Hund hasst Geschirr :: Hundeerziehung + Soziales

Hund hasst Geschirr

von ChristineHd(YCH) am 12. Februar 2001 16:18

Hallo Tina,
meine Wauwi mochte es nicht, weil er sich damit nicht wälzen konnte, weil ja der Riemen am Rücken liegt. Er mochte auch das Brustteil vom Hals ab zwischen den Beinen durch, das hab ich mal probiert, indem ich eine Leine vorne um die Brust hielt. Er verlor sofort jeden Elan.
Ich meinte nicht, daß du jetzt Halti anlegen mußt *g*
Jeden Schritt so lange üben, bis Hund positiv reagiert:
1) Also, Ich würde es so probieren: Geschirr nur zeigen, dann Hund füttern. Solange üben, bis der Hund sich bei Anblick freut.
2) Kurz über Kopf, wieder runter, Futter
3) Über Kopf, auf Rücken, Futter
4) Anziehen, ausziehen, Futter
5) Anziehen, Futter, ausziehen
6) Anziehen, Spielen, Futter, ausziehen
usw....

Aber vielleicht ist er wirklich zu sensibel dafür?
Na, alles gute Euch beiden
ChristineHd

von heidrun+C(YCH) am 12. Februar 2001 21:37

Hallo Tina!

Ob und wenn ja, warum Dein Hund ein Geschirr tragen soll, will ich hier nicht erörtern ;-) Ich möchte Dir nur berichten, wie ich meine Hündin an das ihr so verhasste Geschirr gewöhnt habe.

Sie hat Probleme mit allen möglichen Gelenken und der Wirbelsäule und es gab Situationen, in denen sie sich am Halsband schon ziemlich "ins Zeug gelegt hat", was wiederum zu einigen anderen unangenehmen Verknüpfungen führte.
Wohlgemerkt: das Geschirr verhindert werder Ziehen an der Leine noch den berühmten "Satz nach vorne" - aber es ist nicht mehr mit Schmerzen für sie verbunden und ich kann sie trotzdem leichter festhalten.

Deshalb dachte ich vor gut 1,5 Jahren, ich würde ihr etwas Gutes tun und vom Halsband auf's Geschirr wechseln. Aber die Rechnung war ohne Madame gemacht: Geschirr an, Hund Schwanz eingeklemmt, nur geduckt herumgeschlichen oder sich hingelegt.
Sie hat überhaupt Schwierigkeiten mit Berührungen am Körper und da war das Geschirr wohl "zu viel um sie herum". Wir hatten versucht, sie mit Leckerchen daran zu gewöhnen (Leckerchen frass sie zur Not auch mit Geschirr an, aber aus dem Napf z.B. schon nicht mehr), es einfach anzuziehen und mit ihr Ball zu spielen, damit sie das Geschirr um sich herum "vergisst" (und beim Ballspielen vergass meine Süsse eigentlich alles), es war nichts zu machen - sie fühlte sich einfach furchtbar unwohl damit.

Als ich vor einem 3/4 Jahr dann mit dem Clickertrainig begonnen habe, war eines der ersten Dinge, die sie lernte das Geschirrtragen. Wir haben ihr das Teil regelrecht "angeclickert":
sie trägt ein Sabro-Geschirr (siehe postings unter "Accessoires und Zubehör"winking smiley, das den Vorteil hat, dass man es dem Hund erst einmal lose über den Kopf streifen kann, um dann den Bauchgurt zu schliessen.

