Übungsort, Komm, Platz und bleib :: Hundeerziehung + Soziales

Übungsort, Komm, Platz und bleib

von Claudia + Dusty(YCH) am 23. Juli 2001 09:19

Hi,

ich hatte ja schon angekündigt, daß ich viele Fragen haben werde und hier fang ich gleich mal an. Also wie Ihr schon wißt, kann ich Dusty tagsüber mit Baby nicht mitnehmen. Meine Idee, tagsüber wenigstens ein Wenig zu üben ist die, wenn Baby schläft mit Babyfon in der Tasche im Auslauf zu üben. Aber: eigentlich ist das totales Hundeterritorium, sein ureigenstes Reich. Ist es überhaupt ok, da mit ihm zu üben? Oder lernt/hört der da schlechter/besser als sonstwo? Funktioniert das dann später nur da oder in der Wohnung?
Wenn ich Komm übe, habe ich bisher eine lange Leine (ca. 10 m) genommen und ihn unter ständigen Komm herangezogen bzw. später an der Leine gezupft, nun geht es auch so. Um das ganze zu festigen, wollte ich mit der Leine noch weiter üben. Aber wird das dann auch ohne Leine funktionieren? Mach ich das richtig so?
Bei Befehl Platz wechselt er erst noch heftig den Standort, schmeißt sich mir vor die Füße oder sucht einen angenehmen platz. Wie krieg ich ihn dazu, sich an Ort und Stelle hinzulegen? Aufgrund der Rasse (Kuvasz) braucht es eh meist eine Wiederholung des Befehls.
Wie üb ich bleib? Manchmal klappt es schon, manchmal nicht. Ich laß ihn dann wieder hinlegen, obwohl er leider meist schon den Ort gewechselt hat, warte einen Moment, sage dann auf und lobe dann. Wenn ich vor seinem Aufstehen merke, das er auf will, bleibt er auf Platz dann doch liegen. Wie geht das noch effektiver? oder ist das ok so und ich muß "nur" noch heftig weiterüben?
So, das solls erst mal an Fragen gewesen sein. Die sachen wollte ich nun nämlich mal eine Woche verstärkt üben und nicht alles auf einmal. In der Hoffnung, daß es dann immer besser klappt. Bin für jede Anregung denkbar.
liebe Grüße
Claudia + Dusty

von Amelie(YCH) am 23. Juli 2001 09:55

Hallo!
: Ist es überhaupt ok, da mit ihm zu üben?

eigentlich ist es zunächst egal, wo Du übst, hauptsache, es ist ein ablenkungsfreier Platz.

: wollte ich mit der Leine noch weiter üben. Aber wird das dann auch ohne Leine funktionieren?

Wenn Du das Gefühl hast, daß es so gut klappt , mach' es doch ruhig weiter so. Ob es dann auch ohne funktioniert, kommt einmal auf Deinen Hund und dann auf die Sicherheit des Kommandos und Deinen Durchsetzungskaft an. Es gibt Hunde, die durchschauen SOFORT, wenn sie plötzlich ohne Leinen sind, bei anderen klappt die Umstellung problemlos. Wichtig ist, langsam die Schwierigkeit zu steigern, also nicht gleich vom einsamen Übungsgarten ins dicke Hundegetümmel. Vielleicht kannst Du ja parallel noch eine zweite Motivation aufbauen, z.B. das "Hier" über Leckerlis einzuüben ? Oder mag er irgendein Spielzeug besonders ? Das ist dann später sicherer als wenn Du so von de Leine abhängig bist.

: Bei Befehl Platz wechselt er erst noch heftig den Standort, schmeißt sich mir vor die Füße oder sucht einen angenehmen platz. Wie krieg ich ihn dazu, sich an Ort und Stelle hinzulegen?

