Natural-Dogmanship :: Hundeerziehung + Soziales

Natural-Dogmanship

von Ilona &Quintus(YCH) am 15. Mai 2001 17:59

Hallo,
mein Quintus(Lakelandterrier,also ein recht Triebiger Jagtterrier)ist jetzt 19Wochen alt und fängt langsam an sich für Enten,Kaninchen ect.zu interessieren.Ich bin beim spazierengehen sehr aufmerksam,er hat eine gute Bindung und gehorcht auch schon recht gut,ist ziemlich aufmerksam.Dadurch habe ich die allerersten Ansätze vom Jagtverhalten immer abbrechen können.Aber ich hab schon Bedenken ob das bei zunehmender Reife auch weiterhin funktioniert oder ob der Jagttrieb stärker ist.Darum liebäugle ich mit Natural-Dogmanship.Ich möchte allerdings nicht ausschließlich aus dem Beutel füttern da er zum großen Teil Frischfutter bekommt,pürriertes Gemüse und frisches Fleisch kann man bei warmen Wetter schlecht mitnehmen.In den Beutel käme sein TrFu(25% der Gesamtration)und ein paar Superleckerchen.Kann das so auch funktionieren ?
Wie sind Eure Erfahrungen mit dieser Trainigsmethode ?
Empfehlenswert ?
Fragende Grüße
Ilona & Quintus

von Robert Ladwig(YCH) am 16. Mai 2001 07:00

Hallo Ilona,
die Philosophie von Natural Dogmanship ist das Jagdverhalten (Beutegreifer Wolf) abzuleiten auf den domestizierten Hund bei dem ein
dieses Verhalten ebenfalls eine natürliche Triebveranlagung bildet.
So zeigt der hund Jagdverhalten bei Hunger u. Umweltreizen. Hier wird nach verschiedenen Sequenzen unterteilt: folgen, stöbern fährten, horchen, 2. vorstehen, fixieren, anschleichen, hetzen, stellen, töten u. 3. lecken,kauen, schütteln der Beute. Je nach Rasse u. Funktion ist das triebliche Jagdverhalten unterschiedlich ausgeprägt.
Natural Dogmanship soll hier gezielt eine soziale Struktur bilden die dem angeborenen Triebverhalten entgegenkommt. Hierdurch soll der Rudelführer u. sein Hund durch "spielerische Jagd" dem Bedürfnis des Hundes gerecht werden. Bei den von "Rudelführer" gestellten Aufgaben
soll der Hund lernen das diese nur im Zusammenspiel mit Ihm erfolgreich gelöst werden können. Die Bestärkung dieses Verhalten ist der Jagderfolg
(Futterbeutel). Wer mit dem Futterbeutel (Prey-Dummy) arbeitet sollte möglichst weiches Futter (emphiehlt sich grundsätzlich) u. auch geruchlich ansprechendes Futter (Fährtem etc.) verwenden. Die neuen Prey Dummys sind nicht mehr aus Leder u. können in der Waschmaschine gewaschen werden. Inwieweit eine Ausbildung mit Natural Dogmanship
ein unerwünschtes jagdliches Verhalten unterbindet ist fraglich.
Eine Ausbildung nur nach Natural Dogmanship halte ich persönlich für
zu einseitig. Allerdings ist das gemeinsame Jagdspiel eine Sache die den Hund anspricht u. somit durchaus in der gemeinsamen Auseinandersetzung mit einfließen kann. Jegliche Art von Spiel die die Bindung des Hundes zum Besitzer festigt ist positiv. Je konzentrierter u. spaßbetont der Hund dabei ist umso weniger wird er von Umweltreizen abgelenkt. Dies muß nicht Dogmanship sein, dies kann auch jede andere Spielübung sein die den Hund trieblich anspricht (Spieltrieb,Freßtrieb,Beutetrieb etc.) etc.Bei der Erziehung oder zielgerichteten Ausbildung ist oft der Mix diverser Methoden richtiger als die "reine Gralslehre" der einen Methode.
Gruß Robert


von Ilona & Quintus(YCH) am 16. Mai 2001 11:54

Hallo Robert,
danke für Deine Antwort.Ich hab mich in meinem Posting etwas unklar ausgedrückt.Ich möchte mit Quintus nicht ausschließlich nach Natural Dogmanship arbeiten.Ich clicker mit ihm und möchte ihm durch das Aportieren und Suchen des Futterbeutels noch zusätzliche Aufgaben bieten.Damit hoffe ich die Bindung an mich durch möglichst lustvolles gemeinsames Erleben noch zu festigen,ihn noch aufmerksamer zu bekommen.Ich wollte wissen in wie weit durch das gezielte und erlaubte suchen und stöbern der Jagttrieb in kontrolliert Bahnen zu lenken ist.Ich möchte, auch wenn Quintus erwachsen ist ,auch noch leinenlos mit ihm spazierengehen können.
Immer noch neugierige Grüße
Ilona & Quintus


