Führerschein ab 20 Kilo :: Hunde in den Medien

Führerschein ab 20 Kilo

von Gabrielle(YCH) am 08. April 2000 02:12

Liebe Tharin
Ich denke, dass man mit einer hoeheren Steuer die Leute, die man davon abhalten will einen sogenannten "Kampfhund" zu halten, nicht stoppen kann. Dafuer aber diejenigen, deren "Kampfhund" kein Problem gibt, weil erzogen, artgerecht gehalten etc. Die Motive der Problembesitzer sind, glaube ich, staerker, als der "Schmerz" ueber die hoehere Steuer. Ich koennte mir gar vorstellen, dass es dadurch sogar noch an Attraktion gewinnt, so einen Hund zu haben.
"Fuehrerschein", naja... Bei mir wird eine tiefere Hundesteuer all jenen angeboten, deren Hund erzogen ist. Die BesitzerInnen muessen zu einem von der Gemeinde anerkannten Verein und dort 10 Wochen Erziehungskurs und dann nochmals 8 Wochen post graduate machen UND den Test am Ende bestehen. Die Gemeinde legt besonders Wert darauf, dass der Hund abrufbar ist und dass der Besitzer ihn dann am Halsband greifen kann. Ich finde diese Idee nicht schlecht, da sie die "guten" BesitzerInnen belohnt und allen Hunden, egal welcher Rasse hilft.
Liebe Gruesse
Gabrielle

von Bianca(YCH) am 08. April 2000 13:26

Hallo Ulrike,

ein riesengroßer Blödsinn ist das. Die Politiker wollen natürlich den geringsten Weg des Widerstands und vor allem den kostengünstigsten gehen mit dem geringsten Aufwand. Den Vorschlag mit über 40 cm finde ich gegenüber den Rassen, die in anderen Bundesländern in den Katalogen verzeichnet sind, wenigstens etwas gerechter, obwohl sicherlich nicht die Lösung.

Und nun zum Hundeführerschein! Wer ist denn der Meinung, daß der Hundeführerschein, wie er zur Zeit üblicherweise praktiziert wird, besagt, daß der Hund "gesellschaftsfähig" ist??? Ich finde, diese Art von Hundeführerschein besagt rein gar nichts, was die Sozialisierung oder das Verhalten des Hundes eigentlich ausmachen sollte. Das Problem sind doch die Beißunfälle. O.k., dann mache ich mit meinem Hund die Prüfung, den Stadtteil (angeleint) und den Übungsteil auf dem Hundegelände. Wer kann denn da garantieren, daß der Hund außerhalb nicht anders reagiert??? Was belegt denn diese Art von Hundeführerschein?

Vielleicht sollte man sich mal mit ein paar Interessierten zusammensetzen und unserer "klugen" Regierung ein Gutachten vorlegen, wie es vernünftiger und realistischer laufen könnte! Ich bin mittlerweile auch auf der Suche nach Material über diverse Statistiken und Gutachten und natürlich auch Zeitungsartikel. Ich denke, daß man mit einem Hundeführerschein, wie er in Aschaffenburg vonstatten geht, viel mehr erreichen kann. Wie gesagt, für den Hundeführerschein bin ich auch, aber nicht so, wie er hier vonstatten geht, weil er mir einfach für schwierige Situationen einfach zu wenig besagt. Und ob ein Hund nun perfekt am Bein kleben muß, sei auch einmal dahingestellt. Der Hundeführer sollte lediglich beweisen, daß sein Hund für keinen zu einer Gefahr wird und das die Mensch-Hund-Bindung funktioniert.

So, das wars erst einmal von mir. Wäre schön, wenn es ein paar Interessierte gäbe, die bereit sind, etwas Zeit und Wissen zu investieren, um einen Gegenvorschlag vorzulegen, bevor gewisse Rassehundebesitzer Probleme bekommen oder eben alle Hunde bald Maulkörbe tragen müssen!!!

