Hund aus Spanien ? :: Hundeerziehung + Soziales

Hund aus Spanien ?

von Attila(YCH) am 16. Februar 2001 12:54

Zu unterstellen, dass diese Tierschützer Hunde extra für Deutsche einfangen und Geld damit verdienen - ist für mich eine Frechheit.


Hi Dany,

nichts gegen Deinen Hund, aber es ist leider so - auch wenn das das sentimentale Weltbild deutscher Tierfreunde zum Einsturz bringen sollte. Aber so sind wir eben - Hansdampf in allen Gassen, nur das häusliche Elend wird übersehen.

Gruß, Attila

von Nele(YCH) am 16. Februar 2001 13:07

Hi Me,

für mich ist es auch ein himmelweiter Unterschied ob man sich vor Ort in ein Tier verliebt und feststellt: das ist MEIN Hund oder aber ob man sich einen Hund einfliegen lässt den man gar nicht kennt.
Ich habe selbst festgestellt das es bei Tieren sehr wohl die Liebe auf den ersten Blick gibt (vielleicht lässt man sie bei Tieren ja auch einfach nur eher zu) und hätte ich bei Cisko nicht das Gefühl gehabt das ist MEIN Hund, dann hätte ich wohl jetzt eher gar keinen HUnd.
Wenn DEIN HUnd in dem Tierheim in dem du arbeitest nicht dabei war und du ihn zufällig in Thailand gefunden hast, dann kann ich gut verstehen das du ihn auch mitgenommen hast.
Manchmal muss man eben ein wenig suchen um DEN RICHTIGEN HUnd für sich zu finden und das Einfliegen von HUnden aus Südeuropa kommt mir manchmal sehr wie eine "Katalogbestellung" vor die unter dem "Deckmäntelchen" von : ich helfe hier den armen Hunden die sonst sterben würden, aufgegeben wird anstatt einfach mal nach Rechts und Links zu schauen.

Liebe Grüsse Nele.

P.S. Habe deinen Bär schon im Album gesehen und kann gut verstehen das du dich in ihn verleibt hast.

von Attila(YCH) am 16. Februar 2001 12:56

: Ich begreife das nicht, wir haben in Deutschland gute Tierheime, die gute Arbeit leisten. Wieso sollte man dann einen Hund von Spanien holen. Das dir der Hund von Spanien, besonders leid tut, weil dieser schlechter gehalten wird als einer in Deutschland ist kein Argument. Denn sonst müsste ich auf jedem Markt in Spanien, ein paar Hunde kaufen und diesen ist dann auch nicht geholfen, da immer wieder neue nach rutschen.
: Die Spanier sollen ihr Problem selber lösen, in dem wir ihnen die Hunde abkaufen, findet bei denen auch keine Veränderung im Verhalten und zur Einstellung zum Tier statt. Erst wenn sie merken, dass das Problem nicht mehr haltbar ist, werden Vorstösse kommen, damit sich was ändert.


Hallo Paul,

vollkommen richtig gesprochen.

Gruß, Attila

von Petra & Shadow(YCH) am 16. Februar 2001 13:20

Hallo Corinna,

meine Mutter hat ihren jetzigen Hund auch aus Spanien. Ich habe sie ihr sozusagen aus dem Internet, per Foto und Beschreibung, ausgesucht, da ich wußte was sie für eine Vorstellung hat. Wir waren auch in zig TH hier in Deutschland, aber es ist sehr schwer eine kleine Mischlinghündin, die auch noch nicht 8 Jahre und älter ist zu finden (da der Hund meiner Mutter starb, hatte sie Angst davor bei einem Älteren ihn auch bald wieder zu verlieren). Das muß man akzeptieren.
Ich habe dann per Mail mit dem AP Kontakt aufgenommen und es gingen einige Mails hin und her. Als wir uns dann tatsächlich für sie entschieden hatten, kam eine Delegierte für unseren Bezirk vorbei und führte noch ein Gespräch mit uns, von wg. Vorstellungen die wir haben, Hundekenntnis und wohnliche Gegebenheiten. Ich muß sagen, alle die zu dem spanische TH gehörten haben sich unwahrscheinliche Mühe geheben. Die kleine Hündin kam dann per Flugzeug angereist, war in der zwischenzeit auch noch kastriert worden, geimpft, gechipt und auf Leishmaniose etc. getestet.

Meine Mutter hat sie jetzt bereits 5 Monate und ist total glücklich mit ihr, sie ist ein suuuper Hund. Sie und ich haben immer noch regen Kontakt zu dem spanischen TH und der Delegierten. Sie hätte nie alleine mit möglichen Problemen gestanden, die Betreuung war und ist klasse.

Wenn Du keine unmöglichen Erwartungen an den Hund hast und offen für evtl. "Macken" bist, die der Hund möglicherweise hat - sprich ihn bei Problemen, die auftauchen können nicht gleich wieder zurückgibst, finde ich es eine gute Sache so einem armen Hund eine Chance auf ein besseres Leben zu geben.

