Dominanz oder krank ? Brauche Hilfe! :: Hundeerziehung + Soziales

Dominanz oder krank ? Brauche Hilfe!

von Manuela(YCH) am 12. Mai 2001 15:56

Hallo,

ich brauche dringend euren Rat, evtl. hat Jemand auch schon so etwas erlebt. Mein Bekannter hat einen fast 4 Jährigen Bullterrierrüden (unkastriert). der Hund schläft mit im Bett und hat auch noch nie Probleme gemacht sprich dominanzverhalten.Mein bekannter hat heute mit dem Rüden im Bett gelegen, ist kurz aufgestanden und hat sich dann wieder zu dem Hund gelegt. Er hat den Rüden über den Kopf gestreichelt, als dieser plötzlich versucht hat in sein Gesicht! zu schnappen. Der Besitzer hat sofort mit dem Hund geschimpft und ihn wohl auch bestraft. Daraufhin hat der Rüde ihn angeknurrt.Zur Strafe hat er ihn erst einmal in die Box gesperrt nachdem er ihn ausgeschimpft hat.Der Besitzer ist eigendlich das Alfatier und der Rüde hat auch Respekt vor ihm. Nach kurzer Zeit lies er ihn wieder raus. Der Rüde zeigte sich unterlegen, mit nach hinten gelegten Ohren kam er immer wieder bei ihm an( sah so aus als wolle er sich entschuldigen. Nun meine Frage: Die Besitzer machen sich sorgen, ob in seinem Kopf was nicht in Ordung ist.Ist es möglich das ein Rüde so spät dominanzverhalten zeigt, obwohl er es vorher nie so deutlich war? Es schneidet den Besitzern auch öfter den Weg ab, was ja auch darauf deutet. Es starrt auch oft auf die Füße.Aber ansonsten ist er ein ganz lieber Kerl.Der Rüde hat auch öfter schmerzen in den Hinterbeinen, er humpelt dann öfter.Die Besitzer wollen bald in eine Spezialklinik deswegen. Ich habe den Besitzer erst einmal geraten den Rüden nicht mehr mit im Bett schlafen zu lassen. Sie haben nun etwas Angst, das es doch mal zu einem richtigen Beißen kommen könnte.
Da der Hund auch öfter bei seiner Mutter ist, wo bisher allerdings alles Ok war. Könnt ihr mir einen Rat geben. Kennt ihr einen guten Verhaltensforscher oder sonstjemanden, den man noch fragen könnte.
Ist es überhaupt möglich, das ein Hund der immer lieb war, wegen evtl schmerzen so ausrastet?

Danke für eure Hilfe

Manuela

von ALex & Aris(YCH) am 12. Mai 2001 16:15

Hallo Manuela,

tut mir leid, aber einiges an deiner Beschreibung deutet darauf hin, daß dein Bekannter bei der Behandlung seines Hundes sehr viel falsch macht. Offensichtlich hat er nicht sehr viel Ahnung von richtiger Hundehaltung.

Beispiele:

Du schreibst:

"Er hat ihn beschimpft und auch bestraft"

...würde mich sehr interessieren, wie diese Bestrafung aussieht, und ob er das öfter macht ??? Beziehungsweise, wie der zeitliche Ablauf dabei in etwa aussieht.

dann "Zur Strafe wurde er in die Box gesperrt"

...das ist ein totaler Schwachsinn. Seine Box soll ein Platz sein an dem er sich wohlfühlt und NIEMALS mit Bestrafung in Verbindung gebracht werden. Abgesehen erfolgte diese "vermeintliche" Bestrafung dann in jedem Fall viel zu spät.

oder das vermeintliche "schlechte Gewissen" nachdem er wieder herausdurfte

....da liegt er auch total falsch. Hunde haben kein schlechtes Gewissen. Er merkte vielleicht am Verhalten seines Herrchens, daß der schlecht auf ihn zu sprechen war. Aber er hat dann überhaupt nicht mehr kapiert warum. So entstehen die größten Mißverständnisse. Stell dir vor er kommt aud der Box, ist jetzt total lieb, verhält sich richtig, aber Herrchen grollt noch wegen einer Aktion, die für den Hund schon lange niocht mehr präsent ist. Ergo: Lieb sein ist schlecht, da wird Herrchen böse

USW..........

