Hund wird gebissen! Warum? :: Hundeerziehung + Soziales

Hund wird gebissen! Warum?

von Sabine(YCH) am 17. August 2001 12:08

Hallo liebe Hundefreunde,

ich hab ein Problem, Frodo (1,5Jahre, Lab/Wolfsspitz-Mix) ist jetzt schon zweimal in der Hundeschule gebissen worden, und ich weiß nicht, woran das liegen könnte. Er ist eigentlich ein sehr ruhiger und offener Hund, der normalerweise auch keine Rauferei anfängt. Wenn er allerdings angegriffen wird, wehrt er sich und läßt sich das nicht gefallen. Diese beiden "Attentate" in der Hundeschule kamen in ganz seltsamen Situationen zustande. Beim ersten Mal saßen die Hunde mit Herrchen in einer Reihe, und wir sind in Schlangenlinien durch die Reihe gegangen. Dabei ist der andere Hund (der ruhig neben Herrchen saß) einfach auf Frodo losgegangen und hat ihn am Kopf erwischt. Wir sind dann sofort zum Tierarzt und die linke Gesichtshälfte wurde geklammert.(Das sah vielleicht aus...) Beim zweiten Mal ist es vor der Stunde im Auslauf passsiert, daß sofort ein (anderer) Hund auf Frodo zustürzte und die beiden sich verbissen.
Mittlerweile hab ich schon ein seltsames Gefühl in die Hundeschule zu gehen. Auch Frodo hat sich in der letzten Stunde geweigert um die anderen Hunde im Kreis herum zu laufen.
Meine Frage ist jetzt, was kann Frodo an sich haben, daß andere Hunde so aggressiv werden? Er ist an diesen Situationen immer völlig unschuldig, jedenfalls habe ich diesen Eindruck. Er knurrt nicht und versucht nicht, die anderen zu dominieren, manchmal scheint er gar kein Interesse an den anderen zu haben. Aber irgendwas muß dieses Verhalten bei den anderen Hunden ja auslösen. Ich hab das Gefühl, die anderen Hunde denken, da ist einer, dem können wir es so richtig zeigen. Was für ein Verhalten löst so etwas bei Hunden aus? Vielleicht sendet Frodo Signale, die ich nicht richtig deuten kann?
Für Hilfe in dieser Situation wär ich sehr dankbar, da es nicht nur in der HS passiert, sondern auch beim spazieren gehen, daß Hunde an denen wir vorbeikommen, oder die Frodo sehen, sofort anfangen zu giften und sich am liebsten auf ihn stürzen möchten.

Vielen Dank schon mal
Sabine

von Anne(YCH) am 17. August 2001 13:46

Hallo Sabine! Ich habe leider auch so ein Exemplar...er fängt niemals an, aber er lässt sich nichts gefallen. Ich denke, das Problem sind in erster Linie wir selbst, sicher kommt aber auch eine ganze Reihe von ungünstigen Faktoren zusammen. Ich kann Dir sehr empfehlen, dem Hund das homöopathische Mittel Nux Vomica D30 vor dem Hundeplatz oder vor dem Spaziergang einzugeben.
Hans Günter Wolff beschreibt in seinem Buch "Gesunde Hunde - gesund durch Homöopathie" Rüden, die leicht mit anderen in Konflikt geraten...erhalten Tage vorher Nux Vomica D30 Tage vorher 1x Tägl. 1 Tablette. Es würde vermutlich auch helfen, wenn Du es gleich mit einnimmst, denn auch Dir wird die Angst vor der nächsten Beisserei genommen.
Achte auf die Körpersprache Deines Hundes: Staksiger Gang, hohe Rute oder starrer Blick kann man schon im Ansatz korrigieren. Dein Rüde kann auch einfach Angst um Dich haben, er spürt Dein mulmiges Gefühl, wenn Du andere Rüden kommen siehst... er wird Dich so beschützen wollen und in habacht-Stellung gehen, was widerum andere Rüden herausfordern kann.
Wenn DU lockerer werden kannst, wird es Dein Hund auch.
Vermutlich ist er sehr sensibel und spürt ganz genau Deine Stimmungen... wie meiner auch :-)
Viel Glück + Grüße
Anne

von Franziska(YCH) am 17. August 2001 14:18

Hi Sabine,

es ist ziemlich schwer zu beurteilen, woran es liegt. Ich spekuliere mal ein bisschen ;o).

