2. Versuch: Alleinebleiben"" :: Hundeerziehung + Soziales

2. Versuch: Alleinebleiben""

von Jule(YCH) am 12. August 2001 11:38

Also nun ist es soweit -
heute wird mit dem 2. Versuch "Alleinebleiben in der GANZEN Wohnung" begonnen. (Unser kastr. Lab-Mix-Rüde (1 1/2 Jahre) darf, wenn er alleine ist bisher nur im Flur bleiben, da er alles zerstört, was ihm in die Quere kommt. Der Flur ist inzwischen völlig "hundegerecht" ohne Zerstörgut eingerichtet...)
Ich habe jetzt 3 Wochen Urlaub und mein Freund noch einige Wochen länger Semesterferien und wir wollen versuchen bis wir beide wieder arbeiten müssen, Maxi soweit zu kriegen, dass er in der ganzen Wohnung bleiben darf, wenn er alleine ist (ohne Schränke zu zerbeißen oder Sofas zu zerfetzen).
Anfangen wollen wir, indem wir uns jeweils einige Minuten draußen hinter Wohnzimmer-, bzw. Schlafzimmerfenster verstecken und beobachten, wie er sich verhält. Seine Knochen und Spielzeug bekommt er trotzdem (wie inmmer, wenn wir gehen). Auch der Kater (die beiden lieben sich abgöttisch) soll nicht weggesperrt werden. Wenn wir dann mitbekommen, dass er etwas "Verbotenes" tut, wollen wir "reinstürmen" mit ihm schimpfen und sofort wieder gehen, wenn einige Minuten nichts passiert ist: rein - loben - Zeit langsam steigern... (wie gehabt)

Habt ihr noch weitere Vorschläge, sollen wir noch etwas anders machen oder verbessern???

Danke fürs Helfen, Eure Jule

von Silke(YCH) am 12. August 2001 13:20

...wenn wir dann mitbekommen, dass er etwas "Verbotenes" tut, wollen wir "reinstürmen" mit ihm schimpfen und sofort wieder gehen, wenn einige Minuten nichts passiert ist: rein - loben - Zeit langsam steigern... (wie gehabt)
:
: Habt ihr noch weitere Vorschläge, sollen wir noch etwas anders machen oder verbessern???

Also, das mit dem Reinstürmen würde ich vielleicht lassen. Der Hund kaut ja etwas an, 1. weil er nicht weiß, das z.B. ein Stuhl kein Kauspielzeug ist (für Hunde ist erstmal ALLES zum Kauen da - warum auch nicht - ein Hund kennt keinen anderen Verwendungszweck für Stühle), und 2. weil er sich langweilt.

Wenn Ihr da nun reingepoltert kommt (auch wenn ihr dabei schimpft), unterbrecht Ihr seine Langeweile - Prima! Hat das Stühle ankauen noch zusätzlich was gebracht!

I.S. "Alles ist zum Kauen da" habt ihr wenig Möglichkeiten, dem Hund zu zeigen, was er NICHT ankauen darf - es wäre einfach zu viel für ihn, denn eigentlich müßtet ihr ihm 10.000 verschiedene Dinge "verbieten" - Hunde generalisieren sehr schlecht ("...darf ich DEN Stuhl nicht, dann bestimmt den anderen, der daneben steht?!?".

Vielleicht solltet Ihr versuchen, dem Hund was zum Kauen zu bieten, was wesentlich spannender und leckerer ist, als ein Stuhl, also z.B. ein gut in ein altes Jeanshosenbein eingepacktes Leckerchen oder so einen Spielball, aus dem die Leckerchen rausfallen - da sieht ein Stuhl doch echt blaß gegen aus, oder? Und Langeweile kommt da auch nicht bei auf! Übrigens habe ich diese Tips aus dem Buch "Hunde sind anders" von Jean Donaldson - ein echter Hit, finde ich!

Ach ja, und wenn er wirklich mal versuchen sollte, doch etwas anderes anzukauen, würde ich versuchen, ihn so abzulenken, daß er nicht merkt, daß es von Euch kommt - vielleicht mit einem piepsenden Handy im Schrank? (Die Idee ist jetzt von mir...) Wenn er dann aufhört zu kauen, um das Handy zu lokalisieren, kommt Ihr ganz zufällig nach Hause und füllt den Jeansknoten wieder auf *g*...

: Danke fürs Helfen, Eure Jule

Hoffe, es bringt Euch weiter, Gruß, Silke

PS.: warum soll der Hund denn eigentlich in der ganzen Wohnung rumturnen? Ist der Flur so klein?

von Birgit(YCH) am 14. August 2001 11:29

Hallo Jule,

:Wenn wir dann mitbekommen, dass er etwas "Verbotenes" tut, wollen wir :"reinstürmen" mit ihm schimpfen und sofort wieder gehen,

DAS AUF KEINEN FALL!

