16-Wochen und knurrt :: Hundeerziehung + Soziales

16-Wochen und knurrt

von Dani(YCH) am 31. Juli 2003 19:31

Hallo,

Heute ist uns mit unserer 16 Wochen alten Labbi-Hündin folgendes passiert. Ab und an kriegt sie ihre 5 Mimnuten und rast dann durchs Haus, bellt und ist nicht zu bändigen. Heute hat sie in so einem "Anfall" auf einmal versucht die Couch "aufzufressen" und mein Mann hat "Nein" gesagt, worauf sie normalerweise hört, nochmals Nein gesagt und noch ein drittes mal. Alles für die Katz und so hat er sie im Nackenfell gegriffen und sie unten gehalten. In dieser Position hat sie dann meinen Mann mit einem tiefen Knurren angeknurrt. Der hat "Nein" gesagt und sie solange unten gehalten, bis Ruhe war.

War das nun richtig??? Ich hab so meine Zweifel, da ich mal gelesen habe, dass man den Hund möglichst NIE körperlich strafen soll, auch nicht Schnauzgriff. Und Nacken ist ja eh noch unwirksamer wie Schnauzgriff, oder? Umsichtiger wäre wohl gewesen, den Hund an die Leine zu nehmen und Ruhe "herbeizuführen", in dem sie neben mir an der leine sitzen muss, oder?

Nja, passiert ist passiert. Meine Frage ist eigentlich: Ist das "normal" für das Alter, dass sie mal knurrt, also austestet? Oder müssen wir uns ernsthafte Sorgen machen? Sie hat noch nie einen von uns angeknurrt!

Danke euch,
Dani + Streithenne


von Sibore(YCH) am 31. Juli 2003 21:15

Hallo Dani,

kennt sie das "Nein" denn schon wirklich???
Weiss leider nicht wie lange ihr sie von ihren 16 Wochen schon habt.
Denke aber, sie muss ausprobieren, was sie wirklich darf und was nicht.

Wenn sie öfter ihre "5-Minuten" hat, habt ihr die ja bisher auch schon geduldet. Denke daher, es ist eine Frage der Konsequenz.
Wenn nicht gerade etwas droht, zerfetzt zu werden, würde ich es mit Ignorieren probieren. Auch wenn es oft noch so schwer fällt, wenn sie lautstark aufdreht. Ansonsten Schnauzgriff, je nach Sensibilität. Den Schnauzgriff versteht der Hund, das machen die Mütter auch so, wenn die Kleinen nerven. Das Nackenpacken kann sie gar nicht zuordnen, das ist nur Gewalt und demnach nicht gerade vertrauensbildend.

Viel Erfolg!

Sibore

von Sylvia(YCH) am 01. August 2003 06:56

Hallo Dani, das Verhalten Deines Welpen ist ganz normal. Wenn Ihr jetzt nicht eingreift und sie maßregelt, werdet Ihr in Zukunft diverse Probleme haben, dann wird´s nicht mehr nur beim Knurren bleiben, wenn Ihr Pech habt.
Die Reaktion Deines Mannes (... halten bis Ruhe war) war richtig. Allerdings ist dieses "Nackenschütteln" keine Erziehungsmaßnahme, sondern symoblisiert für den Hund das "Totschütteln seiner Beute". Also bitte davon Abstand nehmen. Der Schnauzengriff, wie meine Vorschreiberin schon sagte, ist richtig und auch die Mutterhündin wendet diesen (in Extremsituationen) an, wenn Ihre Welpen nicht spuren, um sie einfach zu maßregeln nach dem Motto "laß das ja sein".
Du solltest ihr in diesem Alter schon Ihre Grenzen beibringen und die versucht sie wohl schon jetzt auszutesten, je einfach hast Du es, wenn sie älter ist. Einen Hund mit einem Jahr tadelt man nicht mehr so leicht! Ignoriere nie das Anknurren oder Schnappen, sondern erstickt es sofort im Keim. Gute Erziehungsmaßnahmen sind in dieser Sache auch: Spielzeug, Fressen, Leckerchen, etc. wegnehmen können (und dann natürlich wiedergeben, wenn sie sich das ohne Anstalten gefallen läßt). Auch das Anfassen an allen Körperteilen des Hundes gehört dazu. Das kannst Du üben, indem Du Dich, wenn sie z. B. schläft oder sich ausruht, daneben setzt und sie überall streichelst. Das ist auch wichtig für die TA-Besuche. Du solltest Zähne und Ohren nachgucken können.
Ich red schon wieder zuviel.
Aber üb das alles jetzt schon, je früher desto besser und je weniger Komplikationen gibt es später.
LG Sylvia

