jugend oder auch je nach
Naturell des Hundes)!!

Hundehalter, deren gut sozialisierte Hunde gehorchen, rufen ihren Hund
gerne ab, wenn ich auf die mögliche Unverträglichkeit meiner beiden hin-
weise. Sie haben nämlich keine Lust, ihren verträglichen Hund anmachen
zu lassen. Aha - der tut also auch nix, aber der horcht!! Leider sind
solche Begegnungen in der Minderzahl!!

Meine "Lösung": na ja, ich weiche immer aus, won es geht! Ich fahre
oft von zuhause weg (obwohl ich am Feld wohne, aber da ist manchmal
echte "rush hour" mit Hundespaziergängern) und laufe in Gebieten, die
weniger "begangen" sind. Morgens laufe ich unter der Woche UND am
Wochenende schon zwischen 5.00 Uhr und 6.00 Uhr, da ist noch seelige
Ruhe im Gelände. Mit den Hundeleuten, die ich ständig treffe, klappt
es gut, da spreche ich einzelne auch mal an, wenn ich sie ohne Hunde
sehe, wir haben ein gutes Verhältnis und grüßen uns halt aus der
Ferne und weichen aus, je nachdem, wer's einfacher hat.

Und treffe ich doch mal auf einen freilaufenden Hund, der entweder
alleine unterwegs ist (... anscheinend) oder der nicht rückgerufen
wird: 1. Ich spreche die Begleitung (so denn vorhanden) höflich aber
energisch an, dass ich keine Begegung mit ihrem Hund wünsche.
2. Klappt das nicht (Besitzer will oder KANN seinen Hund nicht
zu sich nehmen), versuche ich den Hund selbst auf Abstand zu halten:
energisch ansprechen, "fortscheuchen" etc.
3. klappt das alles nicht und ist der Hund mindestens mittelgroß,
dann lasse ich meine Schäferhündin laufen, die zwar sehr dominant
ist und auch mal einen fremden Hund umwirft, ihn aber niemals
verletzt.

Einmal hat mich auch ein Reh vor einer unliebsamen Begegnung "gerettet"
- jawohl. Es war im Wald und der fremde Hund kam auf einem Kiesweg
immer näher und näher, das schwache Rufen seiner Frau Begleiterin hat
er komplett ignoriert und diese Dame hat sich auch kein bisschen be-
eilt, um ihn vielleicht noch zu fassen zu bekommen. So habe ich ihn
dann angemotzt und mit dem Fuss kleine Kieselsteine entgegengespritzt:
hat ihn aber leider auch nicht gestört. Wohl aber das Reh, das sich im
Gebüsch neben uns verborgen gehalten hat: plötzlich hat es geraschelt
und das Reh ist abgedüst - den fremden Hund haben meine beiden nicht
mehr interessiert und er ist dem Reh hinterhergerast. Für das Reh hat's
mir leid getan, aber ich war auch ziemlich froh. Der Frau Begleiterin
habe ich dann aber doch noch gesagt, dass ich ihr Verhalten ziemlich
mies finde: der Hund folgt für keine 5 Pfennig und jagen tut er auch
- aber hauptsache, er läuft frei und kann tun und lassen, was er will!
Damit schadet sie dem Ansehen ALLER Hundhalter! Sie ist einfach an mir
vorbeigelaufen, vermutlich hat sie an ihrem Verhalten nichts geändert..

Viele Grüße
und möglichst stressfreie Spaziergänge
Hildegard


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