Dobi schnappt :: Hundeerziehung + Soziales

Dobi schnappt

von Micky(YCH) am 18. Juli 2001 19:43

Hallo Yorkies,

jetzt hat sich ein neues Problem bei unserem Tierheim-Dobi ergeben. Bereits vor zwei Tagen hatte ich bei der Begegnung mit einem Schäferhund schwer zu tun, ihn zu halten (nicht kräftemäßig). Er war absolut außer sich, weil er nicht an diesen Hund ran kam. In seiner Rage schnappte er zweimal immer zur Seite in meine Richtung, er konnte mich nur nicht erreichen. Das gab mir schon zu denken. Ansonsten war er lieb wie immer. Heute waren wir wieder bei ihm. Kaum waren wir draußen, kamen uns Kinder mit einem anderen, kleinen TH-Hund entgegen. Da es ein Rüde war, hielten wir es für ratsam, Abstand zu halten. Erneut rastete unser Dobi ziemlich aus und fing wieder an, um sich herum zu schnappen. Nur leider stand mein Sohn diesmal im Weg und wurde am Knie erwischt. Es ist Gott sei Dank nicht viel passiert und der Dobi hat sich bei dem Herumschnappen auch nicht auf seine Umgebung konzentriert. Aber irgendwie ist unser Verhältnis erst einmal gestört. Meine Überlegung ist vor allem, wie wir ihm diese Unart gefahrlos abgewöhnen können. Wir wissen nicht, ob es nur eine derzeitige Marotte ist oder er bereits früher die Erfahrung machen konnte, daß dann die Leine losgelassen wird, wenn er schnappt.

Lassen wir ihm lange Leine, stürzt er sich ungestüm auf den anderen Hund ohne aber irgendwie aggressiv zu wirken.

Meine Frage wäre, ob jemand von Euch mal ein ähnliches Problem hatte. Kann sich das im täglichen Zusammenleben in der Großstadt mit anderen Hunden legen, parallel natürlich zum Hundeplatz? Handelt es sich hier vielleicht auch nur um eine vorübergehende Tierheimphobie?

Ich weiß natürlich grundsätzlich, daß man einem Hund fast alle Macken abgewöhnen kann, hier ist aber die Gesundheit meiner Mitmenschen gefragt.

Besorgte Grüße

Micky

von Wilma u. Arno(YCH) am 18. Juli 2001 20:12

Hallo Micky,

schon seltsam, erst neulich gab es hier ein Posting über einen Dobermann mit einer ähnlichen Macke, allerdings noch weit ausgeprägter.

Ich muß zugeben, daß ich bei so einem Verhalten superkritisch wäre, grade weil Ihr ein Kind habt. Der Dobi ist noch jung und sicherlich steht er z. Zt. unter Stress. Aber es ist wirklich schwer da eine Prognose abzugeben.
Ich würde in dem Fall mit einem Halti arbeiten. Solange er im TH ist, ist das allerdings fast unmöglich, weil das Halti ja erstmal langsam angewöhnt werden muß.
Wichtig wäre meiner Meinung nach auszutesten, ob er dieses Verhalten "nur" zeigt wenn ein anderer Hund im Spiel ist. Falls ja wären die Chancen für eine Umerziehung natürlich weitaus besser als wenn er diese Macke auch unter anderen Umständen zeigt (z. B. wenn er Katzen sieht oder sonstwie aufgeregt ist).
Außerdem wenn sich das schnappen tatsächlich nur auf andere Hunde bzw. den Frust dort nicht hin zu können bezieht wird sich das höchstwahrscheinlich bessern bei regelmäßigen Kontakten, vor allem auch durch die Arbeit auf einem Hundeplatz.
Es bleibt aber meiner Meinung nach immer noch ein großes Fragezeichen bzw. ein gewisses Risiko.
Gäbe es denn die Möglichkeit, daß Ihr den Hund tageweise zu Euch holt bzw. nur abends ins tierheim bringt ? Dann wäre ein Training mit dem halti ja vielleicht machbar (unter anleitung)
Vielleicht könntet Ihr ihn auch jetzt durch einen Hundetrainer begutachten lassen oder mal testweise in eine Hundeschule gehen ? Ich weiß ja nicht, wie es örtlich so bei Euch anliegt. Und was das Tierheim davon hält. Obwohl es denen ja recht sein müßte.
Ich denke das wäre sicher die beste Möglichkeit um für Euch alle das beste zu erreichen. Auch wenn es für den Hund schöner wäre direkt umzuziehen. Aber noch schlimmer wäre es für ihn (und natürlich auch für Euch) wenn Ihr ihn deswegen wieder zurückgeben müßtet.
Nachdenkliche Grüße
Wilma u. Arno

von Micky(YCH) am 18. Juli 2001 20:25

Hallo Wilma,

siehst Du, an Katzen hab ich jetzt ja noch gar nicht gedacht. Leider scheinen dort auch keine Katzen zu Testzwecken herzumzulaufen (sollte ich vielleicht mal anregen)'g'.

Anstatt dem Hovawart (ist aus dem Fenster gesprungen und hat sich die Vorderläufe gebrochen) bekommen wir morgen nun eine Labbi-Hündin zur Pflege für 14 Tage. Am Samstag werden wir dann wieder zum Dobi fahren und dort bewußt die Situation herbeiführen. Mal sehen, ob er dann wieder so reagiert. Diesmal sind wir ja wenigstens gewarnt und können entsprechend reagieren. Vielleicht kann man das ja bewußt abgewöhnen. Wir wollen ihm auf jeden Fall eine Chance geben, weil er ansonsten ein ganz lieber Hundi ist.

Ich danke Dir für Deine Antwort (hatte schon drauf gewartet).

Gruß
Micky

von Heidrun(YCH) am 18. Juli 2001 20:56

Hi Micky,

um welche Großstadt geht es denn, dann schalt ich Dir vielleicht einen Hundschulen-Link-Tipp, wenn Du willst (nicht einfach irgendein Platz, sondern Leute, die mit sowas Ahnung haben und verantwortungsvoll umgehne).

Beste Grüße
Heidrun

von Micky(YCH) am 18. Juli 2001 20:58

Hallo Heidrun,
wir wohnen in der schönen und hundefreundlichen Stadt Berlin.

Bin für jeden Tip zu haben.

Danke
Micky

von Wilma u. Arno(YCH) am 18. Juli 2001 21:46

Hallo Micky,

ich finde es toll, daß Ihr nicht so einfach aufgebt. Bin gespannt wie es beim nächsten Mal läuft.
Der Hovi muß ja wirklich ein besonders wüster Bursche sein. Obwohl ich kenne einen Fall wo ein Hund aus dem ersten Stock gesprungen ist, weil dort ein anderer Hund lief. Er mußte dann eingeschläfert werden, hat es aber noch geschafft den anderen zu verletzen.
Viele Grüße
Wilma u. Arno (der hoffentlich nie auf so eine Idee kommen wird)

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