von Dani(YCH) am 01. August 2003 09:03

Hallo Sylvia,

"Nein" haben wir ausdrücklich geübt. Auf Nein ignoriert sie normal jedes Fressen, das auf dem Boden liegt, hört mit allem auf und schaut mich an. Einmal habe ich´s zu spät gesagt, da hat sie einen Brocken sogar ausgespuckt! Dann bekommt sie von mir immer was Leckeres.
Wegnehmen kann ich ihr auch alles, sogar Schweineohren, denn sie hat gelernt: "Gebe ich etwas her, bekomme ich es gleich wieder und zusätzlich noch ne Belohnung."

Ach ja, und Nackenschütteln würden wir NIIIIEEEE. Mein Mann hat sie nur im Nacken gehalten, die Hand nicht bewegt.
Anfassen üben wir auch. Pfote streichen, Leckerchen, Augenlid runter, Leckerchen, Ohr anschauen, Leckerchen, Bauch kraulen, Leckerchen (wobei sie das eh liebt)

Ich werde nun immer nur noch den Schnauzgriff anwenden, und den nur wenn wirklich nötig. Ich habe auch das Gefühl, dass das Vertrauen so einen Knacks bekommt (Nacken), und gestern habe ich bei Turid Rugaas gelesen, dass Wolfseltern bis zum 5. Monat eher dezent maßregeln und ich denke Nackenpacken ist für die Kleine zu heftig. Wie toll es ist, wenn einem ein Hund blind vertraut, merkt man wohl erst, wenn es einmal angeknackst ist, ne. Also, ich werde das alles auch meinem Mann erklären.

Danke,
Dani

von Sylvia(YCH) am 01. August 2003 12:18

Hallo Dani, nichts zu danken.
Ich finde Ihr macht es wirklich suuuuuuuper, super gut. Habt Ihr schon mal einen Hund gehabt?
Bleibt dabei und laßt Euch nicht irgendwelchen Quatsch erzählen und auch nicht von Leuten anmachen, die meinen, der Hund wäre noch viiiiiel zu jung, um erzogen zu werden.
Die Erziehung fängt mit dem ersten Tag in der Familie an und Ihr macht das genau richtig!
Super, ich finde es toll, dass sich die Hundebesitzer doch auch mal selbst mit der Erziehung auseinandersetzen. Richtig klasse.
LG und viel, viel Erfolg, Ihr kriegt das sicher super klasse hin.
Viel Spaß noch mit Eurem Wuffi
Sylvia

von Dani(YCH) am 01. August 2003 12:47

Hallo Sylvia,

Danke! Das tut gut. Jetzt waren wir gerade Gassi und sind an der McDonalds Tüte vorbeigekommen, die wir gestern schon "durch" hatten. Klar, sie ist wieder hin (ist ja auch verlockend) und hat wieder geschlabbert (sind Reste drin). Ich war zu langsam. Also hab ich Nein gesagt und sie hat die Ohren angelegt und hastiger weiter geschlabbert. Also bin ich zu ihr, hab geknurrt und ihr diesmal über die Schnauze gegriffen, nach dem ich sie auch nicht wegtreiben konnte (wie ne Schlange immer wieder zwischen meinen Beinen zur Tüte hin). Also gut, Schnauzengriff und Komm, Hund kommt, kriegt viel Leckerchen und Lob und Signal für Weitergehen. Sie kehrt auf dem Absatz um und rast zur Tüte zurück um weiterzuschlabbern, also bin ich hingerannt und wieder Schnauzgriff (dann hat sie nen kleinen Quieckbeller von sich gelassen, war das also zu heftig von mir?). Dann bin ich zum test noch zweimal an der Tüte vorbei und fürs Ignoriern gab´s Leckerchen (aber man hat ihr das "Nachdenken" angesehen winking smiley ). Langsam kommt sie glaub ich echt in die Austestphase.

Ich will sie einfach nur nicht versauen durch zu hartes Handeln bzw. durch zu inkonsequentes Verhalten. Sauschwer den Mittelweg zu finden.

Liebe Grüße,

Dani und McDonaldsfan

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