Fazit: Dein Bekannter ist alles aber nur KEIN Alpha-Tier, das vor allem durch souveräne Gelassenheit seine Position untermauert. Er braucht DRINGEND fachliche Unterstützung und muß vor allem schnell lernen, daß er bis jetzt noch keine Ahnung von richtiger Hundeerziehung hat. Denn der einzige Weg der ihn (und vor allem seinen Hund) vor einer möglichen Katastrophe bewahrt ist führt über die Selbsterkenntnis.

Schreib doch, in welcher Gegend er wohnt. Vielleicht kann euch dann jemand einen guten Hundetrainer und/oder Verhaltenstherapheuten in der Nähe empfehlen.

Liebe Grüße

Alex & Aris

von Katja + Indy(YCH) am 12. Mai 2001 16:15

Hallo Manuela!

: Ist es überhaupt möglich, das ein Hund der immer lieb war, wegen evtl schmerzen so ausrastet?
Das ist möglich. Besonders Schmerzen in den Hinterbeinen können von der Wirbelsäule her kommen (Spondylose, Cauda equina etc.).
Aber ob es an Schmerzen liegt oder an jetzt offen auftretender DOminanz, das kann man so - ohne Hund und Halter interagieren zu sehen - einfach nicht beurteilen. Das müßte sich mal jemand anschauen, der davon was versteht.
Wenn Du hier mal fragst, kann Dir vielleicht wer einen guten Hundetrainer o.ä. in der Nähe nennen, der das vor Ort mal anschauen kann.
Viele Grüße,

Katja

von Wilma u. Arno(YCH) am 12. Mai 2001 16:56

Hallo Manuela,

ich denke, daß hier drei Dinge zusammenkommen. Zum einen das, was Alex schon sagte, Fehlverhalten der Besitzer.
Zum zweiten glaube ich nicht, daß der Hund plötzlich dominant geworden ist, sondern, daß die Besitzer die bisherigen Anzeichen übersehen haben bzw. vielleicht nicht sehen wollten.
Das dritte sind die Schmerzen, die natürlich auch zu einem unberechenbaren Verhalten führen können.
Fazit: Unbedingt guten Trainer suchen (evtl. kann Bullterrier in NOt weiterhelfen, die Frau Schürmann ist ja auch jeden Fall sehr kompetent). Vielleicht kann Dir ja auch hier jemand nennen, wenn Du angibst wo die Leute wohnen.
Dies sollte auf jeden Fall ganz schnell passieren, denn natürlich wird sich jetzt das Verhalten der Besitzer ändern und das kann unabsehbare Folgen haben.
Und außerdem sollte das Tier natürlich auch möglichst bald zu einem kompetenten Arzt damit abgeklärt werden kann wie stark die Schmerzen sind und was man dagegen machen kann.
Viele Grüße
Wilma u. Arno

von Gabie(YCH) am 12. Mai 2001 20:05

: Hallo,
:
: ich brauche dringend euren Rat, evtl. hat Jemand auch schon so etwas erlebt. Mein Bekannter hat einen fast 4 Jährigen Bullterrierrüden

Hallo!! Ab sofort bitte die einfachsten Grundregeln befolgen!!! Hund sofort aus dem Bett!! Die Tür vor dem Hund durchqueren. Will man durch, hat der Hund aus dem Weg zu treten. Erst bekommt der Halter, dann der Hund zu essen bzw. fressen etc. Viele Grüße von Gabie

von Dogman(YCH) am 12. Mai 2001 20:09

Hi Gabie,

: Hallo!! Ab sofort bitte die einfachsten Grundregeln befolgen!!! Hund sofort aus dem Bett!! Die Tür vor dem Hund durchqueren. Will man durch, hat der Hund aus dem Weg zu treten. Erst bekommt der Halter, dann der Hund zu essen bzw. fressen etc. Viele Grüße von Gabie

Meine Hunde gehen vor mir aus der Türe und bekommen vor mir ihr Essen und ich habe KEINE Dominazprobleme mit ihnen!

Wer hat denn diese absurden "Grundregeln" aufgestellt???

Gruss Dogman

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