Viele Grüße von
Bianca und Jill




von Sabine(YCH) am 08. April 2000 14:14

Hallo Bianca,
ich denke eine Prüfung bei der mit GARANTIE festgestellt werden kann, daß nie etwas passieren wird, gibt es nicht.
Ich denke die heutige Hundeführerscheinprüfung auf einem guten Hundeplatz ist sehr wohl sinnvoll. Man geht ja dort nicht nur hin und macht die Prüfung, sondern arbeitet über Wochen oder Monaten hindurch. Vielen Hundehalter würde dies schon helfen, besser mit ihren Hunden klarzukommen. Bei uns auf dem Hundeplatz hätte jemand der seinen Hund nicht im Griff hat, keine Chance die Prüfung zubestehen.
Du kritisierst, daß Stadtprüfung angeleint durchgeführt wird, meiner Meinung nach gehört ein Hund in der Stadt aber sowieso an die Leine.
Und die angesprochen Beißvorfälle würden sich vielleicht auch endlich geben, wenn die Besitzer besser geschult würden, auch insofern, daß man seinen Hund nicht einfach ständig freilaufen läßt. Mehr Rücksicht auf andere nimmt und auch verständnis hat, daß manche Leute Angst haben.
Ich erlebe es leider immer wieder, daß Andere ihre Hunde zwischen spielenden Kindern, oder wenn unbekannte Hunde auftauchen, einfach weiter laufen lassen. Auch dies trägt dazu bei, daß immer mehr Beißvorfälle passieren. Danach heißt es dann, meiner hat das noch nie gemacht.
Ich könnte Dir dazu jede Menge Geschichten erzählen.
Erstmal viele Grüße
Hundeführerscheinbesitzerin (freiwillig)
sabine+Pitbull-Mastino Mix Spike + Rotti Mix Ronja

von Heike & Labs(YCH) am 08. April 2000 18:59

Hallo Sabine,

:ich denke eine Prüfung bei der mit GARANTIE festgestellt werden kann, :daß nie etwas passieren wird, gibt es nicht.

Stimmt genau. Siehe z.B. all die "toll ausgebildeten" Schutzhunde, welche im "normalen Leben" desöfteren schon mal durchknallen. Oder überhaupt die ganzen "Platzidioten" - kaum haben sie den Platz verlassen, sind sie nicht mehr zu bändigen...

:Ich denke die heutige Hundeführerscheinprüfung auf einem guten :Hundeplatz ist sehr wohl sinnvoll.

Inwiefern ? Was hat Hundehalter denn davon, wenn sein Hund z.B. am LINKEN Bein klebt ?
Ist es nicht vollkommen ausreichend, wenn mein Hund in meiner Nähe bleibt bzw. auf Zuruf kommt ? Wozu brauche ich PLATZ auf einem Spaziergang ? Ist es nicht egal, ob der Hund steht, sitzt oder liegt ?
Warum muss der Hund bei Zuruf kerzengrade vor mir sitzen ?
Meiner Meinung geht ein Führerschein am realen Leben vorbei !

: Man geht ja dort nicht nur hin und macht die Prüfung, sondern arbeitet :über Wochen oder Monaten
:hindurch. Vielen Hundehalter würde dies schon helfen, besser mit ihren :Hunden klarzukommen.

1.) gibt es genug Hundehalter, die auch ohne Übungsplätze ihre Hunde im Griff haben.
2.) gibt es jede Menge Hundehalter, die keine Lust haben, mit ihrem Hund stundenlang immer und immer wieder die gleichen sinnlosen Übungen zu machen
3.) gibt es genau soviele Hundehalter, die trotz Übungsplatz ihre Hunde NICHT im Griff haben
4.) ist es auch gar nicht so einfach einen Platz zu finden, wo nicht mit Leinenruckerei etc. gearbeitet wird

:Bei uns auf dem Hundeplatz hätte jemand der seinen Hund nicht im Griff :hat, keine Chance die Prüfung zubestehen.

Na, das ist ja wohl hoffentlich überall so ! Aber wie schon erwähnt, gibt es in jedem Verein etliche dieser "Platzidioten" und bei diesen ist der Führerschein keine Garantie für ein gutes Mensch/Hund Verhältnis.

grinning smileyu kritisierst, daß Stadtprüfung angeleint durchgeführt wird, meiner :Meinung nach gehört ein Hund
:in der Stadt aber sowieso an die Leine.

Absolut !

:Und die angesprochen Beißvorfälle würden sich vielleicht auch endlich :geben, wenn die Besitzer besser :geschult würden, auch insofern, daß :man seinen Hund nicht einfach ständig freilaufen läßt.

Besitzer schulen, dass ihre Hunde nicht frei laufen ???

:Mehr Rücksicht auf andere nimmt und auch verständnis hat, daß manche :Leute Angst haben.

