Meine Rüden beissen sich :: Hundeerziehung + Soziales

Meine Rüden beissen sich

von Monika und Helmut(YCH) am 08. April 1999 19:25

.19993 haben wir uns eine Deutsche Dogge angeschafft, .19995 einen Mastino Napoletano. Es gab zwischen beiden Rüden wenig Probleme. Im Juli verstarb leider die Deutsche Dogge. Oktober .19.1998 bekamen wir erneut einen Deutschen Doggen Rüden. (Jetzt 11 Mon. alt) Seit einiger Zeit gibt es Streit zwischen beiden, seit 3 Wochen richtig böse. Heut floß das erste mal Blut, sie hatten sich so verbissen, daß sie kaum zu tennen waren. Überwiegend findet der Streit im Garten, wenn Besuch da ist, oder wir uns mit Nachbarn unterhalten statt. Was können wir tun, da wir uns nur ungern von einem der Beiden trennen würden. Maulkorb im Garten? Hundeschule? Kastration? Wir sind für jede Antwort DANKBAR.

von Eva und Rio(YCH) am 08. April 1999 22:46

Hallo, ihr beiden
also erst mal vorn weg: ganz einfach ist ein solches Problem nicht zu lösen. Bekannte haben das ählich, sie haben ein ganzes Rudel Hunde (2 Leonbergerrüden, einen Mastin de los Pireneos-Rüden, eine Irish-Wolfhound-Hündin und jetzt noch einen Welpen, eine Hündin). Die Rüden haben sich auch mittlerweile oft in der Wolle, auch so, daß Blut fließt, und ein Tirearzt benötigt wird. Und dieses Verhalten scheint cih eher zu verstärken, als zu verbessern.
Als ersten Vorschlag würde ich das Trennen der beiden vorschlagen, wenn die beschirebenen Situationen auftauchen, also wenn ihr damit rechnet, Ich weiß nicht, ob das bei Euch möglich ist, aber möglichst sollte in solchen Momenten auch keiner der Beiden bei Euch bleiben, weil das als Privileg verstanden wird, und der andere eifersüchtig wird. Somit könnte man streß zumindest dann unterbinden, wenn man damit rechnet, daß etwas passiert.
Wenn euer Doggenrüde erst 11 Monate alt ist, ist er ja voll in der Pubertät. Ich weiß, daß viele das Kastrieren als "Erziehungsmaßnahme" nicht gut finden, und eigenltich befürworte ich es auch nicht. Aber in Eurem Falle würde ich vielleicht doch dazu raten, denn dann kann die Rangordnung schneller hergestellt werden, und vor allem bleibt sie dann auch (hoffentlich, Garantien gibt es dafür natürlich auch nicht) erhalten. Eure Rüden dürften sich ja auch von kraft und Größe ziemlich ebenbürtig sein, was ein weiteres Problem darstellt. Vielleicht kann mit der kastration die Rangordnungsfindung unterstützt werden, ein Allheilmittel ist sie natürlich nicht.
Als letztes habe ihr gefragt, ob eine Hundeschule helfen kann. Also, gegen das Problem an sich, nämlich daß sich die beiden einfach nicht grün sind, natürlich nicht. Aber eine gute Erziehung und Ausbildung kann Eure Autorität unterstützen, und Euren Platz als Chef sichern. Das ist vor allem dann von Nutzen, wenn sich die beiden beißen, weil ihr dann eher eingreifen könnt. Außerdem lassen sie sich durch scharfe Worte Eurerseits vielleicht von der Beißerei abhalten, weil sie wissen, daß ihr "die Bosse" seid. Negative Auswirkungen kann Erziehung nie haben, wielleicht findet ihr sogar eine Hundeschule, in der derKontakt zu anderen Hunden unterstützt wird, zumindest unser Bekannter mit seinem Hunderudel sagte, daß das bei seinen Hunden auch hilft.
Ein Patentrezept gibt es sicher nicht, ich kann Euch nur raten, Wassereimer großzügig im Garten zu verteilen, um möglichst schnell eingreifen zu können, denn je mehr sich die beiden in die Wolle kriegen, dest schlimmer werden mit der Zeit die Verletzungen.
ich wünsche Euch alles Gute, vielleicht schreibt ihr mal, wie es sich entwickelt hat, und was ihr macht,
Tschüß,
Eva und Rio

