Bei Fuss" - ohne Leinenruck !" :: Hundeerziehung + Soziales

Bei Fuss" - ohne Leinenruck !"

von Alrun(YCH) am 31. Mai 2001 16:47

Maria, nen tollen Tipp hab ich von einem Züchter bekommen. Seine Briards hätten auch nie gehört, er meinte die bräuchten nur ordentlich Prügel dann klappt das schon ! Kannst Dir vielleicht vorstellen, dass ich auf diese Tipps sehr gut verzichten kann.

von Martina+F+S(YCH) am 31. Mai 2001 17:39

Hallo Alrun,
kennst du Gabi Niepel? Eine Briard-Züchterin, die auch Erziehungskurse und Seminare anbietet, Leinenruck und Stachelhalsband ablehnt und recht gute Erfolge hat. Sie schreibt unter anderem auch in der Zeitschrift "Der Hund".
Setzt dich doch mal mit ihr in Verbindung, siehe Link.
Gruß
Martina

von Gaby(YCH) am 31. Mai 2001 18:14

Hallo Alrun,
:
: Der Tipp mit dem breiten Würgelhalsband ist einen Versuch wert. Mal sehen ob ich ein passendes Band finde - Danke !
:
Zumindest ist es besser als übliche Halsbänder - vielleicht kannst Du auch ein geschirr nehmen.

Die Flexi benutzten wir bereits, leider erfolglos da es meine Hündin überhaupt nicht beeindruckt wenn sie beim plötzlichen Stopp stundenlang herumgerissen wird. Sie läuft beim Gassigehen pro Stunde etwa rund
: 50x mal (mind.) mit vollem Tempo in die Leine - null Reaktion, ausser anschließenden Rückenschmerzen.

Alrun, Du sollst die Hündin auch nicht hineinrennen lassen, sondern direkt auf Stop drücken, wenn sie anstartet! Verbunden mit einem Kommando lernt sie schnell, das sie das nicht darf.

: Das Kommando "hier" beherrscht sie, kommt dann auch. Allerdings müsste ich rund 200x "hier" pro Stunde rufen, um ein Ziehen an der 10m Leine zu unterbinden. Sie kommt zwar sofort, läuft aber nach Erlaubnis sofort wieder wie eine Verrückte mit vollem Tempo los und rennt im selben Moment mit voller Wucht in die Leine. Immer und immer wieder !

Ja und? Dann rufst DU eben 200x hier, bis sie es kapiert hat. Und bei jedem Ruck der Leine kommt halt das Wort "langsam" oder so was.


: Der Tipp mit dem Fressnapf & Fuss Kommando ist super ! Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht !! Bei den Vorbereitungen zum Gassigehen ist ein "hier" überflüssig, da weicht sie mir ohnehin nicht vor der Seite.

Eben deshalb ist es NICHT überflüssig! Genau deshalb sollst Du das ja machen! Da verknüpfst Du etwas, was sie VON SICH AUS macht, mit einem Kommando!

: Es ist ja nicht so dass sie mich nicht verstehen würde, sie hat halt einen wahnsinnigen Dickkopf und versucht immer ihren Willen durchzusetzen.
:
: Die positive Motivation funktioniert ansich immer, mit Ausnahme bei "Fuss".

Eben, dann funktioniert es doch nicht immer!


Ansonsten macht meine Hündin für ein Leckerli fast alles, nur eben bei Fuss gehen will sie nicht.

Und sie will nicht mit dem Jagen aufhören, kapiert nicht, das sie langsam gehen muß statt durchstarten usw.

Das nennst Du "funktioniert fast immer"?

Sie "arbeitet" überhaupt sehr gerne, will immer helfen (z.B. trägt sie die Wäsche in den Keller,
: bringt mir Taschentücher..ect.ect..) und ist sehr gelehrig.
:
: Meinst Du es besteht dennoch eine Fehlverknüpfung ?


Die Hündin hat überhaupt nicht kapiert, was Du mit diesem Wort von ihr willst. Deshalb würde ich ja dieses Kommando jedesmal dann gehen, wenn sie von sich aus nahe bei Dir ist. Dann einfach auf Deine linke Seite dirigieren und Fuß sagen, das Lob kommt mit dem Gassigang oder mit dem Futternapf. Macht sie es nicht, dann setzt Du Dich eben wieder auf die Couch oder gehst mit dem Futternapf außer Reichweite.

Du solltest UNBEDINGT nur mit Deiner Hündin üben, wenn Du mit ihr ganz alleine bist, wenn sie nicht abgelenkt werden kann.

Sie muß erst kapieren, was Du überhaupt willst.

"Fuß" heißt im Moment, losstürmen und Dich ignorieren.

Grüße, Gaby

von Gaby(YCH) am 31. Mai 2001 18:19

: Hi Gaby,
: schnell noch eine Frage- mir wurde eine Hundeschule/Einzelunterricht mit Videodignose empfohlen ? Was hältst Du davon ??
:
Hallo Alrun,

kenne ich nicht, kann ich nichts zu sagen. Einzelunterricht ist auf jeden Fall besser.

Eine Videodiagnose hat den Vorteil, das Du hinterher in Ruhe anschauen kannst, was der Hund machst und wie Du darauf reagierst.
So siehst Du schneller, welche Fehler Du wann machst.