: Hallo Ilona,
: die Philosophie von Natural Dogmanship ist das Jagdverhalten (Beutegreifer Wolf) abzuleiten auf den domestizierten Hund bei dem ein
: dieses Verhalten ebenfalls eine natürliche Triebveranlagung bildet.
: So zeigt der hund Jagdverhalten bei Hunger u. Umweltreizen. Hier wird nach verschiedenen Sequenzen unterteilt: folgen, stöbern fährten, horchen, 2. vorstehen, fixieren, anschleichen, hetzen, stellen, töten u. 3. lecken,kauen, schütteln der Beute. Je nach Rasse u. Funktion ist das triebliche Jagdverhalten unterschiedlich ausgeprägt.
: Natural Dogmanship soll hier gezielt eine soziale Struktur bilden die dem angeborenen Triebverhalten entgegenkommt. Hierdurch soll der Rudelführer u. sein Hund durch "spielerische Jagd" dem Bedürfnis des Hundes gerecht werden. Bei den von "Rudelführer" gestellten Aufgaben
: soll der Hund lernen das diese nur im Zusammenspiel mit Ihm erfolgreich gelöst werden können. Die Bestärkung dieses Verhalten ist der Jagderfolg
: (Futterbeutel). Wer mit dem Futterbeutel (Prey-Dummy) arbeitet sollte möglichst weiches Futter (emphiehlt sich grundsätzlich) u. auch geruchlich ansprechendes Futter (Fährtem etc.) verwenden. Die neuen Prey Dummys sind nicht mehr aus Leder u. können in der Waschmaschine gewaschen werden. Inwieweit eine Ausbildung mit Natural Dogmanship
: ein unerwünschtes jagdliches Verhalten unterbindet ist fraglich.
: Eine Ausbildung nur nach Natural Dogmanship halte ich persönlich für
: zu einseitig. Allerdings ist das gemeinsame Jagdspiel eine Sache die den Hund anspricht u. somit durchaus in der gemeinsamen Auseinandersetzung mit einfließen kann. Jegliche Art von Spiel die die Bindung des Hundes zum Besitzer festigt ist positiv. Je konzentrierter u. spaßbetont der Hund dabei ist umso weniger wird er von Umweltreizen abgelenkt. Dies muß nicht Dogmanship sein, dies kann auch jede andere Spielübung sein die den Hund trieblich anspricht (Spieltrieb,Freßtrieb,Beutetrieb etc.) etc.Bei der Erziehung oder zielgerichteten Ausbildung ist oft der Mix diverser Methoden richtiger als die "reine Gralslehre" der einen Methode.
: Gruß Robert
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von B&S(YCH) am 16. Mai 2001 14:29

hallo Ilona & Quintus,
um den jagdtrieb von Scotty unter kontrolle zu bekommen, üben wir auch mit futtertasche (faulenzeretui) und clicker. richtig intensiv allerdings erst seit einigen wochen, überwiegend bei der *gute-nacht-runde*, wenn die leckeren kaninchen auf den parkwiesen sitzen. in der futtertasche ist meist frischfutter (hühnerhälse, gedünsteter fisch), es soll sich doch lohnen ;-). zur sicherheit läuft der hund an einer 10m-leine, die ich an meinem gürtel befestige. anfangs ist er öfter mal in die leine gelaufen (bei seiner vorbesitzerin durfte er jagen - er fängt ja doch nix...). mittlerweile fixiert er nur noch die häschen und wendet sich dann mir zu oder kommt sogar zu mir gelaufen. den blickkontakt clicke ich und dann fliegt die futtertasche - natürlich in die andere richtung! ich denke, das ist der richtige weg. spaß macht es schließlich auch! auf dem rückweg trägt er seine futtertasche und dann ignoriert er sogar die kaninchen! (nicht immer, aber...)
viel spaß!!!
Birgit & Scotty

von Cordula(YCH) am 16. Mai 2001 17:41

Hallo Birgit & Scotty,

: um den jagdtrieb von Scotty unter kontrolle zu bekommen, üben wir auch mit futtertasche (faulenzeretui) und clicker.

mit Courtney habe ich zwar kein Jagdproblem, aber seitdem ich ihm für etwas "geklautes" beim Bringen gegen ein Leckerchen getauscht habe, habe ich den Eindruck, daß er versucht ständig etwas zu klauen. Dann kommt er mit dem geklauten Teil nahe an mich ran und verlangt dann sein Leckerchen. Ich möchte ihm daher versuchen, ihm das Apportieren mit der Futtertasche beizubringen.
Ist das Faulenzeretui, das Du verwendest, so eins wie man früher in der Schule hatte, oder ist das etwas anderes?
Viele Grüße
Cordula & Courtney

von B&S(YCH) am 16. Mai 2001 18:12

hallo Cordula & Courtney,
wir benutzen ein ganz *normales*, wie man es aus der schule kennt, faulenzeretui aus kunststoff (läßt sich gut reinigen). ich hatte auch schon mal eins aus leder, das hat aber ungesunderweise gefärbt. was mich stört, ist dieser fisselige reißverschluß, der hält nicht so lange.
viel spaß!
B&S


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