Das ist der springende Punkt ! Mehr Rücksicht auf Andere nehmen - aber das kann man nicht schulen !
Es laufen so viele Ignoranten durch die Welt - da nutzt auch ein Hundeführerschein nix.
Oder vielleicht wird dieser "hochgelobte" Schein dann noch als Feifahrtschein angesehen ... ?

:Ich erlebe es leider immer wieder, daß Andere ihre Hunde zwischen spielenden Kindern, oder
:wenn unbekannte Hunde auftauchen, einfach weiter laufen lassen. Auch dies trägt dazu bei, daß
: immer mehr Beißvorfälle passieren.
grinning smileyanach heißt es dann, meiner hat das noch nie gemacht.
:Ich könnte Dir dazu jede Menge Geschichten erzählen.

Das könnten wir wohl alle ...

:Gegen die Diskriminierung bestimmter Rassen u. deren Halter

Bin ich vollkommen Deiner Meinung, aber wie schon gesagt: da nutzt auch ein Führerschein nix
In NRW gibt es doch eine Gefahrenhundeverordnung. Diese ist m.M. vollkommen ausreichend.

Viele Grüsse, Heike & Labs

von sabine(YCH) am 08. April 2000 20:05

Hallo Heike,

komischer Weise finde ich es durchaus sinnvoll, daß mein Hund in Allen Situationen gehörcht. Die Übungen zur Hundeführerscheinprüfung beziehen sich nicht nur auf den Hundeplatz, sondern es werden auch jede Menge Übungen auf der Straße durchgeführt, zumindest war es bei uns so.
Du solltest auch nicht den Text in meinem Vorhergehenden Beitrag auseinander reißen, ich habe nie gesagt, daß man seinen Hund nicht freilaufen lassen soll.
Ich finde es als "Kampfhundehalterin" schon bemerkenswert, daß es mittlerweile schon wirklich egal ist, was man auch tut, es ist Alles verkehrt.
Jetzt ist es also auch verkehrt, wenn man seinen Hund so erzieht, daß er wirklich unter allen Umständen gehorcht.
Allmählich setzt da bei mir,wenn man sich die ganze Medienhetze, die lieben Mitmenschen und sogar die Hundehalter anschaut (ist nicht nur auf Dich gemünzt, solche gibt es viele) so ein ihr könnt mich alle mal Gefühl ein. Wofür mache ich mir eigentlich die ganze Mühe mit meinen Hunden? Warum nehme ich ständig Rücksicht und warum versuche ich andere zuüberzeugen, wenn doch Alles kritisiert wird.
genervte Grüße
sabine

von Bianca(YCH) am 08. April 2000 23:50

Hey Sabine,

: ich denke eine Prüfung bei der mit GARANTIE festgestellt werden kann, daß nie etwas passieren wird, gibt es nicht.

Da magst du sicherlich recht haben, aber so wie sie jetzt durchgeführt wird, reicht es vollkommen nicht aus für Situationen, wo etwas passieren kann. Ich kenne viele Hunde, die perfekt bei Fuß gehen, ABER: auf dem übungsplatz und nicht in Situationen draußen. Warum nicht? Weil sie nicht "Pflicht" sind und nicht geübt werden oder vielleicht auch, weil kein großer Wert darauf gelegt wird "das wird ja nicht verlangt". Ich habe selber 4,5 Jahre in einem Verein gearbeitet und wir sind unter anderem aus diesem Grunde kürzlich ausgestiegen, weil es nicht darauf ankommt, bestimmte übungsabläufe "einzupauken", sondern Hund und Halter viel zu vermitteln und auch Alltagssituationen zu üben und vor allem Hund und Halter "umweltsicher" zu machen und das betrifft nicht nur Schußfestigkeit. Natürlich stimme ich Dir vollkommen überein, daß ein Hund in der Stadt angeleint gehört, das war aber auch nicht das, was ich verdeutlichen wollte. Wo kommt es denn zu Beißunfällen? Doch wohl kaum auf dem übungsgelände und auch nicht in angeleintem Zustand in der Stadt, oder? Jogger fühlen sich belästigt, Fahrradfahrer, Inlineskater, Passanten, Kinder, andere Hundehalter usw. Wo wird das geübt und wer bestätigt das, daß der Hund in diesen Situationen richtig reagiert. Wenn Du Dir mal die Prüfungsordnung vom Aschaffenburger Hundeführerschein (www.hundeschule-ab.de) durchliest, weißt Du, worauf ich hinaus will.