Euer Hund scheint unter Stress zu stehen, wenn er alleine ist, daher zerstört er alles. Wie Ihr nun sowas macht, wird das Verhalten nur noch schlimmer, habe ich im Bekanntenkreis schon selbst erlebt (bis zum Wandputz abfressen).

Wie habt Ihr ihm das Alleinesein denn beigebrecht und wie lange hatte er Zeit zu lernen, das er Vertrauen haben kann, das Ihr wieder kommt?

Wenn Ihr jetzt Urlaub habt, beginnt die Alleineseinprozedur ganz von vorne - wie beim Welpen. Begonnen damit, das er zunächst immer im Abstand zu Euch liegt (also nicht mit auf dem Bett oder Sofa), dann alleine in einem Raum, während Ihr im Nebenraum seit etc. Er muss Vertrauen in Euch finden. Also seit immer locker und tut so, als wenn Alleinesein das normalste von der Welt ist.

Mit meiner Hündin mußte ich das 6 Monate trainieren. Sie bleibt heute aber anstandslos ohne Nebenwirkungen und Stress alleine.

Grüße Birgit

von Jule(YCH) am 16. August 2001 09:34

Hey Birgit!
Ich bin mir relativ sicher, dass Maxi schlicht und einfach langweilig ist und er nicht unter Trennungsansgt leidet. Er ist kein Hund der ständig an unserem Rockzipfel hängt - im Gegenteil. Früher durfte er z.B. nicht ins Schlafzimmer, jetzt darf er´s - schläft aber lieber in einem anderen Raum, wenn wir im Wald oder auf dem Feld sind, müssen WIR uns bemerkbar machen, dass wir jetzt gehen, es dauert schon ein ganzes Weilchen, bis ihm auffällt, dass Frauchen und Herrchen schon weg sind u.s.w.

Was denkst Du?
Liebe Grüße

von Jule(YCH) am 16. August 2001 09:42

Hey Silke,
also der Flur ist alles andere als klein, ABER: wir haben das Gefühl, dass diese Zerstörerei im Flur (da ist nichts weiter außer Türen, Wänden, Hundekorb und Spielzeug) daher rührt, dass sich für ihn alles verändert, wenn wir gehen; er darf plötzlich NUR noch in den Flur, alles andere ist tabu, er fühlt sich eingesperrt u.s.w. Also wollten wir versuchen, eine Normalität ins "Gehen" zu bringen...
Das mit dem Spielball ist süß, Du solltest unseren Flur mal sehen, wenn wir gehen (*g*): da gibts zum einen den Spielball, Kauknochen, kleine Knabberstangen, die er suchen muss, einen Holzkauknochen (vielleicht schmeckt der ihm ja besser als die Holztür) und natürlich seinen Futternapf!

Was denkst Du?
Grüße von Jule

von Silke(YCH) am 16. August 2001 13:26

: Hey Silke,
: also der Flur ist alles andere als klein, ABER: wir haben das Gefühl, dass diese Zerstörerei im Flur (da ist nichts weiter außer Türen, Wänden, Hundekorb und Spielzeug) daher rührt, dass sich für ihn alles verändert, wenn wir gehen; er darf plötzlich NUR noch in den Flur, alles andere ist tabu, er fühlt sich eingesperrt u.s.w. Also wollten wir versuchen, eine Normalität ins "Gehen" zu bringen...

Verstehe. Wobei Du es natürlich auch umgekehrt machen kannst und Deinen Wauwi auch während Ihr da seid, mal auf dem Flur zu lassen. Es gibt bestimmt Situationen, wo der Hund eh nicht so "erwünscht" ist, gelle *g* (also, ich meine jetzt natürlich, Essen zubereiten, Baden, in Ruhe einen Film sehen..)? Pack ihn einfach mal auf den Flur, wenn er eh müde ist - vielleicht ist er auch ganz froh, wenn er da mal in Ruhe pennen kann. Dann ist der Flur-Aufenthalt auch nichts besonderes mehr... Für meinen Hund ist der Flur inzwischen begehrte "Ruhezone", weil er weiß, daß ihn da keiner stört, er aber den Überblick (sämtliche Türen und Treppe) behalten kann.

: Das mit dem Spielball ist süß, Du solltest unseren Flur mal sehen, wenn wir gehen (*g*): da gibts zum einen den Spielball, Kauknochen, kleine Knabberstangen, die er suchen muss, einen Holzkauknochen (vielleicht schmeckt der ihm ja besser als die Holztür) und natürlich seinen Futternapf!

Hihi. Gut, dann habt Ihr in dieser Hinsicht alles versucht. Bleibt noch der Tip mit dem Handy - statt schimpfen. Auch schon getestet? Es ist nämlich gaaaanz wichtig, daß der Hund Euer zurückkommen nicht mit seiner Kauerei verbindet. In dem Moment, wo er (sei es durch Ablenkung) AUFHÖRT, könnt Ihr ihn natürlich seeehr loben.

Liebe Grüße, Silke

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