Problemhund (Beiser) :: Hundeerziehung + Soziales

Problemhund (Beiser)

von Tanja(YCH) am 12. Mai 1999 06:52

Hallo Grit,

ich würde an erster Stelle erst einmal mit Ruhe und Gedult Deinen Hund an einen Maulkorb gewöhnen. Und zwar so, daß er Ihn genaussogerne trägt wie sein Halsband.
als 2. würde ich ihm angewöhnen, auf Kommando an einer Stelle im Haus, am besten auf seiner Decke, Platz zu machen wen Du es sagst und auch solange dort zu bleiben, bis Du ihn wieder rufst.

Erst wenn das ohne Besuch 100% klappt. Übe mit ihm wenn der Besuch (extra bestellt für Übung mit Hund)kommt. Sage Deinem Besuch er soll den Hund ignorieren. Kein steicheln, kein Füttern, einfach ignorieren. Kümmere Du dich nur um Deinen Hund. Laß ihn ruhig an der Tür "sitz" machen wenn es Klingelt, öffne die Tür, achte darauf daß Dein Hund sitzen bleibt. Unterbinde jegliche Agressivität mit einem energischen "Pfui" oder "Nein" verbunden mit Leinenruck und lasse den Hund wieder sitz machen. Lobe ihn wenn er es richtig macht ausführlich. Kümmere Dich wärend der Übungen nur um Deinen Hund, nicht um den Besuch, den der ist ja zum Üben gekommen und bleibe vor allen Dingen selbst ruhig, wenn Du schon nervös wirst, merkt der Hund Deine Unsicherheit und verbindet diese mit dem Besuch (der Hund denkt, Frauchen hat Angst vor dem Besuch, ich habe Angst vor dem Besuch, also muß ich diesen sofort Vertreiben). Lasse den Besuch nun herrein und gehe mit dem Hund zu seiner Decke und lass ihn dort "Platz" machen. Achte darauf das er liegen bleibt. Verabschiede Deinen Besuch nach kurzer Zeit (max. 5 Min.) wieder. Gehe zu Deinem Hund und lobe ihn. Wenn das klappt, steigere die Zeit des Besuches immer mehr. Und wechsele die Besucher ständig. Zieh den Maulkorb nicht erst auf wenn es klingelt. Sonst verbindet er ihn event. mit dem Besucher. Übe jeden Tag und sei konsequent und habe Gedult, so ein Problem schafft man nicht übernacht aus der Welt.
PS: ich würde zur Sicherheit Deiner Besucher den Maulkorb immer anziehen (auch beim Spaziergang, es könnte ein Fremder oder ein Kind den Hund plötzlich anfassen). Selbst dann wenn Du ihn unter Kontrolle hast. Wenn einer der Besucher eine Bewegung macht, die den Hund an die früheren Mißhandlungen erinnert, würde er warscheinlich immerwieder zubeißen. Außerdem wärest Du ruhiger und entspannter, da Du dann sicher sein kannst, es kann nichts passieren, selbst dann nicht wenn Du den Hund einmal frei laufen lässt.

Gruß Tanja

von Grit(YCH) am 12. Mai 1999 11:28

Hi Tanja,

: ich würde an erster Stelle erst einmal mit Ruhe und Gedult Deinen Hund an einen Maulkorb gewöhnen. Und zwar so, daß er Ihn genaussogerne trägt wie sein Halsband.
: als 2. würde ich ihm angewöhnen, auf Kommando an einer Stelle im Haus, am besten auf seiner Decke, Platz zu machen wen Du es sagst und auch solange dort zu bleiben, bis Du ihn wieder rufst.
Die Nummer 2 macht er schon lange ohne Probleme. Zumindest wenn kein Fremder anwesend ist ;-).
Das Theater geht erstlos wenn jemand an der Tür ist. Dann ist es mit dem
artig sitzen bleiben vorbei. Und wenn sie einmal mit bellen und knurren angefangen
hat, läßt sie sich auch nicht beruhigen. Da hilft weder Aus noch pfui oder
beruhigend auf sie einreden. Unter anderen Umständen (z.B. wenn sie ohne Leine läuft) hört sie
sofort auf jedes Komando ohne Probleme. Ich schätze, sie braucht halt mehr Übung, leider sind wir aber
vor einem halben Jahr in eine neue Stadt (bzw. Dorf) gezogen und kennen noch
nicht soviele Menschen (erstrecht keine Freiwilligen für so ein Projekt).

Grit

von Tanja(YCH) am 12. Mai 1999 12:33

Hallo Grit,

es wird warscheinlich sehr schwierig werden Ihr das alles ohne Helfer abzugewöhnen.
: ... wenn sie einmal mit bellen und knurren angefangen
: hat, läßt sie sich auch nicht beruhigen. Da hilft weder Aus noch pfui oder beruhigend auf sie einreden.

Ich würde wenn sie sich so aufführt auf gar keinen Fall beruhigend auf Sie einreden, Du bestärkst damit dieses Verhalten nur noch, da der Hund Dein beruhigendes Sprechen als Belobigung für sein schlechtes Verhalten ansehen würde. Es ist jedoch wichtig, daß Du versuchst ganz ruhig zu bleiben. Versuche einmal mit ihr und dem Besucher raus auf die Straße zu gehen, gehe mit beiden ein Stück spazieren, mache wärend des Spaziergangs konsequent Unterordnung mit ihr. Bitte den Besucher so weit von ihr wegzugehen bis Sie sich wieder beruigt und auf Dich reagiert. Dann sollte der Besucher wieder näher kommen. Gehe dann zusammen mit dem ruhig bei Fuß gehenden Hund und dem Besucher wieder zum Haus und gehe gemeinsam mit dem Besucher hinein oder laß sogar den Besucher zuerst in die Wohnung. Es ist ganz wichtig, daß die Besucher den Hund total ignorieren, Deine Hündin muß merken, daß ihr von den Besuchern keine Gefahr droht. Jede, noch so gut gemeinte, Annäherung von fremden Menschen sieht sie warscheinlich als Bedrohung. Vielleicht ist sie auch früher von Menschen freundlich angelockt worden und wurde anschließend mißhandelt.
Falls Du nicht alleine lebst, kannst Du Deinen Partner oder Kinder bitten, draußen an der Tür einfach nur zu klingeln. Dann kannst Du mit Deiner Hündinn einfach üben Besuch kommt, leg sie wenn es klingelt immer auf ihrer Decke "platz". Selbst wenn sie am Anfang Aufstände verursacht. Sie wird bald merken daß gar keiner kommt und warscheinlich mit der Zeit ansprechbarer sein.

Ich denke es wäre auch sinnvoll mit Ihr auf einen guten Hundeplatz zu gehen, einen wo alle Hunde willkommen sind, wo kommpetente Leute sind die auf den Problem eingehen können. Es ist möglich, daß Du dafür auch eine längere Fahrstrecke in kauf nehmen mußt, da viele Vereine leider außschließlich auf SchH Sport ausgerichtet sind. Aber es gibt auch andere.
Wo wohnst Du denn? Vielleicht kann ich Dir ja helfen.


Gruß Tanja


Unter anderen Umständen (z.B. wenn sie ohne Leine läuft) hört sie
: sofort auf jedes Komando ohne Probleme. Ich schätze, sie braucht halt mehr Übung, leider sind wir aber
: vor einem halben Jahr in eine neue Stadt (bzw. Dorf) gezogen und kennen noch
: nicht soviele Menschen (erstrecht keine Freiwilligen für so ein Projekt).
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: Grit
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