Grüße, Gaby

von Gaby(YCH) am 31. Mai 2001 18:27

Hallo Alrun,


: das Buch werde ich mir auch noch besorgen ! Hab zwar schon tonnenweise Bücher, aber dieses ist mir nicht bekannt.

Es könnte Dir zeigen, wo die mögliche Ursache für Hyperaktivität liegt.


: Noch zur Flexi- hatte diese ursprünglich angeschafft weil meine Hündin angefangen hat zu jagen und km-weit weggerannt ist. Seither gehen wir werktags nur noch an der Flexi, leider ! Der Nachteil- ich habe mir eine hartnäckige Schulterzerrung zugezogen, weil meine Hündin bereits wochenlang wie eine Verrückte in die Leine knallt. Vielleicht kannst Du dir jetzt vorstellen welche Kräfte hier wirken ? Ich bin ja doch nicht die Zierlichste...und bei 184 cm haut mich so leicht nichts um...


Entschuldige mal bitte, aber wenn die Hündin das seit Wochen macht und sich nichts ändert, hast Du Dich reichlich dusselig angestellt.

Du hättest KONSEQUENT bei jedem in-die-Leine-rennen sie zu Dir zurückrufen und loben müssen! Abgesehen davon hättest Du wunderbar bei dem Moment des Stops, also wenn die Hündin irritiert stehenbleibt, ein Kommando "langsam" oder sowas einführen können.

Das kannst Du immer noch nachholen - aber es scheint mir, die wirkliche Wurzel des Übels liegt darin, das Du keinen Draht zu der Hündin hast - die Bindung stimmt nicht.

Damit meine ich nicht, wieviel ihr zusammenseid, sondern das gegenseitige Verständnis.

Ein Hund, der sich von mir leicht ablenken läßt, mich ignoriert usw., hat nicht das Verlangen, sich an mich als Rudelchef zu binden.

Mein Hund dreht sich auf Spaziergängen oft zu mir um, kommt mal eben zurück, reagiert auch auf Kommandos oder Worte, auch wenn er abgelenkt ist.

Das habe ich auch nicht mal eben aus dem Handgelenk geschüttelt - man muß wissen, was man tut und man muß verstehen, was der Hund wie verknüpft.

Sorry, aber 20 Jahre Hundeerfahrung heißt nicht, 20 Jahre mehr Wissen zu haben.

Denn das Geheimnis guter Hundeausbildung liegt meiner Meinung nach nicht nur darin, Gelerntes anzuwenden, sondern aus dem Gelernten die richtigen Schlußfolgerungen zu ziehen und selbständig passend auf die jeweilige Situation abzuwandeln.

grüße, Gaby

von Janina(YCH) am 31. Mai 2001 18:53

: Hi Christine,
:
: hilft mir leider nicht so recht weiter... meine Hündin ist praktisch permanent "nicht ausgelastet". Der Grund weshalb wir ungelogen jedes Wochenende Bergtouren (im Winter Schneeschuh) von Minimum 7-8 Stunden pro Tag unternehmen. Und zwar nicht auf der Geraden, sondern im Hochgebirge !
:
: Ich bin danach ziemlich fertig, mein Hund ist quietschfidel... grins...
: Wie also würdest DU diesen Hund denn auslasten ? Tipps gerne !! Am Fahrrad ? Na, ja wenn ich den Ehrgeiz hätte jeden Tag 5 Stunden zu radeln... nee, sorry. Meine Hündin erschöpft selbst nicht im Sommer beim Schwimmen im See und zwar 5 Stunden ohne Unterbrechung, ohne den See überhaupt nur einmal zu verlassen. (kein Scherz)
:
: Links bei Fuss sitzen & Handzeichen - kein Problem, funktioniert einwandfrei. Es funktioniert alles wunderbar, einschließlich ablegen auf grosse Entfernung ect. nur eben das "Fuss" klapp nicht. Und meine Hündin weiss sehr wohl was das Wort "Fuss" bedeutet. Sie geht kurzfristig ja ganz toll an der Leine, so etwa 50m bis zur nächsten Aufforderung. Die Verknüpfung hat also bereist stattgefunden, nur mit der Ausführung hapert es.

Hallo Alrun
ich verstehe dein Problem nicht mehr. Der Hund kommt mit wenn ihr in die Berge geht, schwimmt wie du schreibst 5 Stunden am Stück. Ich gehe davon aus, dass sich eure Aktivitäten nicht nur auf das Wochenende beschränken.Wenn ihr nur am Wochenende den Hund Hund sein laßt, müßt ihr euch natürlich nicht wundern. Aber du bist ja hoffentlich jeden Tag aktiv.
Die Frage von Chrisine, ob der Hund vielleicht nicht ausgelastet ist finde ich ganz wichtig!
Irgendwie denke ich wenn ich deine Postings lese an Eltern, die sich über ihre ach so missratenen Kinder beklagen obwohl sie aaaales tun...
Ich möcht dir Eberhard Trumler ans Herz legen, auch wenn es hier einigen verstaubt erscheinen mag.Denke auch daran, nicht die Symptome
zu beseitigen(leine ziehen) sondern den Ursachen die dazu führen auf den Grund zu gehen."Der "schwierige" Hund ist nur deswegen schwierig, weil wir Menschen versagen". E. Trumler .

Janina






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