Mein Shadow ist auch Spanier, allerdings ist er aus einem deutschen TH, das Hunde über das Deutsche Tierhilfswerk aufnimmt.

Laß Dich von negativen Meinungen nicht verunsichern, die Tierliebe soll/darf nicht im eigenen Land enden.

Petra & Shadow

von Sabine+spike(YCH) am 16. Februar 2001 14:08

Hallo Ingrid,

es geht nicht darum, daß ich Hunde aus Spanien diskriminiere,sondern um die Massen von Hunden aller Rassen und Mischung (nicht nur Listenhunde) die hier in Deutschland in den Tierheimen sitzen.

Ich bin auch durchaus nicht dagegen, daß man den Tierschutz in Südlichen Ländern unterstützt, aber doch lieber auf die Art Hilfe zur Selbsthilfe.

Ich will hier aber durchaus niemanden niedermachen, der sich in solch einen Hund verguckt hat und mit ihm glücklich ist. Aber mal ehrlich sein, wäre es nicht doch so, daß derjenige, der einen Hund aus dem Süden hat, sich doch hier einen geholt hätte, wenn es nicht die Möglichkeit geben, diese Hunde zu adoptieren???

Aber gerade im Moment, fehlt mir auch etwas die Anwesenheit oder der Aufschrei dieser Tierschützer zu dem Hundeelend, welches sich hier in Deutschland auftut und schon da ist. Gerade heute ist es mal so eben amtlich geworden, daß 49 Hunderassen von Einfuhr, Zucht und Haltungsverbot belegt worden sind, wo bleibt denn nun da der Aufschrei???

Wie sieht es wohl in einigen Monaten in den Tierheimen aus? Glaub wirklich noch jemand, daß es hier keine Massenweise Tötungen von Hunden geben wird??? Und wann kommt hier der wirkliche Aufschrei dazu??

Aber wie gesagt Ingrid, ich meine auch nicht Dich persönlich und ich freue mich auch, daß Deine Sina ein tolles Zuhause gefunden hat.

mfg
sabine+spike

von Gaby(YCH) am 16. Februar 2001 14:56

Hallo sabine,

: Ich bin auch durchaus nicht dagegen, daß man den Tierschutz in Südlichen Ländern unterstützt, aber doch lieber auf die Art Hilfe zur Selbsthilfe.

So sehe ich das auch. Das Elend zu verlagern und die Hunde aus dem Land zu karren, wird nichts an der Einstellung der Menschen dort zu den Hunden ändern.


: Aber gerade im Moment, fehlt mir auch etwas die Anwesenheit oder der Aufschrei dieser Tierschützer zu dem Hundeelend, welches sich hier in Deutschland auftut und schon da ist. Gerade heute ist es mal so eben amtlich geworden, daß 49 Hunderassen von Einfuhr, Zucht und Haltungsverbot belegt worden sind, wo bleibt denn nun da der Aufschrei???


Ich habe vor einigen Tagen von der Arche Noah eine Mail mit der Bitte um Unterstützung und Spende für spanische Hunde erhalten - ich hab eine wütende Antwort geschrieben, das ich leider kein Geld und keine Zeit für diese Hunde erübrigen kann, weil ich schon genug im Kampf für die hiesigen Hunde investiere, weil sich hierfür anscheinend keiner der Tierschützer interessiert.


Wer einen Hund mitbringt, sich in einen Spanier etc. verliebt, wenn er bereits hier ist etc., finde ich durchaus in Ordnung.
Aber aus katalogen Hunde aussuchen, die dann eingeflogen werden, wie es eine Kollegin gemacht hat, finde ich nicht so toll.

Die Tierhilfe Jülich hat mal einen tollen Fall kurz vor Weihnachten gehabt: Tierschützer haben eine ach so arme Hündin mit Welpen nach Deutschland gebracht, weil sie dort schlechte Überlebenschancen hatte.

Soweit kann ich das ja verstehen - aber hier wurde die Hündin ins Tierheim verfrachtet, weil in der Hektik kein Platz für die Hündin gefunden wurde bzw. die Tierschützer das vertrauensvoll dem Tierheim überlassen haben.

Ist so etwas wirklich sinnvoll?

Keine Frage, es ist grausam, was da abgeht - aber, auf einigen Inseln, wie z.B. Mallorca, gibt es Hunde, die dort von Deutschen angeschafft werden, während sie dort überwintern. Und geht es zurück nach Deutschland, wird der Hund sich selbst überlassen.

Sinnvoller in meinen Augen ist wirklich eine Bekämpfung des Elends vor Ort, Aufklärung und Unterstützung.

Aber wer sich bewußt für einen Hund aus den südlichen Ländern entscheidet, sollte wenigstens mal über das hausgemachte Elend vor der eigenen Haustür nachdenken.

Grüßlis, Gaby

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