Polizei überfährt Hund - Halterin soll Beule am Dienstwagen zahlen :: Hunde in den Medien

Polizei überfährt Hund - Halterin soll Beule am Dienstwagen zahlen

von Anila am 04. Februar 2010 17:12
Hi, hier auch mal 'ne Schlagzeile:


dpa/regioline vom 01.02.2010 15:02
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Polizisten überfahren Hund - Halterin soll zahlen
Ahrensburg (dpa/lno) - Die Geschichte hat für Schlagzeilen gesorgt, jetzt schaltet sich sogar Schleswig-Holsteins oberster Polizist ein: Im Fall des von Beamten überfahrenen Hundes, dessen Halterin für die Kosten am zerbeulten Dienstwagen aufkommen soll, will sich Polizeidirektor Burkhard Hamm in einem Brief an die Frau wenden. "Er wird seine Anteilnahme ausdrücken", sagte die Sprecherin des Landespolizeiamtes, Jessica Wessel, am Montag und bestätigte einen Bericht der Regionalausgabe Stormarn des "Hamburger Abendblattes" (Dienstag). Das Tier war in der Silvesternacht ausgebüxt und bei Ahrensburg auf die Autobahn 1 gelaufen. Nach vergeblichen Versuchen den Hund einzufangen, hatten die Beamten ihn absichtlich überfahren.

Viele Grüße
Anila

von Frieda am 04. Februar 2010 19:45
Huhu,

hab ich schon im Fernsehen gesehen und per Newsletter bekommen. Einfach nur grausam. Mal im ernst, ein verstörter Hund, der aufgrund von Böllern, wahrscheinlich einfach etwas durcheinander ist, den kann man doch nicht einfach überfahren. Gerade in der Silvesternacht sind ja nun auch nicht sooo viele Autos unterwegs. Da wird ein Tierarzt mit Betäubungsgewehr bestellt und dann lässt sich sowas wohl auch regeln. Ich finde diese Sache jedenfalls unmöglich. Die arme Frau!!! Und dann soll sie auch noch den Schaden am Wagen bezahlen. Meiner Meinung nach gehören die Polizisten angezeigt. Gerade die Silvesternacht ist eine Ausnahmesituation, sicher ist man für sein Tier verantwortlich, aber...

LG Frieda

von Anila am 04. Februar 2010 20:33
Hallo Frieda,

ich hätte Anzeige erstattet und kann mir auch vorstellen, dass diese Halterin das mit Unterstützung von Tierschutzverbänden tun wird.

Aber ich fürchte - wenn sie Glück hat, dann wird sich herausstellen, dass die Polizei den Hund nicht hätte überfahren dürfen, aber sie hätten ihn erschießen dürfen, das läßt ihr Ermessensspielraum zu. Ich könnte mir auch noch vorstellen, dass man zugeben wird, dass die Polizei die Halterin über den Tod des Hundes hätte sofort und auch noch wahrheitsgemäß informieren müssen. Aber wenn diese Maßnahme als rechtens angesehen wird, wird die Hundehalterin (oder ihre Versicherung, die sich vermutlich aber herauswinden wird) den Schaden am Dienstwagen zahlen müssen.

Ich würde mir echt eine Gesetzesänderung wünschen, die Wirbeltieren höhere Rechte zugesteht. Und auf Autobahnen wünsche ich mir schon aus umwelttechnischen Gründen ein Tempolimit. Das haben fast alle Länder eingeführt, aber in Deutschland ist das Auto halt die heilige Kuh, und das zeigt sich wirklich sehr, sehr schön auch in unserer Rechtsprechung.

Daher kann man natürlich keinem Autofahrer zumuten, am Silvester womöglich wegen einer Autobahnsperre im Stau zu stehen!

Ach ja - und Steuergelder würde das Sperren einer Autobahn ja auch kosten. Aber wenn man sich anguckt, wofür unsere Steuergelder sonst so verbratzt werden.... Dazu kann man sich ja mal die Schwarzbücher des Bundes der Steuerzahler durchlesen.

Wenn die Polizei angeblich 45 Minuten lang versucht hat, den Hund zu fangen, dann verstehe ich nicht, warum sie nicht in der Zeit Profi-Hundefänger angefordert hat, die den Hund hätten einfangen oder betäuben können. Auch das wäre ja eine Maßnahme, die mit dem Ermessensspielraum vereinbar gewesen wäre.

Heute habe ich im Wald auch Leute getroffen, die seit 2 Tagen ihren Hund suchen. Der saß im Auto, als das Auto bei Glatteis einen schweren Unfall hatte, bei dem die ganzen Scheiben zersprangen. Der Hund ist in Panik davon gelaufen und da kann man nur hoffen, dass der nicht die Rennmeile unserer "heiligen Kühe" betritt.

Viele Grüße
Anila

von Frieda am 04. Februar 2010 20:59
Huhu,

also ich habe gehört, sie hätten versucht ihn zu erschießen, aber sie hätten das nicht tun können ohne andere zu gefährden und deswegen haben sie ihn überfahren.
Gut, Tempolimits möchte ich nicht, weil dann brauche ich ja noch länger heim... Das wäre für mich absolut grausam. Aber eine Autobahn in der Silvesternacht sperren, nunja das wäre wohl durchaus möglich gewesen und gewisse andere Maßnahmen, wie du schon beschriebst hätte man auch ergreifen können.
Kann das nicht nachvollziehen und meiner Meinung nach ist es ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, aber wer weiß, vielleicht gilt das ja nicht für die Polizei (jaja, dein Freund und Helfer).

LG Frieda

von Sciuba am 05. Februar 2010 18:38
Hallo,

eigentlich ist es besser gar nicht auf sowas zu schreiben. Aber ich finde, es gibt GAR KEINE Rechtfertigung wen oder was umzubringen - sei es durch überfahren oder erschiessen - weil er sich auf einer Autobahn oder sonstwo desorientiert bewegt. Das zeigt mal wieder die Einstellung der Menschen zum Leben. Und ein Tempolimit hilft da auch nicht! Autobahnen müssen eingezäunt werden! Das ist die einzige Möglichkeit, Tiere und Menschen von solchen Irrläufen fern zu halten und die Autofahrer ebenfalls abzusichern. Rehe, Füchse, unzählige Kleintiere - alle könnten leben und würden keinen oftmals grausamen Tod erleiden müssen. Aber Menschen wollen ja lieber ihr Geld sparen als Leben retten. Oder für andere unsinnige Dinge ausgeben (Böller z.B.).

Sorry, sowas ist nur einfach eine bodenlose Frechheit, die durchs ganze Universum stinkt!

Sauer-Heidi

von Anila am 05. Februar 2010 19:37
Hallo Heidi,

du hast völlig Recht: Eigentlich müsste die Autobahn so umzäunt sein, dass Tiere da gar nicht rauf können. Wenn dann allerdings eines doch mal über eine Ein- oder Ausfahrt auf die Autobahn läuft, dann könnte es die Autobahn auch nicht mehr verlassen.

Es stimmt auch - ein Tempolimit hilft in so einem Fall wirklich nichts. Es würde übrigens Staus vermeiden! Die meisten Staus entstehen durch Rasen und Bremsen, also so paradox es klingt, manche Leute wären mit Tempolimit schneller am Ziel. Aber das hier ist ja ein Hundeforum.

Viele Grüße
Anila

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