Verhaltensänderungen bei Erwachsenen Hunden - Sozialstatus :: Hundeerziehung + Soziales

Verhaltensänderungen bei Erwachsenen Hunden - Sozialstatus

von DS1 am 09. März 2009 07:52
Hi,

In letzter Zeit beobachte ich ein Veränderung im Umgang meines Hundes mit anderen Hunden. Da er kastrierter Rüde ist natürlich vorwiegend bei Rüden. Bisher war mein Hund mit allem was 4Beine hat verträglich - hat sich in den ersten 2Jahren jedem anderen Hund unterworfen,wenn dieser älter war und in den letzten 2Jahren war er ein Geduldsengel mit heranwachsenden Rüden - die kleineren Rassen durften sogar aufreiten.

Nun kam es das meine beste Freundin auch einen Rüden nahm, der als er in die Pupertät kam, extrem lästig meinem Hund gegenüber war. Da der Hund meiner Freundin leider sehr unausgelastet ist. Nun war es für mich nur logisch,dass sich meiner wehren durfte,um Mal klar zu sagen,mir reicht`s ich will meine Ruhe. Was er natürlich auch bald tat.

Diese neu gewonnene Freiheit wendet er allerdings nun auch bei allen anderen Rüden an, die ihn zu sehr belästigen. Diese Tatsache würde mich auch noch nicht stören, da ich finde, er hat als älterer Hund das Recht junge extrem übermütige Hunde zu bremsen - was mich allerdings stört ist - dass wenn er zu Maßregeln anfängt, von mir in dem Moment nicht abrufbar ist.Kurz davor -ja - kurz danach -ja -- mittendrin -nein! Bei älteren Rüden,oder gleichalten Rüden ist er nach wie vor respektvoll und freundlich. Er hat auch jüngere und ältere Rüden mit denen er sich super versteht, als von unverträglich kann man wircklich nicht sprechen.

Es stellt sich mir allerdings die Frage, ist es sowieso so, dass ältere Hunde auf Grund ihres Alters - sie spielen ja auch immer weniger,sind ruhiger,haben mehr Erfahrung,habe ein anderes Auftreten - ... auf Grund ihres Alters einfach erwarten,dass der andere Hund ihre Privatsphäre akzeptiert --- oder ist es ein Hausgemachtes Problem, weil ich ihm die Freiheit sich wehren zu dürfen gegeben habe?

Und weiters stellt sich mir dann auch die Frage ob es nicht ein natürlicher Instinkt ist, dass der jüngere Hund den Älteren respektvoll behandelt? Also ein natürliches Sozialverhalten,dass ein normal aufwachsender Hund von selbst entwickelt? Und eben auch, dass ein erwachsener Hund diese Tatsache dann auch erwartet und eben auch verlangt, wenn der junge Hund dieses Sozialverhaten noch nicht aufweist.

Wie gesagt ich spreche hier von normalen Hunden mit normaler Lebenserfahrung,und klammere bewußt Hundeunverträgliche Tiere aus.

Und zu guter letzt, würdet ihr eurem Hund diese neu gewonnene Freiheit wieder nehmen???

DS

von Art am 09. März 2009 11:59
Hallo DS,
ein Frage die sich mir stellt ist, wie sieht denn das "Sich-Wehren-Dürfen" aus?

von Frieda am 09. März 2009 17:44
Huhu,

also bei meinem Hund hatte sich sein Sozialverhalten aufgrund meinem Einwirken sehr geändert... Von zähnfletschendem Unwesen, das aufgrund schlechter Erfahrungen lieber angriff, als Streit aus dem Weg ging. Heute ist es so, dass er sich mit jedem Hund verträgt oder einem rumkeifenden Hund oder ihm drohenden einfach aus dem Weg geht. Auch wenn ein anderer Hund ihn deutlich "ärgert" ist nun Ruhe. Das möchte ich auch so und dulde keinerlei Verteidigung. Wenn Hunde ihn ärgern bitte ich eben die Besitzer ihre Hunde zurück zu rufen und wenn das nicht fruchtet gehe ich selber dazwischen. Bei mir ist das aber sicher was anderes als bei dir. Zumal mein Hund ein Mobbingopfer ist seitdem er erwachsen ist. Ich bin einfach froh, dass mein Hund nun umgänglich ist und nicht mehr angriffslustig winking smiley. In einem gewissen Maße, bei einem normalen Hund denke ich aber, dass das ok ist. Ein Hund darf sich auch mal wehren. Nur sollte es eben in einem Maße sein, das vertretbar ist.

