Verhalten gegenüber anderen Hunden :: Hundeerziehung + Soziales

Verhalten gegenüber anderen Hunden

von Conny(YCH) am 02. Dezember 1998 13:09


Hallo,

ich habe meine Labrador-Mix-Hündin, die ich vom tierheim habe am Samstag das erste Mal mit auf den Hundeplatz genommen und mit den anderen (meist Hündinnen) spielen lassen. Zuerst lief sie etwas gedrückt herum, als sie aber merkte, daß keiner ihr etwas tat, bekamm sie einen richtigen "Anfall". Sie rannte vielleicht 5 Minuten wie eine Verrückte herum, die anderen Hunde standen alle etwas verdutzt rum. Als sie im rennen eine sehr dominate Tervueren-Hündin rempelte, hatte die wohl genug und unterwarf sie. Mein "Baby" lag ruhig da und die andere Hündin ließ sie wieder gehen. Danach das gleiche wieder "Baby" rannte wie eine Verrückte rum, diesmal die ganze Zeit um die andere Hündin. Diese knurrte nur noch, jedoch je mehr diese knurrte desto mehr bedrängte meine sie, rannte um sie rum, leckte sie im Gesicht und war nicht mehr zu beruhigen. Mit den anderen Hunden spielte sie ganz normal. Sobald sie aber in die Nähe der Tervueren-Hündin kam, bekam sie wieder diesen "Anfall". Am Sonntag dann, als sie die Hündin dann von weitem schon sah, begann sie zu fiepen und wollte unbedingt hin. Als sie dort war wieder das gleiche Spiel. Ich muß daszu sagen, daß sie danach total fertig war. Die andere Hündin gehört einer Freundin. Wir würden gerne öfter zusammen laufen gehn. Was meint ihr, dreht meine Hündin jetzt jedes Mal durch, wenn sie die andere sieht? Über ihre Vorgeschichte weiß ich nicht viel, sie wurde ausgesetzt.

Viele liebe Grüße Conny

von Martin + Mirko(YCH) am 02. Dezember 1998 17:44

Grüß Dich Conny,

und gratuliere zu deinem "baby"

:Als sie im rennen eine sehr dominate Tervueren-Hündin rempelte, hatte die wohl genug und unterwarf sie. Mein "Baby" lag ruhig da und die andere Hündin ließ sie wieder gehen. Danach das gleiche wieder "Baby" rannte wie eine Verrückte rum, diesmal die ganze Zeit um die andere Hündin. Diese knurrte nur noch, jedoch je mehr diese knurrte desto mehr bedrängte meine sie, rannte um sie rum, leckte sie im Gesicht und war nicht mehr zu beruhigen. Mit den anderen Hunden spielte sie ganz normal.

deine kleine zeigt eine reihe von beschwichtigungsgesten. wunderbar. sie möchte sich der tervuerenhündin anschließen. auch klasse. ich möchte einmal so formulieren: sie sucht auf hündisch "halt und vorbild". möglicherweise fehlen ihr mangels erfahrung ein paar etikette, aber das lernt sich noch.

: Sobald sie aber in die Nähe der Tervueren-Hündin kam, bekam sie wieder diesen "Anfall". Am Sonntag dann, als sie die Hündin dann von weitem schon sah, begann sie zu fiepen und wollte unbedingt hin. Als sie dort war wieder das gleiche Spiel. Ich muß daszu sagen, daß sie danach total fertig war. Die andere Hündin gehört einer Freundin. Wir würden gerne öfter zusammen laufen gehn. Was meint ihr, dreht meine Hündin jetzt jedes Mal durch, wenn sie die andere sieht?

sicher nicht. die beiden werden sich gut aneinander gewöhnen. die begrüßung wird kürzer und weniger intensiv werden. eine gewisse vorsicht kann lediglich angeraten sein, wenn eine der beiden in hitze gerät.


viel spaß beim gemeinsamen spaziergang wünschen

martin & mirko


von Roswitha(YCH) am 03. Dezember 1998 17:14

Liebe Conny

Ich habe Martins Ausführung aufmerksam gelesen und will Dir noch einen anderen Gesichtspunkt darlegen(reiner Erfahrungswert, nix Wissenschaftliches):

Verschiedene Rassen haben verschiedene Sprachdialekte. Vorallem ist mir aufgefallen, dass beim Begrüssen Retriever- und Schäfer-Dialekt aneinander vorbeireden. Was für den Labrador normal ist, kommt beim Belgier übersteigert rüber. Er wird sauer.

Was läuft also in den Hunden ab:
Baby: "Ich muss sie unbedingt beschwichtigen, sonst knallt die mich wieder um." Das Wegdrohen der Belgierin kann Baby dann nur mit noch mehr Beschwichtigen beantworten. Sie hat keine andere Antwort darauf.

