Alphahündin oder nur dominant? :: Hundeerziehung + Soziales

Alphahündin oder nur dominant?

von SabineR. + Bijou(YCH) am 29. Januar 2001 06:57

Hallo Ihr lieben!

Ich habe ein Problem und hoffe dass Ihr mir weiterhelfen könnt.

Ich habe eine 13-Wochen alte Hündin. Da ich berufstätig bin, gebe ich Sie jeden Morgen meiner Gode, die eine 3 Jahre alte Hündin hat. Jetzt meint meine Gode, dass meine Hündin ihre Hündin (iH)unterdrücken würde, weil meine Hündin (mH) eine Alpahündin wäre. MH hält sich immer bei iH am Hals (mit den Vorderpfoten) fest, iH überlässt mH immer das Spielzeug und eventuell überlässt sie mH auch mal ihren Knochen, (ich muss aber sagen, dass immer genug so ca 3 Stück in der Gegend rumliegen, usw.

Jetzt meine Frage: Kann ein so junger Hund schon ein Alphahund sein, auch bei erwachsenen Hunden; oder ist mH nur etwas quierliger oder auch ein bisschen dominanter; oder hat er einfach nur als Welpe gewisse unbeschriebene Rechte, die sie als erwachsener Hund oder auch schon bei der ersten Läufigkeit verliert. Entweder verstehe ich nicht den Begriff "Alphahündin" oder meine Gode. Kann mir jemand den Begriff Alphahund im Welpenalter erklären.

Liebe Grüße an alle
SabineR. + Bijou (Alphahund oder dominant oder einfach nur ein normaler Welpe)

von Diana J & J(YCH) am 29. Januar 2001 08:25

Hallo Sabine !

Wenn ich Deinen Text so lese, dann habe ich das Gefühl Du schreibst von meinem Rüden :-)
Deine Kleine ist jetzt weder Alpha noch sonderlich dominant.Deine Kleine ist einfach nur ein besonders freches Exemplar.Und die andere Hündin ist (wie meine ältere Hündin) nicht so leicht reizbar.
Alpha sein bedeutet ja nicht besonders dreist zu sein. Alpha sein bedeutet selbstsicher eine Gruppe führen können auf Grund von Lebenserfahrung, und daß alle anderen im Rudel sich auf ihn/sie verlassen können. Davon kann bei Deiner Kleinen ja kaum schon die Rede sein. Oder ??? :-)
Mein Rüde hat mit 5 Tagen (!) schon die Geschwister zur Seite gedrängelt, damit er an die beste Milchquelle kam. Und er war auch später überall der erste und vorlauteste. Auf jedem Familienfoto sah man seinen Kopf über denn aller anderen. Er hatte erste Anzeichen zur Dominanz, weil die da keiner unterbunden hat. Aber er war da noch nicht dominant. Er wußte ja (wie Deine Kleine jetzt auch) noch gar nicht, was das bedeutet. Er merkte nur, daß er mit dieser Methode gut durchkam.

Mach Dir keine Sorgen. Auch, wenn die andere Hündin Deine Kleine jetzt noch nicht i die Schranke weist - irgendwann wird ihr der Kragen platzen.Meine Hündin war am Anfang auch ziemlich unsicher, ob sie eingreifen dürfe. Bis sie merkte, daß sie in der Erziehung meine volle Unterstützung hat.

Natürlich solltest DU möglichst aufassen, daß sie dieses freche Verhalten nicht auch Dir gegenüber an den Tag legt. Und wenn ja, dann unterbinde es gleich. Tu es bloß nicht als "niedlich" ab. Den Fehler habe ich öfter getan früher, weil mein Rüde einfach sooo viel Charme dabei hatte.Und jetzt ist er immer noch ziemlich frech. Aber es ist wesentlich besser geworden.
Was die andere Hündin angeht, solltet ihr sie einfach machen lassen. Sie wird sich durchsetzen. Es ist auch ganz wichtig, daß Ihr Euch da nicht einmischt.
Ich hoffe, ich konnte Dich beruhigen.

Gruß, Diana, Jackie und Justin (genannt der Flegel)

von SabineR. + Bijou(YCH) am 29. Januar 2001 09:44

Liebe Diana!

Ich bedanke mich recht herzlich bei Dir für die Aufklärung und Deinen Erfahrungsbericht.
Ich hatte schon Angst, dass ich falsch denke; besonders weil ich das jedesmal von meiner Gode höre, wenn ich meine Kleine von ihr abhole oder sie hinbringe. Sie stört mH sogar oder drückt sie runter, wenn mH sich mit beiden Pfoten am Rücken iH im Spiel einmal hochstellt. Sie behauptet: "Bijou macht sich gerne größer, weil Sie die Alphahündin sein will, das darf ich nicht zulassen; das verbiete ICH ihr".

Ich bin um einiges beruhigt. Ich werde Deine Antwort ausdrucken, falls Du nichts dagegen hast. Ich finde Du hast das ziemlich gut erklärt.

Vielen Dank nochmals.

