Hilfe! Leinenagressivität! :: Hundeerziehung + Soziales

Hilfe! Leinenagressivität!

von Clara(YCH) am 10. März 2001 14:28

Hallo an alle!

Ich besitze einen 2jährigen Mischlingsrüden (Vorfahten unbekannt, da ist alles drin ;-) ), der an der Leine gegen andere Rüden eine deutliche Leinenagressivität entwickelt hat.
Wenn wir anderen Rüden an der Leine begegnen, hängt er sich in die Leine und fängt das kläffen an wie blöde, ich kann ihn dann auch nicht mehr beruhigen, keine Ablenkung, nichts hilft.
Wenn er unangeleinten Rüden begegnen verhält er sich neutral, d.h. er macht meist einen Bogen und kläfft nicht oder sonstiges, er zieht eher mal den Schwanz ein. Wenn er frei läuft und ein anderer Hund ist angeleint bellt er auch. Normalerweise hänge ich meinen Hund sofort an, wenn ich einen angeleinten Hund treffe, ist ja selbstverständlich, aber neulich ist uns ein anderer freilaufender Rüde begegnet, ich hab meinen hingelassen und als meiner dort war hängt der andere seinen Hund urplötzlich an und im selben Moment legt meiner los. Er umspringt dann den Hund in ca. 1 Meter abstand keifend und hört erst beim dritten rufen. Normalerweise hört er super, ist immer abrufbar, nur wenn wir angeleinte Rüden treffen ist alles aus :-(
Die Trainerin in unserer Hundeschule (wo er sich übrigens vorbildlich verhält) hat mir ausdrücklich versichert, dass es sich um Unsicherheit handelt (sie hat mal mit uns einen Spaziergang gemacht und hat sich das angeschaut).
Jetzt hoffe ich, dass ihr mir helfen könnt.
Wie kann ich ihm die Leinenagressivität aberziehen, in der HS sagen die Leute immer nur "mach dich für ihn interessanter", aber in dem Moment bring ich das nicht fertig.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen!!!!!!!

Tschau, Clara

von bibi(YCH) am 11. März 2001 01:11

Hallo Clara,

ich habe gerade das Problem mit einer RS-Hündin. Sie gehört einer Bekannten von mir und wir machen zusammen Training, da sie erst vor drei Wochen zu ihr gekommen ist. Die Hündin ist schon knapp zwei Jahre und hat leider bis jetzt keinerlei Erziehung genossen.
Als wir zum ersten Mal trainieren wollten, da sind wir auf dem Weg auch einem angeleinten Hund begegnet. Die Hündin ist völlig abgedreht. Sowas hatte ich noch nie erlebt. Meine Bekannte konnte sie kaum an der Leine halten. Wir haben dann ein bißchen Fuß-Training und Sitz-Training gemacht. Auf dem Rückweg sind wir wieder einem Hund begegnet, der genauso einen Alarm gemacht hat, wie sie auf dem Hinweg. Wir haben sie dann abgesetzt und mit Würstchen (Lieblingsleckerlies) auf uns fixiert. Dabei haben wir sie die ganze Zeit gelobt, wenn sie uns angeschaut hat. Das hat voll super geklappt!!! Zur Vorsicht hatten wir sie diesmal nicht an der Leine, sondern am Halsband festgehalten.
Inzwischen, das ist eine Woche her, läuft die Hündin bei uns im Park an vielen Hunden an der Leine vorbei und sagt keinen Ton und baut sich auch nicht auf.

Hast Du es mal mit Wurfketten-Training probiert?? Hat er kein Lieblingsspielzeug?? Wie sieht es mit Leckerlie aus??
Ein bißchen traurig, daß die Dir in der HS keine Tips geben können, wo sie Euch ja in Aktion erlebt haben!!

Bibi

PS: Wenn Du das nächste Mal auf einen freilaufenden Hund triffst, der angeleint wird, dann ruf dem Besitzer zu, daß er den Hund bitte losmachen möchte. Die meisten haben Verständnis dafür, wenn Du es hinterher kurz erklärst!!

von Clara(YCH) am 11. März 2001 07:13

Hallo!

Danke für deine Antwort.
Toll, dass es bei euch mit der Hündin so super geklappt hat.
Spielen tut er leider außerhalb nicht so gern, also auch kein Lieblingsspielzeug :-( Verfressen ist er schon, aber wenn ein Rüde kommt, dann ist ihm das Wienerle egal :-(
Ich versuche schon immer auszuweichen auf die Wiese und seinen "Toleranzabstand" auszutesten und ihn dann auf mich zu kozentrieren, das klappt auch ganz gut, aber immer kann man halt nicht ausweichen und dann hab ich so das Gefühl, dass alles wieder von vorn losgeht :-(

Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für mich....

Tschau, Clara


von Amelie(YCH) am 12. März 2001 13:43

Hallo, Clara !
Bei den meisten Hunden klappt es erstmal besser, wenn Du nicht vorbeilaufen willst, sondern stehenbleibst und den anderen Hund vorbeigehen läßt. Also fremder Hund kommt - Du läßt Deinen Sitz machen, dabei lobst Du ihn ohne Ende, hälst ihn am Halsband, aber nicht zu fest, sonst merkt er, daß Streß im Anmarsch ist, wedelst mit dem ultimativen Superleckerli vor seiner Nase herum, dabei mußt Du darauf achten, daß sein Kopf von dem anderen Hund weggedreht ist. Gib ihm ruhig mehere Leckerlis, bis der andere Hund weit genug vorbei ist, dann gehst Du normal weiter. Du kannst auch noch eine andere kleine Unterordnunsgübung anschließen, damit er nicht die Sitz-Übung mit Leinenstreß verknüpft. Wenn Du das gut hinbekommen hast, kannst Du's mit bei-Fuß-vorbeilaufen üben. Gleiche Prozedur : rechtzeitig bei Fuß (bevor er den anderen erblickt hat, sonst klappt es nicht mehr), Kopf zu Dir hin, mit Leckerli wedeln, looooben :-)), lange genug warten, bis der andere Abstand hat, dann mit Auflösekommando wieder laufenlassen. Das ganze ruhig auch einfach so ohne fremden Hund öfter üben, damit er mit der Übung nicht "aha, fremder Hund in Anmarsch" verbindet. Ach ja, und erstmal so üben, wenn der fremde Hund auf der anderen Straßenseite ist (norfalls Seite wechseln). Auf der gleichen Seite ist dann sozusagen die "Kür" des Übungsprogrammes, das kannst Du erst machen, wenn die anderen Versionen klappen. Ich kenne das Leckerli-Problem übrigens gut, meiner interessiert sich auch für keine Leckerlis mehr, wenn's etwas richtig Wichtiges für ihn gibt ! Viele Grüße, Amelie

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