Hundekot auf landwirtschaftlichen Gründe :: Hunde Gesetze + Hundeverordnungen

Hundekot auf landwirtschaftlichen Gründe

von Sarah und Yorick(YCH) am 03. September 2000 09:23


: Glaubt Ihr, daß das Wild nur auf die Katzentoilette geht??? Das macht doch auch auf die Wiesen. Wer räumt dann DEN Kot weg???

*Dein Gleichnis hinkt...
Ist dir noch nie aufgefallen, dass es einen ziemlich grossen Unter-
schied, zwischen dem Kot von Fleischfressern und den Ausscheidungen
von Pflanzenfressern gibt?
Pferdeäpfel, Kuhfladen und co. werden viel schneller abgebaut und
"recycled", während Hundekot viel länger rumliegt und von anderen
Tieren kaum absorbiert wird.

Sarah

von Inge + BC(YCH) am 03. September 2000 19:01

Hi Sarah,

: Ist dir noch nie aufgefallen, dass es einen ziemlich grossen Unter-
: schied, zwischen dem Kot von Fleischfressern und den Ausscheidungen
: von Pflanzenfressern gibt?

Klar, hast völlig recht. Es gibt hier auf dem Land aber auch irre viele freilaufende Katzen, weiterhin Marder und Füchse... Aber das ist es gar nicht, worum es mir geht. Auch ich finde es unmöglich, wenn jemand seinen Hund z.B. mitten auf den Weg machen läßt und natürlich geht es nicht an, daß 100 Hunde auf einer einzigen Wiese, die noch zur Mahd vorgesehen ist, sich einfach so lösen dürfen.

Aber man sollte doch bitte die Kirche im Dorf lassen: wenn ich von den hier bei uns herrschenden Verhältnissen ausgehe (und in unserem Dorf hat fast jeder einen Hund) so lösen sich - über den Tag verteilt - vielleicht 2-3 Hunde auf ein und derselben Wiese. Um unser Dorf herum gibt es nur zwei größere Getreidefelder, der Rest sind Wiesen und Weiden. Ausnahmslos ALLE sind in Privatbesitz. Das würde bedeuten, daß die Dorfhunde überhaupt nirgends hin dürften. Damit wäre die Hundehaltung auf dem Land ja noch weniger möglich als in der Stadt. Das ist in meinen Augen verkehrte Welt! Ich kann nur sagen, daß sich von den Landwirten bisher noch niemand über Hundekot beschwert hat - die haben ja selber alle Hunde.

Mich stört einfach, daß mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr wieder das Thema "Hundekot" hervorgekramt wird. (Außer in diesem Jahr - da hatte die Presse mit den "Kampfhunden" ein noch tolleres Thema...) Da ersticken die Städt in Hundekot, müssen Milliarden für dessen Beseitigung ausgegeben werden, erkranken unzählige Kinder an dem Kontakt mit Hundekot, brechen sich -zig Leute den Hals, weil sie drauf ausgerutscht sind - und jetzt, neueste Variante: Hundekot als Vernichter von Viehfutter! Da kann ich nur sagen: wer sonst keine Probleme hat, der schafft sich welche!

Ich jedenfalls stapfe hundertmal lieber in eine "Tretmine" als mich mit Atommüll, Ozonlöchern, Meeresverschmutzung u.ä. menschlichen Hinterlassenschaften herumärgern zu müssen. Am Hundekot wird die Welt garantiert nicht zugrunde gehen - wäre schön, wenn man das von dem, was wir Menschen so an Müll produzieren, auch sagen könnte!

Gruß Inge

von Sarah und Yorick(YCH) am 03. September 2000 22:16

Ich wohne auf dem Land. Yorick darf nicht auf Weiden und Wiesen laufen,
es sei denn, sie sind frisch abgemäht. Es gibt genügend kleine Flecken,
wo wild ein bisschen was wächst und dort kann er sich lösen.
Hier wird ja nicht jedes Fleckchen Erde von der Landwirtschaft genutzt.
Aber auch dort gehört Hundekot nicht hin.
Mir macht es nichts mehr aus, den Hundekot weg zu machen und deshalb
nehm' ich Yorick's Häufchen immer auf, es sei denn, ich muss dazu ins
tiefste Gebüsch krabbeln, aber das kommt selten vor.
Ich kann es irgendwie nicht verstehen, warum einige Leute die Häufchen
bloss aufnehmen, wenn gerade jemand kuckt...oder nach Lust und Laune
mal was liegen lassen...zweimal am Tag bücken bringt mich nicht um und
es ist immerhin eine Aktion für den Frieden zwischen Hundehaltern und
anderen Menschen.
Ich mag keine Waldwege, die beidseitig von dampfenden Häufchen gesäumt
sind. Ich find's auch nicht toll, wenn's im Sommer aus den Büschen
stinkt. Ausserdem kugelt sich Yorick beim Spielen immer irgendwo hin und
ich bin sehr froh, wenn er nicht dauernd in der (Verzeihung) Scheisse
liegt.

