Kommando Kommen- Denkanstoß! :: Hundeerziehung + Soziales

Kommando Kommen- Denkanstoß!

von mecki(YCH) am 09. April 1998 09:22

Hallo Martin, Du schreibst

:Wenn heurige Junghasen neugierig auf uns zugelaufen kommen, setzt sich Mirko von allein erschüttert hin. Abstand 3 m! Aber wehe, sie drehen ab und fangen an zu hoppeln!

Auch dann bleibt Janosch sitzen oder liegen, zwar nervös, aber er bleibt.

Einmal ist er bei einem flüchtenden Reh -allerdings zusammen mit Laika- losgerannt. Ich bin einfach weggegangen und als er zurückkam, gerieht er richtig in Panik, weil ich nicht mehr da war. Als er mich endlich gefunden hatte, hab ich ihn einfach ignoriert und bin weitergelaufen, so schlich er ne gute Zeit lang verschämt hinter mir her. Erst als ich mich umdrehte und ihn zu mir rief, rannte er erleichtert los. Dieses Erlebnis hat ihm so zugesetzt, daß er seit dem nicht mehr losläuft, wenn ich ihn verbal zurückhalte. Nur deswegen lasse ich ihn auch ohne Leine im Wald mitlaufen.

Wenn er mit Laika freiläuft und beide kommen an einen Waldrand, bleibt er stehen und schaut sich nach mir um, so nach dem Motto: Darf ich da auch (Laika ist natürlich schon drinn) rein ? Dann merkt er meinen Blick, der nein sagt und er trollt sich zu mir. Was will ich mehr ?

Zwei von Laika´s Sorte würde ich auch nicht aushalten.

liebe grüße mecki

von Sandra(YCH) am 09. April 1998 10:54

Hallo Martin und alle Mitleser,

:Entschuldigung! Manchmal ist mein Gedächtnis bockbeinig.

KEIN Problem.. das kenne ich!!!

confused smileyo wie Du es beschreibst, kann es sicher eine große Hilfe sein, um den Hund zu stoppen und seine Aufmerksamkeit einen Moment abzulenken / umzulenken.
:Ohne eine gute Anleitung oder ein sauberes Verständnis der Lernmechanismen wird es aber auch nicht weiterhelfen.
:Ich schreibe das, weil viele Leute solange umhersuchen, bis sie die Patentmethode gefunden haben, bei der sie ihr eigenes Verhalten nicht zu ändern brauchen.
grinning smileya sagtest ja selber, daß ihr vorher erst an der langen Leine ordentlich üben mußtest. OK?

Genau, deswegen finde ich es auch immer sehr schade, wenn immer wieder der Vergleich mit dem Teletakt kommt, weil ich denke, daß diese beiden Dinge recht wenig, was die Wirkungsweise betrifft, miteinander zu tun haben. Durch das Pressluftband erfährt der Hund überhaupt keine Art von Schmerz, er wird, wie Martin ja schon richtig geschrieben hat, einfach ABGELENKT. Und natürlich haben wir an der langen Leine üben müssen (wir haben insgesamt allein 40 Zeitstunden mit der Hundetrainerin zusammen geübt und dann noch die Unmengen an Stunden zu Hause). Es mag Menschen geben, die ihren Hund weggeben um ihn erziehen zu lassen oder einfach irgendwelche Gerätschaften verwenden, um nicht üben zu müssen, aber nicht alle Hundehalter, die Erziehungshilfen benutzen, gehören zu dieser Kategorie! Für mich war der (kurzweilige) Einsatz des Pressluftbandes eine geeignete Hilfe um Enyas Aufmerksamkeit umzulenken, unter fachkundiger Hilfe angewandt, mit genügend Informationen darüber ausgestattet, konnte ich das mit gutem Gewissen verantworten.

In der Hundeschule habe auch ganz sicher ich mehr gelernt als Enya und unsere Kommunikation hat sich um ein Vielfaches verbessert, was sicherlich auch zu unserem Lernerfolg, was die Komm Hierher- Übung betrifft, entscheidend beigetragen hat.

