Meinung zu neuem Kampfhundeg. in Frank. :: Hunde Gesetze + Hundeverordnungen

Meinung zu neuem Kampfhundeg. in Frank.

von Else und Ute(YCH) am 10. Januar 2000 14:03

:
Hi Leute!
Ihr regt euch gerade über die Sterilisation von den tollsten Hunden dieser Welt auf, aber das die Sterilisation umstritten ist und ihr immer noch darauf rumreitet, finde ich ehrlich gesagt blöd. Denn gegen die Sterilisation bin ich dagegen, aber nicht gegen eine Kastration. Was ist denn daran so schlimm, daß bestimmte Rassen aus Hinterhofzuchten kastiert werden, da kein normaler,verantwortungsbewußter Halter seinen Hund von so einem Vermehrer holt.
O. k., jetzt noch etwas in eigener Sache.Ich habe eine Stafford-Hündin (mnache würden Pitbull sagen, aber der ist in Dtl. nicht anerkannt und außerdem steht sie nicht in der Pit) und diese Hündin ist aus dem Tierheim und kastriert.Außerdem bin ich sowieso dafür, daß Hunde jeglicher Rasse, die in der Familie leben kastriert werden müssen, außer den Hunden die für die Zucht eingesetzt werden. Aber vielleicht sind dann nicht mehr so viele Hunde im Tierheim.
Ihr regt euch über das Gesetz in Frankreich auf, dann kennt ihr das Gesetz nicht in Spanien, wo sage und schreibe 47 Rassen auf dem Index stehen, darunter Huskies etc.
Denkt doch mal darüber nach
Else und Ute

von Kirsten & Max(YCH) am 11. Januar 2000 14:50

Hallo Else und Ute,

: Ihr regt euch über das Gesetz in Frankreich auf, dann kennt ihr das Gesetz nicht in Spanien, wo sage und schreibe 47 Rassen auf dem Index stehen, darunter Huskies etc.
: Denkt doch mal darüber nach
: Else und Ute

Wenn ich darüber so nachdenke, stellt sich mir spontan die Frage, was
für ein Leben hat ein nordischer Hund in Spanien? Was hat ein ursprünglicher Herdenschutzhund wie der Kangal im dicht besiedelten
und an Herden sehr armen Deutschland zu tun?

Es ist leider so, daß unglaublich viele Menschen ohne die geringste Kenntnis über die Bedürfnisse der Rasse, die sie sich aus diffusen und irrationalen Gründen ausgesucht haben, sich Tiere ins Haus holen, denen sie in keinster Weise gewachsen sind. Weiterhin ist bei der Masse der Hundehalter nicht mit Vernunft und Einsicht zu rechnen, so daß, obwohl nicht so geplant, eine solche gesetzliche Regelung letztlich dem Schutz vieler Hunde dient.

Nur ein Beispiel: Letztens traf ich auf meinem Spaziergang eine aufgetakelte untersetzte Frau, mit Schmuck behängt wie ein Christbaum und weithin Parfümdüfte ausströmend, mit hochhackigen Schuhen dahertrippelnd, an der Leine (kurz, selbstverständlich) eine junge Akita-Inu-Hündin, die sofort begann, meinen Max zum Spielen aufzufordern.

Kommentar der Halterin: "Wenn die ihn zu fassen bekommt, reisst sie ihn in Fetzen!", übrigens mit stolzgeschwellter Brust. Sie erklärte mir, ihre Hündin sei nach Aussage einer von ihr einmal besuchten Hundeschule eine "Alphahündin", die man nie von der Leine lassen könnte, und die jeden anderen Hund fertigmachen würde, wenn sie könnte. Und sie sei extra bis hinter Dresden (von Witten aus) gefahren, um diesen seltenen und teuren Hund zu erstehen.

Während sie so vor sich hinprahlte, spielten die beiden Hunde auf das Schönste miteinander, bis sie darauf aufmerksam wurde und dieses Tun - Spielen mit einem Proleten aus dem Tierheim, unglaublich - unterband und nach einer schroffen Verabschiedung eilig weiterstöckelte.

Ich mag mir das weitere Leben des armen Hundes nicht weiter ausmalen.

Was Hinterhofzuchten angeht, da stimme ich Dir jedenfalls 100%ig zu. Ein Heimtierzuchtgesetz ist, obwohl dringend nötig, in der BRD noch nicht in Sicht.

Zum Thema Tierheimentlastung durch Kastration:
Ich glaube, daß die "Ware" Hund viel zu einfach zu erhalten ist und man sich ihrer guten Gewissens, wenn es einem zu viel wird, im Tierheim und wieder entledigen kann.

Man sollte also den Erwerb eines Hundes an ein paar Bedingungen knüpfen, um schon vor Entstehen der Probleme bei den potentiellen Hundekäufern die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich denke da an einen Sachkundenach- weis, die Registrierung jedes Hundes mit Mikrochip in einem zentralen Register, eine obligatorische Haftpflichtversicherung*, Rabatte auf die Hundesteuer und andere Privilegien wie Freilauferlaubnis für gut sozialisierte Hunde für Menschen, die sich die Mühe machen, ihre Hunde zu erziehen etc.

Schön, daß Du so mutig warst, eine Staff-Hündin aus dem Tierheim zu Dir zu nehmen und schade, daß es zu wenig von Deiner Sorte gibt.

