gemeinsam sind wir unausstehlich. :: Hundeerziehung + Soziales

gemeinsam sind wir unausstehlich.

von Anja und Hermann(YCH) am 03. März 2001 10:57

Hallo zusammen,
eine Bekannte von mir hat einen zur Zeit ziemlich zickigen 2-jährigen Westi. Ich weiß nicht ob der seine Pubertät erst jetzt auslebt, auf jeden Fall meint er, er ist der größte und knurrt erstmal jeden an. Er vesucht anscheinend auch seine Position in seinem Rudel zu verbessern, denn was Frauchen will, will Hund noch lange nicht. Allerdings ist das eigentlich nicht das große Problem, denn sie versucht schon sehr konsequent zu bleiben und ihm das nicht zu erlauben (hat sie allerdings vorher nicht so konsequent getan).

Lange Rede..... das Problem dabei ist folgendes:

Wir gehen öfferts zusammen durch den Park. Die Hunde kennen sich seit ca. 15 Monaten. Ich habe einen 2-jährigen kastrierten Labbi von der Sorte, wo ist mein Ball, und macht bloß keinen Streß:-) Die Beiden spielen nicht miteinander, aber trotten gemeinsam durch die Gegend.
Nun passierte gestern folgendes. Wir trafen Hermanns "Verlobte" . Eine 7 Monate alte Labbi Hündin. Die beiden spielen oft zusammen und mögen sich anscheinend sehr. Nun spielten alle drei, und der Westi lief immer mit und versuchte die Hündin an den Ohren zu ziehen. Irgendwann eskalierte das (keiner weiß warum) und die zwei Rüden meinten wohl der jüngeren zu sagen wo es langgeht. Keiner hat sie gebissen, aber sie lag quietschend auf dem Rücken und die Beiden hörten und hörten nicht auf.
Ich hatte den Eindruck als schaukelten sie sich hoch.
Beide ließen sich nicht abrufen (ich hätte meinen erwürgen können).
Die ganze Szene war so in 50m entfernung. Irgendwann kam meiner dann endlich und ich habe ihn dann sofort platz machen lassen und ignoriert.

Der Westi wurde eingefangen und mußte dann auch Platz machen. Fing aber hinterher wieder an zu stänkern. Diese Situation ist auch schon mal mit anderen Hunden passiert, aber immernur wenn die Beiden zusammen sind. Einzeln kein Thema aber im Doppelpack....Ich möchte natürlich nicht das irgendwann mal wer verletzt wird, oder das der Westi mal seinen Meister trifft und Hackfleisch aus ihm macht.

Ich würde eigentlich gerne von Euch wissen wie man das ganze unterbinden kann, den wir möchten gerne weiterhin zusammen gehen.
Und wie sollte man den Hund strafen wenn er nicht kommt oder man ihn sogar "abholen" muß.

Vielen Dank für Eure Antworten sagen
Anja und Hermann

von Alexandra(YCH) am 03. März 2001 11:04

hi du,

ist das bei allen hunden denen sie begegnen so oder nur bei der einen hündin???

soweit ich mitbekommen habe sind das noch sehr junge hunde sozusagen jugendliche in den flegeljahren

das kommt schon vor das es da mal zu sowas kommt,
ich würd mal vorerst nicht wirklich was tun sollte es schlimmer werden würd ich aber zu einem beißkorb raten!
es kommt halt drauf an man muss abschätzen können wie der eigene hund reagieren würde!
solltest du bedenken bekommen das es mal ernst werden könnte würde ich sie zu zweit mit korb laufen lassen!
aber ich denke es legt sich wieder

vorallem weils bei einer hündin war und nicth rüde gegen rüde bin ich mir sicher das sich das ganze wieder legt