: Ich denke die heutige Hundeführerscheinprüfung auf einem guten Hundeplatz ist sehr wohl sinnvoll. Man geht ja dort nicht nur hin und macht die Prüfung, sondern arbeitet über Wochen oder Monaten hindurch.

Ich habe das auch nicht bestritten (hab ja selber einen gemacht!), dennoch ist er mir nicht realitätsnahe genug. Das Sitz - Platz - Fuß besagt noch lange nicht, daß ich in jeder Situation der Herr meines Hundes bin. Kann ich mich selber auch als bestes Beispiel nennen. Hund war perfekt mit 5 Monaten, aber gejagt hat sie trotzdem. den Führerschein habe ich natürlich trotzdem bestanden. ist ja nicht Bestandteil der prüfung. Verstehst Du, worauf ich hinaus will?? Erst da mußte ich mich richtig mit meinem Hund beschäftigen, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen und vor allem über mich selber nachdenken, was ich denn falsch gemacht habe. Genauso ist das mit der Unverträglichkeit. ich will jetzt nicht damit sagen, daß es nur "Lämmer" geben darf, die keinem Hund ein haar krümmen. Dennoch muß der Halter auch da beweisen, daß er seinen Hund im Griff hat, Situationen erkennen lernt und er dennoch im Vorfeld (wenn Halter es denn verstanden hat!)abrufbar ist (der Hund). Das ist für mich die eigentliche Hundeerziehung!!!

Vielen Hundehalter würde dies schon helfen, besser mit ihren Hunden klarzukommen. Bei uns auf dem Hundeplatz hätte jemand der seinen Hund nicht im Griff hat, keine Chance die Prüfung zubestehen.

Da bin ich anderer Meinung! Auf bestimmte Übungsteile hin oder den Gehorsam alleine gebe ich Dir recht. Was mir fehlt sind übliche Alltagssituationen. Ich kenne die anderen Begleithundeprüfungen nicht, aber alleine das Punktesystem, nach dem wir gearbeitet haben, war m. E. zu lasch (habe ich hier übrigens auch letztens gelesen, das das jemandem aufgefallen ist). Ob der Hund nun freudig läuft oder perfekt bei Fuß geht, daß macht doch noch keine Situation aus, oder? Auch halte ich eine Prüfung, die alleine auf dem Übungsplatz abläuft (wo nur Hund und Halter sich bewähren müssen) nicht für sinnvoll und auch nicht realistisch, da fehlen mir die Ablenkungen, wie sie eben auch "draußen" vonstatten gehen. Unfälle passieren, wo Ablenkungen im Spiel sind. Es tauchen sicherlich keine probleme auf, wenn man mit dem Hund alleine auf weiter Flur läuft.

: Du kritisierst, daß Stadtprüfung angeleint durchgeführt wird, meiner Meinung nach gehört ein Hund in der Stadt aber sowieso an die Leine.

Richtig, meiner auch, trotz prüfung. Ein Tier bleibt IMMER ein Tier und es gibt dort m. E. nie das 100 %ige, weil immer ein unkalkulierbarer Anteil in einem Tier drinsteckt.

: Und die angesprochen Beißvorfälle würden sich vielleicht auch endlich geben, wenn die Besitzer besser geschult würden, auch insofern, daß man seinen Hund nicht einfach ständig freilaufen läßt. Mehr Rücksicht auf andere nimmt und auch verständnis hat, daß manche Leute Angst haben.

Gut, auch da stimme ich Dir überein. Aber: Die Realität sieht anders aus (leider!).

: Ich erlebe es leider immer wieder, daß Andere ihre Hunde zwischen spielenden Kindern, oder wenn unbekannte Hunde auftauchen, einfach weiter laufen lassen. Auch dies trägt dazu bei, daß immer mehr Beißvorfälle passieren. Danach heißt es dann, meiner hat das noch nie gemacht.

Ein Hund darf für niemanden zu einer Belästigung werden oder gar zu einer Gefahr.

: Ich könnte Dir dazu jede Menge Geschichten erzählen.

Dem kann ich mir nur anschließen, gerade über Hundehalter, wenn man vier jahre in einem Verein tätig war und die gilt es zu schulen oder an sie zu appellieren, mehr über ihren eigenen Hund zu lernen. Übrigens gibt es auch genügend Geschichten von Hundebesitzern, die einen Hundeführerschein besitzen.

Viele Grüße zurück
von Bianca und Jill

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