Fressen nur mit Erlaubnis? :: Hundeerziehung + Soziales

Fressen nur mit Erlaubnis?

von Eva(YCH) am 02. Februar 1999 23:39

Hallöchen,

ich wollte mal fragen, wie ihr das mit der Erziehung im Bezug auf Leckeli von Bekannten etc. haltet. Meine Hovi-Hündin frißt von allem und jedem, dabei ist sie eigentlich gar nicht so verfressen, zumindest nicht zu Hause. Trotzdem stört es mich, daß sie sich voe jeden setzt, und bettelt. Andererseits: wir sind mit so vielen Hundemenschen zusammen, eine Kontrolle ist wirklich schwierig!
Ein weiteres Problem besteht darin, daß sie alles vom Boden frißt. Schimpfe ich, rennt sie mit ihrer Beute 3 Meter weiter, und verspeist sie dort. Was soll ich tun, meine Mutter hat mit ihr in der Stadt schon um eine halbe Pizza gekämpft, sie gibt eigentlich alles aus, aber wenn sie etwas gefunden hat, ist es vorbei. Ist das eigentlich ein Anzeichen von Dominanz? Verständlich ist es ja, denn die Sachen, die ich zum Tausch anbiete, sind lange nicht so interessant!
Also, wielleicht kann mir jemand einen guten Tip geben, hat vielleicht jemand Erfahrung mit diesen Scheiben an einem Band, die man dem Hund nachwerfen kann? Wirkt das auch bei extrem wesenssicheren und dickköpfigen Hunden?
Tschüß, Eva und Rio (die sich auf dem Weihnachtsmarkt regelmäßig fast eine ganze Mahlzeit zusammensuchte)

von Angret(YCH) am 03. Februar 1999 01:06

:
hallo Eva,
mir kommt das problem sehr bekannt vor, praktizieren meine beiden das in ähnlicher Weise, zumindest das Betteln bei hundebesitzern....hier ist wahrscheinlich die einzige Chance, die anderen besitzer zu bitten , deinem hund entweder gar nichts mehr zu geben, oder erst, wenn du daneben stehst, und es deinem hund ausdrücklich erlaubst ( Nimm`s /Hol`s dir)
mit dem vom Boden fressen ist so erst einmal schwierig, das einzige , wo du dich auf jeden fall surchsetzen solltest, ist ein sofortiges Aus, wenn du sie erwischt...."chimpfe ich, rennt sie mit ihrer Beute 3 Meter weiter, und verspeist sie dort. "..da ist schon ein fehler...sobald du sxchimpfst, weiß sie ja, oje, Frauchen ist böse, weil sie nix abgekriegt hat...und rennt weg (Futterneid)..so eigentlich eine ganz natürliche reaktion....du soll nach meiner meinung 1.) deinem Hund "Aus"beibringen ich würde das mti einem knochen , Ball o.ä.beibringen,also etwas, was nicht nullkomma nix im magen verschwunden ist...klares Aus! und wenn der hund nicht aus macht , oder sogar knurrt, ins maul greifen, öffnen und raus holen....und dann loben..und wiedergeben...dann steigern, bis sie wissen, sofortiges Ausspucken bedeutet Lob und nicht automatish ein wegnehmen (ganz wichtig!)..Unterwegs mußt du ihr das natürlich wegnehmen, klar....2.) in einer wie oben gexschreiben Situation darst du nicht schimpfen, sondern zügig ohne Kommentar hin gehen, den hund am hals packen, und Aus befehlen...wenn der Hund aus irgendeinem Grund bockig ist,m greife ich meinen Beiden auch wohl sofort ins maul . alleine wegen der vergiftungsgefahr!
Eine handlung, die jeder hundebesitzer im Notfall bei seinem Hund machen sollen darf, ohne angeknurrt, oder sogar gebissen wird, einfach, weil es in einien Situationen lebensnotwenig sein kann.... (tierarzt, erstickungsgefahr, etc)....nie aber sich mit deinem Hund um essen kämpfen, wie es deine Mutter getan hat. DU bist der Rudelführer und DU darfst erst essen, und DU mußt dich durchsetzen ...brsonders bei großen Hunden würde ich sogar im Spiel darauf achten, immer zu gewinnen, weil die kleinste Schwäche oft zu machtkämpfen führen kann....
so, es war mitten in der nacht, als ich dieses geschrieben habe könnte also ein weing konfus sein...ich hoffe, du verstehst mich trotzdem *g*
bis denn
Angret