SOOOOO, vielleicht tragen diese Erklärungen ja etwas zur Aufklärung, was dieses ominöse Preßluftband betrifft, bei.

Viele liebe Grüße
Sandra

von Sandra(YCH) am 09. April 1998 10:58

Hallo Eva,

etwas weiter unten habe ich Martin+Mirko geantwortet, vielleicht liest Du das ja mal Dort habe ich geschrieben, wie meine Sichtweise, was Pressluftband und Hundeerziehung betrifft, ist.

Viele liebe Grüße
Sandra

von Kerstin(YCH) am 10. August 1998 11:29


:Hallo an alle, die sich an der "Kommando Kommen"-Diskussion beteiligen!
:Äh - ich hab da noch ein Problem. Nicht nur, daß ich auch oft böse Blicke ernte, wenn Maxi auf jeden zuläuft - schwanzwedelnd und mit "Bällchen" im Fang wohlgemerkt - selbst wenn ich es wollte, sie würde auf "hier" nicht kommen. Das ist noch unser "Problem"-Kommando. Wenn sie sich erst einmal in Reichweite befindet und so auch in der Wohnung ist Gehorsam gar keinen Frage. Aber im Wald oder im Park, besonders wenn sie sich schon gut dort auskennt und die Gegend als ihr persönliches Wohnzimmer betrachtet, habe ich im Zweifelsfall keine Chance, sie zu erwischen, wenn sie nicht will. Und sie will nicht, wenn es um etwas zu Fressen geht oder darum, einen Menschen oder einen bekannten Hund zu begrüßen. Ich muß zugeben, daß ich aus diesem Grund das Kommando in letzter Zeit so gut wie gestrichen habe, um es für den Ernstfall oder später, wenn sie hoffentlich etwas vernünftiger wird (sie ist ja erst 13 Monate alt), nicht "abzunutzen". Statt dessen versuche ich, einen bestmmten Pfiff mit Leckerlis zu verbinden und so einen "positiven Anker" zu setzen. Aber sie ist nicht besonders verfressen, zumindest nicht was Leckerlis von mir angeht (nach dem Motto: "Die Alte hat ja eh immer Schmackos dabei und wenn ich ein bißchen später komme, gibts immer noch was, weil - Kommen muß ja belohnt werden, ätsch..."winking smiley. Ansonsten schlingt sie alles, was sie unterwegs für eßbar hält wahllos und in windeseile runter, weil sie weiß, daß ich es ihr sonst wegnehme (wenn ich es noch rausfischen kann) oder sie vom Weiterfressen abhalten, wenn es sich zum Beispiel um so etwas schlecht transportierbares wie Kinderdurchfall handelt - yammie!!! Tschuldigung, ich wollte nicht ekelig werden, aber wenn ich daran denke, steigt wieder meine ganze Wut über meine absolute Hilflosigkeit in mir hoch, wenn sie Unrat frißt oder sich in Tierkadavern wälzt (wobei ich mich an letzterres schon fast gewöhnt habe). Ja, ich weiß, sie ist halt ein Hund und kein Mensch, aber ich denke, es ist doch nicht zu viel verlangt, wenn ich auf"Pfui" und "Hier" bestehe, schließlich weiß man ja nie, WAS sie genau frißt und es mag ja auch mal etwas ungesundes für sie dabei sein. Ich habs natürlich auch schon auf die strenge Tour versucht mit im Genick packen und in die Augen schauen und Schimpfen, aber das hat nur dazu geführt, daß sie, wenn sie wußte, daß sie etwas angestellt hat (und das weiß sie auch ohne, daß ich anfange loszuschimpfen), gar nicht mehr herbeigekommen ist. Ich habe neulich 1 ½ Stunden im Park verbracht, weil sie sich nach einer ernsten Ermahnung und anschließendem nochmaligem "Vergehen" einfach nicht mehr zu mir getraut hat. Ich habe am Ende mit Engelszungen auf sie eingeredet, keine Leckerli und kein Ball haben geholfen.
:Wie gesagt, ich habs im Guten und im Bösen probiert, leider ohne echten Erfolg, sie ist halt doch ein richtiger Schnauzer-Mix mit einem mords Dickkopf...
:Trotzdem, wenn irgend jemand mir einen guten Tip geben kann wäre ich sehr, sehr dankbar -
:und nicht vergessen, Leckerlis nützen im "Ernstfall" nichts, ich bin sogar schon mit ungewaschenem Pansen durch den Wald gezogen.
:Ich bemühe mich übrigens auch immer, niemandem mit meinem Hund zu nahe zu treten, aber ob der oben beschriebenen Schwierigkeiten habe ich mich auf eine Schadensbegrenzungs-Strategie mit vielen "Entschuldigungs" und "Tut-mir-leids" verlegt und versuche, böse Blicke nicht persönlich zu nehmen.
:Über Antwort würde ich mich riesig freuen und jede neue Anregung für die Erziehung ist höchst willkommen,
confused smileyusan (und "Maxi", die diesmal weghören mußte)
:
Hallo Susan und Maxi,
ich habe Deine Meldung vom März gelesen und mich würde interessieren ob Du inzwischen mit dem Komm-Befehl weiter gekommen bist. Meine Hündin ist jetzt 12 Monate und ich habe das gleiche Problem. Auf dem Hundeplatz bekommt man immer gesagt das die Erziehung eine Frage des Timings ist. Also nicht Hier oder Komm rufen wenn der Hund gerade wegläuft. Ich versuche mich jetzt streng daran zu halten ich rufe erst Hier wenn der Hund sich nach mir umdreht oder auf mich zu kommt. Ich habe mal gelesen das dieser Befehl eigentlich der schwirigste ist. Außerdem hilft es wnn ich weglaufe dann kommt sie mir hinterher gejagt, aber nicht wenn irgend etws anderes interessant ist.
Kerstin

