Hilfe! Bei mir gibt's Hundekämpfe :- :: Hundeerziehung + Soziales

Hilfe! Bei mir gibt's Hundekämpfe :-

von Andrea(YCH) am 06. August 2001 20:47

Hallo, zusammen,
wir haben vor 5 Wochen einen kleinen Zweithund (3 Jahre, kastr. Hündin) aufgenommen zu unserer 4-jährigen Havaneserhündin. Nachdem sie sich erst ignoriert haben, haben sie vor 4 Tagen angefangen, sich zu beißen, miteinander zu kämpfen usw. Wahrscheinlich hat das mit der Rangordnung zu tun, oder? Da ich es doch ziemlich anstrengend finde, wenn die beiden sich ständig in den Haaren liegen, würde ich gern wissen, was ich am besten mache? Ignorieren? Ich möchte nicht, dass das ausartet.
Wer kann mir mit Tipps helfen?
Viele Grüße von Andrea

von Gabrielle(YCH) am 07. August 2001 10:58

Hallo Andrea
Ian Dunbar sagt, dass man erst mal Buch fuehren soll: Wieviel Kaempfe und wie schwer sind die Verletzungen (TA noetig, naehen etc). So wie ich ihn verstehe, ist es normal, dass es innerhalb des Rudels zu kaempfen kommt, dies vermehrt unter zwei Huendinnen/zwei Rueden. Das Leittier geht das eigentlich nichts an, im Gegenteil, du machst die Situation meist schlimmer mit deinem Eingreiffen oder auch schon nur in der Naehe bleiben. So wuerde ich nun als erstes (in der Annahme, dass sie sich nicht schon naeh-reif beissen) mit Ignorieren beantworten, d.h. die Szene fluchtartig verlassen. Gleichzeitig wuerde ich durch Beobachten versuchen rauszufinden, wer denn nun gerade oben ist in der Hierarchie und entsprechend so handeln.
Ich wuerde die Hunde getrennt fuettern oder aber dabei bleiben, sodass deine Gegenwart die Ordnung aufrecht erhaelt. Ferner wuerde ich die Trainingsarbeit intensivieren (d.h. einfach die mentale Beschaeftigung) und regelmaessig (anfangs sicher taeglich) mit jedem Hund einzeln spazieren gehen, damit ihre erste Bindung zu dir bleibt bzw wird (besonders wichtig fuer den neuen Hund - sie braucht besonders Zeit alleine mit dir).
"Weggehen" in dem Sinne wird es wohl nie ganz, da dies einfach zum normalen Verhalten im Rudel gehoert. Wenn es allerdings wiederholt zu Bissen kommt, die genaeht werden muessen, dann wird's schwierig...

Liebe Gruesse
Gabrielle


von Margot(YCH) am 07. August 2001 17:34

Hallo Andrea,

den Tipps, die dir Gabrielle gegeben hat möchte ich ganz energisch
widersprechen! Auch in der freien Wildbahn mischt sich der Rudel-
führer ein, wenn Kämpfe heftig werden, und zwar aus dem einfachen
Grund, daß die Verletzung eines Rudelmitgliedes das ganze Rudel
schwächt, weil ja ein Jäger weniger vorhanden ist. Weiters muß man
unbedingt zwischen Rüden- und Hündinnenraufereien differenzieren. Bei Rüden geht es meist "nur" um die Rangordnung - was auch heftig werden
kann, bei Hündinnen geht es meist um Leben und Tod! Aus dem einfachen
Grund, daß im Wildhunderudel jeweils nur eine Hündin, meist die Rang-
höchste gedeckt wird, deshalb versucht eine Hündin "Nebenbuhlerinnen"
auszuschalten - und zwar dauerhaft! Ich selbst führe ein 5er-Rudel -
4 Hündinnen und ein Rüde - Spannungen gibt es - aber eines ist ganz
klar - der Boß bin ich und zwar unmißverständlich, sie wissen alle,
daß ICH keine Raufereien innerhalb des Rudels dulde, obwohl ich sonst
sehr "gesprächsbereit" bin. Deshalb finde ich den Rat bei Kämpfen
wegzugehen sehr gefährlich. Mein "Rudel" funktioniert aber nicht nur
durch mich so gut - an meiner Seite habe ich eine dominante Hündin -
sie erkennt Spannungen oft wesentlich früher als ich und schreitet ein.
Sie stellt sich einfach zwischen die Beiden Kontrahenten wirft jedem
einen Blick zu und damit ist die Sache auch schon wieder erledigt.
Was die Situation bei dir noch schwieriger macht, ist, daß du zwei
erwachsene Hündinnen hast, es wird einige Zeit dauern bis eine Rang-
ordnung zwischen den Hündinnen klar ist, wenn sich überhaupt jemals
eine klare Rangordnung zwischen den Hündinnen herstellen läßt - umso
wichtiger ist es, daß Beide ganz schnell akzeptieren, daß DU der
Ranghöchste bist, der Raufereien nicht duldet - wenn es wieder eine
Rauferei gibt - greife ein und mache beiden klar, daß DU so etwas unter
keinen Umständen tolerierst!

