Gewissensfrage Kastration :: Hundeerziehung + Soziales

Gewissensfrage Kastration

von Antje(YCH) am 03. April 2001 11:23

Hallo Simone,

kann es sein, daß hier wieder mal ein Autoritätsproblem mit dem Skalpell gelöst werden soll? Wenn DU Alpha bist, wieso pinkelt Dein Rüde dann überall hin, daß steht ihm gar nicht zu... ??!?

Eine kleine Anmerkung in Bezug auf die Hormone: bei vielen Kastraten verändert sich nach einigen Jahren der Geruch, von anderen Rüden wird das mit dem Geruch einer läufigen Hündin verwechselt. Was aber passiert, wenn ein Rüde dem anderen mit gewissen Absichten eine Pfote ins Kreuz legt weißt Du doch bestimmt, unter gleichgeschlechtlichen Hunden ist das eine Dominanzgeste...

Viele Grüße

Antje

von Frauke(YCH) am 03. April 2001 18:25

Hallo Simone!
Meine Rüden sind beide kastriert und ich habe es nie bereut. Sie sind sehr verspielt und der eine reagiert gar nicht mehr auf läufige Hündinnen (ist mit 4 Jahren kastriert worden, der andere (Kastration mit 11 Monaten) ist interessiert (war eh immer der aktivere in dieser Angelegenheit) aber man kann auch mit ihm mit Hündinnen während der Stehtage spazieren gehen und er läßt sie dann auch in Ruhe.
Wenn Dein Snoopy so stark auf Hündinnen reagiert, würde ich es fast unfair finden, ihn diesem "Druck" auszusetzen und vorher zu wissen, daß man ihn nie läßt...
Wesensveränderungen habe ich bis jetzt nur positive erlebt (sie werden meist albern), im Arbeitseifer (Hundesport) gibts keine Abstriche und mit anderen Rüden ist es meist entspannter (meine hatten allerdings schon vorher kaum Probleme mit anderen Rüden), da sie halt für die anderen "Jungs" nicht mehr so "störend" riechen (Todfeindschaften kann man durch eine Kastration natürlich nicht kurieren...).
Wie gesagt, ich kann nur positives über die Kastration berichten und ich werde meine zukünftigen Rüden auch kastrieren lassen (wenn nur diese Narkose nicht wäre, vor ihr habe ich halt Angst).
Ich hoffe, Du triffst für Euch die richtige Entscheidung!
Viele Grüße!
Frauke

von Simone & Snoopy(YCH) am 03. April 2001 18:56

Hi Antje!

: kann es sein, daß hier wieder mal ein Autoritätsproblem mit dem Skalpell gelöst werden soll?

Klares Nein. Ich bin nicht so doof, zu glauben, dass wenn ein Dominanzproblem bestehen würde, es mit einer Kastration abzustellen wäre.
Es gibt auch sonst keinerlei Dominanzprobleme.

Ausserdem ist das Markieren nicht der einzige Grund, warum ich ihn kastrieren lassen möchte. Er leidet durch die läufigen Hündinnen ohne Ende und ich sehe, dass ihn das enorm belastet. Physisch und psychisch.

Viele Grüsse
Simone

von Antje(YCH) am 04. April 2001 04:59

Hallo Simone,

: Klares Nein. Ich bin nicht so doof, zu glauben, dass wenn ein
: Dominanzproblem bestehen würde, es mit einer Kastration abzustellen
: wäre.
: Es gibt auch sonst keinerlei Dominanzprobleme.

Aber dann verstehe ich nicht, warum Du die Pinkelei nicht in den Griff bekommst... Wenn er Dich als Alpha anerkennt, dann wäre dieses DEIN Privileg (ob Du das dann ausnutzt oder nicht ist Deine Sache... *grins*). Findest Du vielleicht den Weg nicht, ihm das verständlich zu machen?


: Ausserdem ist das Markieren nicht der einzige Grund, warum ich ihn
: kastrieren lassen möchte. Er leidet durch die läufigen Hündinnen ohne
: Ende und ich sehe, dass ihn das enorm belastet. Physisch und psychisch.

Ich habe schon recht triebstarke Rüden zusammen mit läufigen Hündinnen gehalten, und da klar war, daß das MEINE Hündinnen sind und nicht seine, gab es nie irgendwelche Probleme in dieser Art. Sorry, aber ich glaube immer noch, daß da irgendwie Deine Autorität untergraben wird...

Viele Grüße

Antje

von Mina(YCH) am 04. April 2001 06:43

Hallo Antje,

: Ich habe schon recht triebstarke Rüden zusammen mit läufigen Hündinnen gehalten, und da klar war, daß das MEINE Hündinnen sind und nicht seine, gab es nie irgendwelche Probleme in dieser Art. Sorry, aber ich glaube immer noch, daß da irgendwie Deine Autorität untergraben wird...

