Übungen-Hundeplatz :: Hundeerziehung + Soziales

Übungen-Hundeplatz

von Heike Meier-Nieragden(YCH) am 16. Juni 1997 08:36

Hallo,
ich gehe mit Nele (Cocker, 11 Monate) regelmäßig zum Hundeplatz um ein
paar Sachen zu üben. Nun müßen wir ein paar Mal ausfallen lassen und die
nächste Übung istNele sitzt vor mir und auf das Kommando "Fuß" soll
sie um mich rumgehen und links neben mir wieder sitzen. Wie zeige ich
ihr am verständlichsten, was ich von ihr will, denn sie kennt das Kommado
"Fuß" nur für's Fußgehen. Ich habe mir am Wochenende den Kopf zerbrochen,
wie ich ihr den Unterschied verständlich machen soll, aber ich bin auf
keine sinnvolle Lösung gekommen. Ich habe es mit Leckerchen versucht, sie
um mich rumzuführen, mir fast einen abgebrochen, denn sie ist klein und ich
muß sehr weit runter, damit sie das Leckerchen vor der Nase hat. In den
Büchern sind nur Abbildungen mit großen Hunden, da sieht das Ganze nicht so
spagatmäßig aus. Da Nele und ich alles nur mit Lob, Geduld und im Anfang mit
Leckerchen (für sie) gelernt haben, will ich das unbedingt beibehalten, aber wie am
Besten ? Wie manche Leute mit ihren Hunden auf dem Hundeplatz umgehen, ist
wirklich grausam und ich möchte ihnen (wie bisher auch) zeigen, das mit
Lob und Geduld alles viel leichter geht.
Lange Rede, kurzer Sinn, hat jemand einen Tip für mich, wie ich Nele
einfacher zeigen kann, was ich von ihr möchte ?
Liebe Grüße,
Heike

von mecki(YCH) am 16. Juni 1997 10:57

Hallo Heike,

mache mit Janosch gerade einen Fortgeschrittenkurs in unserer Hundeschule.
Die Lektion "Fuß aus dem Vorsitz", so nennt unsere Hundeschule diese Übung, trainiere ich auch gerade.
Janosch ist zwar ein mittelgroßer Hund, aber wir haben auch einen Rehpinscher, dessen Besitzer ca. 190cm groß ist, in unserer Gruppe. Da gibt´s nur einsbücken und mit Leckerlies hinten den Beinen rumführen, auch wenn´s schwer fällt.
Wenn der Hund nicht aus dem Vorsitz nicht direkt angeht, kann man mit dem rechten Bein einen halben Wiegeschritt mit dem KomandoFuß zurück machen und dann das Leckerlie in Höhe des Knies anbieten und rumführen. Bei der Abschlußprüfung darf -so zumindestens bei unsere Hundeschule- der Wiegeschritt allerdings nicht mehr ausgeführt werden.

Ich denke Du bist mit Deiner Übung, so wie Du sie beschrieben hast, auf dem richtigen Weg, aber ohne Bücken geht´s bei kleinen Hunden wohl nicht.

gruß mecki


von Heike Meier-Nieragden(YCH) am 16. Juni 1997 11:32

Hallo Mecki,
freut mich ja, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Ich habe nur ein Problem mit den Kommandos. Wenn es bei Nele bisher "Fuß"
hieß, sind wir losgegangen, sie halt bei Fuß. Jetzt zeige ich ihr das
Leckerchen, mache meine Verrenkungen, sage dabei "Fuß" und sie schaut mich
völlig verwirrt an, weil ich nicht gehe. Meinst Du, es ist eine Sache
der Übung, oder gibt es einen anderen Befehl, darf ich einen anderen Befehl
nehmen, ich weiß einfach nicht, wie ich ihr den Unterschied klarmachen
soll.
Liebe Grüße,
Heike

von mecki(YCH) am 16. Juni 1997 12:54

Hallo Heike, du schreibst:


Wenn es bei Nele bisher "Fuß"hieß, sind wir losgegangen, sie halt bei Fuß. Jetzt zeige ich ihr das
Leckerchen, mache meine Verrenkungen, sage dabei "Fuß" und sie schaut mich
völlig verwirrt an, weil ich nicht gehe.

