Ausbrecherkönige :: Hundeerziehung + Soziales

Ausbrecherkönige

von Klaus am 13. April 2009 12:00
Hallo Martin,

Quote :
Ich kann dir den Originalartikel gern zusenden.
Ja, gerne. Würde mich interessieren, einfach an info@yorkie.ch schicken.

Quote :
Das Thema ist sehr komplex. Eigentlich wollte ich nur den Klaus ein wenig ärgern.
Da musst du noch ein wenig drauf legen. Wie gesagt, mir leuchtet es einfach nicht ein, es widerspricht meinen Erfahrungen.
Quote :
Wie ich schon andeutete, kann es aber auch eine Aussage über den typischen Beagle Halter sein. Ich bin einmal boshaft vorurteilsbewaffnet. Zuviel Peanuts gelesen, Snoopy-Fan, und die ganze Familie verwechselt den Hund mit einem solchen coolen Spielzeug. Würde es uns dann wundern, dass ein solcher Hund gerade jemanden aus der Haltefamilie beißt und niemand anderen?
Das ist natürlich denkbar, andererseits ist der Beagle nicht zuletzt wegen seiner "Leidensfähigkeit" der typische Laborhund. Warum sollte der Familienbeagle so relativ schnell aus der Haut fahren und der Laborbeagle lässt alles über sich ergehen? Sicher, das sind andere Zuchtlinien, das ist schon klar.
Ich persönlich hätte kein Problem mit der Studie, auch wenn der Beagle da ganz oben steht. Ich versteh's nur nicht so recht.

lg Klaus

von Frieda am 16. April 2009 16:38
Huhu Klaus,

muss dir da mal zustimmen. Ich kann das auch nicht so ganz nachvollziehen. Kenne einige Beagle und alle, wirklich alle, sind herzensgute Tiere. Klar, schlimmer Jagdtrieb, sturer Kopf, verfressen, aber Aggressionen gegen den Halter, andere Menschen oder andere Hunde habe ich noch nie gesehen. Fände es von daher sehr eigenartig, gerade diese Rasse auf Platz 1 zu sehen.

LG Frieda

von martin am 16. April 2009 18:29
Grüß Dich Huhu-Frieda,

Quote Frieda:
Huhu Klaus,

....aber Aggressionen gegen den Halter, andere Menschen oder andere Hunde habe ich noch nie gesehen. Fände es von daher sehr eigenartig, gerade diese Rasse auf Platz 1 zu sehen.
Das bewundere ich immer, wie sich Menschen die Welt zurechtlegen können.

Die Reihung für Aggression gegen den Halter ist:
Beagle, knapp gefolgt von Dachshund (Teckel), englischer Springer-Spaniel und Jack-Russel Terrier. (Die Anzahl der Hunde war etwa gleich.)
Die anderen Rassen lagen alle unter dem Median.

Und wie ich schon schrieb, kann man das nicht der Rasse Beagle allein zuschreiben, sondern der Paarung Beagle <-> typischer Beagle-Halter.

Aber wem das auch nicht gefällt, der kann auch etwas ganz andere für wahr halten.

tschüß martin

von Frieda am 16. April 2009 21:53
Huhu,

genau wegen der Paarung Halter und Beagle finde ich es ja so komisch... Weil die Beagle-Halter die ich kenne.... naja die sind halt so Leute, die lieber keinen Hund haben sollten und trotzdem sind die keine Beißer (aber gut sind vielleicht 10 Beagle von denen ich da sprechen kann).
Bei den anderen Rassen danach z.B. würde ich da kein Veto einlegen wollen deren Aggressionen kenne ich aus dem Bekanntenkreis zur Genüge bzw. hab sie am eigenen Leibe erfahren müssen.
Ich will mir da nicht meine eigene Wahrheit daher dichten... Wenn es bei der Statistik so ist, das da die Beagle oben stehen, solls so sein, würde eh nie einen halten winking smiley.