Viel Erfolg, liebe Grüße
Margot

von Wilma u. Arno(YCH) am 07. August 2001 20:31

Hallo Margot,

da kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen bei allem was Du geschrieben hast.
Und bei zwei kämpfenden Hündinnen nicht einzugreifen, sondern rauszugehen, nun ja, ich möchte mir nicht vorstellen, was man bei der Rückkehr findet.
Eine Bekannte von mir hatte u. a. zwei Hündinnen, eine kam als Welpe zu ihr, da war die andere schon einige Jahre alt. Jahrelang lief es relativ problemlos, kleine Stänkereien, die unterbunden wurden. Und dann gab es einen Kampf, bei dem der Älteren fast das Ohr abgetrennt wurde.
Hätte sie die jüngere Hündin behalten bzw. die beiden danach auch nur noch kurzzeitig alleingelassen, wäre es wahrscheinlich zum tödlichen Kampf gekommen.
Viele Grüße
Wilma u. Arno

von Jenny(YCH) am 08. August 2001 06:28

Hallo Margot,

: Auch in der freien Wildbahn mischt sich der Rudel-
: führer ein, wenn Kämpfe heftig werden, und zwar aus dem einfachen
: Grund, daß die Verletzung eines Rudelmitgliedes das ganze Rudel
: schwächt, weil ja ein Jäger weniger vorhanden ist.

Weiters muß man
: unbedingt zwischen Rüden- und Hündinnenraufereien differenzieren. Bei Rüden geht es meist "nur" um die Rangordnung - was auch heftig werden
: kann, bei Hündinnen geht es meist um Leben und Tod! Aus dem einfachen
: Grund, daß im Wildhunderudel jeweils nur eine Hündin, meist die Rang-
: höchste gedeckt wird, deshalb versucht eine Hündin "Nebenbuhlerinnen"
: auszuschalten - und zwar dauerhaft!

Widerspricht sich das nicht etwas?

fragende Grüsse
JEnny

von Margot(YCH) am 08. August 2001 07:00

: Hallo Margot,
:
: : Auch in der freien Wildbahn mischt sich der Rudel-
: : führer ein, wenn Kämpfe heftig werden, und zwar aus dem einfachen
: : Grund, daß die Verletzung eines Rudelmitgliedes das ganze Rudel
: : schwächt, weil ja ein Jäger weniger vorhanden ist.
:
: Weiters muß man
: : unbedingt zwischen Rüden- und Hündinnenraufereien differenzieren. Bei Rüden geht es meist "nur" um die Rangordnung - was auch heftig werden
: : kann, bei Hündinnen geht es meist um Leben und Tod! Aus dem einfachen
: : Grund, daß im Wildhunderudel jeweils nur eine Hündin, meist die Rang-
: : höchste gedeckt wird, deshalb versucht eine Hündin "Nebenbuhlerinnen"
: : auszuschalten - und zwar dauerhaft!
:
: Widerspricht sich das nicht etwas?
:
: fragende Grüsse
: JEnny

Hallo Jenny,

was widerspricht sich deiner Meinung nach?

Grüsse
Margot

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