Umgehen von Kupierverbot :: Hunde Gesetze + Hundeverordnungen

Umgehen von Kupierverbot

von Mandylein am 26. November 2009 09:18
Mir tun die Tiere leid, die so verstümmelt rumlaufen müssen. Mit ihrem Schwanz geben sie ja viele Signale an die Menschen ab, was ja nach einem kupieren nicht mehr geht. Außerdem siehts doch irgendwie hässlich aus, finde ich. Trotzdem würde ich bei einem Tier aus dem Tierheim oder Notstation auch solch ein Tier nehmen, denn schließlich kann das Tier ja nichts dafür.

Ein Satz in der Erklärung was kupieren ist, machte mich stutzig. Der hat irgendwie widersprüchliches bzw. unverständliches inne.

Quote :
Ausnahmen sind Amputationen aus medizinischer Indikation (...) oder in Deutschland bei jagdlicher Nutzung nach § 6 TierSchG. Dieses Kupierverbot gilt auch dann, wenn der Eingriff in den Ländern durchgeführt wird, wo dies noch erlaubt ist.

Das würde heissen, dass jemand aus Deutschland nicht einfach nach z.b. Polen oder so fahren dürfte zum kupieren. Trotzdem wirds gemacht. Straftat also oder wie?

von sieglinde_0815 am 26. November 2009 13:00
Hallo,

ich verstehe nicht wie jemand mit etwas Werbung machen kann, das gesetzlich sowieso verankert ist und dabei noch zugibt, das er vielleicht auch kupierte Hunde liefern könnte. G:::F:::

Vor allem wo bekommt er sie her? Wenn man erwischt wird was gibt es dann für Strafen? Die Tierschutzgesetze lassen doch vermutlich arg zu wünschen übrig.

Ist auch kein Wunder wenn man sich die traditionellen Praktiken der Dobermann-Züchter zur Erzielung eines perfekten Hundes zu Gemüte führt .

Wenn man sich Internetseiten durchliest mit welchen Argumentationen die Kupierbefürworter dies befürworten. Positiv klingen soll z.B., dass man Infektionen an den Ohren vermeiden und die Pflege vereinfachen will. Und Rute und Ohren nicht so leicht verletzt wird.

Alles Nonsens. Die wollen nur verbergen, dass sie gerne Gott spielen und rumschnippeln.

Liebe Grüße
Sieglinde

von Frieda am 26. November 2009 14:50
Huhu,

ich glaube kaum, dass es Strafen gibt, wenn man kupierte Hunde einführt. In der Schweiz geht das nicht, hier in Deutschland aber schon. Sonst gäbe es nicht sooo viele junge kupierte Hunde.
Find ich auch daneben, aber so ist das. Käfighaltung ist in Deutschland auch verboten und dann importieren wir halt diese Eier, wie dämlich.
Ich finde sowas bescheiden und die Sache mit den Verletzungen finde ich albern. Ja, es kann sowas passieren, aber vielleicht einmal auf 1000 Hunde. Ich mein Hunde mit riesigen Schlappohren zu züchten und so weiter (gibt ja genug Qualzuchten) ist auch nicht ok, aber einen Hund Schmerzen zuzufügen, nur weils "schöner" aussieht...

LG Frieda

von Sciuba am 26. November 2009 16:16
Hallo,

klinke mich mal ein und gebe auch meinen 'Senf' dazu.

Kupieren ist eine unerträgliche Sache. In der Türkei hat uns mal einer gesagt, dass durch das kupieren des Schwanzes der Hund nicht so groß wird. War auf einen Kangal gemünzt. Ich war mir in dem Moment nicht sicher, ob der Typ das ernst meinte. Aber war natürlich so.
Gerechtfertigt wird es übrigens oft, dass die Welpen noch weiche Knochen haben und das Schneiden des Schwanzes nicht merken. Und gemacht wird es ohne Betäubung. Wollt ich nur einmal erwähnen....

Zu Anzeigen 'nicht kupierte Hunde': das heißt ja nicht, dass der Züchter sie kupieren lässt/würde. Sondern darauf aufmerksam macht, dass seine nicht kupiert sind. Vielleicht haben die die Erfahrung gemacht, dass viele eine bestimmte Hunderasse nicht wollen, weil sie eben einen kupierten Schwanz haben. Dass es verboten ist, weiß vielleicht auch nicht jeder (ich zum Beispiel). Die Anzeige als solches besagt nur, dass sie eben ihre Hunde 'Natur belassen' haben.

@Frieda: ich denke, man sollte sich für das Durchsetzen der Gesetze einsetzen. Oder vielleicht auch für das publik machen, denn ich glaube, dass viele gar nicht wissen, was gesetzlich geschützt ist und was nicht. Man sollte die Menschen dahin sensibilisieren. Also z. B. große Kampanien machen, dass das kupieren von Hunden /Tieren gesetzlich verboten ist, hohe Geldstrafen nach sich zieht, wenn man es tut (auch im Ausland) und einen solchen Hund besitzt. Damit würde man dem radikal entgegenwirken.

Liebe Grüße (auch ganz 'unkopiert grinning smiley )

Heidi

von straalster am 26. November 2009 16:28
Ich möchte mich hier Sciuba anschließen. In der Anzeige stand doch 'unkupiert' um klar zu machen 'wir machen das nicht'. Wahrscheinlich eben weil es immer noch soviele schwarze Schafe gibt.

von blodwyn am 26. November 2009 22:46
Hallo zusammen,

erst jetzt ist mir mein doofer Schreibfehler aufgefallen: Da stand natürlich nicht "unkupiert", sondern "kupiert". Da hab ich in all meiner Aufregung nen Dreher gehabt.
Also die werben wirklich offen damit, dass sie kupierte Welpen verkaufen.
Ich kann es immer noch nicht fassen.
Zu Ausstellungen dürfen die dann zwar nicht. Aber viele Käufer finden es wohl einfach toll.
Dass Schlappohren vermehrt zu Entzündungen führen, ist natürlich Blödsinn.
Dass sich Hunde mit langen Schwänzen schon mal den Schwanz so anhauen irgendwo, dass er dann aus medizinischen Gründen kupiert werden muß, kommt allerdings schon vor. Bei Doggen zum Beispiel. Aber trotzdem werden die nicht per se am Schwanz gestutzt. Und bei Jagdhunden ist das wohl eine Theorie, die auch keiner so richtig hinterfragt. Es gibt aber wohl auch Rassen, denen genetisch schon der Schwanz fehlt oder kürzer ist, wenn ich mich recht entsinne. Kenne mich da aber nicht so aus.
In jedem Fall ist das Verstümmeln eine Sauerei und es ist eine mindestens so große, dass offenbar alle wegsehen. Man sollte die Idioten wirklich anzeigen. Aber ich vermute, bei Polizei oder Veterinäramt würde man sich über jemanden, der so etwas anzeigt, nur totlachen.....

Die Tiere können nichts dafür - ich würde auch `nen Kupierten nehmen, wenn er sonst kein Zuhause bekäme und im Tierheim sitzt. Aber fördern darf man es nicht. Da waren wir alle erleichtert, dass dieser Unsinn endlich gesetzlich verboten wird. Und dann hält man sich nicht dran!

Sabine

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