GEQUÄHLTE HUNDESEELE ??? :: Hundeerziehung + Soziales

GEQUÄHLTE HUNDESEELE ???

von Dobi-Manu(YCH) am 26. Februar 1999 10:42

Wer kann helfen ?

Wir haben seit ca. 5 Monaten eine Schäferhündin (jetzt 11 Monate alt) die ein auffälliges Verhalten zeigt das wir nicht richtig in den Griff bekommen.

Vorgeschichte: Der Vorbesitzer hatte die Hündin ins Tierheim abgegeben (Sie mußte da nur eine Nacht bleiben, dann haben wir sie schon zu uns genommen). So weit uns bis jetzt bekannt ist wurde dem Vorbesitzer "nahegelegt" den Hund abzugeben. Er hat die Hündin so weit es uns bekannt ist mißhandelt. Auf welche Art und Weise möchten wir ehrlich gesagt gar nicht wissen. (Übrigens: Der Kerl hat sich inzwischen selbst von der Bildfläche geräumt.)

Problem: Die Hündin weigert sich die Treppe im Haus herunterzugehen. Sie stellt sich oben hin, möchte herunter, doch traut sie sich dann nicht. Sie jammert dann und ist weder mit guten Worten noch mit Futterbelohnung noch sonstigem bereit herunterzulaufen. Erst nachdem wir leichten "Zwang" (vorsichtiges Herunterziehen am Halsband !!!) anwenden fast sie sich ein Herz und rennt dann wie verrückt hinunter. Das komische an dieser Sache ist das sie dieses Verhalten nur phasenweise zeigt. Wochenlang läuft sie problemlos jede Treppe rauf und runter als wär's die normalste Sache der Welt. Doch dann kommt wieder die Phase das sie Probleme zeigt. Treppen z.B. im Garten sind immer problemlos bei ihr. Vor kurzem hat sie eine ähnliche Auffälligkeit beim Verlassen des Badezimmers gezeigt. Hier könnte es vielleicht mit dem Boden zusammenhängen. Fliese auf Holzboden. Wobei aber genügend Teppichläufer ausliegen die eigentlich Sicherheit geben müßten.

Analyse: Wir vermuten stark das die Hündin bei ihrem Vorbesitzer wahrscheinlich bezüglich Treppen im Haus eine Negativerfahrung hinter sich hat. Wahrscheinlich Tritt in den Hintern und ab die Treppe runter. Es erscheint uns als ob da manchmal Erinnerungen in der Hündin hochkommen die sie nicht verarbeiten kann.

Wer kann uns Tips geben wie wir unserer Hündin helfen können dieses Problem in den Griff zu bekommen ? Wir warten auf Eure Vorschläge.

Herzlichst Dobi-Manu

P.S. An Daniel: Ich werde mich mit Dir in Verbindung setzen.

von Bine(YCH) am 26. Februar 1999 11:56

Hallo Manu,

hast du schon mal beobachtet ob Schatten zu sehen sind, wenn sie dieses Verhalten zeigt? Meine Huendin hat angst vor Schatten, dann verhaellt sie sich genau so wie du es von deiner beschreibst.
Xanni ist ein sehr froehlicher Hund, aber Schatten hasst sie, wir hatten eine zeit lang ein Windspiel im Flur, das wirklich nur Mini-Schatten auf den Boden warf, sie ging dort nicht vorbei und ich brauchte lange bis ich es entlich verstanden habe.
Das selbe verhalten im Wohnzimmer wenn ausser dem Fernseher keine Lichtquelle vorhanden ist, da wirft dann die Lampe Schatten an die Decke, die sich auch noch bewegen.
Was mich bei deiner Huendin wundert, ist dass sie dieses Verhalten nicht immer zeigt, desshalb vermute ich, dass es nicht nur die Treppe ist, sondern noch ein zweiter Einfluss da sein muesste.
Falls du heraus findest was es ist, lass es mich bitte wissen, denn es interressiert mich immer was denn jetzt der Grund war.

liebe Gruesse und viel Glueck
Bine

von Dobi-Manu(YCH) am 26. Februar 1999 12:12

Schatten

Servus Bine,

das mit den Schatten kam uns auch schon in den Sinn. Denn bei uns brennt im Treppenhaus meist das Licht.
Deshalb haben wir die Hündin auch schonmal im Dunkeln die Treppe runterlaufen lassen (wohlgemerkt in einer der üblichen Problemphasen). Siehe da es ging ohne Probleme. Loben, belohnen na klar. Hurra, endlich das Problem gelöst - DENKSTE -
Vorsichtshalber haben wir es kurz darauf nochmal getestet. Egal ob's dunkel ist oder hell ist, ob's Schatten wirft oder nicht, YIPSY läuft die Treppen mal ganz normal runter oder sie verfällt in regelrechte Panik, dann läuft nicht's mehr.