Viele Grüsse von Kirsten & Max



von Else und Ute(YCH) am 11. Januar 2000 15:39

: :

Hallo Kirsten und Max!
Erst einmal danke für das Lob, wir (die Meute aus Berlin, wo noch eine Staffordhündin dazugehört) haben uns ganz doll gefreut.Aber anscheinend bist Du auch eine von den vernünftigen Leuten, die ihre Hunde aus dem Tierheim holen und glücklich sind.
Wir haben bei uns in der Gegend einen jungen Mann, der einen Bullmastiff hat, aber dieser Hund wird nur gehalten, weil Herrchen kein Selbstvertrauen hat. Der Rüde ist superverträglich mit allem und jedem (leider Gottes findet Else ihn blöd), er wird ständig an der Leine gehalten und hat kaum Hundekontakt, es sei denn er kann sich von der Leine losreissen und zu dem Hund hinrennen. Dieser Rüde ist nicht kastriert, Du kannst Dir gar nicht denken, durch was für eine Begründung.Mein Hund soll ein vollständiger Mann bleiben und kein halbes Weib (Der Typ sieht aus wie ein halbes Weib.).
Irgendwann, wenn dieser Hund in die Flegeljahre kommt, kommt das dicke Ende und davor habe ich Angst, denn dann kann es passieren, daß dieser Hund eingeschläfert wird, was für den Hund in dem Falle wahrscheinlich eine Erleichterung ist.
Für solche Fälle müßte es in Dtl. ein Gesetz geben und nicht nur Hysterie.
Else und Ute

von Stephan & nash(YCH) am 11. Januar 2000 16:33

Hallo Burkhard

ich kann Dir nur teilweise zustimmen, Du hast zwar sicher recht, wenn die Bürger in Frankreich auf Distanz mit ihrer Regierung sind, aber die weiss das auch, und berücksichtigt das in der Umsetzung der Gesetze sehr wohl!

Die Sterilisierungsaktion wird von den Tierärzten durchgeführt und von den Präfekten überwacht, bei empfindlichen Strafen. Eklärtes Ziel der Massnahme ist, in 10 Jahren keine Tiere dieser Rassen mehr in F. zu haben. Die Regierung in F. ist zum Teil ziemlich extremistisch, und ich persönlich zweifle nicht dran, dass die das auch durchsetzen. Vielleicht nicht in den Vororten, aber in der Provinz bestimmt!

Dass auch der Rottweiler und der DSH vertreten sind (wenn auch nur in der abgeschwächten Form), ist sicher kein Anlass zu grinsen (sorry), sondern ziemlich peinlich.

Man muss sich im klaren sein, dass dies in unserer Vollkaskogesellschaft erst der Anfang ist, und daher ist die Empörung durchaus angebracht!

Gruss

Stephan

von Stephan(YCH) am 11. Januar 2000 16:43

Hallo Steffen,

was die Rottis betrifft, so finde ich das ziemlich willkürlich, es war wohl die Folge des fahrlässigen Verhaltens in Belgien....und es ist eine Rasse, die in Frankreich weniger oft vorkommt, als zB Dobermänner.

Ich finde den Maulkorbzwang ziemlich unangemessen (kommt natürlich auf den Hund an!!!!), weil die Angst ja erst mal von den anderen ausgeht, und von denen kann man auch erwarten, dass sie sich informieren!

Andererseits: Wenn ich mal in Frankfurt bin, da kommt öfters ein skinn mit drei Rottis um die Ecke, alle ohne Leine (vom Maulkorb mal ganz zu schweigen). Wenn es der Zufall mal wollen sollte, und mein Nash da ist (immer an der Leine, nbenbei), dann kann der seine Hunde bestimmt nicht halten - und das macht mir auch Angst!

Nur: Den Leuten kommt man eh nicht bei, also warum sollen andere Hundebesitzer und ihre Hunde drunter leiden!?

Gruss

Stephan & Nash

von Steffen(YCH) am 11. Januar 2000 17:15

Hallo Stephan!
Da ich in der nähe von Frankfurt wohne (Erlenbach/Main - 10km von Aschaffenburg) bin ich auch öfters in Frankfurt. Da erlebe ich es zum Beispiel auf der Zeil auch solche Situationen wie Du. Mir ist es auch schon passiert das ein Pit ohne Leine durch die Zeil gelaufen ist.
Bist Du dann nicht der Meinung, das es besser wäre einen Leinenzwang einzuführen? Ich habe absolut nichts gegen "Kampfhunde" oder andere Rassen, wäre ja noch schlimmer als eigener Hundhalter.
Aber dennoch bin ich der Meinung in der Stadt - Leinenzwang.
Unser Rotti ist sehr gut erzogen, hört aufs Wort und läuft bei uns auf den Wiesen ohne Leine. Sobald ich aber in den Wald gehe oder ein Jogger auf mich zukommt rufe ich unseren Sammy und Leine ihn an. Ich glaube nicht das er deshalb den Spass am Gassi gehen verliert. Es passiert auch öfters das sich die Jogger sogar bedanken.
Du musst davon ausgehen das dein Hund immer wieder anders reagiert. Auch wenn er vielleicht nichts böses vor hat.
Gehe doch mit deinem Hund in den Stadtwald oder in die nähe vom Waldstadion. Da kannst du ihn von der Leine lassen (oder nicht??)
In der Stadt aber - Leinenzwang - und sei es noch für die kleinste "Ratte" (war nicht böse gemeint :-))))

mit vielen Grüssen
Steffen

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