SabineR. + Bijou

von Frank Grelle(YCH) am 29. Januar 2001 10:01

Hi SabineR!

Nun, es gibt Welpen, welche sehr dominant sind. Das ist sicher unbestritten. Sie setzen sich ihren Geschwistern gegenüber durch und verhalten sich sehr "frech" gegenüber erwachsenen Hunden. Bei den meißten Welpen ist dieses "frechsein" gegenüber erwachsenen aber nur ein starkes Austesten.

Totzdem gibt es auch Fälle, wo anscheinend schon so ein kleiner Wicht sehr genau weiß was er tut und sein Tun auch mit sehr viel ernsthaftigkeit durchsetzt.
Folgende Geschichte dazu:

Freunde von mir hatten damals ein "gewachsenes" Rudel von 5 erwachsenen Dt. Doggenhündinnen. Die jüngste war 2 Jahre alt, die älteste 10 Jahre. Die 10-jährige war absoluter Chef. Von allen akzeptiert, nicht mehr besonders gut auf den Beinen, mental überlegen, abgeklärt und erfahren.

Nun kam eine weitere Hündin mit 13 Wochen ins Rudel. Sehr dominant und erstaunlich ernsthaft gegenüber den anderen.
MIt 4 Monaten unternahm sie die ersten Versuche Herrchen zu dominieren. Nach ca. 10 Tagen hatte er das im Griff und es wiederholte sich auch nicht.
Mit 5 Monaten "stieß" sie die Chefin ohne großes Aufsehen von der Spitze. Sie wurde von Anfang an von der Chfin nicht wirklich dominiert. Die Chefin ging der Kleenen eigentlich die ganze Zeit aus dem Weg, ließ keine Konfrontationen aufkommen als wenn sie wüßte was das für eine ist!
Am Tag X waren alle Hunde auf dem Hof, jede ging ihren Geschäften nach. Die Kleene lag auf dem Rasen und knusperte einen Knochen. Die Alte kam dazu, wohl um zu schauen was die Kleene da hat. Die Kleene fing an die Alte von unten anzuknurren. Alte wich erstaunt einen halben Schritt zurück um dann wieder vor zu gehen. Die Kleene knurrte jetzt sehr tief und laut (war wirklich erschreckend ein solch ernstes Brummen in dieser Geräuschlage von einem so kleinen Hund zu hören.)
Danach sprang sie aus den liegen mit einem noch lauteren Brummen einen Satz auf die Alte zu. Diese drehte sich um, ging in den Zwinger und kam für die nächsten paar Stunden dort nicht mehr heraus.
Nun schienen also die Karten im Rudel neu verteilt, die Alte hatte abgedankt. Allerdings wäre ja nun eine der anderen erwachsenen Hündinnen dran. Keine der anderen hat die Chance ergriffen und die Kleene war seit dem die Nr. 1 auf dem Hof.

Gibts also auch!


Grüße frank

von Diana J & J(YCH) am 29. Januar 2001 10:18

Hallo Sabine !

Na klar kannst Du das ausdrucken. Aber Du solltest Deiner Gode auch sagen, daß sie am besten nciht eingreift, wenn Deine Kleine zu frech wird. Alles, was sie damit bewirkt ist nämlich, daß sie ihre eigene Hündin nur degradiert, Deine Kleine die Große also noch weniger respektieren wird. Sie sollte die beiden das allein ausmachen lassen.

Ich habe bei meiner Hündin auch immer gedacht, sie ließe sich viel zu viel gefallen, aber ich habe mir auch gesagt, daß sie das selber wissen muß. Und mittlerweile setzzt sie sich auch wesentlich konsequenter durch. Sie läßt gewisse Dinge zwar immer noch mit sich machen, z.B. daß mein Rüde sich demonstrativ ankuschelt, was sie gar nciht mag (aber was soll´s wenn sie nur knurrt und sich nicht weiter Freiraum verschafft), aber sie dominiert ihn genügend in anderen Dingen. Sie frisst z.B. sein Futter weg, wenn er es nicht frisst und sie reitet auf, wenn er sich ihrer Meinung nach zu viel Aufmerksamkeit von mir holt.
Sie zeigt mir also, daß sie sich schon wehrt - ganz allein. Je mehr Deine Gode die beiden das alleine regeln läßt, desto weniger Schwierigkeiten wird es mit 2 Hündinnen später geben.

Gruß, Diana, Jackie und Justin

von SabineR. + Bijou(YCH) am 29. Januar 2001 12:48

Hallo liebe Diana!

Super, vielen Dank.
Werde ihr heute abend gleich zeigen, was Du mir geantwortet hast.
Sie meint immer sie wüßte alles besser. Sie ist dabei ziemlich beharrlich. Wenn Sie es nicht akzeptiert, werde ich sehr wahrscheinlich meine Hündin woanders unterbringen, wo man z.B. auch akzeptiert dass ich meine Hündin mit dem Clickertraining erziehe.
Meine Gode meint nämlich das Clickertraining sei alles schnickschnack.(=absurd, blöd usw.)


Danke nochmals.
Liebe Grüße
SabineR. + Bijou

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