von Eva(YCH) am 03. Februar 1999 16:26

Liebe Angret,
ich freue mich, daß ich nicht die einzige mit diesem Problem bin. Aber das, was Du mir geschildert hast, habe ich doch schon probiert. Mein Hund macht absolut! zuverlässig aus, gibt Knochen, Leckerli und jeder Ball wieder her! Dabei würde sie mich nie anknurren, das hat sie noch in keiner Situation getan. Auch der Futterneid ist nicht sonderlich ausgeprägt, kleine Kinder dürfen an ihren Napf (probiere ich natürlich eigentlich nicht aus, war ein Verrsehen, daß mein kleiner Neffe an den Napf ging), läßt andere Hunde an ihren Napf, und auch draußen dürfen sich alle anderen bei den Leckerchen vordrängeln. Mein Problem ist einfach, daß mein Hund inzwischen weiß, daß sie nichts vom Boden nehmen darf, und deshalb sofort weghüpft. Wie gesagt, auf ein Tauschgeschäft, selbst mit Käse läßt sie sich nicht ein...
Sie frißt ja nicht ekliges, wie Kot, etc, nicht mal Pferdeäppel ider ähnliches. Aber was, wenn mal jemand Gift auslegt, vielleicht auf ganz leckeren Salamibroten, die mein Hund so liebt, und die er nie hergibt, wenn er sie findet?
Auf der anderen Seite- mein Hund läuft fast immer frei, und bevor ich das aufgebe, riskiere ich es lieber, daß sie etwas frißt, was ihr nicht bekommt!
Schön wäre es halt, wenn es etwas gäbe, was ihr auch auf die Entfernung Respekt einflößen würde, meine Stimme tut dies sonst immer, aber leider nicht, wenn sie was freßbares gefunden hat.
Das Kämpfen um Freßbares hat ja sowieso keinen Sinn, den Kiefer einer kräftigen Hovi-Hündin macht nämlich so schnell niemand auf...
Na ja, vielleicht fällt Dir ja noch wa ein,
Tschüß, alles Liebe, Eva und Rio

von Susi(YCH) am 03. Februar 1999 18:07

Hallo Eva,
unser Joey nimmt grundsätzlich nichts von anderen, selbst von Bekannten und Freunden,
die er gut kennt. Wir haben dies so erreicht: schon sehr früh haben wir darauf geachtet,
daß er nur von meinem Mann und mir sein Fressen bekommt. Wann immer sich die Gelegenheit bot,
haben wir einen Freund darum gebeten, zu versuchen ihm ein Leckerli hinzureichen. Sobald unser
Joey versuchte dies zu nehmen, kam ein kräftiges "Nein". Sofort hat er dann nachgelassen und das
Leckerli auch nicht genommen. Mittlerweile schnüffelt er zwar dran, aber er nimmt es nicht. Nur ganz
selten ertappen wir ihn dabei, aber auch nur, wenn er alleine mit einer anderen Person ist und
diese ein doch gar verführerisches Häppchen hat.
Wir mußten zu diesen Maßnahmen schreiten, weil wir eine nicht besonders tierliebe Nachbarin haben, die
sogar schon Katzen vergiftet haben soll und einen Welpen stundenlang auf dem Dachboden festgeleint
hatte, so sehr das Kleine sich wohl selbst gewürgt hat. (Keine Bange, eine andere Nachbarin ist ihr
auf die Schliche gekommen, das Drama hatte ein glückliches Ende).
Zurück zu Deinem Problem: auch wir hatten dann trotzdem die Schwierigkeit, daß, wenn Joey ein allzu leckeres
Irgendwas beim Spaziergang gefunden hatte, wir es ihm nicht abnehmen konnten. Er stattdessen das gute Stück sich
schnappte und damit fortlief. Also gleiche Situation wie bei Euch. Wir haben dann sehr massiv mit "Aus" und "Nein"
versucht. Aber erst richtig hat es geholfen, als wir die Leine genommen haben und es in die Nähe von Joey geworfen
hatten. Dies hatte ihn dann so erschreckt, daß er von dem Stück abließ. Niemals hat er dabei aber gesehen, daß wir
es waren, die geworfen hatten. Eine Wurfkette und auch ein Schlüsselbund bieten sich vortrefflich dafür an. Aber niemals
auf den Hund zielen und werfen, immer daneben, also Vorsicht. Den Wurf am Besten noch mit einem kräftigen "Aus" verstärken.
Vielleicht hilft dies. Auch würde ich gezielt, diese Situationen herbeirufen, damit Du dann sofort kontrolliert üben kannst.