Hab ich mit Janosch auch erlebt. Deswegen hab ich das mit dem "Wiegeschritt" in meiner vorherigen Meldung erwähnt.
Ich probiers nochmal zu erklären. Wenn der Hund Vorsitz macht und Du mit dem Komando "Fuß" mit dem rechten Fuß einen Schritt nach hinten machst (sollte beim Hund den gleichen Impuls wie vorwärts gehen auslösen, nämlich angehen), geht er an (wenn nicht mit Leinenruck aufmerksam machen)und ist in Höhe des rechten Knies, dann geht´s mit Leckerlie (leider bei Dir in gebückter Haltung) am Knie Richtung Kniebeuge recht, links, linkes Knie und dann zum Sitzen Futter am linken Knie hochziehen (Du muß natürlich das Futter von der einen Hand in die andere Hand beim Passieren der Kniebeugen wechseln, damit Du das Futter zum Sitzen in der linken Hand hälts, die Leine hälts Du bei dieser Übung übrigens in der rechten Hand, ist auch einfach, falls Leinenruck in Richtung rechtes Knie erfolgen muß).
Den rechten Fuß musst Du spätestens, wenn der Hund ans linke Knie kommt, wieder neben den linken Fuß stellen und somit die "Grundstellung" einnehmen.

Klingt hoffentlich jetzt nicht so kompliziert. Habe zuhause die schriftlichen Unterlagen, zum Kurs. Ich schau dort mal rein, und wenn´s von der Hundeschule besser beschrieben wird, mail ich´s Dir diese Woche durch.

Meinst Du, es ist eine Sache der Übung,

auf jedenfall eine Sache der Übung, anfänglich sah mich Janosch auch nach dem MottoWas will die denn ??? an. Mit dem Wiegeschritt hat er´s verstanden. Wenn er auf das Futter mal nicht reagiert oder abgelenkt wird, wenn er die Kniebeugen passiert, klopfe ich mir aufmunternd ans linke Knie mit dem Komando "Fuß". Das hilft auch schon mal.

oder gibt es einen anderen Befehl, darf ich einen anderen Befehl nehmen, ich weiß einfach nicht, wie ich ihr den Unterschied klarmachen soll.

anders kenn ich leider auch nicht, hab 2 Hunde, die haben es so am besten verstanden.

gruß mecki

von Petra Führmann(YCH) am 16. Juni 1997 21:11

Hallo Heike!

Die meisten Hunde sind am Anfang sehr verwirrt bei dieser Übung. Manchmal kann es schon einige Wochen dauern, bis sie es so richtig kapieren. Nur nicht ärgerlich werden, sondern mit viel Lob und vor allen Dingen viel freundlicher Aufmunterung arbeiten (und natürlich den Leckerchen).

Noch etwas zu Deinem HundeplatzWenn auf dem Platz Hunde grausam behandelt werden, würde ich mich ganz offiziell beim Vorstand beschweren. Ändert dieser nichts, bleibt m.E. nur noch Austritt und Beschwerde beim Tierschutzverein (und/oder Veterinäramt). Du solltest nicht weggucken!!!

Gruß
Petra

von Heike Meier-Nieragden(YCH) am 17. Juni 1997 08:19

Hallo Petra,
vielen Dank fuer Deine Aufmunterung, es beruhigt mich ungemein, daß ich auf
dem richtigen Weg bin.
Um auf den Hundeplatz zu kommenVielleicht habe ich mich zu hart ausgedrückt,
die Hunde werden nicht geschlagen oder gequält, es ist auch nicht wie bei der Bundeswehr, manche Hundebesitzer fallen
halt immer wieder aus der Rolle, die sehr laut und schreiend mit den Hunden agieren. Da fängt für
mich die Grausamkeit schon an, denn Hunde hören ja eigentlich recht gut.
Wenn ich Hundebesitzer höre, die zu ihren Hunden sagen:"Du blamierst mich heute wieder ", kann ich nur den
Kopf schütteln. Wenn diese Leute mitbekommen, daß man mit Hunden auch sehr leise und mit freundlichem Ton sprechen
kann, und die Hunde (deswegen) und nicht trotzdem die Übung auch verstehen, sind sie baff erstaunt
und es ist manchen von ihnen peinlich.Ich glaube, diese Choleriker und Prestigebewußten gibt es überall. Ich hoffe, damit kann ich mehr erreichen als mit Beschwerden.
Wir sind auch nicht in diesem Verein, wir bezahlen nur Platzgebühr und sind nach den Übungen schnell wieder verschwunden.
Vielen Leuten bedeutet der Hund wenig als Wesen, sondern nur als Statussymbol eine Menge. Bei mir stellt sich manchmal die Frage
nach einem sog. Hundehalternachweis, aber vielleicht ist es auch bei einigen dieser Leute der
Gruppendruck. Ich will es hoffen, Nele und ich werden uns diesem Zwang auf jeden Fall nicht aussetzen.
So, ausgeheult,
Liebe Grüße,
Heike


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