Mein Hund bellt, wenn er allein ist :: Hundeerziehung + Soziales

Mein Hund bellt, wenn er allein ist

von Mike(YCH) am 04. Januar 1999 08:16

Hallo

Ich habe einen jährigen Irish-Terrier-Rüden. Eigentlich
habe ich keine Probleme mit ihm, ausser, dass er zu bellen
anfängt, kaum ist er mal alleine. Normalerweise ist er den
ganzen Tag um mich herum, ich habe mein Büro zuhause
(in einem Block) und wenn ich irgendwohin gehe, nehme
ich ihn meistens mit. Wahrscheinlich hat er Angst,
alleine zu sein. Gibt es eine Methode, wie man das
ihm abgewöhnen kann?

Danke,
Mike

von Roswitha(YCH) am 04. Januar 1999 11:07

Hallo Mike

Bei einem Irish-Terrier (falls Terrier-typisch) habe ich eher den Eindruck, dass er Dir schlichtweg sagt, Du hättest ihn gefälligst nicht alleine zu lassen.

Was aber Dein Problem nicht löst. Kannst Du ihm sagen, er müsse im Zimmer bleiben, wenn Du mal kurz rausgehst? Ich löse solche Probleme am liebsten übers Anbinden. Es unterbricht starke Abhängigkeit bei den einen und grosse Ansprüche bei den anderen. Passt also auf "jeden" Charakter.

Angewöhnt wird es in Deiner Anwesenheit, damit er nicht immer mitlatschen kann. Bitte beachte auch, dass vor dem Alleinelassen dem Hund klar sein sollte, dass Du alleine gehst (wäre übers Anbinden auch gelöst), keine grossen Abschiedszenen und mind. 15 Minuten vorher nicht allzusehr mit ihm beschäftigen. Beim Zurückkommen bitte auch nicht allzufreudig, sondern kollegial freundlich begrüssen.

Könnte durchaus sein, dass Dir das schon hilft.

Grüsse
Roswitha

von Silvia(YCH) am 05. Januar 1999 17:36

Dein Hund ist jetzt 1 Jahr alt uns Du schreibst, Du nimmst ihn fast
überall mit hin. Wahrscheinlich willst Du ihn erst jetzt ans alleinsein gewöhnen
und das ist schon ein bißchen spät. Egal, auf jeden Fall kann ich mir nicht vorstellen,
so wie Roswitha schreibt, daß es einem Hund gut tut,
wenn er schon alleine bleiben muß (was bekanntlich für einen Hund als
Rudeltier das allerschlimmste ist) auch noch angebunden zu werden.
Das bringt dem Hund nur zusätzlichen Streß. Ich habe einen 2,5 jährigen Pitbull Rüden und er haßt das
alleinsein. Er hat mir schon fast die ganze Wohnung auseinandergenommen.
Auf jeden Fall konnte ich das Problem lösen. Ich habe ihm einen Platz im Wohnzimmer
zugewiesen wo er auch nachts schläft (nicht mehr bei mir im Schlafzimmer).
Wichtig ist, daß der Hund einen Platz hat, an dem er sich vollkommen sicher und geborgen fühlt.
Du sollest damit anfangen, ihn auf seinen Platz zu schicken und das Zimmer zu verlassen,
schließe die Tür hinter Dir und gehe z.B. in die Küche abwaschen, wichtig ist, daß der Hund hören
kann, daß Du Dich noch in der Wohnung befindest. Nach kurzer Zeit gehst Du wieder zu ihm
und tust so als wäre nichts gewesen. Übe diese Lektion in kleinen Schritten. Wenn Du
dann wirklich das Haus verläßt, zieh nicht erst Deine Jacke und Schuhe an und schließ die
Fenster, so daß der Hund nervös wird. Schick ihn auf seinen Platz, schließ die Tür und ziehe Dich
draußen an. Beruhigend auf den Hund wirkt auch, wenn Du ihm eine Kassette besprichst, die er hören kann,
wenn Du nicht da bist. Laß ihm auf jeden Fall Futter und Wasser sowie Spielzeug in dem Zimmer, falls es
ihm zu langweilig wird.

Habe Geduld mit Deinem Hund und laß ihn zu Anfang nur kurze Zeit allein.
Und verzweifel nicht, wenn er ab und zu einen "Rückfall" hat, auch mein
Hund meint alle paar Monate mal wieder meine Wohnung "aufzuräumen"
zu müssen, wenn ich nicht da bin.

Viel Glück
Silvia

von Roswitha(YCH) am 05. Januar 1999 19:46

Hallo Mike, ich nochmal

Ich habe mir Silvias Einschränkung zur Brust genommen und will deshalb näher ausführen:

:Ich löse solche Probleme am liebsten übers Anbinden. Es unterbricht starke Abhängigkeit bei den einen und grosse Ansprüche bei den anderen. Passt also auf "jeden" Charakter.

Viele Hunde fühlen sich wohler, wenn man ihnen eine räumliche Grenze setzt, statt auf ein Kommando hin liegenzubleiben (Hundebox statt anbinden geht auch, ist aber recht teuer). Wie Silvia ausführt, wird er fürs ruhig dableiben gelobt und gestreichelt. Beim Abmachen vorher loben und dann ruhig losmachen und nicht loben. Sonst sind die Vorzeichen verkehrt. Der Hund lernt wieder, zu stressen, wenn Du auftauchst. Was Dir wiederum das Gefühl gibt (nehme ich an), Du tätest ihm etwas zuleide.

Durch das Loben des Ruhigbleibens wird dieses dem ignorierten "Aufmucken" nach einiger Zeit (hängt vom Hund und Dir ab)vorgezogen.

Menschen fühlen sich oft wohler, wenn sie ihrem Hund zuzüglich zum Alleinseinüben nicht auch noch Platz-Bleib beibringen müssen, was ja dann auf die Schnelle meist nicht so ganz klappt. Spätestens, wenn er zum 3. Mal um die Ecke schielt, weil er nachgekommen ist, fängt man an zu hirnen. Wo stimmt was nicht? Leider führt das oft dazu, dass man den Hund recht unmutig auf seinen Platz zurückschickt. Der erste Schritt zum missmutigen statt entspannten Warten ist getan.

Tschüss
Roswitha

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