Hund lief frei auf dem Platz und konnte sich bewegen, wie sie wollte.
Also Geschirr umgelegt (nur über den Kopf/Hals, Bauchgurt lose hängen lassen) - sitzt ähnlich wie ein zu grosses Halsband - C&B. Lose hängendes Geschirr angefasst ohne daran zu ziehen - C&B. Bauchgurt unter dem Bauch angehoben, so dass er den Bauch gerade so berührte - C&B, Gurt wieder fallen lassen. Bauchgurt etwas mehr angehoben, so dass es sich beinahe wie beim geschlossenen Geschirr anfühlte - C&B. Wieder losgelassen. Nach ein paar kurzen "Durchgängen" Bauchgurt geschlossen, aber ganz locker - C&B.
Mittlerweile bewegte sich meine Hund auch mit Geschirr "um sich herum" ganz normal und frei. Es folgten noch ein paar kleine Übungen (sitz, touch), um sie abzulenken und dann war das Thema durch - Geschirr sass, Hund benahm sich, als ob es nie etwas anderes gegeben hätte ;-)

Das war jetzt sehr verkürzt zusammengefasst, aber alles in allem hat diese Prozedur nicht länger als eine Viertelstunde gedauert. Dazu muss ich sagen, dass ich das nicht im Alleingang sondern mit einem erfahrenen Clickerer als Trainer angegangen habe, dem ich mein Problem geschildert hatte - hier nochmals vielen lieben Dank an Rolf & Barney!
Er sagte mir damals, dass es eigentlich kein Problem sein sollte, den Hund mit Clicker ans Geschirr zu gewöhnen - aber so recht glauben konnte ich es nicht... - bis ich es selbst erlebt hatte.
Seit diesem einen Gewöhnungstraining freut sich meine Hündin wie Schneekönig auf's Geschirranziehen, denn es bedeutet (wie früher beim Halsband): es geht los!

Das ist jetzt doch recht lange geworden, aber es war mir wichtig aufzuzeigen, dass es tatsächlich auch ohne grosse Umstände und monatelanges Gewöhnungstraining möglich sein kann, einen Hund mit einem "verhassten" Geschirr so vertraut zu machen, dass es wirklich kein Problem mehr darstellt.

Ob Du Dir diese Mühe machen möchtest, ob Du das Deinem Hund "antun" willst (so kam ich mir damals beinahe vor...), ob es Dir das wert ist, wenn Du nicht wirklich darauf angewiesen bist - das bleibt Deine Entscheidung. Ich persönlich bin sehr glücklich, dass ich meine Hündin nun mit Geschirr führen kann, denn es ist für sie eine grosse Erleichterung.

Viel Erfolg und alles Gute!
heidrun+C

von Tina + Flint(YCH) am 13. Februar 2001 05:01

Hallo Tina
:
: Er hat nie schlechte Erfahrungen mit dem Geschirr gemacht, hatte schon eins mit 3 Monaten, daß er nach mehrmaligem tragen nicht mochte und wirklich depressiv war wenn er es anziehen mußte. Ich habe dann andere Geschirre anprobiert, die er ebenfalls nicht mochte.

Warum hast Du ihm denn bereits mit 3 Monaten ein Geschirr angezogen? Sollte er damit etwas ziehen?

: Hinzufügen muß ich, daß mein Hund auch den Halti nicht mag, und ich seine traurige Visage wenn ich es ihm ummachte nicht ertragen konnte, und ihn dann andersweitig das Ziehen abgewöhne.

Du hast ihm das Ziehen abgewöhnt, nun sollte er aber am Fahrrad wieder ziehen? Wie hast Du ihm das Ziehen abgewöhnt, vielleicht liegt ja da der Hase im Pfeffer?! Wenn Du mit dem Fahrrad fährst und der Hund locker an der Leine läuft, braucht er ja nicht unbedingt ein Geschirr.

Gruss
Tina + Flint

von Susan(YCH) am 13. Februar 2001 07:49

Hallo Heidrun

Ich mische mich hier jetzt kurz mit ein.

Mein Hund liebt sein Geschirr auch nicht besonders, wobei ich sagen muss wenn er es dann mal anhat ist es eigentlich kein Problem mehr. Er bewegt sich völlig normal und rennt auch herum - sprich er vergisst es einfach. Bei ihm ist das Problem wohl eher das über den Kopf ziehen des Geschirrs. Meinst Du ich könnte das auch mit dem Clicker (er kennt den Clicker bereits) hinkriegen ??