von pia(YCH) am 15. April 1999 21:23

hallo monika und helmut....da habt ihr wirklich ein böses problem.
schließlich will man sich nicht von einem trennen. aber ich denke das größte problem ist das verstehen der hundesprache. ich selbst habe einen rüden der mittlerweile 15 monate ist, und seit 3 monaten testet er aus, wie weit er bei anderen gehen kann. tja, und oft unterliegt er bzw. es geht böse her. das ist ein normales revierverhalten; hunde testen aus, wer der stärkere ist...und oft ist das ziemlich schnell geklärt und einer ordnet sich unter. dabei muß man die hunde auch das ganze selbst austesten lassen. klar ist es problematisch, wenn beide unter einem dach wohnen. aber kurze frage: habt ihr dem 1. hund auch gezeigt, als der 2. hund ins haus kam, daß er noch immer herr im hause ist und daß der 2. hund sich unterordnen muß? wenn ihr das versäumt habt ihr ein problem. dann kennt der 2. hund nicht seine grenzen und der 1. hund fühlt sich vernachlässigt und wird agressiv. in einem solchen fall kann ich euch nur raten wirklich mit beiden in eine hundeschule oder verein zu gehen oder auch mal den tierarzt um rat fragen. aber im endeffekt ist die schule besser, denn dort lernen beide miteinander unter geschultem auge umzugehen. entgegengesetzt der meinung vorher, die euch hier zuteil wurde, denke ich nicht, daß es gut wäre beide zu trennen, denn dann wird das ganze geschürt und die barriere zwischen beiden noch viel größer...dann kann nämlich auch haß und neid entstehen, den man kaum wegerziehen kann. naja, das ist keine fabel, sondern nur ein tip aus meiner erfahrung und wie ich es betrachte...ich hoffe, ihr schafft es, das problem zu lösen und ich würde mich über eine nachricht, wie es ausgegangen ist, sehr freuen. Pia

von Simone(YCH) am 28. Mai 1999 20:49

Liebe Monika und Helmut!
Ich lese gerade von Eurem Problem mit den Rüden. Hat sich bereits was geändert? Ich habe einen 18 Monate alten Rüden mit dem ich seid Welpenzeit an eine Hundeschule besucht habe. Er hat einen tollen Charackter und hört auch sehr gut. Und trotz guter Sozialisation und Unterordnung mir gegenüber gibt es Rüden die er nicht mag. Also ist Streit mit denen vorprogrammiert. Meistens sind die Rüden auch in seinem Alter. (insg. zw. 8 Monaten und 3 Jahren). Vor noch älteren hat er dann wieder Respekt. Das sind eben die Machoallüren! Und nachdem ich mit ihm immer solche Situation gesucht habe und ihn bei Aggression auch versucht habe abzulenken, ihn zu bestrafen etc. wird es nicht besser. Ich habe mit meiner Hundeschulenlehrerin und meiner Tierärztin viel gesprochen und nun wird er Dienstag kastriert. Ich hoffe auf Besserung!
Was macht Ihr denn nun? Bei zwei eigenen Hunden ist das Problem ja noch schlimmer. Unsere zweite Hündin ist erst 12 Wochen alt. Da wird es hoffentlich keine Probleme geben.
Simone.

von Helmut Bayer(YCH) am 08. Juni 1999 16:46

Liebe Simone!!

Inzwischen haben wir daß Problem leidlich im Griff durch folgende Maßnahmen:
a) Maulkorb
b)Hundeschule mit dem Jüngeren
c) konsequenter Druck auf beide Hunde (Verbal lautes und agressives Durchsetzen unserer Interessen)
d) räumliche Trennung

Durch genaue Beobachtung der beiden können wir inzwischen schon vorausahnen daß es kritisch wird. Dann wird im Extremfall beim sog. Agressor ein Maulkorb angelegt. Manchmal Hilft auch eine scharfe zurechtweisung des Betreffenden.
Gelingt uns die vorhersage nicht, so hat einfach die Hundeschule geholfen, der jüngere hört besser und läßt auf lauten Befehl locker. (d.H. bei den twei Zwischenfällen in den letzten Wochen gab es keine Verletzungen)
Wenn sich beide Hunde nachts im Schlafzimmer anknurren und sich nicht einig werden wollen, wer nun rechts und links vom Bett schläft werden sie räumlich getrennt. d.h. leider schläft dan einer von uns auch im Wohnzimmer. (kommt gottseidank nicht so häufig vor.)
Mit dieser Post erhälst Du meine Mailadresse. Schreibe mal und ich kann Dir preiswerter Antworten.

Gruß

Helmut

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