Jedenfalls, viel Erfolg bei Deinen Versuchen.

Viele Grüße
Susi mit Joey (der auch heute noch ab und an was allzu Verführerisches vom Boden aufnimmt, und es auch nicht mehr hergeben will,
- keiner ist fehlerlos! smiling smiley

von Eva(YCH) am 03. Februar 1999 20:45

Hallöchen Susi,
danke für Deine Antwort. Anfangs hat Rio extrem schlecht gefressen, sie war sehr lebhaft, aber halt nur ein Strich in der Landschaft. Selbst der Tierärztin wurde es unheimlich, da auch Appetitanreger nichts nutzte. Deshalb wart ich einfach froh über jeden Happen, den Rio nahm, sonst hätte ich Rio das Futternehmen von anderen Leuten auch abgewöhnt. Nun ja, jetzt ist es zu spät, und da es eigentlich das einzige Gehorsamsproblem ist, das wir bei Rio haben, sind wir eigentlich noch ganz gut dran...
Na ja, ich werde das mit der Leinen mal versuchen, wobei ich es bei ihr schon mal als Wlpen und auch als Junghund probiert habe: Obwohl sie nicht gesehen hat, wo die Leine herkam, erschrak sie kaum, und dementsprechend Wirkung zeigte sich. Deshalb will ich es jetzt mal mit diesen Metallscheiben an einem Band probieren. Man kann schon vorher eine Konditionierung einbauen, deshalb hoffe ich, daß die Wirkung auch dementsprechend ist. Der Dickkopf und die Ruhe meiner Hündin ist aber leider nicht zu unterschätzen...
Ich bedanke mich auf jeden Fall schon mal, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, und bei diesem Versuch frißt sie ja auch im Zweifellsfall, wenn sie es halt doch schafft, nichts giftiges.
Tschüß, Eva und Rio

von Svenja(YCH) am 05. Februar 1999 14:09

Hallo Eva,

das gleiche Problem hatten wir auch. Dann habe ich hier im Forum eine Meldung gelesen und diesen Tip gleich umgesetzt und Hurra (leider weiß ich nicht mehr wer den Tip gab) es klappt bei unserem Labrador. Wenn er etwas findet auf der Strasse und aufschnappt heißt der Befehl bei uns:
Lass es! und schwups lässt er es fallen. Ich habe das mit Leckerle und allem möglichen geübt. Jetzt kann ich einen Knochen/Schinken usw. hinlegen und wenn ich sage Lass es, lässt er den Knochen fallen oder nimmt es erst garnicht auf und wenn ich sage jetzt dann nimmt er ihn/es wieder. Zum Betteln kann ich leider keine Tips geben. Ich bekomme nur schlechte Laune wenn ihm jemand etwas gibt ohne mich vorher zu fragen.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

Gruss Svenja
:

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