Das ist etwas Ansichtssache, Wenn Du Hundeplatzreife erlangen willst, muß der Hund sich SOFORT, egal wo, hinschmeißen. Im Alltag finde ich persönlich es nicht so schlimm, ob mein Hund 10 cm nach rechts oder links abweicht - hauptsache, er befolgt das Kommando in jeder Lebenslage, nur darauf kommt es mir persönlich an. Wenn er Dir allerdings ZU sehr entgegenläuft, mußt Du wieder näher 'ran gehen und den Abstand verringern, so daß Du schnell auf ihn einwirken kannst, wenn er loslaufen will. Noch eine Möglichkeit : hast Du schon ein "Stopp" -Kommando ? Bei usn ist es die nach schräg-vorne gehaltene, gespreizte Hand. Dann weiß mein Hund, daß er nict näher kommen soll. Oder aber Du übst das Platz aus dem Sitz heraus, dann ist er ja schonmal an einem Ort. Ist sowieso eine gute Konzertrationsübung: Sitz-Platz-Sitz, dann erst zu Dir rufen (und gaaaaanz doll loben *gg*)

: Wie üb ich bleib?

Ich habe die Notwendigkeit dieses Komandos noch nie verstanden. Wozu ein "Bleib" ? Wenn ich "Platz" sage (oder was auch immer ), bedeutet das doch, daß mein Hund dieses Kommando auszuführen hat, bis ich den Auflösebefehl gebe. Worin sollte dann also der Unterschied zwischen "Platz" und "Platz + Bleib" bestehen ??? Mein Hund muß solange liegenblieben, bis ich nichts neues sage, egal, ob ich um ihn herum wie Rumpelstielzchen hopse oder durch's Unterholz robbe. Das sage ich ihm mit dem Kommando "platz" bzw. jedem anderen auch. Du sagst doch auch nicht "Fuß" und dann "Bleib", weil er jetzt im Fuß bleiben soll, oder :-)) ?? sondern es ist klar, daß dieses Kommando solange gilt, bis Du "Lauf" sagst. Es gibt übrigens auch schon Hundetrainer, die diese Ansicht teilen.

Hattest Du jetzt schon Stunden mit der Trainerin ?

Liebe Grüße, Amelie


von Wilma u. Arno(YCH) am 23. Juli 2001 09:53

Hallo Claudia,

grundsätzlich gilt, das man mit einem Hund Kommandos an verschiedenen Plätzen üben soll. Zuerst möglichst an einem ruhigen Platz ohne (allzuviel) Ablenkung.
Ansonsten kann es passieren, daß der Hund nur verknüpft : Aha hier ist der Hundeplatz, hier muß ich hören. Ich habe schon so einige Hunde gesehen, die Cracks auf dem Platz waren und draußen keinen Schritt vernünftig liefen.
Was das kommen auf Befehl betrifft, wenn er an der Leine (also auch unterwegs) sicher kommt wenn Du rufst, kannst Du ihn mit Schleppleine laufen lassen, d.h. die Leine schleift über den Boden und Du kannst notfalls drauftreten und ihn stoppen.
Was Platz betrifft, so wie Du das schilderst, ist es recht typisch für einen HSH. Da wird halt erstmal noch über den Befehl nachgedacht *g*.
Und mit Strenge kannst Du ihm allgemeinen bei diesen Hunden nicht viel ausrichten. Bei Bleib ist es ähnlich.
Es liegt an Dir, ob Du mit dem jetzigen Zustand zufrieden bist. Mehr zu erreichen kann bei dieser Rasse sehr schwierig sein (muß aber nicht).
Ich setz Dir mal einen link auf eine Seite, die vielleicht ganz interessant für Dich ist.
Caro kann Dir sicher auch noch ein paar speziellere Tips geben.
Viele Grüße
Wilma u. Arno

von Kerstin(YCH) am 23. Juli 2001 12:41

Hallo Claudia,

hast ja schon ein paar Tips bekommen, ich wollte nur zu folgendem Teil noch etwas sagen.

: Wenn ich Komm übe, habe ich bisher eine lange Leine (ca. 10 m) genommen und ihn unter ständigen Komm herangezogen bzw. später an der Leine gezupft, nun geht es auch so. Um das ganze zu festigen, wollte ich mit der Leine noch weiter üben. Aber wird das dann auch ohne Leine funktionieren? Mach ich das richtig so?