Vielleicht versuch's ich nochmal mit Daniela's Futtermethode (hab ich zwar auch schon probiert - hat nicht geklappt!). Rufen aus einem entfernten Raum versetzt sie nochmehr in Panik.

Trotzdem vielen, vielen Dank

Tschau Dobi-Manu



von Daniela(YCH) am 26. Februar 1999 15:31

Hoi Dobi-Manu

Hab grad deine Antwort auf die Meldung von Bine gelesen und mir nochmal ein paar Gedanken darüber gemacht. Also manchmal klappts problemlos und manchmal verfällt sie in Panik. Dass sie rufen aus einem anderen Raum noch mehr in Panik versetzt, gibt mir allerdings ein paar Rätsel auf. Sonst hätte ich gesagt, dass sie wohl schon dabei ist ihre schlechten Erlebnisse zu verarbeiten, und dass es mit den Treppen wohl bald besser würde, aber so. Eine Frage: Hat sie nur bei eurer Treppe Probleme, oder auch bei anderen Treppen? Wir hatten mal eine Husky-Hündin, die sich partout geweigert hat über Brücken zu gehen. Auch mit Panikreaktionen und Verweigerung. Abgewöhnt haben wir ihr das aber erst nachdem sie die erste Grundschulung schon gemacht hatte und gelernt hatte, dass das Bein des Führers auch eine Art "sicherer Anker" für sie ist. Dann haben wir sie kurz genommen und sind zügig über die Brücke gelaufen, wobei wir immer intensiv den Hund gelobt haben. Natürlich wurde sie so auch abgelenkt, und schaute sich hinterher immer ganz erstaunt um, dass sie nun doch über die Brücke gegangen ist, und alles gar nicht so schlimm war.

Ich werde mich auf jeden Fall nochmal umhören und falls ich was rausfinde werde ich es dich wissen lassen.

Viel Glück trotzdem

Daniela

von Briard-Jutta(YCH) am 26. Februar 1999 18:47

Liebe Manu,

ich würde zwei Dinge versuchen: Bachblüten und Hundeleine. An Bachblüten Star of Bethlehem (hilft bei der Verarbeitung negativer Erlebnisse, unabhängig davon, wann sie geschehen sind), sowie Larch und Mimulus (beides "Angstblüten", die bei der Verarbeitung differenzierter Ängste hilfreich sind). Wenn Du Dich dafür entscheidest und näheres Infos über Dosierung etc. brauchst, maile mich bitte an.

Die Hundeleine, um Sicherheit zu geben, am besten mit einem Brustgeschirr kombiniert, damit die Hündin, sollte sie abrutschen oder losstürmen, keinen unangenehmen Zug am Hals (und damit ein neues Negativerlebnis) bekommt. Wenn die Hündin das nächste Mal oben steht, leinst Du sie an und forderst sie motivierend (nicht beruhigend) zum Mitkommen auf. Nimm Dir fest vor, mit ihr diese Treppe runterzugehen, Du weißt ja, daß sie es kann, und Deine Sicherheit überträgt sich auf sie. Jede Stufe ist ein freudiges "Feiiin!" (oder sonstwas). Achte darauf, daß sie langsam geht und bewußt die Stufen wahrnimmt. Deswegen rate ich in diesem Fall auch von Leckerle ab, weil die Hündin sich auf die Treppe und nicht auf das Futter konzentrieren soll. Das widerspricht übrigens nicht dem anderen Tip, von den Leckerles auf der unbeobachteten Treppe. Um an die zu gelangen, muß sich Deine Hündin nämlich auch selbst ihren Weg suchen. Dabei gehe ich von einem rutschsicheren Belag auf der Treppe aus. Die Leinenübung kannst Du zudem zusätzlich gut an anderen Treppen, die sie problemlos geht, trainieren. Ich habe mit der Leine als "Rettungsleine" gute Erfahrungen gemacht, vielleicht lohnt sich ja ein Versuch bei Deiner Hündin.

Liebe Grüße,
Jutta

von stephan & nash(YCH) am 01. März 1999 13:50

Hallo Manu,

vielleicht mal eine andere Idee, habt ihr sie schon mal röntgen lassen, denn es koennte sich ja auch um eine Verletzung handeln, die nur beim Treppensteigen auftritt, z.B. eine Quetschung an der Wirbelsäule oder so was (das würde dafür sprechen, dass es irgendwie keinen Lernfortschritt gibt). Ansonsten kann es sich auch um ein wirkliches Trauma aus der Frühzeit handeln).

Gruss Stephan & Nash (oder sollte ich mich Dobi-Steve nennen :-)))

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