Flooding :: Hundeerziehung + Soziales

Flooding

von martin am 18. September 2008 10:42
Grüß Dich Kalinchen,

Quote :
Original geschrieben von kalinchen

Hmmm. Hab' ich jetzt mit Sandy Flooding gemacht??? Sie konnte ja "frei" entscheiden ... und ich als ihr "Therapeut" war ja da, um ihr Sicherheit zu geben.
Woher soll ich das wissen?

Nimm die soziale phobie bei menschen. Ein damit geschlagener fühlt sich von allen beobachtet, meint, jede bemerkung, jede geste beziehe sich auf ihn.

Und nun kommt die erfahrung, dass sich niemand um ihn kümmert. Das ist die flooding situation. Ist er danach sofort geheilt? Eher nicht. Aber die negative erwartung ist wahrscheinlich gerigner. Die wiederholung ist dann die desensibilisierung.

Versucht man zu vorsichtig zu desensibilisieren, ist die erhöhung der aufmerksamkeit auf die gefürchtete situation durch hinweise (z.b. belohnungen weit im vorfeld) leicht der anlass zu einer verschärfung der phobie.

Wir sollten vielleicht nicht ganz vergessen, dass diese begriffe gedankliche schubladen sind, um miteinander darüber reden zu können. Im lebewesen sind die zugehörigen erscheinungen sicher nicht so klar getrennt, sondern eher überlappend.

tschüß martin

von Anke + Franzl am 18. September 2008 12:13
hi,

also Heinrichs Ansatz ist mir viel zu hardcore, wer hätte anderes erwartet. Luft nehmen, sei es noch so kurz, ist m.M.n. niemals vertrauensfördern, selbst wenn ich anschließend wieder aufbaue.

Allerdings hab ich durchaus auch schonmal sowas durchgezogen, was der Ohrfeige zum "Abschalten" eines hysterischen Anfalls gleich kommt (da ist der Reiz aber schon weg und Hund dreht auf höchsten Touren kurz vorm Kollaps).

Ansonsten bevorzuge ich es, dass der Halter lernt, ein sicherer Anker, ein verlässlicher Führer zu sein, der dann mit dem Hund quasi an die Schmerzgrenze geht, einerseits Duldung belohnend andererseits aber auch den Hund wieder auf sich fixierend, wenn der sich anschickt abzudrehen.

salü
Anke

von HST am 18. September 2008 12:35
Anke wie schon AUCH geschrieben
der hund weiss nicht woher es herkommt wenn man es richtig macht
wieso weiss er es nicht...

weils absolut kurz ist
so kurz...dass er es nicht erkennen kann...

was er erkennt ist..
dass es jetzt gefährlich wird für ihn...
weil´s hinter den ohren sitzt... u.a.

gleichzeitig...der loop in form von schleppleine
ist eine der absolut genialsten dinge..

hat ja Schlegel in der vergangenheit
sau stark bewiesen..

ich bin nur ein schritt weiter gegangen
weil ich eben Deutsch..und deutsche machen es eben noch gründlicher wie die schweizer-m#nnerwinking smiley

wenn man die 4 oder 3 mm flexniroschlinge nimmt
ist das nicht nur genial..
sondern
für jeden laien und jeden fachmann
ersichtlich
wie die arbeitet weil sie in sich flexibel ist und sofort auf macht

durch eigenspannung
was eine leinenloop
eben nicht so draufhat..

deshalb ist sie nochmal schneller als ein leinenloop...

eben der schnelligkeit
der reflexe
des hundes angepasst...

und genau da liegt die crux begraben...
in der schnelligkeit des signales
der signalwirkung

mfg
HST

von Anke + Franzl am 18. September 2008 18:39
Hallo Heinrich,

Dein Loop kann nicht schneller sein als ein Elektroimpuls, selbiger ist vom Hund genauso gut oder schlecht dem HF zuzuordnen - Hunde sind da oftmals deutlich intelligenter als wir denken bzw. "die Gedanken sind frei", ich weiss nicht, was mein Hund alles präsent hat zum Zeitpunkt x.

Ich kenne zu viele Hunde, die schon die ERSTE Einwirkung des ERG mit gewissem Vertrauensverlust zum HF quittiert haben und sei es nur, weil der sie eben nicht davor beschützt hat, dass der Blitz sie trifft.

Dann spiele ich doch lieber mit offenen Karten, zeige dem Hund schon bei Ersatzkonflikten, dass er jetzt ein Problem mit MIR bekommt UND wie er das vermeiden kann und gehe DANN an den echten Konflikt.

Denn WENN so eine harte Einwirkung fehl schlägt, ich also eine ungewollte Verknüpfung welcher Art auch immer herstelle, die kriege ich kaum bis garnicht mehr aufgelöst - ist ja Sinn und Zweck des Vermeidungslernens.

Dass Deine Lopp-Geschichte theoretisch funktioniert, unbenommen, auch dass sie in der Praxis funktionieren kann, ebenfalls unbenommen, aber ich bin mir sicher, das kann auch beim Könner mal ganz gewaltig in die Hose gehen.... mir wäre das Risiko zu hoch.

Was andere tun oder tun lassen ist ja deren Ding.

salü
Anke

von Gwendulin am 18. September 2008 21:16
Hallo Anke,

Quote :
Original geschrieben von Anke + Franzl

hi,

also Heinrichs Ansatz ist mir viel zu hardcore, wer hätte anderes erwartet. Luft nehmen, sei es noch so kurz, ist m.M.n. niemals vertrauensfördern, selbst wenn ich anschließend wieder aufbaue.

Ich sehe es auch so, unsere Hunde sind sehr sensibel und ich will nicht das Vertrauen, das sie in uns haben untergraben.

Allerdings hab ich durchaus auch schonmal sowas durchgezogen, was der Ohrfeige zum "Abschalten" eines hysterischen Anfalls gleich kommt (da ist der Reiz aber schon weg und Hund dreht auf höchsten Touren kurz vorm Kollaps).

Eine klare Ansage, entsprechend Deiner Ohrfeige gibt es von uns in dem Fall auch.

Ansonsten bevorzuge ich es, dass der Halter lernt, ein sicherer Anker, ein verlässlicher Führer zu sein, der dann mit dem Hund quasi an die Schmerzgrenze geht, einerseits Duldung belohnend andererseits aber auch den Hund wieder auf sich fixierend, wenn der sich anschickt abzudrehen.

So habe ich es auch gemacht, immer bis zu der Grenze wo Streß zwar da war, der jedoch ertragen werden konnte. ohne daß der Hund in der Leine hängt. Umständlich, nervig, in HST´s Zeiträumen langwierig aber es hat sich dadurch zusätzliches Vertrauen aufgebaut

Gruß
Angie

von HST am 18. September 2008 21:44
Nun ja...vielleicht sieht man
die dinge mal in aktion

[youtube][/youtube]

mfg
HST

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