LG Frieda

von Klaus am 16. April 2009 22:40
Quote :
genau wegen der Paarung Halter und Beagle finde ich es ja so komisch... Weil die Beagle-Halter die ich kenne.... naja die sind halt so Leute, die lieber keinen Hund haben sollten und trotzdem sind die keine Beißer (aber gut sind vielleicht 10 Beagle von denen ich da sprechen kann).
Kann ich nichts mit anfangen, wie sieht denn der "typsiche Beaglehalter" aus? Bin ich einer davon? Was unterscheidet denn den "typischen Beaglehalter" vom "typischen Halter der Rasse xy" und warum sollte dann grad der Beaglehalter mehr Fehler machen, wie der Halter anderer Rassen?

Ich hatte die Laborbeagles angesprochen, nur nochmal zum Verständnis: Mir ging es nicht darum ob die Laborbeagles sich dann nach der Vermittlung aggressiv gegenüber Ihren Besitzern verhalten, weil sie vielleicht schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben.
Laut der Studie müssten dann die Beagles eigentlich ihre Versuchsleiter beissen. Das tun sie aber nicht.

lg Klaus

von Anila am 16. April 2009 23:50
Hallo Frieda und Klaus,

Quote Kenne einige Beagle und alle, wirklich alle, sind herzensgute Tiere:

Solche Antworten kommen ständig - zu egal welchen Statistiken.

Ja klar, jeder wird Beagle kennen, die nicht aggressiv sind, vielleicht sogar lauter herzensgute Beagle - was nicht heißt, dass dann an der Untersuchung von Serpell wohl was nicht stimmt. Jeder kennt auch etliche Raucher, die uralt geworden sind, trotzdem gilt es mittlerweile wohl als erwiesen, dass Rauchen das Krebsrisiko erhöht.

Falls Martin nicht noch was neueres hat, ist sie hier nachzulesen: [www.biol.ntnu.edu.tw]

Die Antworten basieren auf einem umfangreichen, standardisierten Fragebogen, der allgemein unter Wissenschaftlern anerkannt zu sein scheint. Wenn man die oben verlinkte Statistik so interpretieren wollte, dass der Beagle ganz allgemein an erster Stelle bei aggressivem Verhalten steht, dann stimmt das schlichtweg nicht - und so steht es in der oben verlinkten Veröffentlichung auch nirgendwo drin.

Es wurden signifikante (also nicht zufallsbedingte) Unterschiede hinsichtlich aggressivem Verhalten bei den untersuchten Rassen festgestellt, und bei Aggressionen gegen den Halter (und nur da!) haben 7,9% (das waren 5 Hunde) der untersuchten Beagle einen Score von 4 erhalten, im Schnitt haben 2% der Hunde einen Score von 4 erhalten. Dachshund, Cocker Spaniel und Chihuahua schneiden ähnlich ab wie der Beagle und es wird nicht angegeben, ob die sich signifikant vom Beagle unterscheiden oder nicht. Von einem signifikant 1. Platz kann man also insofern auch nicht sprechen (das tun die Autoren auch nicht).

Man muss auch noch sagen, dass insgesamt aggressive Vorfälle gegen den Halter selten vorkommen - seltener als Aggressionen gegen andere Hunde oder gegen Fremde, was das Ganze auch schon wieder relativiert.

Mir ist es völlig wurscht ehrlich gesagt, wie der Beagle abschneidet, aber soblad irgendwo eine Statistik ins Feld geführt wird, erlebe ich wieder und wieder, dass man sich auf eine einzelne Zahl stürzt, sie aus dem Zusammenhang reißt, dann dieser Zahl weitere Märchen andichtet, die sich aus der Veröffentlichung gar nicht herauslesen lassen, oder aber - was genauso verkehrt ist, mit dem Totschlagargument kommt: "Ich kenne aber....".

Also: Mehr als das, was ich eben beschrieben habe, läßt sich aus der verlinkten Studie nicht zum Beagle herauslesen.

Quote genau wegen der Paarung Halter und Beagle finde ich es ja so komisch... Weil die Beagle-Halter die ich kenne.:

In der oben verlinkten Studie ist nicht untersucht worden, welche Bedingungen die beobachteten Unterschiede erklären. Schade eigentlich, das hätte ich nämlich ganz spannend gefunden.

Viele Grüße
Anila

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