lieben gruß

alex

von ChristineHd(YCH) am 03. März 2001 12:28

Hallo Anja und Hermann (süßer Name übrigens:-)
was da jetzt genau abgelaufen ist, kann ich so jetzt narürlich auch nicht sagen.
ich denke eher, der Westie wird erwachsen, fühlt sich mit Hermann stark und zieht ihn quasi mit. Öfter ein Problem bei zwei Hunden, daß sie sich "zusammenrotten".
Was würde ich tun:
1) Niemals bestrafen, wenn Dein Hund dann endlich doch kommt, also auch KEIN PLATZ ODER IGNORIEREN. Es muß immer toll sein, zu dir zu kommen, nur so hast Du auf Dauer Erfolg. Also dennoch, auch wenns schwer fällt, den Hund belohnen, Hermann zB mit einem tollen Spiel. "Hier" soll nicht so sein, "Du mußt kommen", sondern, "Komm, wir zwei sind gemeinsam unterwegs".
Etabliere besser ein Abbruchsignal, zB meiner hört auf "Schluß", auch mitten in einer Rauferei, dann bricht er ab. Dann mein "ja gut" und "Hier", das Hier wird besonders belohnt, weils ja auch besonders schwer war zu kommen.
Wenn Du Hermann abholen mußt, kommentarlos anleinen, eine kleine Übung verlangen und loben. Sonst erziehst du dir uU einen Hund, der sich nicht mehr einfangen läßt, weil er weiß, daß er dann geschimpft/gestraft wird.
Als Vorbeuge: Nicht beide Hunde gleichzeitig zu einem Hund lassen, erst den einen, ist das ok, dann den anderen. Beim Spiel darauf achten, daß es sich nicht hochputscht, wird es zu wild, Hunde abrufen, beruhigen lassen.
Läuft der Westie in Fegermanier mit, also eher stänkernd, dann nicht mit"spielen" lassen. Besitzerin soll dann besser erst mal üben, daß ihr Hund auch in Ablenkung folgt.
Ich hoffe, daß hat Dir etwas geholfen, reagiere jetzt nicht überbesorgt, aber zwei Hunde sind manchmal was anderes als ein Hund. Ich denke, wenn ihr die kleinen Regeln beachtet, steht weiteren gemeinsamen Spaziergängen nichts im Wege.
PS. Das quietschen der Hündin muß nicht unbedingt Schmerz gewesen sein, sondern kann auch Angst gewesen sein. Versuche, dich abunzu wieder allein mit ihr zu treffen, damit sie wieder Vertrauen hat, sollte das nun verloren gegangen sein.
Liebe Grüße
ChristineHd

von Anja und Hermann(YCH) am 03. März 2001 16:15

Hallo Christine

: Hallo Anja und Hermann (süßer Name übrigens:-)

Man dankt:-))
vielen Dank für Deine Antwort.

:, fühlt sich mit Hermann stark und zieht ihn quasi mit. Öfter ein Problem bei zwei Hunden, daß sie sich "zusammenrotten".

So in etwa habe ich das auch schon vermutet.

:Es muß immer toll sein, zu dir zu kommen, nur so hast Du auf Dauer Erfolg. Also dennoch, auch wenns schwer fällt, den Hund belohnen, Hermann zB mit einem tollen Spiel. "Hier" soll nicht so sein, "Du mußt kommen", sondern, "Komm, wir zwei sind gemeinsam unterwegs".

Das ist ja manchmal gar nicht so leicht, eigentlich würde ich ihn lieber "würgen" :-))

: Etabliere besser ein Abbruchsignal, zB meiner hört auf "Schluß",

Ich werde jetzt unterwegs öfer mal Platz aus der Bewegung üben, hoffe das es dann auch bei Ablenkung befolgt wird
.
:Als Vorbeuge: Nicht beide Hunde gleichzeitig zu einem Hund lassen, erst den einen, ist das ok, dann den anderen.

Einzeln ist das ja meisten kein Problem, mit der Hündin haben sie bestimmt 10 minuten gespielt, bevor es losging.
Jedenfalls danke, ich werde die Tips mal ausprobieren, und auch an meine Bekannte weitergeben.

: PS. Das quietschen der Hündin muß nicht unbedingt Schmerz gewesen sein, sondern kann auch Angst gewesen sein.

War es sicher, aber ich finde es für einen Junghund immer nicht so prickelnd wenn man sich schon ergibt und die anderen doofen dann nicht aufhören.

Liebe Grüße zurück
Anja und Hermann

von Jana L + P(YCH) am 03. März 2001 16:45

Hallo Anja,

mein erster Gedanke dazu war, dass ihr hättet viel eher eingreifen können, wenn sich das ganze nicht in 50 (!) Meter Entfernung abgespielt hätte. Vielleicht sollten die beiden erstmal lernen, dass 10, maximal 20 m Entfernung das höchste von euch akzeptierte ist. Das mit dem gegenseitig Hochschaukeln habe ich auch schon erlebt. Allerdings bei Hündinnen (anfangs auch Spiel, dann schnappen); die haben auch nichts mehr mitbekommen. Besitzer hat eine Kette nach seiner Hündin (die, die angefangen hat) geschmissen, dadurch kam sie wieder zu Bewusstsein, und er konnte sie ganz normal abrufen. Kette schmeißen geht natürlich nicht bei der von dir genannten Entfernung.

Liebe Grüße - Jana, Lab Liza & DSH-Mix Plastic

von ChristineHd(YCH) am 03. März 2001 16:55


:
: Das ist ja manchmal gar nicht so leicht, eigentlich würde ich ihn lieber "würgen" :-))
Ja, das kenn ich schon auch, aber es ist halt falsch:-) Da muß man durch, es lohnt sich.
Liebe Grüße
ChristineHd


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