Bellen !? :: Hundeerziehung + Soziales

Bellen !?

von Isis(YCH) am 30. Dezember 1998 07:24

Hallo,

leider hat sich noch niemand zu meiner Frage / Priblem geäußert.
Bitte bitte lest doch meine Meldung weiter unten und Antwortet mir, ich bin nämlich so müde.....

Danke Isis

von Briard-Jutta(YCH) am 30. Dezember 1998 13:21

Liebe Isis,

ich hatte Deine Meldung schon gelesen, muß aber zugeben, daß das einer der Fälle ist, wo es mir auf die Entfernung und ohne den Hund zu kennen sehr schwer fällt, etwas zu empfehlen. Sicher ist für mich allerdings eines: Bitte versuche es NICHT mit Einschüchterung vie Schepperdose. Dein Hund bellt mit großer Wahrscheinlichkeit aus Unsicherheit (was Du ja selbst vermutest), und ich denke, man sollte alles unterlassen, was diese Unsicherheit in irgendeiner Form verstärkt.

Eine Idee für die Nacht hätte ich schon, sie wäre allerdings leichter zu bewerkstelligen, wenn Dein Hund nicht grade eine DOGGE wäre, lach. Aber egal. Ich habe mit sehr unsicheren Hunden gute Erfahrungen damit gemacht, ihnen einen Schutzraum zu verschaffen. Damit meine ich eine Hundebox, in der der Hund bei geschlossener Tür bequem liegen kann (deswegen meine rassebedingten Zweifel, lach). Viele Menschen wehren sich emotional dagegen, ihren Hund "einzusperren", aber die Hunde scheinen das häufig gerade gegenteilig zu empfinden: Die Box verschafft ihnen einen überschaubaren, sicheren Rahmen. Ich weiß nicht so genau, ob das bei Deiner Dogge auch zutrifft, aber manche ängstlichen Hunde neigen dazu, immer beim Alleinsein (ohne ihren Menschen, NICHT ohne andere Hunde) oder nachts die Wohnung zu verunreinigen, auch wenn sie eigentlich stubenrein sind. Das ist für sie eine Möglichkeit, ihre immense Spannung abzubauen. In dem Moment, wo diese Spannung gar nicht mehr entsteht, hört auch das Verunreinigen auf. In den Fällen, wo wir mit der Box gearbeitet haben, waren die Erfolge immer durchschlagend. Das Gebelle hörte auf, und der Hund vermied zudem, seinen Liegeplatz zu verunreinigen (manchmal allerdings erst nach einigen Tagen, wo halt dann ständiges Deckenwaschen angesagt war). Nach einiger Zeit wurde dann die Boxentür offengelassen, so daß der Hund die Box quasi als Zufluchtsort aufsuchen konnte. Dabei kam es dann zwar ab und zu vor, daß er wieder ins Zimmer pinkelte, aber auch das hörte bald auf.

Im Augenblick scheint es mir bei Dir so zu sein, daß Du das Verhalten Deiner Dogge ungewollt verstärkst, indem Du ihr Zuwendung gibst. Natürlich ist es nachzuvollziehen, daß Du das Bedürfnis hast, in Ruhe zu schlafen, aber für den Hund ist das Heranrufen, Ansprechen oder Schimpfen nichts anderes, als Lohn der Angst. Auch wenns schwerfällt, mein Rat wäre, konsequent jede Lautäußerung Deiner Dogge zu ignorieren.

Was das Verhalten draußen angeht, so wären für mich einfach vertrauensbildende Maßnahmen in jeder Form angesagt: Viele Spaziergänge (möglichst angeleint, um Sicherheit zu vermitteln) und dabei das Bewältigen von Aufgaben (Slalomgehen, über Baumstämme klettern, durch Bäche waten...).

Liebe Grüße, Jutta

von Isis(YCH) am 30. Dezember 1998 14:38

Hallo Jutta,

vielen dank für deine, mal wieder sehr ausführliche, Antwort. Die Idee mit der Box hatte ich auch schon, aber leider gibt es wirklich keine Box in die eine Dogge einigermaßen rein passt, sie sollte doch enigstens stehen können bzw. sich umdrehen (außer ich bringe ihr bei rückwarts reinzukrichem, lach).
Wir kaben ein kleines Dachzimmer neben unserem Schlafzimmer, was schon als Hundezimmer dient und auch die "Neue" liegt dort gerne, es hat durch seine größr und dunkelheit sicherlich etwas von so einer Box, aber trotzdem bellt sie.
Leider ist mir auch klar, daß ich sie durch mein heran rufen in ihrem handeln belohne und somit bestärke, aber wenn ich nichts sage, bellt sie durch (15 min. habe ich schon durchgehalten, mehr war nicht drinn...)und irgendwann fangen meine drei anderen dann auch an....
Das verrückte ist ja, soweit ich das selbst beurteilen kann, daß mir die kleine vertraut (ich habe sie großgezogen und leider erst mit 5 monaten vermitteln können) und mich auch sofort wieder erkannt hat (ebenso Ihre Schwester, die bei uns lebt). Sie benimmt sich fast so, als ob sie nie weg war, bis auf die "bell-Make". Sie ist eine richtige kläfferin, ich schätze, es kommt daher, daß sie bei Ihrem alten Besitzer stundenland allen in den Garten gesperrt wurde, sie bell sogar Vögel an... wenn ihre Schwester mit draußen ist (ständige möglichkeit rein und raus zugehen) bellt sie viel weniger.
Ich versuche mich natürlich viel mit ihr zu beschäftigen, was aber nicht so einfach ist, da Elliot unser 1 jähriger Rüde noch viel lernen muß und Professor ihre Schwester leicht eifersüchtig wird...
Ich habe schon einen neuen Besitzer für sie gefunden, der sie tägl. besucht und auch schon mit uns allen beim spazieren war, ich muß nur noch einige Tests bei vet. Doc machenlassen und in ca. 14 Tagen (evtl noch eine Woche länger) wird sie umziehen. Ich hoffe das diesmal alles gut geht, bin aber positiv, da dies ein sehr guter freund von uns ist (ich werde sie oft sehen :-))

Vielleicht kann ich eine box bauen, habe ja jetzt zeit.

Danke für deine Tips, ehh ich hätte noch eine kleine Frage... wie Du weißt haben wir drei Doggen und nun bekommen wir in Juni/Juli ein Baby :-)) hast Du erfahrung mit Hund und Kind? Gibt es besondere Dinge die ich beachten muß ?
Ich denke wenn ich den Hunden das Kind gleich Zeige und sie nicht ausschließe habe ich den wichtigsten Grundstein gelegt, oder?

Ich wünsche Dir von herzen ein gutes neues Jahr.
Liebe Grüße Isis

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