An alle Kleinhundebestizer :: Hundeerziehung + Soziales

An alle Kleinhundebestizer

von Anke(YCH) am 12. Februar 2001 11:46

Hallo an alle!

Ich habe mal eine Frage an die Kleinhndebesitzer unter euch.
Als ich gestern Abend spazieren ging, ist mir gleich 4 Mal hintereinander folgende Szene untergekommen. Ich sehe einen hund auf der selben oder anderen Straßenseite. Ich komme mit meinem Hund näher, und versuche dran vorbeizugehen. Als es wieder zu so einem "Anfall", wie ich das jetzt einfach mal nenne, kommt. Mein hund läuft ruhig neben mir her, und die kleinen hunde bekommen fast einen Herzinfarkt und kleefen sich die Seele aus dem leib, ohne das überhaupt irgendetwas passiert ist. Natürlich passiert das auch bei großen Hunden, mir kommen häufiger allerdings kleine Hunde unter, die dann so Abgehen. Ich kenne nur wenige kleine Hunde, die freundlich in so einer Situation reagieren und nicht so ein Theater machen. Besonders bei Westhighland Terriern ist mir dieses Verhalten besonders aufgefallen. Nun interessiert mich, ist das bei euren hunden auch so, und wenn ja , woran liegt's???
Als einen Grund sehe ich fehlende Sozialisierung im Welpenalter an, nämlich solche Leute, die ihren winzigen Hund jedes Mal auf den Arm nehmen wenn ein "großer böser Hund" vorbeikommt, und diese hunde bis sie "groß" sind kaum Kontakt zu anderen, oder zumindest größeren Hunden hatten. In diesem Sinne würde ich dieses Verhalten als Angst einstufen. Solche Angst wird im Welpenalter glabue ich auch noch bestärkt, wenn der Hund sich vor einem anderen hund fürchtet, der allerdings gar nichts tut, und man den Kleinen in dieser Situation tröstet und streichelt, anstatt ihn in Ruh zu lassen und seine Angst durch Erfahrung abbauen zu lassen. (ich setzte an dieser Stelle natürlich vorraus, daß man den großen Hund kennt, und man weiß, daß der wirklich nichts tut. Nei fremden hunden ist sowas mit Vorsicht zu genießen, aber auch dann sollte man meiner Meinung nach den hund nicht auf den Arm nehmen, sondern ganz normal an den hund an der Leine vorbeigehen...) Diese hunde sind nach meiner Erfahrung zu solchen leinen kleffern geworden, die im Schutz der Leine/Besitzer sich groß fühlen, von der Leine los allerdings das Weite suchen. Nun kann ich mir kaum vorstellen, daß ihr alle kleinhundebesitzer eure Hund so behandelt habt... Deshalb frage ich, ist soetwas auch rassebedingt, oder einfach nur abhängig von der Erziehung/Sozialisierung?
Das soll keine Diskreminierung gegenüber kleinen hunden sein, ich bin nur immer wieder überrascht, wenn ein "Kleiner" so abgeht, für nichts und wieder nichts... Deshalb interessiert es mich wodurch das kommt.

Gruß Anke

von Reini(YCH) am 12. Februar 2001 12:02

: Hallo an alle!
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: Ich habe mal eine Frage an die Kleinhndebesitzer unter euch.
: Als ich gestern Abend spazieren ging, ist mir gleich 4 Mal hintereinander folgende Szene untergekommen. Ich sehe einen hund auf der selben oder anderen Straßenseite. Ich komme mit meinem Hund näher, und versuche dran vorbeizugehen. Als es wieder zu so einem "Anfall", wie ich das jetzt einfach mal nenne, kommt. Mein hund läuft ruhig neben mir her, und die kleinen hunde bekommen fast einen Herzinfarkt und kleefen sich die Seele aus dem leib, ohne das überhaupt irgendetwas passiert ist. Natürlich passiert das auch bei großen Hunden, mir kommen häufiger allerdings kleine Hunde unter, die dann so Abgehen. Ich kenne nur wenige kleine Hunde, die freundlich in so einer Situation reagieren und nicht so ein Theater machen. Besonders bei Westhighland Terriern ist mir dieses Verhalten besonders aufgefallen. Nun interessiert mich, ist das bei euren hunden auch so, und wenn ja , woran liegt's???
: Als einen Grund sehe ich fehlende Sozialisierung im Welpenalter an,

Hallo Anke, da du u. a. auch Westies ansprichst hier meine Erfahrung.
Sicherlich hast du recht, dass viele kleine Hunde die großen Hunde anmachen und kläffen wie die Wilden. Aber folgendes möchte ich dazu beitragen. Ich habe auch einen Westie. Einen superfreundlichen sogar der alle Menschen mag und alle Hunde mochte bis....jetzt kommt es.
Wir waren in der Welpengruppe, Jugendgruppe und haben die BH gemacht.
Einmal geschah es auf der Wiese beim Freilauf dass ein Dobermann sich auf ihn stürzte, meiner legte sich sofort auf den Rücken, nur der Dobermann ließ nicht mehr von ihm ab. Ein anderes Mal war es ein Münsterländer, das gleiche Spiel, beide Hunde ließen bei Abruf der Frauchen nicht ab. Dann waren es mal zwei Schäferhund aufeinmal. Meiner legte sich wieder auf den Rücken allerdings rief der Mann seine Hunde zurück und sie kamen auch sofort. Gottseidank ist in keinem Fall was schlimmes passiert. Allerdings......meiner hat seitdem Angst vor verschiedenen großen Hunden. Bei Freilauf düst er ab, an der Leine fängt er nun an sie anzukläffen. Das war leider vor diesen Vorfällen nicht so. ALso bedenke es hat nicht immer was dem Fehlen der Sozialisierung zu tun. Es kann auch einfach schlechte Erfahrung sein und dies wieder aus dem Hund herauszubekommen dauert sehr sehr lange wenn es überhaupt klappt.
Gruss Reini

