Halti :: Hundeerziehung + Soziales

Halti

von Thomas(YCH) am 10. Oktober 2001 13:58

wenn man seinen eigenen mist nicht mehr kontrolle liest... :-(

: Falsch! es kann jeder anfänger. Die Einweisung ist 1 einzige
: satz: "Niemals nur, immer nur halten."

sollte natürlich heissen:

: Falsch! es kann jeder anfänger. Die Einweisung ist 1 einziger
: satz: "Niemals rucken, immer nur halten."


von Susanne & Zasko(YCH) am 10. Oktober 2001 16:29

Hallo Thomas,

: wie kann er denn an der (max) 2m-leine da voll reindonnern?
: wer führt denn einen hund mit halti an ner flexi oder ner
: schleppleine?

Leider empfiehlt Mugfort selbst eine Flexi am Halti zu befestigen und es steht glaube ich sogar auch in der Anleitung (die meiner Meinung nach ohnehin Mist ist, das die Angewöhnungsphase nicht ausreichend beschrieben ist). Also wird's wahrscheinlich schon Leute geben, die den Hund an der Flexi am Halti führen. Aber

: man kann doch das halti nicht für die anwendungsfehler der
: halter verantwortlich machen.

Eben! Und das Halti an sich ist richtig angewendet auch meiner Meinung nach ein gutes Hilfsmittel, um ansonsten kräftemäßig überlegene Hunde sicher und sanft zu führen.

Viele Grüße
Susanne&Zasko

von Heike & Terrier(YCH) am 10. Oktober 2001 16:35

Hallo Thomas,

: :Ich sehe hier immer wieder Hunde nur mit Halti (nach der
: :Hundeverordnung NRW ersetzt es ja auch den Maulkorb), da lässt die
: :Wirbelsäule schön grüssen, wenn er dort voll hineindonnert :-(((
:
: wie kann er denn an der (max) 2m-leine da voll reindonnern?
: wer führt denn einen hund mit halti an ner flexi oder ner
: schleppleine?

Tja, manche Leute hier in der Gegend :-O
Aber auch an 2 Metern muss die Aktion nicht sein.

: man kann doch das halti nicht für die anwendungsfehler der
: halter verantwortlich machen.

Also ich mache das nicht. Ein Halti ist eine prima Sache. Nur eben, wie andere Sachen auch, mit Köpfchen zu benutzen. Nicht, och der Hund zieht, was soll ich tun, pack ich ihm ein Halti um und arbeite aber nicht mit ihm.

: genausowenig wie der clicker mist
: ist, wenn ein ausbilder damit keinen erfolg hat,

Ein Clicker ist das genaue Gegenteil von Mist :-)))

: oder genauso-
: wenig wie generell die anwendung von stromreizgeräten zu
: verteufeln ist.

Das sehe ich ein wenig anders, aber darüber ist an dieser Stelle schon so viel diskutiert worden. Bin ich zu müde zu.

Schöne Grüsse

Heike & Terrier

von Attila(YCH) am 10. Oktober 2001 21:41

Hallo Thomas,

da sind wir uns mal wieder so richtig schön uneins.

: : darin liegt das Problem! Wer das Halti einsetzen will, muß die Leine
: : virtuos zu führen verstehen,
:
: Falsch! er muss die leine einfach nur halten, ohne zu rucken.

So so, "einfach" also. Hoffentlich weiß der Hund das auch. Am Anfang des Haltigebrauchs steht die Eingewöhnung des Hundes. Setzen wir diese voraus (bereits eine zeitaufwendige Geschichte), so gibt es trotzdem kluge Hunde, die sich dagegen wehren, am Halti geführt zu werden; der wilde Kangal, von dem Du mir unten erzählen wolltest, wäre vielleicht ein solcher Fall. Dann muß der Anfänger den Ruck, den sonst die Wirbelsäule des Hundes abfedern müßte, mit dem ins Halsband eingehakten Ende der Leine stoppen - das verstehe ich unter "virtuos", und der Anfänger kann es nicht, weil er mehr mit sich selbst beschäftigt ist als mit den Bewegungen des Hundes. Ein Halti gehört nicht in Anfängerhand.

: :Meiner Erfahrung nach beginnen die Probleme von vorn, wenn man das
: :Halti wieder wegläßt;
:
: Falsch! Das Halti ist kein Ausbildungshalsband sondern nur eine
: Führhilfe. Insofern hat er nie gelernt, ohne führhilfe zu laufen und
: kann natürlich auch nix vergessen... weils nix zu vergessen gibt
: Die Ausbildung an sich ist losgelöst vom halti zu sehen.

Selbstverständlich läßt das Halti sich auch wieder abbauen - das habe ich selbst schon praktiziert. Ein Hund kann in der Ausbildung auch kein Halti tragen - was in aller Welt sollte einen Hundehalter veranlassen, ihn draußen am Halti zu führen? Wer seinen Hund nicht ausbildet, ist selber schuld; und wer einen so mächtigen Hund hat, daß er ihn nicht kontrollieren kann, ist ganz offensichtlich nicht Herr der Lage und sollte seine Situation überdenken.