Ich behaupte nicht, dass sei ein riesiges Problem...aber ich finde, es
ist ein sehr leicht zu lösendes Problem, also warum nicht einfach ein
bisschen besser auf die Hund achten?
Ich meine, ich fände es sehr schön anzusehen, wie Yorick durch's hohe
Gras prescht und durch die Felder pflügt...aber im Gegensatz zu Katzen
und Mardern kann ich meinen Hund so erziehen, dass er das nicht tut.

Sarah

von Inge + BC(YCH) am 03. September 2000 22:40

Hi Sarah,

: Mir macht es nichts mehr aus, den Hundekot weg zu machen und deshalb
: nehm' ich Yorick's Häufchen immer auf, es sei denn, ich muss dazu ins
: tiefste Gebüsch krabbeln, aber das kommt selten vor.

Zwei kleine Anmerkungen dazu:

1. mit WAS machst Du den Kot weg? Vermutlich mit einer kleinen Plastiktüte, wie die meisten? Hast Du eine Ahnung, welche riesigen Mengen Plastikmüll auf diese Art und Weise zusammenkommen, für ein bißchen Hundekot, das sich bei normaler Witterung recht bald "verflüchtigt" hätte? Es ist absolut richtig, Kot auf diese Weise von Bürgersteigen oder Parkwegen zu entfernen. Aber in freiem Feld und Flur dies ebenfalls zu machen ist alles andere als ökologisch!!!

2. ich bin an den Rheinwiesen groß geworden. Damals gab es da riesige Wanderschafherden. Die blieben ein paar Tage und zogen dann weiter. Nach ca. 2 Wochen kam dann die nächste Herde durch. So ging das vom Frühjahr bis zum Herbst. Außerdem tummelten sich dort viele Reiter und natürlich die Hundebesitzer. Und weißt Du wer noch? Wir Kinder!!! Wir haben dort tagtäglich gespielt. Und dennoch kam es höchstens 1x pro Woche vor, daß sich jemand von uns mit Schaf-, Pferd- oder Hundekot beschmutzte. Und wir haben es erstaunlicherweise alle überlebt!

Wenn Dein Hund sich nur, wie Du schreibst, auf einigen kleinen Flecken lösen darf, wo bitteschön darf er dann mal rennen und toben? Oder kommt es nie, nie, nie vor, daß Dein Hund im Verlaufe eines langen Spazierganges nochmal "muß"? Unsere kommen 4x täglich raus, davon 3x mindestens 1 Stunde am Stück. Da passiert es durchaus, daß es nicht bei einemmal bleibt. Soll ich meine Hunde die ganze Zeit an der Leine führen, damit sie ja nur an den "kleinen Fleckchen" am Wegesrand machen? Ich kann nur sagen, daß die Hundebesitzer hier aus dem Dorf zum überwiegenden Teil alle diesselbe Spazierwege nutzen. Dennoch sind diese nicht von dampfenden Haufen gesäumt!

Sorry, aber für mich fällt das ganze Thema unter den Spruch: "Wer das Haar in der Suppe sucht, findet es auch."

Grüße Inge

von Martin + Mirko(YCH) am 03. September 2000 23:30

Grüß Dich Inge,

nur eine kleine beobachtung zu deiner aussage

: 1. ... für ein bißchen Hundekot, das sich bei normaler Witterung recht bald "verflüchtigt" hätte?

Im ganzen sommerhalbjahr sorgen nacktschnecken innerhalb von 1 -2 tagen dafür, dass jeder hundehaufen im höheren gras oder kraut "vertilgt" ist. Das ewige rasenmähen und wiese kurzhalten der gemeinden aus optischen gründen ist das fehlverhalten.

tschüß Martin & Mirko

von Inge + BC(YCH) am 03. September 2000 23:44

Hallo Martin,

wie recht Du hast!!!

Aber irgendwie ist das wie mit den "gefährlichen Hunden": ein schrecklicher Todesfall - und sofort eine Hexenjagd auf alle Hunde. Die Tausenden von Verkehrstoten - ach was solls, das gehört halt zu einer mobilen Gesellschaft dazu. Etwas Hundekot auf Wiese oder am Wegesrand: der Untergang des Abendlandes droht. Riesige von Menschen verursachte Müllhalden, ungeklärte Abwässer, auslaufendes Öl von Tankerunfällen und, und, und - ach was solls, das gehört halt zu einer modernen Konsumgesellschaft dazu.

Mir fehlt für solche Einstellungen jedes Verständnis!

Gruß Inge

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