Führerschein ab 20 Kilo :: Hunde in den Medien

Führerschein ab 20 Kilo

von Ulrike Gini+Shana(YCH) am 07. April 2000 15:31

Hallo an Alle,

habe heute folgenden Text in unserer Tageszeitung gefunden und hätte gerne gewußt, was Ihr davon haltet.

Ministerin fordert Maßnahmen gegen Kampfhunde.
DÜSSELDORF: Die Zucht und der Import von Kampfhunden sollen nach dem Willen von NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn(Grüne) in Deutschland
verboten werden.

In einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Funke forderte Höhn
unter anderem ein bundesweites Verbot der Zuchtlinien Bullterrier,Staffordshireterrier und Pitbull, denen besonders agressives Verhalten angezüchtet worden sei. Städte und Gemeinden sollten die Steuern für besonders gefährliche Hunde deutlich erhöhen können, schrieb Höhn. In einer neuen Gefahrhundeverordnung des Landes sollen zudem Halter großer Hunde zu einem Sachkundenachweis verpflichtet werden. Die neue Initiative des Landes sei durch die tödliche Attacke eines Rottweilers auf eine Rentnerin in Gladbeck ausgelöst worden. "Wir wollen nicht mehr so lange warten, bis alle Bundesländer sich einigen",sagte ein Ministeriumssprecher.

Der "Hundeführerschein" solle für alle Hunderasse, die mindestens 40 Zentimeter hoch und etwa 20 Kilo schwer sind, gelten.
Die Halter müssten nach dem Vorschlag von Höhn ihre Befähigung zum Umgang mit den Hunden bei speziell fortgebildeten Tierärzten erbringen. Personen, die wegen gemeingefährlichen Straftaten oder wegen Strafttaten in betrunkenem Zustand aufgefallen seien, sollten grundsätzlich keine Kampfhunde halten dürfen.


Meiner Meinung nach, läßt sich soetwas garnicht durchziehen. Aber was meint ihr denn so?



Neugierige Grüße

Ulrike, Gini + Shana

von Alice(YCH) am 07. April 2000 15:40

Hallo,

sicher ist es richtig agressive Zuchtlinien auszurotten. Ganze Rassen hier zu nenen ist sicherlich verkehrt. Gleiches gilt natürlich für die Steuer. Ein generelles Verbot des Besitzes von potentiell gefährlichen Hunden für Kriminelle etc. ist durchaus nachvollziehbar, da diese Kreise die Hunde oft als Statussymbol benutzen.

Nun zum Thema Hundeführerschein. Ich finde diesen absolut in Ordnung. Jede Person, die sich einen Hund kauft, sollte geschult werden. Viele Menschen sind sich in keiner Weise bewußt, auf was sie sich einlassen. Es ist doch in gut, wenn man etwas über die Haltung und die spezifischen Eigenschaften des Hundes lernt. Lernen schadet niemand. Ich würde hier sogar noch erweitern. Es müßte eine Art Hundeführerschein gemacht werden, der der Prüfungsordnung der Begleithundeprüfung nahe kommt (nicht ganz so streng). Das zu organisieren ist sicherlich sehr schwer, aber nicht unmöglich.

Viele Grüße

Alice

von Sabine(YCH) am 07. April 2000 16:18

::
: Nun zum Thema Hundeführerschein. Ich finde diesen absolut in Ordnung. Jede Person, die sich einen Hund kauft, sollte geschult werden. Viele Menschen sind sich in keiner Weise bewußt, auf was sie sich einlassen. Es ist doch in gut, wenn man etwas über die Haltung und die spezifischen Eigenschaften des Hundes lernt. Lernen schadet niemand. Ich würde hier sogar noch erweitern. Es müßte eine Art Hundeführerschein gemacht werden, der der Prüfungsordnung der Begleithundeprüfung nahe kommt (nicht ganz so streng). Das zu organisieren ist sicherlich sehr schwer, aber nicht unmöglich.
:
: Viele Grüße
:
: Alice

Hey,
den Hundeführerschein kann schon jetzt jeder machen. Er ist identisch mit der BH Prüfung außer, daß die Schußgleichgültigkeitsprüfung wegfällt. Bei mir im Hundeverein wurde zusätzlich eine Theoretische Prüfung hinzugefügt (die noch nicht einmal bei der BH gefordert wird, aber sehr sinnvoll ist). Also ist es jedem verantwortungsvollen Hundebesitzer auch ohne Verordnung schon jetzt möglich den Hundeführerschein zumachen.Ich besitze übrigens einen Pitbull-Mastino Mix, lieb, verträglich und gut ausgebildet, er hat die Prüfung als Bester bestanden (obwohl ich so nervös war).