von Anke(YCH) am 12. Februar 2001 12:13

hallo, danke für deine Antwort,

ich kenne auch einen einzigen Westie, der sich "normal" verhält, der ist auch super-freundlich, so daß ich an ihm sehe, daß es auch anders geht, und frage mich warum geht es bei den meisten nicht so. Sicherlich ist es oft so, daß andere hunde (besitzer) deneigenen Hund versauen... Gestern zum Beispiel (mein Hund ist 15 Monate alt) Da greift so ein kleiner Hund meinen von der Flexileine aus an. Mein Hund ist normalerweise super-freundlich, ihm ist das jetzt allerdings schon mehrmals (nicht nur mit kleinen Hunden) passiert, so daß er jetzt manchmal komisch reagiert wenn sowas passiert. Nach dem der Kleine weggezogen wurde fing meiner an zu knurren, ich war erstaunt, weil ich meinen Hund bisher nur ganz selten knurren hören habe (nur dann wenn wir an dem haus vorbeigehen wo ein hund wohn, der ihn mal gebissen hat). Nun habe ich auch etwas Angst, daß mein hund durch solche Hunde vielleicht sich irgendwann nicht merh mit andern Kleinen versteht. Ich habe ihn sofort zurech gewiesen, er hörte dann auch auf, aber die Besitzerin des kleinen hundes bestrafte Ihren für die Attake nicht, wie soll der Hund dann lernen, daß es nicht in Ordnung war??? Was mich auch stört, dazu gehörst du nicht (zum Glück): Die Leute die sich einen kleinen Hund anschaffen, weil sie meinen, den müßte man nicht erziehen... Sie dürfen alles, kennen noch nicht mal die Grundkommandos, und laufen nur an der FLEXI! Naja, vielleicht komme ich dem Geheimnis ja noch auf die Spur, warum kleine Hunde so oft agressiv sind... ich bin der Meinung es liegt zum großen Teil am Besitzer.

Gruß, Anke

von Birgit(YCH) am 12. Februar 2001 12:19

Hallo Anke,

leider kann ich meinem Vorredner nur recht geben. Meine Hündin (40cm Höhe) hatte früher auch keine Angst vor den Großen. Wir haben Weplenprägung hinter uns, Hundeplatz etc. Aber dann kam die Zeit, in der wir mind. einmal in der Woche einen größeren Hund trafen (meist Hündinen), die sich ohne Vorwarnung auf sie stürtzen -teilweise so heftig, daß ich dazwischen ging, um Bisse zu verhindern-. Bei meiner Hündin wurde es dann so schlimm, daß sie, wenn nicht an der Leine wirklich "schreiend" zwischen meine Beine lief. Sie war dann kaum zu beruhigen (nein, ich habe sie nicht auch noch mit Streicheln o.ä. bestätigt). Diese Verhalten forderte dann leider die Großen auf eher noch weiter zu machen. Es hat mich Wochen gekostet dieses Verhalten wieder in den Griff zu bekommen und daher ärgert es mich heute um so mehr, wenn wir wieder mal einen dieser Rülpel treffen. Na ja, jedenfalls macht sie heute kein Getöse mehr, aber ich glaube kaum, daß sie im Verhalten gegenüber den Großen noch mal so wird wie früher.

Grüße Birgit

von Petra Hofmann(YCH) am 12. Februar 2001 12:36

Hallo Anke,dadurch ,dass du besonders schlecht auf die Westies zu sprechen bist,muss ich gleich reagieren.Ich selbst besitze zwei Westie-Rüden.Sie sind sehr temperamentvoll wie jeder Westie,doch wurden sie von anfang an dazu erzogen,grössere Hunde zu aktzeptieren und sie nicht anzukläffen.Aber was man auf den Strassen an grösseren Hunden sieht...
unfolgsam,das Herrchen hängt an der Leine wie eine Feder und kann seinen Hund nicht bändigen.Ständig habe ich Angst,dass sich solch ein Rülpel mal losreisst und sich auf meine beiden stürzt.Dann noch die Kommentare der Besitzer"Unserer langt nur einmal zu,dann sieht man nur weisse Flocken"Ich will jetzt nicht alle über einen Kamm scheren,um Gottes willen.Es gibt auch vernünftige Hundehalter.Wenn wir unterwegs sind und begegnen grösseren Hunden,dann liegen beide erst mal flach(beobachten)dann wird sich gefreut und gewedelt.Bei Hunden,die sie kennen ,ist es gleich die grosse Freude.Doch oftmals ist es so,dass die Grösseren Hunde ausrasten,wenn sie meine beiden sehen.Was ich damit sagen will,es ist alles eine Erziehungsfrage,für grosse Rassen ebenso,wie für die kleineren Rassen.Viele Grüsse Petra

von susan(YCH) am 12. Februar 2001 12:18

hi anke,
mein chihuahua verhält sich im freilauf fremden hunden gegenüber völlig normal und einwandfrei, an der leine dagegen flippt er aus. er hat dieselbe sozialisierung und erziehnung genossen wie meine mittelgroße, ältere hündin, trotzdem scheint bei ihm die leine als verstärker von agression gegenüber fremden hunden noch viel, viel stärker zu wirken als beispielsweise bei meiner hündin. keine ahnung, woran das liegt... ich finds auch peinlich... *g* wollt damit sagen, dass nicht unbedingt jeder kleine kläffer an der leine ein schlecht sozialisierter schoßhund sein muss...
susan

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