Probleme mit dem Dobermann :: Hundeerziehung + Soziales

Probleme mit dem Dobermann

von Stephan(YCH) am 17. Dezember 1998 13:03

Hallo Cathy,

nett, mal wieder was von Dir zu hören!

Natürlich sind Dobis keine Killermaschinen, aber ich möchte schon behaupten, dass man sich nicht auf körperliche Dominanzgesten einlassen sollte (Es ist auch weder nötig noch sinnvoll). Denn wenn sie mal älter sind, werden sie sich das nicht mehr gefallen lassen! Es sind halt mal keine Schäferhunde, denen Du einen Fusstritt versetzen kannst, und sie himmeln Dich immer noch an (sorry an alle Schäfer). Und ich bin der Meinung, dass Dobermänner ein ausgeprägtes Verständniss für Hierarchien haben (natürlich gibt es da auch ähnlich gelagerte Rassen), so dass man gerade hier sorgfältig sein sollte. Aber einen Hund auf den Rücken zu werfen, um ihn auszubilden, das ist der Hammer (zumal es sich noch um einen "Baby-Hund" handelt, und Dominanz überhaupt nicht das Problem zu sein scheint), und eigentlich wollte ich nur davor warnen - weniger Dobermannspezifisch.

Ich denke auch, dass wenn ein Ausbilder einen erwachsenen Dobermann (so ab zwei bis drei Jahre) so behandeln würde, er ein bleibendes Erlebnis hätte. Und es gibt dabei noch ein anderes Problem: Wenn ein Ausbilder, der ja nicht zum Rudel gehört, den Hund "angreift", erwartet der Hund, dass ihn sein Meuteführer verteidigt. Der Hund erleidet damit einen doppelten Schaden, weil sein Rudelverständnis durcheinanderkommt, und die Rudelführerschaft geschwächt wird.

Dobis sind schon wie andere Hunde, nur schneller, z.T. kräftiger, und auch nicht so schnell einzuschüchtern (wenn sie mal erwachsen sind). Sie sind auch schlau, und wenn sie merken, dass in der Familie gern gerangelt wird, werden sie das für die natürliche Form der Rudelkommunikation halten. Sie sind auch sensibel, so dass andere Kommunikationsformen gut ausreichen, um zu zeigen, wer das Sagen hat.

Stephan & Nash (leider nur 1 glücklicher Dobi)


von Monika(YCH) am 18. Dezember 1998 16:45


:Er wurde geschlagen - dann zeigt er Angst-siehst Du an der Rute ...

Hallo Stephan,
hier hast Du Dir wohl ein Eigentor geschossen !
Du verteidigst doch sonst so vehement das Rutekupieren (oder möchtest Du nur ein bißchen provozieren ?). Hier hast Du Dir nun selbst beantwortet wie ungeheuer wichtig es für den Hund ist, eine Rute zu besitzen, die ihm ermöglicht von seiner Umwelt verstanden zu werden.

Nicht's für ungut.
Gruß Monika (wir hatten schon im Forum 2 das Vergnügen)


von Stephan(YCH) am 18. Dezember 1998 20:02

Hallo Monika,

wenn Du damals im Forum genau hingeschaut hättest (sorry), dann wüstest Du, dass man sehr wohl auch an einer kurzen Rute die Gemütszustände erkennen kann! Die bewegt sich nämlich genau wie jede andere Rute, weshalb das Argument mit der Kommunkation auch quatsch ist (=meine Meinung, glaubt es oder nicht). Aber das hatten wir ja alles schon, oder?

Grüsse Stephan & Nash, der prima wedeln kann, ohne sich verletzen zu müssen

von Monika(YCH) am 23. Dezember 1998 14:40


:wenn Du damals im Forum genau hingeschaut hättest (sorry), dann wüstest Du, dass man sehr wohl auch an einer kurzen Rute die Gemütszustände erkennen kann!

Hallo Stephan,
wenn Du im Forum 2/Kupierter Boxer-Welpe gelesen hättest, was ich auf Deine Antwort hin geschrieben habe, wüßtest Du, dass ich meine eigenen Erfahrungen mit kurzen Ruten habe. Außerdem kommen Ersthundbesitzer meistens schon mit der offensichtlichen Körpersprache des Hundes nicht so ohne weiteres klar, mit solchen Feinheiten sind sie dann schlichtweg überfordert. Ob Du's glaubst oder nicht, ich habe oft genug erlebt, daß es auch Hunde gibt, die keine Erfahrungen mit der Gestik der kurzrutigen hatten und es ständig zu Mißverständnisse kam und das meist zum Nachteil der kurzrutigen.
Im übrigen kenne ich keinen langrutigen Hund, der sich jemals an der Rute verletzt hat, sehr wohl aber kurzrutige, die durch das "Ganzkörper-Wedeln" Bandscheibenvorfälle haben.

Gruß Monika,u.a. Besitzerin eines Rüden mit angeborenem Stummel !

von Stephan(YCH) am 23. Dezember 1998 20:42

Hallo Monika,

da wir uns hier unter der Rubrik "Probleme mit dem Dobermann" befinden, und es sich ursprünglich wirklich um was anderes handelt, möchte ich nur kurz anmerken, dass mir noch nie ein Dobermann mit Bandscheibenvorfall vorgekommen ist, geschweige denn ich davon gehört habe. Die kupierten Dobermänner wedeln nämlich mit der Rute. Sie wedeln nicht so mit dem ganzen Körper, wie z.B. Boxer. Das ist sicher das allerletzte Problem, dass man mit dem Dobermann haben kann!

Eines noch,was in der Rutendiskussion zu kurz kommt, aber auch für das Ursprungsproblem von Interesse sein kann: Die Bewegungen mit der Rute sind ja nicht die einzigen Ausdrucksformen eines Hundes, die gehen ja von der Mimik des Kopfes über die Körperhaltung und vor allem den Körperausdruck! Das kann meines Erachtens auch ein Laie beurteilen!

PS, Nur so am Rande, ich finde Hunde mit Schwänzen auch schöner, sogar Dobermänner. Meine Erfahrungen mit langen Ruten sind halt völlig andere (siehe Archiv) als Ihr sie alle zu haben scheint!

Gruss Stephan & Nash

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