LG Frieda

von DS1 am 10. März 2009 07:11
Hi Art,

es ist ein nachjagen (nachlaufen in hohem Tempo) begleitet mit einem Gebrummel (schwer zu beschreiben - es ist weder ein Bellen noch ein Knurren), hat er ihn erwischt gibt es zwei Varianten - die ernstere: er beugt er sich im Imponiergehabe im Nacken-Bereich über ihn - sobald der Jungrüde eine unterwürfige Geste einnimmt - kann auch nur ein stehenbleiben mit Kopf senken sein - reicht ihm das. - die nicht so ernste ist ein in die Luft beißen um den Hund lediglich auf Respektabstand zu halten - dann will er nur das der Rüde nicht auf ihn aufspringt. Ich sag`dazu immer "angasen." Wie gesagt das passiert meist bei sehr aktiven,3/4-tel Jahre alten Rüden.

Zwei Rüden hat er auf diese Weise schon erzogen - sind absolut Hundeverträglich, haben mit dem Aufreiten,draufspringen usw. aufgehört - und vertragen sich auch mit ihm sehr gut.

Ich hab`mich damals dazu entschieden ihn gewähren zu lassen,denn hätte er den Hund nicht auf seine Art erzogen, hätte ich die Hunde trennen müssen - und er hätte jetzt einen Spielkameraden weniger -und es war ja der Hund meiner besten Freundin.


DS

von DS1 am 10. März 2009 07:16
Hi Frieda,

solchen Hunden würden wir auch aus dem Weg gehen. Diese Situationen entstehen immer aus einem Spiel heraus, mit verträglichen Hunden - wo im Eifer des Spiels die Grenzen, die mein Hund für sich hat, überschritten werden. Es wird dann ja auch weitergespielt.

DS

von martin am 10. März 2009 09:16
Hallo DS,

ein wenig sehe ich hier das missverständnis (in meinen augen) durchschimmern, dass hunde immerzu unsere anleitung fürs leben benötigen. Sie sind eigenständige lebewesen. Wir können ihnen erfahrungen ermöglichen oder vorenthalten.

Quote DS1:
.... ist es sowieso so, dass ältere Hunde auf Grund ihres Alters ... auf Grund ihres Alters einfach erwarten,dass der andere Hund ihre Privatsphäre akzeptiert --- oder ist es ein Hausgemachtes Problem, weil ich ihm die Freiheit sich wehren zu dürfen gegeben habe?
Ich weiß nicht, ob sie es erwarten. Sie kümmern sich einfach weniger um die jungen. Und wenn diese dann aufdringlich werden, werden die alten irgendwann einmal ärgerlich. Und dann lernt der junge hund etwas dazu.

Wie oft hört man den satz: "Ich warte nur darauf, dass ihm endlich einmal ein anderer ordentlich die leviten liest!"

Quote :
Und weiters stellt sich mir dann auch die Frage ob es nicht ein natürlicher Instinkt ist, dass der jüngere Hund den Älteren respektvoll behandelt? Also ein natürliches Sozialverhalten,dass ein normal aufwachsender Hund von selbst entwickelt?
Das hängt von der alterskonstellation ab. Sehr junge hunde dürfen sehr viel. Sie mischen ununterbrochen belästigende spielaufforderungen mit besänftigungen. Die alten bringen dann viel geduld auf. Jüngere rüden (<=2 J) gehen auch noch sehr viel auf diese spiele ein.

Wenn der junge sich entwickelt, muss er immer wieder erfahren, wo er nun steht. Er provoziert immer mal ein wenig mehr. Und dabei vertut er sich auch einmal. Danach weiß er wieder bescheid. Oder der andere bemerkt, dass der aufwachsende überlegen wird. Dann kann er sich einrichten.

Quote :
Und eben auch, dass ein erwachsener Hund diese Tatsache dann auch erwartet und eben auch verlangt, wenn der junge Hund dieses Sozialverhaten noch nicht aufweist.
Er sagt einfach, wann es ihm reicht oder er entzieht sich, wenn er kann. Wenn er das möchte, ist es aufgabe den menschen, ihm das zu ermöglichen. Dann geht man weiter, auch wenn es im moment noch so nett ist. Den punkt verpassen hundehalter(innen) immer wieder. Und dann kann es auch mal weniger freundlich werden.

Quote :
Und zu guter letzt, würdet ihr eurem Hund diese neu gewonnene Freiheit wieder nehmen???
Nur ein hund, der eigenen entscheidungen treffen kann, kann ein sicherer hund werden und bleiben.

Mein ganz einfacher rat: Wenn du bemerkst, dass dein hund belästigt wird und nicht mehr auf den anderen eingeht, sag tschüß und geh weiter. Er wird es dir danken. Dem menschen zum hund kann man das erklären.

tschüß martin

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