Berner-Rüde und seine Triebstärke :: Hund + Umwelt

Berner-Rüde und seine Triebstärke

von Peter(YCH) am 20. September 2001 21:52

Hat schon mal jemand seinem Hund "Antiandrogene" zur Dämmung seiner Triebstärke vom Tierarzt verabreichen lassen?
Wie hat es bei Ihm gewirkt? Traten Nebenwirkungen auf?

von Kathi & 2 Akita(YCH) am 20. September 2001 22:27

Hi,

um welche Art von Triebstärke geht es denn?

neugierige Grüße
Kathi

von Elke(YCH) am 21. September 2001 06:05

Hallo

Sprichst Du da von chemischer Kastration? Wenn ja, weiß ich nur, daß das von manchen Tierärzten bei Rüdenaggression empfohlen wird um zu sehen, ob eine Kastration die gewünschten Ergebnisse bringen wird.
Wenn Du mit Triebstärke den Sexualtrieb Deines Rüden meinst, wäre eine Kastration die für den Hund schonendere Methode, da ständige Hormongaben für den Körper sicherlich belastender sind als ein einmaliger Eingriff.

Grüße
Elke

von Peter(YCH) am 21. September 2001 10:56

: Hi,
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: um welche Art von Triebstärke geht es denn?
:
: neugierige Grüße
: Kathi
Hallo Kathi,

es ist die sexuelle Triebstärke damit gemeint, d.h. dass er meines Erachtens triebstärker ist als andere Hunde. Dies äußert sich daran, dass er unwahrscheinlich auf Hündinnen fixiert ist die "läufig" sind, obwohl er diese gar nicht sieht, sondern nur diese durch "agressives" Schnüffeln wahrnimmt. Das gleiche Verhalten -und noch schlimmer- zeigt er Frauen gegenüber die Ihre "Regel" haben. Man kann ihn dann fast kaum davon abringen (reiten, ... etc.). Vielleicht ist dieses Verhalten auch durch das sog. "Flegealter" abhängig. Er ist jetzt 19 Monate alt.

Vielleicht kannst Du mir deine Erfahrungen oder Meinung mitteilen.

von Elke(YCH) am 21. September 2001 11:11

Hallo

Entschuldige, daß ich mich einmische, ich war ja nicht gefragt, aber das hört sich für mich weniger nach einem besonders triebstarken, sondern eher nach einem unerzogenen Hund an.
Aufreiten auf Menschen ist wohl doch eher ein Anzeichen, daß er diese nicht als höherrangig als sich selbst erachtet. Ein Rüde mit gesundem Sozialverhalten reitet auch nicht ungefragt auf eine läufige Hündin auf, sondern wartet sehr wohl mal ihre Reaktion ab, ob er auch erwünscht ist (durch beschnüffeln, lecken, usw.). Ansonsten könnte er sich sehr leicht eine blutige Nase holen.
Und was verstehst Du unter aggressivem Schnüffeln? Nase runter und der Spur nach, wurscht, was Herrchen da hinten grade wieder brüllt?
Diese Dinge sind in der Regel mit konsequenter Erziehung auch ohne Hormonbehandlung in den Griff zu kriegen.

Liebe Grüsse

Elke

von Peter(YCH) am 21. September 2001 11:56

: Hallo
:
: Entschuldige, daß ich mich einmische, ich war ja nicht gefragt, aber das hört sich für mich weniger nach einem besonders triebstarken, sondern eher nach einem unerzogenen Hund an.
: Aufreiten auf Menschen ist wohl doch eher ein Anzeichen, daß er diese nicht als höherrangig als sich selbst erachtet. Ein Rüde mit gesundem Sozialverhalten reitet auch nicht ungefragt auf eine läufige Hündin auf, sondern wartet sehr wohl mal ihre Reaktion ab, ob er auch erwünscht ist (durch beschnüffeln, lecken, usw.). Ansonsten könnte er sich sehr leicht eine blutige Nase holen.
: Und was verstehst Du unter aggressivem Schnüffeln? Nase runter und der Spur nach, wurscht, was Herrchen da hinten grade wieder brüllt?
: Diese Dinge sind in der Regel mit konsequenter Erziehung auch ohne Hormonbehandlung in den Griff zu kriegen.
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: Liebe Grüsse
:
: Elke

Hallo Elke,

ich bin mit unserem Berner "Amadeus" seit er 12 Wochen alt war (Welpenschule 6 Monate) im Anschluß daran die Junghundeschule bis heute 3x in der Woche auf dem Hundeplatz und arbeite an der BH die er im Oktober absolvieren wird. Also von konsequenter Erziehung kann man hier schon reden. Ich denke es liegt daran, dass er das sog. "Alpha-Tier" von seinem Wurf ist und dies dann in der Natur der Sache liegt, dass bei Ihm dann eine solche Triebstärke auftritt. Nun zum agressiven Schnüffeln: Dies bedeutet, dass man hin u. hergezogen (geschleudert) wird, wenn er diese "Spur" verfolgt. Ich bin GEGNER eines Stachelhalsbandes, ab nur durch Benutzung v. diesem hat meine Frau die Sache gerade so im Griff. Meine Vorgehensweise bei diesen Vorkommnissen ist konsequenter, d.h. er schnüffelt an der "Stelle" und läßt sich auf keine Einwirkungen (Kommandos) bewegen. Ich gehe auf Ihn los und es gibt einen schweren Ruck am Halsband mit Kommando Pfui. Daraufhin zeigt er mir zähneknirschend seine Zähne und nur durch konsequente Unterwürfigkeit (ich packe Ihn auf den Boden, Hand an seinem Hals und an der Schnauze) wie unter gleichgesinnten bzw. i.d. Natur bekomme ich die Sache in den Griff. Dieses Verhalten von Ihm passiert nicht immer, aber in regelmäßigen Abständen (4-6 Monate). Deshalb glaube ich, dass es sich um das "Alpha-Tier" des Wurfes handeln muss. Ich hatte früher 2 Schäferhund-Rüden, die kein solches Verhalten an den Tag gelegt haben.
Er hat ansonsten ein sehr, sehr gutes Wesen, wie es in den Handbüchern v. Berner-Sennenhund aufgeführt ist.

Weißt Du einen Rat, was man noch machen könnte um diese Gepflogenheit ihm abzugewöhnen, ich weiss sonst keinen mehr und muss mit diesen "Spielchen" leben.

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