Dein Hund ist gerade auf der Stufe zwischen Junghund und erwachsenem Hund. Du schreibst, du konntest keinen Anlass für die anderen Hunde erkennen (kein Imponier- oder Drohverhalten). Es ist oft so, dass erwachsene Hunde, die selbst nicht ganz wesensfest sind Junghunde mobben. Dazu kommt, dass in dem Alter in dem dein Hund jetzt ist manche Hunde zwischen "kindlichem" und "erwachsenem" Verhalten schwanken und ebenso auch von anderen Hunden wahrgenommen werden (wie bei Menschen mit einem pubertierenden Jugendlichen, der nicht ganz ernst genommen wird, andererseits besonders hart "bestraft" wird).

Was ich hier schreibe ist zugegebenermaßen etwas "schwammig". Ich glaube einfach, dass dein Hund evtl. momentan aufgrund seiner Entwicklungsphase etwas unsicher ist, wie er sich verhalten soll und aufgrund dieser Unsicherheit gemobbt wird.

Bis dann

Franziska

von Sabine(YCH) am 17. August 2001 16:42

Hallo Anne,
danke für Deinen Tip mit den homöopathischen Mitteln. Gibt es die auch in Tablettenform? Ich kenne das Mittel nur als Globoli. Aber ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren.

: Staksiger Gang, hohe Rute oder starrer Blick kann man schon im Ansatz korrigieren.
Meinst Du damit, daß ich das unterbinden sollte? Frodo ist immer sehr aufmerksam bei anderen Hunden. Egal ob Rüde oder Hündin, er will zu allen gleich hinrennen und Guten Tag sagen. Manchmal reicht ihm ein kurzes schnuppern, manchmal will er spielen und manche (Rüden vor allem) fangen dann auch schon mal an zu knurren.

:er spürt Dein mulmiges Gefühl, wenn Du andere Rüden kommen siehst...
Eigentlich hab ich damit kein Problem, ich finde es wichtig, daß Frodo mit anderen Hunden in Kontakt kommt, solange das für die anderen auch ok ist. Obwohl es in der Hundeschule schon etwas komisch ist.

Ich finde auch die Idee von Franziska mit dem Mobbing nicht schlecht. Das könnte die unterschiedlichen Verhalten erklären. Ich denke, da muß ich dann wohl mal abwarten.
Auf jeden Fall werde ich verstärkt auf Frodos Verhalten und Signale achten.

Was haltet ihr davon mal zu einer Hundepsychologin (bzw. Hundeflüsterin) zu gehen? Ist sowas sinnvoll? Weil man ja vielleicht doch nicht alle Verhaltensweisen von Hunden selbst interpretieren kann. Ich bin mir da selbst nicht so sicher und weiss nicht, ob das eine gute Idee wäre. Was halten Du und die andern im Forum davon?

Viele Grüße Sabine

von Andrea + Geronimo(YCH) am 17. August 2001 18:58

Hallo Sabine,
die Idee mit dem Tierphsychologen ist sicherlich nicht verkehrt. Freunde haben damit sehr gute Erfahrung gemacht. Frage vielleicht vorher nach den Kosten, damit du hinterher nicht umfällst.
Evtl. könnten dir und deinem Hund auch Bachblüten weiterhelfen.
Viele Grüße
Andrea + Geronimo

von Sabine+Hermann+Sugar(YCH) am 17. August 2001 20:17

Hallo Sabine,

ich rate jetzt auch mal mit woran es liegen könnte *gg*! Frage vorher ist nur: wie trägt dein Hund seinen Schwanz? Nach Wolfsspitzmanier auf dem Rücken geringelt? Meiner hat nämlich in der Hundeschule immer wieder Probleme mit einem Eurasier und einem Wolfsspitzmischling. Unsere Trainerin meinte, daß es daran liegen könnte, daß manche Hunde für andere schwer zu "lesen" sind, so zum Beispiel die mit den auf dem Rücken getragenen Schwänzen oder der Rhodesian Ridgeback eben wegen des Rigde. Und weil meiner eigentlich ein Schisser ist, denkt er sich dann: Hey, Angriff ist die beste Verteidigung. Vielleicht gehts den anderen mit deinem ähnlich????? *fabulier* Nur was du dann machen könntest, weiß ich nicht...koupieren ist ja (gottseidank) verboten ;-)

Grüßle,

Sabine+Hermann+Sugar (beide normalschwänzig *gg*)

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