Ich weiß ja nicht, was du mit dem Rüden angestellt hast, doch Hormone sind Hormone. So einfach mit Autorität kannst du das nicht abtun. Du hast eine läufige Hündin zusammen mit einem triebstarken Rüden gehabt? Während der gesamten Läufigkeit? Nie getrennt? Es gab nie Probleme? Der Rüde hat einfach so akzeptiert, dass das dein Job ist, ohne dass du den Job erfüllt hast??
Dann frage ich mich, warum die Züchter ihre Hunde während der Läufigkeitsphasen trennen ... mangelt es dort an Autorität oder der Alphastellung des Züchters?
Sicher sind wir das Rudel, der Mensch ist der Alpha, doch auch einem Hund wird es nicht entgehen, dass der Hund Mensch sich bei der läufigen Hündin nicht wie ein Hund benimmt, der Hündin übrigens auch nicht ...
Außerdem ist das ja wohl ein großer Unterschied, ob du als Rudelführer eine Dame des Rudels als dein Eigen deklarierst, oder ob eine außenstehende Hündin das Objekt der Begierde ist. Dein Verhalten zur eigenen Hündin und zum eigenen Rüden kannst du als Rudelführer formen und prägen. Doch nicht so einfach bei fünf läufigen Nachbarshündinnen. Außerdem geht es ja hier nicht darum, dass der Hund ausbüchst und mit den Damen macht was er will, sondern um die Tatsache, dass er aufgrund der Düfte und des Nicht-Dürfens leidet. Kannst du ihm das als Rudelführer verbieten? Oder würde er gar nicht leiden, wenn die Alpharolle felsenfest auf des Besitzers Seite ist?
Mina

von Antje(YCH) am 04. April 2001 07:06

Hallo Mina,

: Du hast eine läufige Hündin zusammen mit einem triebstarken Rüden
: gehabt? Während der gesamten Läufigkeit? Nie getrennt?

Natürlich waren die Hunde dann getrennt, wenn ich keine Zeit hatte, sie zu beobachten. Aber daß mir deswegen ein Rüde irgendwo hinpinkelt, sorry, dafür habe ich kein Verständnis, weder in meiner Wohnung noch irgendwo in einem Restaurant oder bei Freunden, und das wußten meine Rüden und haben es wohl deswegen nie getan...


: Außerdem ist das ja wohl ein großer Unterschied, ob du als Rudelführer
: eine Dame des Rudels als dein Eigen deklarierst, oder ob eine
: außenstehende Hündin das Objekt der Begierde ist. Dein Verhalten zur
: eigenen Hündin und zum eigenen Rüden kannst du als Rudelführer formen
: und prägen. Doch nicht so einfach bei fünf läufigen Nachbarshündinnen.
: Außerdem geht es ja hier nicht darum, dass der Hund ausbüchst und mit
: den Damen macht was er will, sondern um die Tatsache, dass er aufgrund
: der Düfte und des Nicht-Dürfens leidet. Kannst du ihm das als
: Rudelführer verbieten? Oder würde er gar nicht leiden, wenn die
: Alpharolle felsenfest auf des Besitzers Seite ist?

Lezteres bejahe ich. Wenn er sicher weiß, wo er steht im Rudel, dann wird er sich damit abfinden. Wenn es nicht so wäre, dann könntest Du ja nirgends Rüden als Arbeitshunde einsetzten, an der Herde, bei Zoll und Polizei, im Sport etc. Die Rüden würden ja dauern "leiden" und, wenn sie wegen der Hündinnen nicht fresen würden, in der Kondition erheblich nachlassen, könnten sich nicht konzentrieren. Ich hingegen kenne es vielmehr so, daß die Rüden auch arbeiten, obwohl sich läufige Hündinnen unter ihnen befinden oder z.B. eine läufige Hündin vor ihnen in der Autobox gesessen hat und sie anschließend darin zur Prüfung oder in den Einsatz gefahren werden. Von Konzentrationsmangel keine Spur, von Leiden auch nicht... Allerdings wissen alle diese Rüden, wo sie stehen und daß ihr Zweibeiner Alpha ist, etwas, das vielen "Nur-Familienhunden "oft fehlt. Kastrierte Arbeitsrüden kenne ich keinen einzigen, und die müssen sich wirklich konzentrieren und dürfen in der Kondition nicht nachlassen, sonst würden sie unrentabel werden, hingegen werden alle Nase lang reine Familienhunde wegen irgendwelcher unüberwindlichen Problemen mit läufigen Hündinnen kastriert. Leben die Arbeitshunde alle auf einem anderen Planeten oder warum scheinen sie gegen läufige Hündinnen immun zu sein (obwohl viele von denen im Deckeinsatz stehen)?

Fragende Grüße

Antje



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