13 Mon. DSH dominant gegen Jüngere! :: Hundeerziehung + Soziales

13 Mon. DSH dominant gegen Jüngere!

von Heike(YCH) am 04. Mai 2001 09:04

Hallo Ihr,

ich brauche mal wieder einen richtig guten Ratschlag vom Euch:

Mein 13 mon. alter DSH ist seit ein paar Wochen auffällig dominant gegen jüngere (ca.3-11 Monate)egal ob männlich oder weiblich), das heißt er versucht sie mit allen Mitteln (Knurren, Nacken beißen) auf den Rücken zu schmeißen und das nicht nur einmal.

Ich hab den Eindruck, wenn ich ihn dann beiseite nehme und rüge, wird er erst recht richtig sauer auf den anderen Hund und versucht das gleiche Spiel wieder.

Wenn er allerdings erwachsenen sehr selbstsicheren Rüden begegnet, zieht er auch schon mal den Schwanz ein und sucht das Weite.
Und erwachsene Hündinnen dürfen alles mit ihm tun.

Wie soll ich mich verhalten, ist mein Hund im Begriff ein Raufer zu werden oder ist das ganz normales pubertäres Verhalten?

Vielen Dank für Eure Antworten

Heike

von Heidrun(YCH) am 04. Mai 2001 09:55

Hallo Heike,

normal ist das Verhalten schon, aber das heißt noch nichts.

Ein Beispiel, wie es ablaufen müßte, kannst Du in dem Film "Welpenerziehung im Wildhundrudel" von Trummler (2. Video) sehen:

die Welpen (also die ganz jungen) werden von den "richtig Erwachsenen" erzogen. Die jüngeren dürfen mit diesen spielen etc., wenn aber so ein Jährlich zu den Welpen zu rabiat wird, greift die Mutter gegen den "Mobber" ein. Sonst lernen die Welpen nämlich kein normales Unterwerfen, sondern werden sinnlos verschüchtert (und später vielleicht mal selbst gestört).

Da Wildhunde nur 1x im Jahr läufig werden gibt es Kontakte zwischen halbjährigen und Jährigen nicht. Dieser Altersunterschied kann häufig schlecht miteinander Spielen - da sich beide ausprobieren wollen. Erziehen können sie sich auch nicht, da der Jährige nicht genug Autorität gegenüber dem jüngeren Flegel hat.

Folgerungen, die auch gute Welpenstunden einhalten und lehren:

Welpen bekommen i.d.R. nur mit Welpen und mit älteren erwachsenen Kontakt. Wenn mit jungen Erwachsenen (also z.B. Deinem), dann wird eingegriffen und die Sache beendet, wenn der Jährling "mobbt".

Halbjährige etc. läßt man weder mit Welpen noch mit Jährlingen, sondern mit Erwachsenen zusammen, dann läuft das meiste von selbst.

Du also führst Deinen Hund an "frischpupertierenden" vorüber, bis er etwas reifer ist.

Die Details kann man aber - das Leben ist ja kein Labor - nicht per "Ferndiagnose" festlegen. Suche Dir eine gute Hundeschule, die diese Dinge praktiziert und Dir vor allem das korrekte Eingreifen, wenn es mal nötig wird, zeigt. Das hängt sehr vom Charakter Deines Hundes ab.

Außerdem solltest Du nochmal die Rangordnung zwischen Dir und Deinem Hund prüfen. Denn wenn Du ein ruhiger souveräner Rudelführer bist, sollte es Dir gelingen, Deinen Hund einerseits zu stoppen, wenn nötig, andererseits sollte er bei Dir - wenn nötig - Schutz finden können, wenn er sich selbst fürchtet. Rangordnung hat nichts mit Gewalt zu tun. Sie hat etwas damit zu tun, daß Du immer derjenige bist, der die Initiative inne hat und Dein Hund lernt, sich an Dir zu orientieren. Im wesentlichen kann er das alles mit positiver Verstärkung lernen. Aber - wie gesagt - hier gebe ich Dir keine detaillierten Tipps, da man dazu Dich und Deinen Hund sehen müßte.

Viel Erfolg
Heidrun

von Heike(YCH) am 04. Mai 2001 10:28

Hi Heidrun,

vielen Dank für Deine Antwort, Du wohnst nicht zufällig in der Nähe von Würzburg?

: Welpen bekommen i.d.R. nur mit Welpen und mit älteren erwachsenen Kontakt. Wenn mit jungen Erwachsenen (also z.B. Deinem), dann wird eingegriffen und die Sache beendet, wenn der Jährling "mobbt".
: WIE GENAU??WAS MACH ICH WENN ER DANN AN DOMINANZ NOCH ZULEGT?
: : Du also führst Deinen Hund an "frischpupertierenden" vorüber, bis er etwas reifer ist.
: BIS WELCHES ALTER UNGEFÄHR?
: Die Details kann man aber - das Leben ist ja kein Labor - nicht per "Ferndiagnose" festlegen. Suche Dir eine gute Hundeschule, die diese Dinge praktiziert und Dir vor allem das korrekte Eingreifen, wenn es mal nötig wird, zeigt. Das hängt sehr vom Charakter Deines Hundes ab.
: BEI UNS IST DIE AUSWAHL LEIDER BEGRENZT
: Außerdem solltest Du nochmal die Rangordnung zwischen Dir und Deinem Hund prüfen. Denn wenn Du ein ruhiger souveräner Rudelführer bist, sollte es Dir gelingen, Deinen Hund einerseits zu stoppen, wenn nötig, andererseits sollte er bei Dir - wenn nötig - Schutz finden können, wenn er sich selbst fürchtet. Rangordnung hat nichts mit Gewalt zu tun. Sie hat etwas damit zu tun, daß Du immer derjenige bist, der die Initiative inne hat und Dein Hund lernt, sich an Dir zu orientieren. Im wesentlichen kann er das alles mit positiver Verstärkung lernen. Aber - wie gesagt - hier gebe ich Dir keine detaillierten Tipps, da man dazu Dich und Deinen Hund sehen müßte.
:
: Viel Erfolg
: Heidrun

Vielen Dank

Heike

von Brigitte(YCH) am 04. Mai 2001 11:35

Hallo Heidrun,
ich muß mein ganz großes Lob loswerden!!!
Eine sehr sachliche und perfekte Antwort, die selbst "alte Hasen" noch weiter bringt.
Hoffe, des öfteren was von Dir hier zu lesen.
Herzliche Grüße
Brigitte

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