von Susan und Maxi(YCH) am 17. August 1998 15:54

Tach, Kerstin!
Sorry, war eine Woche in Urlaub und habe Deine Meldung an mich erst heute zufällig entdeckt. Also...
Ja, es ist viel besser geworden mit meiner Maxi. Zum einen liegt das bestimmt daran, daß sie erwachsener geworden ist und damit nicht mehr ganz so neugierig und unbändig. Zum anderen aber habe ich "Hier!" seitdem konsquent geübt und zwar mit frischem Pansen als Belohnung für umgehendes Hereinkommen. Das hat Wunder gewirkt. Finden viele zwar ein bißchen ekelig, und man muß damit rechnen, daß einem gelegentlich ein ganzer Rattenschwanz von Hunden nachrennt, worüber sich unter Umständen wiederum deren Besitzer ärgern, aber ansonsten war die Methode sehr wirkungsvoll. Zunächst gab es natürlich bei jedem Kommen Pansen, dann nur noch alle zwei Mal usw. Heute frische ich den Anreiz ca. einmal in der Woche wieder auf. Aber auch ansonsten laufe ich nie ohne Leckerlis in der Tasche los, denn wenn Maxi Hunger hat, muß es zur Belohnung auch nicht unbedingt Pansen sein. Ich habe inzwischen eingesehen, daß ich bei meiner Schnauzermixhündin nur auf diese Weise weiterkomme, und wir haben beide viel mehr Spaß daran als an fruchtloser Schimpferei meinerseits.
Also, nicht die Geduld verlieren - mit 12 Monaten ist ein Hund wirklich noch ein totales Kind und vieles erledigt sich mit der Zeit ganz von selber, weshalb man natürlich trotzdem regelmäßiges Üben gewisser grundlegender Dinge nicht vernachlässigen sollte.
Viele Grüße
von Susan und Maxi

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