Auf Pfote gestanden :: Hundeerziehung + Soziales

Auf Pfote gestanden

von Monika(YCH) am 19. März 2001 14:23

Hallo

Mir ist gestern etwas ganz dummes passiert: Ich war mit der Hündin meiner Nachbarin spazieren und habe zwischendurch ein Bischen Sitz, Platz, Bleib und Komm, etc. geübt. Sie hat das alles toll gemacht und darum wollte ich als Belohnung mit ihr herumtoben. Ich habe mich dabei so dumm angestellt und bin der Hündin voll auf die Pfote gestanden und beinahe über sie hinweg gestürzt.

Sie hat natürlich laut aufgeschrien, ist weggelaufen, zurückgekommen, wieder weg und so. Ich glaube, sie war völlig verwirrt. Ich habe sie dann in die Arme genommen und getröstet. War das richtig? Man soll ja unerwünschte Reaktionen nicht mit streicheln bestärken, aber wenn sie Schmerzen hat und das zeigt ist das ja eigentlich kein Fehlverhalten.

Wir sind dann weitergegangen und haben noch ein Bischen geübt, um sie abzulenken. Sie hat mitgemacht und auch nicht gehinkt, ist aber nicht mehr in meine unmittelbare Nähe gekommen.

Was hättet Ihr an meiner Stelle gemacht, ignoriert, getröstet? (Ich war wohl ebenso geschockt wie der Hund, vielleicht brauchte eher ich den Trost.)

Grüsse
Monika L.

von Doris(YCH) am 19. März 2001 16:07

Hi Monika,
tja so ist das leben. unangenehme dinge passieren. auch ich neige manchmal noch dazu mich bei meinem hund zu entschuldigen wenn er seine pfote unter meinen fuß stellt (so ein Quatsch).
Aber man sollte solche gegebvenheiten absolut ignorieren und so tun als wär nix gewesen.
direkt danach aber was ganz tolles anfangen, spielen oder leckerli usw.
dann sind die "Bösen Geister" schnell vergessen.
Unser hunde hatte nämlich glerent, das eine hinkende pfote aufmerksamkeit bringt (vorher war nix gewesen).
Ich bin mit ignorieren immer gut gefahren.
Kann natürlich sein das aufgrund deiner beziehung zum Hund (bist ja nicht der Halter und sein "chef"winking smiley sich die sache etwas andersverhält und er dich erstmal ein bißchen meidet, aber du kannst dich ja wieder "schmackhaft" machen.
Grüße Doris

von Marina(YCH) am 19. März 2001 16:32

Hallo Monika!
:
: Wir sind dann weitergegangen und haben noch ein Bischen geübt, um sie abzulenken. Sie hat mitgemacht und auch nicht gehinkt, ist aber nicht mehr in meine unmittelbare Nähe gekommen.

Meine laienhafte Deutung des Vorfalles: Der Hund war wohl irritiert, daß von Dir Schmerzen ausgehen. Wahrscheinlich bist du jetzt unter "Ganz nett, aber zu grobmotorisch" bei ihr eingeordnet.

: Was hättet Ihr an meiner Stelle gemacht, ignoriert, getröstet? (Ich war wohl ebenso geschockt wie der Hund, vielleicht brauchte eher ich den Trost.)
:
Ich habe mal gehört, daß Hunde mit Mitleid nix verbinden. Wenn ich Meiner (Spitzname: Fußangel) mal auf die Pfoten trete, spiele ich sofort Bällchen mit ihr, ohne sie zu trösten oder auf ihre Blessur einzugehen. Wenn einmal etwas Schlechtes (Pfotenweh, Schreck) von mir kommt, kommt gleich ganz viel mehr Gutes (Bällchenwürfe) von mir.

Tröstende Grüße
Marina

von Christa(YCH) am 19. März 2001 18:07

Hallo Monika,
ich glaube, daß unsere Hunde viel mehr verstehen, sich viel mehr in uns hineinversetzen können, als gemeinhin angenommen wird.
Wenn ich, was leider auch schon öfter vorgekommen ist, meiner Strolchi beim Spiel wehtue, auf die Pfote trete (einmal sogar auf eine verletzte, verbundene), dann mache ich es genau wie Du: Ich tröste sie, nehme sie in den Arm und erzähle ihr, daß ich das doch nicht gewollt habe.

Sie reagiert genau so, als ob sie begreift, was ich sagen will, und anschließend können wir wieder fröhlich weitertoben.

Sie selbst macht es übrigens nicht anders (ja, ich weiß, jetzt kommt sicher Kritik; Erklärungen über unterwürfiges Verhalten und dessen Bedeutung). Wenn sie mir wehtut, nach dem Ball schnappt, aber mal meinen Finger erwischt und ich jaule auf, dann "tröstet" sie mich leckend und wedelnd, und auch danach wird weitergetobt.

Wir sollten nicht nur klugen Büchern und verhaltenstherapeutischen Ratschlägen folgen, sondern auch unserem Gefühl trauen

Liebe Grüße, Christa

von Sylle(YCH) am 19. März 2001 19:28

:
(ja, ich weiß, jetzt kommt sicher Kritik; Erklärungen über unterwürfiges Verhalten und dessen Bedeutung

Bevor die Kritik kommt, komme ich. Und ich finde das genau richtig, wie Du das machst.
: Wir sollten nicht nur klugen Büchern und verhaltenstherapeutischen Ratschlägen folgen, sondern auch unserem Gefühl trauen

Du sprichst mir aus sem Herzen.
Grüße
Sylle
:
: Liebe Grüße, Christa

von Monika(YCH) am 20. März 2001 08:03

Hallo Doris

Danke für Deine Antwort. Tja, ich habe schon befürchtet, dass trösten nicht das Richtige ist. Aber ignorieren erschien mir etwas gar mies.

Zum Glück hat sie nicht gehinkt, und als ich die Pfote untersuchte, hat sie kaum gezuckt. So schlimm war es wohl nicht.

Ciao
Monika L.

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