TSV-Haftung, Kosten, etc. :: Hunde Gesetze + Hundeverordnungen

TSV-Haftung, Kosten, etc.

von isis(YCH) am 21. Februar 2001 11:30

Hallo,

ich habe folgende Fragen:
Der TSV XYZ arbeitet mit privaten Pflegestellen, es wird KEINE schriftliche vereibarung mit den Pflegestellen gemacht.
Die Leute, nennen wir sie Huber, haben einen Schaden der durch das Pflegetier entstanden ist, z.b. Kaputtes Sofa, muß der Verein für diesen Schaden aufkommen?
Fam. Huber hat selbst tiere, nimmt einen Wurf junger Hunde bei sich auf, es wird gesagt die Hunde kämen von einem TA aus Spanien, sind also gesundheitlich, wenn auch noch nicht geimpft O.K.
Nun stellt sich heraus, das diese Hunde einen Hautpilz haben und die Tiere von Familie Huber wurden angesteckt, ebenso die Familie selbst. Wer trägt die Behandlungskosten für den Tierarzt und Humanmediziner?

Wie ist generell die Handhaben wenn ein TSV Tiere aus dem Ausland nach DT. holt und diese Krank sind und auch krank vermittelt werden (zum teil werden die Tiere in Dt. keinem TA vorgestellt sonder gleich vermittelt)?
Wenn eine kastrierte Kätzin mit einem Wurf junger Katzen (sie ist nicht die Mutter) nach Dt. geflogen werden, und es wird behauptet sie sei die Mutter damit die Jungtiere ohne impfung einreisen dürfen!

Was kann man tun, um solchen TSV einen Rigel vorzuschieben? Vet. Amt? Dt. Tierschutzbund? Wer ist anlaufstelle und wer hilft weiter?

Danke Isis

von Kerstin(YCH) am 26. Februar 2001 11:40

: Hallo Isis, hier ein paar Antworten, da mir das ganze etwas seltsma vorkommt.
:
: ich habe folgende Fragen:
: Der TSV XYZ arbeitet mit privaten Pflegestellen, es wird KEINE schriftliche vereibarung mit den Pflegestellen gemacht.
: Die Leute, nennen wir sie Huber, haben einen Schaden der durch das Pflegetier entstanden ist, z.b. Kaputtes Sofa, muß der Verein für diesen Schaden aufkommen?

Ohne Vertrag ziemlich schwierig, es sei denn Familie Huber kann mit Zeugen beweisen, daß dieser mündliche Pflegevertrag auch eventuelle Schadensregulierungen regelt.

: Fam. Huber hat selbst tiere, nimmt einen Wurf junger Hunde bei sich auf, es wird gesagt die Hunde kämen von einem TA aus Spanien, sind also gesundheitlich, wenn auch noch nicht geimpft O.K.

Wie können Hunde aus Spanien ohne Gesundheitszuegnis und ohne Impfung aus Spanien kommen, außerdem geht unter 3 Monaten gar nichts, sofern die Angabe mit Spanien und TA stimmt.

: Nun stellt sich heraus, das diese Hunde einen Hautpilz haben und die Tiere von Familie Huber wurden angesteckt, ebenso die Familie selbst. Wer trägt die Behandlungskosten für den Tierarzt und Humanmediziner?

Wie gesagt, kommt darauf an, ob Absprache unter Zeugen oder nicht. Wenn nicht, dann muß wohl Familie Huber selbst zahlen.
:
: Wie ist generell die Handhaben wenn ein TSV Tiere aus dem Ausland nach DT. holt und diese Krank sind und auch krank vermittelt werden (zum teil werden die Tiere in Dt. keinem TA vorgestellt sonder gleich vermittelt)?