Verstehe ich das richtig, der Hund ist an der 10 m Leine und wurde langsam zu dir hingezogen?
Meiner Meinung nach ist das nicht so ideal, weil manche Hunde dann später nicht gerne an der Leine gehen und weil der Hund das Herankommen nicht so positiv besetzt, und wenn dann keine Leine mehr da ist, die ihn zwingt...Egal, das nur als kleine Begründung.
Kannst du ihn locken? Jeder Hund hat irgendein Lieblingleckerchen, Spielzueg etc..
Wenn Dusty (an der 10 m Leine) sich in einiger Entfernung zu dir befindet, ihn rufen (Namen) und wenn du seine Aufmerksamkeit hast, mit dem Leckerchen, Spielzeug etc. wedeln. Wenn er dann zu dir durchstartet "komm" rufen. Wenn er ankommt loben, spielen, etc.
So verbindet er mit "komm" etwas Positives, nach dem Motto es lohnt sich immer auf Frauchen zu hören...
Die Leine dient in diesem Fall nur dazu, das er in keinem Fall abhaut, nicht aber dazu, den Befehl zu erzwingen.

Viel Erfolg und Spaß mit Dusty
Liebe Grüß Kerstin




von Claudia + Dusty(YCH) am 23. Juli 2001 12:41

Hallo Wilma,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

: grundsätzlich gilt, das man mit einem Hund Kommandos an verschiedenen Plätzen üben soll. Zuerst möglichst an einem ruhigen Platz ohne (allzuviel) Ablenkung.
Naja, Ablenkung gibt es im Auslauf nicht. Und wenn ich abends mit ihm gehe (schaff ich leider nicht jeden Abend) üb ich ja auch auf Leinenabstand. Aber im Auslauf komm ich halt öfter zum üben und um die Kommandos zu behalten, geht das wohl. Leider ist er im Auslauf nicht sehr motiviert, warum auch immer. Draußen klappt es besser.

: Was das kommen auf Befehl betrifft, wenn er an der Leine (also auch unterwegs) sicher kommt wenn Du rufst, kannst Du ihn mit Schleppleine laufen lassen, d.h. die Leine schleift über den Boden und Du kannst notfalls drauftreten und ihn stoppen.
Zunächst mal werd ich das auch draußen mit der ganz langen Leine üben. Schleppleine ist bei dem Kalb keine gute Idee. Mit seinen 60 kg zieht er mir die glatt unterm Fuß wech. Und ob ich mich so schnell bücken und festhalten kann, weiß ich nicht. Nunja, wenn er mal noch besser hört, kann ich es ja trotzdem mal versuchen ... (zweifel)

: Was Platz betrifft, so wie Du das schilderst, ist es recht typisch für einen HSH. Da wird halt erstmal noch über den Befehl nachgedacht *g*.
*seufz* also üben, üben, üben.

: Es liegt an Dir, ob Du mit dem jetzigen Zustand zufrieden bist. Mehr zu erreichen kann bei dieser Rasse sehr schwierig sein (muß aber nicht).
ein wenig besser sollte es schon noch werden. Zumal der Grundgehorsam ja auch wichtig ist, um das eigentlich Problem der Spaziergänge in den Griff zu kriegen.

: Ich setz Dir mal einen link auf eine Seite, die vielleicht ganz interessant für Dich ist.
Hm, halt wohl leider nicht geklappt ??

Bin auch gerade noch ganz geschockt. Die Hunde kläffen ja öfter mal im Auslauf, wenn sie was sehen. Ist also normal. Aber eben war das Kläffen mal irgendwie anders, so daß ich dann doch aus dem Fenster geschaut hab, ob irgendwas ist, mal wieder ein freilaufender Hund auf dem Grundstück oder so ... und seh gerade noch ein Kind von unserem Grundstück rennen! Hoffentlich machen die sich keine Mutprobe daraus, über oder durch den Zaun an die Hunde zu kommen. Ich kann ja nicht ständig den Zaun bewachen ... Nicht auszudenken, wenn eines der Kinder bei so einem dummen Streich gebissen würde. Aber der Zaun liegt schon ca. 10 m von der Straße ab und ist auf ausbruchsicherheit geprüft. Mehr können wir doch wirklich nicht tun, oder?