: : der Hund ist ja nicht so blöde, daß er die unangenehme Korrektur
: : seiner Blickrichtung nicht mit dem Ding verknüpfen könnte.
:
: Falsch! der hund wird nicht korrigiert durch andere korrigiert.
: Er verknüpft allenfalls, dass das herumdrehen seines kopfes
: eine kosequenz seines eigenen handelns durch ziehen ist, genauso
: wie ich verknüpfen würde, dass mir der schädel wehtut, wenn ich
: mit dem kopf vor die wand renne. ich habe die wahl das zu tun,
: oder es zu unterlassen. der hund hat die wahl, zu ziehen oder nicht.
: er entscheidet, nicht derjenige, der das halti in der hand hat.

Deine Beschreibung stimmt zwar, aber wo ist der Vorteil gegenüber dem Stachel, den ich benutze, um ihn alsbald wieder abzubauen - der Vorteil in methodischer Hinsicht, nicht in moralischer? Im übrigen ist die Konsequenz des Kopfdrehens zwar im Verhalten des Hundes begründet, aber in der Fixierung des Leinenendes in der Hand des Hundeführers im wahrsten Sinne des Wortes verankert, nicht wahr?

: : Ich "halti" ein Stachelhalsband (vielleicht sogar ein geschärftes, wie Falc es empfiehlt) für weitaus unproblematischer;
:
: Falsch! du kannst nicht ein Führhalsband mit einem Ausbildungs-
: halsband vergleichen.

Siehe oben! Ein ausgebildeter Hund hängt nicht in der Leine, und ein Halti ist nicht für Ausbildungen geeignet. Wie entsteht denn das Problem, daß eine "Führhilfe" benötigt wird? A. Der Hund wurde als Welpe nicht erzogen. B. Der Hund wurde erwachsen mit allerlei Angewohnheiten übernommen und wiederum nicht erzogen. C. Der Hundeführer ist der Kraft des Hundes physisch nicht gewachsen und also der falsche Mann am falschen Ort.

: btw: dein ausbildungshalsband ist einfach nur tierquälerei, das
: halti ist mit das sinnvollste überhaupt, wenn jemand nicht seinen
: hund ausbilden möchte und ihn dennoch dort kontrollieren möchte,
: wo er nicht frei laufen darf.

Tierquälerei, wenn ich zwei Übungseinheiten einen Stachel benutze, anstatt monatelang (und jahrelang, wenn man manche Hundebesitzer anschaut, deren fünfjährige Hunde noch immer nicht vernünftig an der Leine laufen) an der Leine herumzurucken, und es dann nur noch sporadisch einsetze und binnen weniger Wochen ganz abbaue? Ich kann nicht einsehen, wieso ich auf die Leinenführigkeit eine halbe Ewigkeit verwenden soll, wenn diese im Rahmen weniger Übungsstunden erlernbar ist. Das "fuß" des Hundeplatzes und das artige Laufen an lockerer Leine mit Schnüffelerlaubnis sind ohnehin zwei Paar Schuhe.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 10. Oktober 2001 21:47

Nochmal hallo,

: grinning smileyerselbe Hund, der mit dem Halti kämpfte wie mit seinem ärgsten Feind,
: :war nach zwei gekonnten Einwirkungen mittels des Stachels plötzlich
: :lammfromm.
:
: ei ei ei... zu welcher schlussfolgerung muss man wohl dadurch
: kommen?

Nun, zu der einfachen, daß Hunde nicht nur über positive Verstärkungen lernen, sondern auch über Schmerzeinwirkungen (jetzt habe ich aber etwas Böses gesagt, nicht wahr?); ferner, daß Leinenführigkeit in ganz kurzer Zeit antrainiert werden kann und dann viel mehr Zeit für anspruchsvollere Ausbildungsinhalte bleibt - nicht wahr? Oder hattest Du an etwas anderes gedacht?

: :Überdies ist doch das Halti nicht zum Dauereinsatz gedacht, sondern
: :allenfalls für den Übergang, bis der Hund sauber läuft.
:
: also... ganz sicherlich ist das halti ein vernüftige alternative
: für hundehalter, die sich nicht die arbeit machen wollen, ihren
: hund auf vernüftige art und weise zu erziehen, und zudem
: begründete skrupel davor haben, mittelalterliche foltermethoden wie
: z.b. ein krallenhalsband einzusetzen.

Tja - wieder einmal eine Erleichterung für die Faulen, die sich mit ihrem Hund "keine Arbeit machen" wollen - warum haben sie dann einen? Und mittelalterlich? Auf die Handhabung kommt's an, nicht auf die Entstehungszeit einer Ausbildungshilfe.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 10. Oktober 2001 22:14

Hi Carmen,

ebenso wie ich die Begeisterung für das Halti nicht rückhaltlos teilen kann (arbeite aber gelegentlich selbst damit), bin ich weit entefrnt davon, ein Stachelhalsband als "böse" und "tierquälerisch" anzusehen.