Durchzuführen ist die Maßnahme, die Frau Höhn vorschlägt, meiner Meinung nach nicht. Wo sollen diese Mengen von Hunden unterrichtet werden? Die meisten Hundeplätz arbeiten mit Ehrenamtlichen Ausbildern, diese hätten garnicht die Zeit, Kurse in der erforderlichen Menge anzubieten, um alle Hunde über 20kg und 40cm auszubilden.
Den Tierarzt zur Prüfung der Sachkunde heran zuziehen halte ich nicht für Glücklich, vielleicht zur Theoretischen Prüfung der Sachkunde über den Hund allgemein, aber ob dieser in Erziehungsfragen wirklich die Kompetenz hat, weiß man nicht.
Ich befürchte, da dies viel zukompliziert in der Durchführung ist, wird es im endeffekt doch darauf hinauslaufen, daß drei oder vier Rassen genannt werden und alle Maßnahmen sich auf diese Konzentrieren. Damit ist dann die Mehrheit der Bevölkerung beruhigt und die Wählerstimmen gesichert.
viele grüße
sabine + Pitbull-Mastino Mix Spike

von Julia+Kerry(YCH) am 07. April 2000 16:44

Hallo Sabine,

:
: Durchzuführen ist die Maßnahme, die Frau Höhn vorschlägt, meiner Meinung nach nicht. Wo sollen diese Mengen von Hunden unterrichtet werden? Die meisten Hundeplätz arbeiten mit Ehrenamtlichen Ausbildern, diese hätten garnicht die Zeit, Kurse in der erforderlichen Menge anzubieten, um alle Hunde über 20kg und 40cm auszubilden.

Meine Befürchtungen dabei sind,dass auf grund solcher Massnahmen Hundeschulen wie Pilze aus dem Boden schiessen und mit warscheinlich von der Kompetenz eher schlechten Ausbildern bestückt sind.Und wie bitte soll ein (meist)Ersthundebesitzer entscheiden,welcher Ausbilder gut und kompetent ist und wer nicht?Im Normalfall wird er sich darauf verlassen,dass das was ihm dort erzählt wird richtig ist.Ein "Ahnungsloser" sieht vielleicht nur,wie toll die schon ausgebildeten Hunde bei Fuss laufen etc. Aber mit welchen Mitteln die Hunde dazu gebracht worden sind ist ihm so nicht unbedingt erkennbar.Und wenn der Ausbilder "seine Methode" richtig verkauft wird ein Laie sie u.U. für gut befinden.Zweifelhafte Ausbilder wollen schliesslich möglichst schnell zum Ziel kommen,damit Platz für neue Kunden ist.Das lass ich jetzt einfach mal so stehen und jeder kann sich seinen Teil dazu denken!

Ausserdem sehe ich nicht ein,warum es nur Hunde ab 20 kg und 40 cm betreffen soll.Ich kenne ein paar wesentlich kleinere,agressive Hunde,die einen Menschen wohl nicht töten können,aber zumindest schwer verletzen:-((
Und im Gegenzug "Riesen",die eher einem Lamm gleichen ;-))

Generell halte ich einen Führerschein schon für richtig,sehe aber ebenfalls keine Möglichkeit ihn für alle durchzuführen.

Alles Gute Julia

von Edith(YCH) am 07. April 2000 18:35

Hallo!



ich bin prinzipiell für einen Hundeführerschein, aber bitte für alle! Es reicht auch ein 15 kg Hund, der, in eine Bein verbissen, für Aufregung/Schaden sorgen kann! Oder ein kläffender Kleinsthund, der einen größeren in Rage bringt, und der sich dann losreist, und dann doch ja wieder der größere die Schuld ist.

Ja, da werden noch schlimme Zeiten auf uns zu kommen, wenn das so weiter geht!

von Tharin(YCH) am 08. April 2000 00:24

Hallo!

: Ministerin fordert Maßnahmen gegen Kampfhunde.
: DÜSSELDORF: Die Zucht und der Import von Kampfhunden sollen nach dem

Definition von Kampfhund?

: Willen von NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn(Grüne) in Deutschland
: verboten werden.

Jaja, die tierlieben Gruenen...ohne Vorurteile...

: In einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Funke forderte
: Höhn unter anderem ein bundesweites Verbot der Zuchtlinien
: Bullterrier,Staffordshireterrier und Pitbull, denen besonders
: agressives Verhalten angezüchtet worden sei.

