Drohen oder beschwichtigen? :: Hundeerziehung + Soziales

Drohen oder beschwichtigen?

von Cabal am 26. Februar 2008 14:59
Das mit dem Regenschirm ist ein guter Tip.
Ich hab auch schon gehört, dass, wenn sich ein Hund in einen anderen wirklich böse verbeisst, man den Angreiffer an den Hinterbeinen hoch heben soll. Je nach Grösse des Hundes stelle ich mir das als Fau doch recht schwierig vor.

Wenn wir einem unangeleinten Hund begegnen, lasse ich Nera im Normalfall, wenn sie nicht läufig ist und es auch sonst keinen zwingenden Grund gibt, dass sie an der Leine bleibt, frei. Und zwar auch bei mir fremden Hunden. Ich bin einfach der Meinung, Nera soll da selbst schauen. Würde in so nem Fall wirklich nur eingreiffen, wenn es blutig wird. Wenn die Hunde sich mal ein bisschen zeigen müssen wer der Stärkere ist, ist das für mich absolut kein Grund, einzuschreiten. Nera ist sehr unsicher, und sucht bei grossen Hunden oft Schutz bei mir. Mehr als sie zu ignorieren kann ich da auch nicht machen. Sie muss einfach selbst schauen, wie sie mit der Situation klar kommt. Nera wird im Juni sechs Jahre alt. Wir hatten bis jetzt immer das Glück, dass wir nie an einen gefährlichen Hund geraten sind. Da Nera eben unsicher ist, möchte ich das nicht verstärken, indem ich übervorsichtig auf andere Hunde reagiere.

Cabal

von DS1 am 27. Februar 2008 07:09
Hi,

HST ich bin begeistert!!! Das sind Tipps, die wir, die nicht so Poesiebegabt sind ;( , auch gleich verstehen.

Ich bin zwar ne Frau, und nicht mal die Mutigste - aber wie du vielleicht weißt - Frauen werden zu Waffen,wenn es um ihre Kinder geht (d.h. jetzt NICHT dass mein Hund Kinderersatz ist!!! ich habe ein Kind) ... aber der Mut ist der selbe --- und daher handle ich aus Instinkt wohl wie ein Mann :-)

und es ist gut zu wissen,dass die Instinkte richtig funktionieren :-)

DS

von Merve am 04. März 2008 12:13
sehr schön geschrieben HST!

ich habe als frau ja das glück dass ich ziemlich gross gewachsen bin und auch nicht gerade kraftlos und deshalb nehme ich keine regenschirme mit. aber für unsichere und zierlichere frauen ist das ein guter tipp.


treten würde ich einen hund in keinem fall. wenn dann hau ich ihm eins über die rübe wenns anders nicht geht (läuft eigentlich darauf hinaus das der hund loslässt und erstmal nicht mehr weiss, was da abgeht und in diesem moment habe ich dann zeit, ihn von meinem abzuhalten). mit tritten geschieht nicht viel, wie ich das mal in zürich miterlebt habe, stachelt eher noch mehr an.

cabal... es ist sicher sehr mühsam wenn rüden kommen wenn deine hündin läufig ist:-/ das ist sicher sehr lästig! ich hoffe du triffst nie auf einen rüden ohne besitzer... (kommt in unserer gegend öfters vor leider)

von Anonymus am 05. März 2008 00:36
Quote :
Original geschrieben von Anila

In einem Hundeschul-Video habe ich zu der gleichen Situation gezeigt bekommen: Der Hundehalter von dem angeleinten, kleinen Hund stellt sich so, dass er möglichst einen Zaun oder eine Grenze im Rücken hat, er macht sich bedrohlich für den Schäferhund, schaut diesen direkt an, und ruft laut und bestimmt: "Geh weg!", begleitet von einer entsprechenden Bewegung.

Ganz ehrlich, diese Hundeschule gehört wegen grober Fahrlässigkeit angezeigt.

Gerade bei Schäferhunden (deutsche, belgische oder holländische) oder anderen Gebrauchshunderassen wie Rottweiler, Riesenschnauzern usw. besteht die Möglichkeit, dass diese im Wachdienst oder als Sporthunde geführt werden. Eine Hundeschule sollte so viel Kompetenz besitzen, um zu wissen, was in der Prüfungsordnung im Schutzdienst steht.

Eine Übung wird umgangssprachlich "lange Flucht" oder "einholen" genannt, heißt korrekt "Mutprobe mit anschließendem Überfall". Ein SchD-Helfer läuft drohend auf den Hund zu, Vertreibungslaute sind auch erlaubt, und der Hund holt ihn über eine Distanz von 50 Schritt ein und fasst zu. Mit dem Rat auf dem Video wird dem Hund möglicherweise diese erlernte Situation suggeriert und er reagiert mit seinem erlernten, richtigen Verhalten. Kein Herrchen da, der das Kommando "Aus" gibt? Naja, der Sportschutzhund wird wohl merken, dass er seinen Beuteärmel nicht im Maul hat, obwohl der Ärmel einer Winterjacke möglicherweise keinen geschmacklichen Unterschied für ihn bedeutet :-) Selbst ohne erlernten Schutzdienst wird ein mental starker Hund einen Angriff auf sich nicht dulden.

Und Steelyboy, für diese Tipps eignen sich besagte Rassen auch nicht, das kann böse ins Auge gehen.Na egal, wenn es denn nur ein Schirm weniger ist, gibt es halt ein gastronomietaugliches Nudelsieb mehr...

LG
Liesel

von DS1 am 05. März 2008 07:03
Hi Liesel,


Quote :
Selbst ohne erlernten Schutzdienst wird ein mental starker Hund einen Angriff auf sich nicht dulden.

Ganz meine Meinung - und auch nicht auf seine Leute,falls die Mal WIRCKLICH Hilfe brauchen grinning smiley

-deshalb steh ich auf selbstsichere Hunde!!!

DS

von HST am 05. März 2008 09:49
Quote :
Original geschrieben von Liesel unplugged



Und Steelyboy, für diese Tipps eignen sich besagte Rassen auch nicht, das kann böse ins Auge gehen.Na egal, wenn es denn nur ein Schirm weniger ist, gibt es halt ein gastronomietaugliches Nudelsieb mehr...

LG
Liesel

Konfrontiert wird man im alltagsleben zu 99% nicht mit geschulten hunden!

Mfg
HST

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