: *** mit Sicherheit fände ich es besser als von einem Stachler, der im Bereich "meiner" Nervenstränge sitzt zurückgerissen zu werden.

Gewiß! Aber mit dem Stachel reiße ich ja nicht zurück, sondern es genügt ein gaaaaanz leichtes Zupfen; Falc hat das in einem anderen Thread schön erklärt. Da passiert mit Nervensträngen usw. gar nix; im übrigen will auch der Leinenruck erlernt sein, man sieht manche Leute da herumzerren, als wollte sie ihren Rasenmäher anwerfen.

: *** Schmerzen WO ? Das Halti ersetzt den Schnautzengriff, dass ist "nur" eine (ich kopiere!) Auflehung gegen den Verlust der Führerposition und das ist etwas anderes.

Na gut, da muß ich mich genauer ausdrücken. Das Halti ist normalerweise so konstruiert, daß die Korrektur nur seitlich erfolgen kann, man sieht aber immer wieder Benutzer den Kopf nach hinten ziehen oder Rucke ausüben, die in Verbindung mit dem Halti fehl am Platze sind. Diese Fehler sind natürlich nicht dem Halti anzulasten, aber es gehört nicht in Anfängerhand.

: :sehr wilde Hunde ignorieren diese Schmerzen und gebärden sich am Halti wie irre.
: *** Ich würde mal sagen Du hast Deinen Hund das Halti einfach übergestreift, ihn nicht daran gewöhnt !!!!

Seh ich so aus? Der Hund, von dem ich spreche, eine sehr große und kräftige Schäferhündin, mochte es einfach nicht, daß da diese Riemchen auf ihrer Schnauze saßen; sie versuchte immer wieder, das Ding abzustreifen, und als ich nach einer Eingewöhnungszeit von über einer Woche mit ihr am Halti hinauswollte, jaulte und tobte sie DEM HALTI ZUM TROTZ derart, daß ich mir wie ein Tierquäler vorkam. Man brachte mir die Hündin übrigens mit einem Stachelhalsband, das so eng saß, daß die Stacheln regelrecht eingewachsen waren - entsetzlich und absolut unfunktionell. Ich habe ihr dann ein relativ weites Stachelhalsband angezogen, nachdem ihr mit der normalen Kette absolut nicht beizukommen war, und hatte sie binnen eines Vormittags leinenführig - für immer und ohne daß ich den Stachel weiter benutzen mußte. Die guten Leute, die den Hund übernehmen wollten, aber absolut überfordert waren, verstanden die Welt nicht mehr - hätte ich ihnen zum Halti raten sollen?

: Gemäß Deinen o.g. Bemerkungen vermute ich, dass Du gar keine Ahnung davon hast, denn ein Halti wird in Verbindung mit dem normalen Halsband getragen und ist durchaus im Dauereinsatz angebracht, wenn ein 45 kg Persönchen einen "ich jage Inliner, Traktoren-Rottweiler" führt. Denn wenn sie z.B. seine "Jagdobjekte" auf sich zukommen sieht, hakt sie die Leine im Kopfhafter ein und zieht den Hund in ihre Blickrichtung, dieser gebärdet sich überhaupt nicht und muss auch nicht mit Gewalteinwirkung von irgendwelchen Sachen abgehalten werden.

Naja. Hoffentlich ist sie so fit, daß sie die Situation immer gut abschätzt. Was macht sie denn, wenn plötzlich ein Traktor um die Straßenecke kommt? Ich führe meine Schäferhunde grundsätzlich mit einer Hand auf meiner linken Seite und lasse sie in verfänglichen Situationen absitzen; dabei setze ich dieses Kommando in jedem Fall durch, selbst wenn eine schwarze Katze den Weg kreuzt. Die Hunde haben das gefälligst zu lernen. Mein Rüde jagt Eisenbahnzüge und ist unangeleint auch nicht davon abzubringen; an der Leine setzt er sich und gibt Ruhe. Deine Freundin ist ihrem Hund nicht gewachsen, so sieht's doch aus, und wird augenblicklich überfordert sein, wenn die Situation sie überrascht.

: PS: hatte Dich bisher anderst eingeschätzt, oder habe ich Dich Missverstanden ????

Anders eingeschätzt? Hältst Du mich jetzt für einen Tierquäler und Zwangsabrichter? Das bin ich garantiert nicht, aber ich habe keine Lust, auf so etwas wie Leinenführigkeit (auf dem Platz und in Wald und Feld) Monate zu verwenden; Leinenführigkeit sichere ich IMMER über Zwang ab, wenn es nötig ist. Manche Hunde laufen aber so schön mit, daß man eigentlich gar nichts mehr tun muß, als sie lobend zu bestätigen.

Gruß, Attila

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