Warum nicht der Aggressionslinien aller Rassen?


: Städte und Gemeinden sollten die Steuern für besonders gefährliche
: Hunde deutlich erhöhen können, schrieb Höhn.

Vllt. sollten sie mal mehr dafuer tun, dass mit diesen Hunden gearbeitet
wird, sprich versucht wird, sie ungefaehrlich zu machen.
Was soll eine hoehere Steuer bei einem "Beisser" bringen? Hoechstens
kommt er weg (TH, Einschlaefern).
Man kann schliesslich nicht mit Steuer als Lenkungsinstrument
argumentieren, denn der Hund sollte ja nicht von selbst grade mal
von lieb auf boese umschalten.
Bringt hoechstens, dass Leute, die einen "gebrauchten" Hund zu sich
nehmen wollen, "nur" noch "Top-Hunde" wollen. Vllt. kann man damit einer
Selbstueberschaetzung der pot. Besitzer vorbeugen, aber das bezweifle
ich.

Natuerlich waere es recht fein, diese "Mehr-Geld" dann in Hundetraining
fuer die willigen, aber nicht gut betuchten Besitzer von gefaehrlichen
Hunden stecken.
Aber diese Gelder sind eben nicht zweckbezogen.

: In einer neuen Gefahrhundeverordnung des Landes sollen zudem Halter
: großer Hunde zu einem Sachkundenachweis verpflichtet werden. Die neue

Naja, zweischneidiges Schwert.
Sicher schreckt es schlechte Halter ab, aber auch gute - vor allem bei
aelteren Leuten koennte ich mir das denken.

: Initiative des Landes sei durch die tödliche Attacke eines Rottweilers
: auf eine Rentnerin in Gladbeck ausgelöst worden. "Wir wollen nicht
: mehr so lange warten, bis alle Bundesländer sich einigen",sagte ein
: Ministeriumssprecher.

Blablabla, geht eure Stimmen her.

: Der "Hundeführerschein" solle für alle Hunderasse, die mindestens 40
: Zentimeter hoch und etwa 20 Kilo schwer sind, gelten.

Haha, weil man 20 kg noch gut wegkicken kann oder was?

Also diese Grenzen sind einfach total willkuerlich. Aber andererseits
waere damit dann z.B. den oben genannten aelteren Leuten geholfen.

Dafuer aber waere es schon recht ungerecht.

: Die Halter müssten nach dem Vorschlag von Höhn ihre Befähigung zum
: Umgang mit den Hunden bei speziell fortgebildeten Tierärzten
: erbringen.

Halte ich fuer ganz daneben!
Soll wohl als zusaetzliche Quelle fuer Tieraerzte dienen, was?

Erst mal hat ein TA nicht gleich grosse Erffahrung um Umgang mit Hunden
aller Coleur im _Alltagsleben_, was ja zu der Beurteilung auch wichtig ist; ist halt auch die Frage, wie beurteilt wird und was sowas kosten
soll.

Wobei dann gleich das naechste Problem da ist: Wie sieht die
Qualifikation der Beurteilenden aus?

Ist eine Korrektur moeglich? (Halter hat sich fortgebildet.)

: Personen, die wegen gemeingefährlichen Straftaten oder wegen
: Strafttaten in betrunkenem Zustand aufgefallen seien, sollten
: grundsätzlich keine Kampfhunde halten dürfen.

Finde ich ziemlich daneben.
Es gibt z.B. auch die Straftat "Hundehetze". Da ist es natuerlich
selbstredend, dass da eine Einschraenkung getroffen wird. Wobei ich da
auch nicht so gluecklich mit bin, wenn einer mit 15 z.B. deshalb
verurteilt wurde, dann aber mit 40 einen Hund moechte.
Also eien Straftat in betrunkenem Zustand kann auch ein Unfall sein
(z.B. grob fahrlaessige Koerperverletzung), ohne dass da ueberhaupt nur
ein hund im Spiel war. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Bei gemeingefaehrlichen Straftaten weiss ich halt nicht, was alles damit
gemeint ist - faellt sicher auch eine Menge drunter.
Aber auch da kann man sicher oft sagen: Was hat das eine mit dem anderen
zu tun?

: Meiner Meinung nach, läßt sich soetwas garnicht durchziehen. Aber was
: meint ihr denn so?

Das sowieso - vorausgesetzt, die Hundepopulation wird nicht drastisch
vermindert.


Tharin

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