Kranke Tiere (= übertragbare Krankheiten) dürften gar nicht nach Deutschland, da diese Tiere kein Gesundheitszeugnis haben können.
Wenn dem TSV die Krankheit bekannt ist und dies nicht weitergibt, handelt es sich um Verschweigen einer Eigenschaft, Täuschung. Der "Pflegevertrag" könnte nichtig werden. D.H. Hunde zurück oder Behandlung vom TSV zahlen lassen.

: Wenn eine kastrierte Kätzin mit einem Wurf junger Katzen (sie ist nicht die Mutter) nach Dt. geflogen werden, und es wird behauptet sie sei die Mutter damit die Jungtiere ohne impfung einreisen dürfen!

Versteh ich nicht, ws hat das damit zu tun, daß die Jungtiere nicht geipmft sind?
:
: Was kann man tun, um solchen TSV einen Rigel vorzuschieben? Vet. Amt? Dt. Tierschutzbund? Wer ist anlaufstelle und wer hilft weiter?

Ich würde es mal über das Vet. Amt versuchen, kommt eben auch darauf an, wie dieser TSV sonst arbeitet und ob die Familie Huber der einzige Fall ist.
:
: Also dann, bitte nie wieder ohne Vertrag!, Kerstin:

von isis(YCH) am 26. Februar 2001 12:05

Hallo Kerstin,

danke für deine Antwort, es geht um folgendes, ich war selbst aktives Mitglied in diesem Verein, bin aber nach 6 Mon. wieder ausgestiegen, da ich diese "Machenschaften" nicht weiter unterstützen wollte. Nun sind einige Pflegefamilien und Tierhalter (haben Hunde/Katzen von diesem Verein bekommen) an mich herangetreten, weil die Tiere sehr z.T. Krank sind oder der Verein sich nicht an absprachen gehalten hat (oder zusagen). Nun möchte ich diesen Menschen und ihren Tieren gerne helfen, also diesem Verein mal auf die "Finger haun" und sammle Informationen, suche geschädigt etc. Da ich mich mit der rechtlichen lage nicht so auskenne habe ich es mal hier im Forum versucht.
Bin für weiter Hilfe und Tipps dankbar

Grüße isis

von Me & Bär(YCH) am 26. Februar 2001 12:13

: : Hallo Kerstin,

ich mische mich malkurz dazwischen ;-)) - nur wegen einiger Infos:

: Wie können Hunde aus Spanien ohne Gesundheitszuegnis und ohne Impfung aus Spanien kommen, außerdem geht unter 3 Monaten gar nichts, sofern die Angabe mit Spanien und TA stimmt.

Das geht schon, z. B. wenn die Mutter der Welpen miteinreist und geimpft (und augenscheinlich!) gesund ist und die Welpen reisefähig sind (notfalls macht man die Welpen eben mal ein paar Wochen älter ;-), das ist gängige Praxis (ob man das gutheißen mag oder nicht ist eine andere Sache)...

: Kranke Tiere (= übertragbare Krankheiten) dürften gar nicht nach Deutschland, da diese Tiere kein Gesundheitszeugnis haben können.

Das gilt aber auch nur für offensichtliche Krankheiten, Leishmaniose z. B. gilt als auf den Menschen übertragbar, wird häufig trotzdem nicht schon im Ursprungsland getestet und bricht später in Deutschland aus, andere Krankheiten (Pilze, Salmonellen, Pseudomonaden, Diardien = alles Zoonosen) können nur durch bestimmte Untersuchungen festgestellt werden und diese Untersuchungen sind KEINE Pflicht!!!
Dase inzige was zur Einreise nach Deutschland notwendig ist, ist eine gültige Tollwutimpfung...sonst nichts (bzw. aus bestimmten Ländern ein Gesundheitszeugnis, und da schaut der betreffende Vet sich das Tier 5 Minuten an und wenn nicht´s absolut auffälliges ist, dann geht es so durch)....