Tervueren: Kann dieses Gezappel des Labradors nur noch als extrem aufdringlich interpretieren im Sinne von: "Die rafft jetzt aber auch gar nichts, hau ab, hab ich gesagt."

Lösungsvorschlag: Beweise Baby, dass die Beschwichtigung unnötig ist, indem Du sie konstant in Bewegung hältst, an der Leine, solange sie zur anderen Hündin will. Nicht gross reden, nur weitergehen (hin und zurück, im Kreis). In der Nähe bleiben, aber nicht so nahe, dass Baby noch mehr verzweifelt oder die Belgierin sich belästigt fühlt. Am besten wird die Belgierin in einer abgemachten Richtung auch bewegt, dass sie sich nicht zusehr auf Baby konzentriert. Sobald sich Baby beruhigt hat und sich anderem zuwendet, kannst Du sie gehen lassen, falls sie Richtung Belgierin Beschwichtigung zeigt (z.B. in die Knie gehen, Kopf senken, Schnauze lecken, rufe sie freudig freundlich weg).

Ich habe das mit mehreren Hunden strikte durchgeführt und der Erfolg war phenomenal. Die Hunde gewannen zusehends an Sicherheit, das Bedürfnis zu beschwichtigen nahm immer schneller ab. Zwingend darfst Du als Mensch aber nie Ungeduld mit ihr zeigen, das "stampft sie voll in den Boden".

Nebeneffekt: Deine Baby gewinnt noch mehr Vertrauen in Dich.

Konnte ich Dich zu einen sauberen Versuch verführen?

Roswitha

von Conny(YCH) am 04. Dezember 1998 07:01

:Liebe Conny
:
:Ich habe Martins Ausführung aufmerksam gelesen und will Dir noch einen anderen Gesichtspunkt darlegen(reiner Erfahrungswert, nix Wissenschaftliches):
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:Verschiedene Rassen haben verschiedene Sprachdialekte. Vorallem ist mir aufgefallen, dass beim Begrüssen Retriever- und Schäfer-Dialekt aneinander vorbeireden. Was für den Labrador normal ist, kommt beim Belgier übersteigert rüber. Er wird sauer.
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:Was läuft also in den Hunden ab:
:Baby: "Ich muss sie unbedingt beschwichtigen, sonst knallt die mich wieder um." Das Wegdrohen der Belgierin kann Baby dann nur mit noch mehr Beschwichtigen beantworten. Sie hat keine andere Antwort darauf.
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:Tervueren: Kann dieses Gezappel des Labradors nur noch als extrem aufdringlich interpretieren im Sinne von: "Die rafft jetzt aber auch gar nichts, hau ab, hab ich gesagt."
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:Lösungsvorschlag: Beweise Baby, dass die Beschwichtigung unnötig ist, indem Du sie konstant in Bewegung hältst, an der Leine, solange sie zur anderen Hündin will. Nicht gross reden, nur weitergehen (hin und zurück, im Kreis). In der Nähe bleiben, aber nicht so nahe, dass Baby noch mehr verzweifelt oder die Belgierin sich belästigt fühlt. Am besten wird die Belgierin in einer abgemachten Richtung auch bewegt, dass sie sich nicht zusehr auf Baby konzentriert. Sobald sich Baby beruhigt hat und sich anderem zuwendet, kannst Du sie gehen lassen, falls sie Richtung Belgierin Beschwichtigung zeigt (z.B. in die Knie gehen, Kopf senken, Schnauze lecken, rufe sie freudig freundlich weg).
:
:Ich habe das mit mehreren Hunden strikte durchgeführt und der Erfolg war phenomenal. Die Hunde gewannen zusehends an Sicherheit, das Bedürfnis zu beschwichtigen nahm immer schneller ab. Zwingend darfst Du als Mensch aber nie Ungeduld mit ihr zeigen, das "stampft sie voll in den Boden".
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:Nebeneffekt: Deine Baby gewinnt noch mehr Vertrauen in Dich.
:
:Konnte ich Dich zu einen sauberen Versuch verführen?
:
:Roswitha
Hallo Roswitha,

wir sind gestern mal zusammen gelaufen und es ging echt besser. Die Begrüßung war zwar immer noch so aber beim laufen hat sich dann jeder selber beschäftigt. Baby hat zwar schon immer nach der anderen geschaut aber war nicht mehr so aufdringlich. Sie übertreibt halt immer bei allem was sie macht, wahrscheinlich nervt das halt wirklich viele Hunde. Sie ist ab und zu noch so unterwürfig um die andere rumgeschwänzelt, aber die hat sie ignoriert und Baby hats dann auch gelassen. Ich denke schon die zwei raufen sich noch zusammen. Wahrscheinlich tut es Baby doch auch gut wenn sie so eine selbstbewußte "Freundin" hat , oder?

Gruß Conny

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