Danke und Grüssli
Susan & Urex, der leider das Geschirr auch nicht gerade liebt

von Tina(YCH) am 13. Februar 2001 08:48

Hallo!

Am Anfang hatten wir keine Probleme mit dem Geschirr, es war erst Monate später als er es nicht mehr mochte. Am Anfang hatte er kurzes weiches Babyfell... Mit der Zeit bekam er Unterwolle, so daß das Deckhaar dadurch angehoben wird, und leicht "absteht", daß lange Fell liegt also nicht am Körper an. Ich kann das Geschirr nicht anlegen ohne daß ihm das Fell an diesen Stellen an den Körper gedrückt wird... Mache ich ihm das Halsband um (es ist ein sehr breites) dann wird sich zuerst geschüttelt, um das darunterliegende Fell freizulegen. BBeim Geschirr ist das nicht möglich, es drückt am Rücken immer das dicke Fell runter. Als er dann mit 5 Monaten anfing das Geschirr zu verweigern, habe ich erst gar nicht gewußt, daß es am Geschirr liegt, aber seine Reaktionen wurden rasch heftiger... Ich habe es noch etwa 4 Wochen weiter versucht, aber er wurde immer depressiver wenn er das Ding sah. Es trat keine Besserung ein. Ich wußte schon, daß mein kleiner eine riesen Show abspielen konnte, und bin deshalb am Anfang einige Wochen hart geblieben, aber es funktionierte auch mit Härte nicht. Und einen totunglücklichen Hund wollte ich nicht haben, deshalb habe ich es nach einem Monat aufgegeben. Weil es ein Geschirr war, daß aus einfachen Nylongurten und Metallringen gemacht war, dachte ich erst es könnte irgendwo drücken, dann kaufte ich ein weiches Tourengeschirr mit Fleece, wieder 4 Wochen Konsequenz... Nach 3 Tagen verweigerte er auch das! Neulich war ich im Tiergeschäft un machte ihm ein Chow Chow Geschirr um, er fühlte sich sofort unwohl. Ich weiß nicht, wenn 4 Wochen Konsequenz nicht genug sind, dann bin ich viellleicht inkonsequent, aber ein sonst sehr aufgeweckter Hund, der traurig hinter einem herschleicht und wie ausgewechselt ist, möchte ich auf dauer nicht haben. Jedenfalls war es kein Problem der Angewöhnung im Welpenalter, weil am Anfang es monatelang gut lief.
Was meisnt du?

Gruß Tina

von Tina(YCH) am 13. Februar 2001 08:53

Hallo,

mein Hund ist leider überhaupt nicht auf Futter fixiert, für ihn ist FUtter auch keine besonderre Belohnung, so daß die Gewöhnung über Futter an verschiedenste Sachen leider ausfällt... Deshalb war clickern für uns auch immer ein Problem. Der Hund hatte am Anfang mit dem Geschirr keine Probleme, er trug es Monatelang bis sein Fell lang wurde, er Unterwolle bekam, was das Deckhaar anhebt, so daß es nicht am Körper anliegt, sondern leicht absteht. Mache ich ihm das Halsband um, dann wwerden zuerst die daruntereingeklemmten Haare frei geschüttelt, Beim Geschirr geht das durch die ganzen Riemen nicht, ein Teil bleibt immer flachgedrückt am Rücken... Ich glaube das stört ihn. Er fing erst mit ca. 5 oder 6 Monate damit an... Ich bleib 4 Wochen konsequnet, kaufte dann einweicheres bequemeres Geschirr, keinen Erflog... Auf Dauer will ich ihn mit dem DIng nicht quälen... Er ist dann so bedrückt, schleicht hinter mir her, obwoh er sonst ein sehr aufgeweckter Hund ist.
was meisnt du?
Tina

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