: : Wenn eine kastrierte Kätzin mit einem Wurf junger Katzen (sie ist nicht die Mutter) nach Dt. geflogen werden, und es wird behauptet sie sei die Mutter damit die Jungtiere ohne impfung einreisen dürfen!
:
: Versteh ich nicht, ws hat das damit zu tun, daß die Jungtiere nicht geipmft sind?

Bei einem Wurf mit VORHANDENEM GEIMPFTEN MUTTERTIER geht man davon aus, dass die Impfung für die Jungtiere erläßlich ist...die Tiere müssen dann nur 6 Wochen alt sein, um einreisen zu dürfen (und in diesem Alter kann man noch nicht Tollwut-Impfen), daher die Notwendigkeit eine MUTTER nachweisen zu müssen.

Nur als kurze "Aufklärung",
liebe Grüße,
Me & Bär

von Me & Bär(YCH) am 26. Februar 2001 12:22

: Hallo Isis,

ich habe Deine Frage erst jetzt gelesen und muß sagen: Wow, ganz schön hart was da so abgeht (natürlich mal wieder unter dem Deckmantel des "Tierschutzes", dass scheint wohl langsam so der Name für die "absolute Narrenfreiheit" zu werden :-(()...

Die Frage ist, ob es sich um einen Tierschutzverein handelt, der bundesweit oder nur örtlich "operiert".....wenn bundesweit ist es schwieriger, weil dann das Vet-AMt des Landkreises tätig werden müßte, in dem der Geschäftssitz des Vereins gemeldet ist...
Wenn es ein regional tätiger Verein ist, dann ist es vielleicht etwas leichter: Sammle die Fälle von kranken Tieren, wichtig wäre allerdings ein tierärztliches Attest und zwar am besten vom Tag der Übergabe der Tiere, denn was erst später auftritt, kann evtl. nicht bekannt gewesen sein...Mit diesen Teilen dann ab zum Vet-Amt, aber erwartet Euch nicht zuviel, dass diese tätig werden ist nicht ganz einfach....versuch es trotzdem....drohe notfalls mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde, aber ob es was bringt ist fraglich.....
Ich habe die erfahrung gemacht, dass sich dafür kein SCHWEIN (entschuldige bitte den Ausdruck) für sowas interessiert und auch die Amts- vets teilweise noch hinter der ganzen Geschichte stehen: TIERSCHUTZ ist eben ein schönes Wort und verleiht den dort Tätigen so eine Art Heiligenschein und Immunität gegenüber Kontrollorganen.....
Schade, zieht leider auch andere Tierschützer runter, die nicht so arbeiten...

Liebe Grüße,
Me & Bär

Ps. Hast Du eigentlich noch Welpen oder sind schon alle gut vermittelt?


von isis(YCH) am 26. Februar 2001 14:03

Hallo Me,

wie geht es Bär, so ohne Bällchen?

Also der Verein ist winzig, der Vorstand besteht nur auf dem Papier, um einen Verein aufrecht zu erhalten. Ich sammle gerade TA als Zeugen, versuche unterlagen von der Tierklinik zu bekommen und suche nach geschädigten... frustrierend...aber ich muß das tun!
Wie ist das den mit den Reisekrankheiten? Borreliose, Leishmaniose, Herzwürmer, etc. müssen die Hunde vor der Einreise untersucht werden? Problem ist, die Tiere reisen nicht ofiziell als Tierschutztiere ein sondern werden mit Touristen mitgeschickt, somit fällen sie durch die Kontrollen von Zoll / Vet.Amt. Sehr clever, leider.
Leider sind einige TA, die schon Hunde einschläfern mußten nicht sehr hilfsbereit, das würde die Sache vereinfachen.
Das Vet. Amt in München war sehr hilfsbereit und bat mich um eine Schriftl. Anzeige, bin gerade beim Tippen.
Wenn Du noch Tipps hast melde dich doch nochmal (gerne privat, rufe Dich auch an).
Hab noch drei Rüden "übrig", hoffe für Sie bald einen Platz zu finden.

Grüße
Isis

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