Nunja, sodenn, liebe Grüße
Claudia + Dusty

von Claudia + Dusty(YCH) am 23. Juli 2001 12:48

Hallo Amelie

:Es gibt Hunde, die durchschauen SOFORT, wenn sie plötzlich ohne Leinen sind, bei anderen klappt die Umstellung problemlos.

Ich fürchte, Dusty gehört zu diesen ... Leckerlis bekommt er häufig als Lob, sozusagen auch als Motivation.

: hast Du schon ein "Stopp" -Kommando ? Bei usn ist es die nach schräg-vorne gehaltene, gespreizte Hand. Dann weiß mein Hund, daß er nict näher kommen soll. Oder aber Du übst das Platz aus dem Sitz heraus, dann ist er ja schonmal an einem Ort. Ist sowieso eine gute Konzertrationsübung: Sitz-Platz-Sitz, dann erst zu Dir rufen (und gaaaaanz doll loben *gg*)
Ne, Stopp-Kommando hab ich nicht. Eigentlich wollte ich mir das sparen, weil er ja bei Platz oder sitz quasi auch stoppen soll.


: Ich habe die Notwendigkeit dieses Komandos noch nie verstanden. Wozu ein "Bleib" ? Wenn ich "Platz" sage (oder was auch immer ), bedeutet das doch, daß mein Hund dieses Kommando auszuführen hat, bis ich den Auflösebefehl gebe. Worin sollte dann also der Unterschied zwischen "Platz" und "Platz + Bleib" bestehen ??? Mein Hund muß solange liegenblieben, bis ich nichts neues sage, egal, ob ich um ihn herum wie Rumpelstielzchen hopse oder durch's Unterholz robbe. Das sage ich ihm mit dem Kommando "platz" bzw. jedem anderen auch. Du sagst doch auch nicht "Fuß" und dann "Bleib", weil er jetzt im Fuß bleiben soll, oder :-)) ?? sondern es ist klar, daß dieses Kommando solange gilt, bis Du "Lauf" sagst. Es gibt übrigens auch schon Hundetrainer, die diese Ansicht teilen.
War wohl von mir unklar ausgedrückt. eigentlich mein ich mit Platz auch, daß er liebenbleiben soll, bis ich ihn "auf" lasse. Das wollte ich damit eigentlich nur verdeutlichen. Sich auf Platz nur hinlegen und direkt wieder aufstehen, fänd ich auch unsinnig. Bin mir nur eben nicht ganz klar, ob ich ihm das liegenbleiben so richtig beibringe. Wie tadelt man das wiederaufstehen, wenn man es nicht geschafft hat, das zu verhindern? Mir fällt halt nur ein, wieder Platz zu befehlen und erst nach "auf" zu loben.
:
: Hattest Du jetzt schon Stunden mit der Trainerin ?

nein, daß wird auch noch ca. 4 bis 6 Wochen dauern. Ist hier halt alles etwas schwieriger. Der Hund muß noch geimpft werden und der Anhänger braucht neue Gummipuffer an der Achse und muß zugelassen werden. Ich hoffe, daß mein Mann das zügig erledigt. Anhänger reparieren fällt leider nicht in meine Fähigkeiten.

Bin auch gerade noch ganz geschockt. Die Hunde kläffen ja öfter mal im Auslauf, wenn sie was sehen. Ist also normal. Aber eben war das Kläffen mal irgendwie anders, so daß ich dann doch aus dem Fenster geschaut hab, ob irgendwas ist, mal wieder ein freilaufender Hund auf dem Grundstück oder so ... und seh gerade noch ein Kind von unserem Grundstück rennen! Hoffentlich machen die sich keine Mutprobe daraus, über oder durch den Zaun an die Hunde zu kommen. Ich kann ja nicht ständig den Zaun bewachen ... Nicht auszudenken, wenn eines der Kinder bei so einem dummen Streich gebissen würde. Aber der Zaun liegt schon ca. 10 m von der Straße ab und ist auf ausbruchsicherheit geprüft. Mehr können wir doch wirklich nicht tun, oder? Ich fürchte, ein Warnschild würde die Kidis auch kaum von irgendwelchen Mutproben abbringen ....

Nunja, sodenn, liebe Grüße
Claudia + Dusty

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