Hundefeindschaft auf Leben und Tod :: Hundeerziehung + Soziales

Hundefeindschaft auf Leben und Tod

von Yna(YCH) am 25. Oktober 2001 15:55

Hallo Babs!

Sehr unschön das Ganze! :-( Ich kann mir gut vorstellen, dass du auch Hemmungen hast den Kerl anzuschwärzen, aber bei soviel Ignoranz bleibt dir ja nicht viel übrig. Mir ist mit meiner Hündin etwas sehr ähnliches passiert. Danach hat sie sich auch verändert. Ich glaube diese Ängste währen lange, wenn sie überhaupt ganz weggehen. Leider ergreift meine Dame auch die Flucht, wenn sie und der andere Hund zu weit von mir entfernt stehen. Ich denke so ein Fluchtverhalten ist nicht leicht wieder rauszukriegen. Falls dir dazu was Gutes einfällt, dann sag mir bescheid. Situationen mit echter Angst lassen sich kaum provozieren und üben, oder??? Bei uns hilft nur möglichst vorausschauend handeln, ist aber eben auch nur möglichst... ;-)

Bis bald,
Yna

von Dana(YCH) am 25. Oktober 2001 17:09

Hallo Babs,,

die Antworten der anderen haben mich z.T. erschreckt - am besten gleich einschläfern oder ins Tierheim mit diesem Hund.

Ich hätte einen anderen, unbequemeren Vorschlag: versuche mit den Rüdenbesitzern zu reden, dass diese einem gemeinsamen Training einwilligen - unter Aufsicht einer Trainerin mit verhaltensbiologischner Erfahrung!!! Langes Leine-Training mit positiver Bestärkung von calmimng signals (falls der Rüde solche überhaupt aussendet). Die Hunde sollen sich vorerst nicht frei begegnen, sondern mit ihrem jeweiligen HF an der langen Leine tolerieren. Und so weiter ....

In welcher Gegend wohnst Du denn? Evtl. kann ich Dir ja eine Trainerin empfehlen?

Auch sollte der Rüdenbsitzer seinen Hund beim TA oder THP durchchecken lassen.
Hat der Rüde bisher schon mehrer Hunde derart angefallen?

Berichte bitte,
viele Grüße
Dana

von Carmen(YCH) am 26. Oktober 2001 07:56

Hallo Dana,

: die Antworten der anderen haben mich z.T. erschreckt - am besten gleich einschläfern oder ins Tierheim mit diesem Hund.
***ds könnte man so interpretieren, wie so vieles in die Worten der Leute, aber ich denke, den Leuten ging es um darum, dass der Hund bei diesem Mensch in ABSOLUT falschen Händen ist (das mit dem einschläfern habe ich gar nicht gelesen). Das der HF gezeigt bekommen muss, dass man sich in solchen Situationen eben NICHT einfach umdrehen darf usw. Der Hund wird ja mit einer Anzeige nich gleich getötet.

: Ich hätte einen anderen, unbequemeren Vorschlag: versuche mit den Rüdenbesitzern zu reden, dass diese einem gemeinsamen Training einwilligen - unter Aufsicht einer Trainerin mit verhaltensbiologischner Erfahrung!!! Langes Leine-Training mit positiver Bestärkung von calmimng signals (falls der Rüde solche überhaupt aussendet). Die Hunde sollen sich vorerst nicht frei begegnen, sondern mit ihrem jeweiligen HF an der langen Leine tolerieren. Und so weiter ....
*** Das ist ein toller Vorschlag, dem ich jeden geben würde, aber ich denke der HF hat sehr deutlich in seinem Verhalten gezeigt, dass er o.g. eigentlich nicht will, es interesiert ihn einfach nicht (wie sonst käme er auf die Idee sich bei Beißaktionen seines Hundes umzudrehen und wegzugehen?).

: Auch sollte der Rüdenbsitzer seinen Hund beim TA oder THP durchchecken lassen.
*** ich glaube, dass sich jemand, der sich einen Dreck drum schert, wie sein Hund eine Nachbarshündin zurichtet (TA-Kosten, er weiß ja schließlich, was sein Hund macht) so etwas sowieso nicht macht.

Prinzipiell hast du Recht, wir versuchen auch Hunde wieder zu sozialisieren, das 1. Problem hier scheint mir doch aber am HF zu liegen. Und dagegen hilft eben nur die Anzeige. Es ist natürlich Schade, dass der Hund dann mit Leinenzwang usw. leben muss, aber meinst du, dass die Einstellung des HF sich bessert, je mehr der Hund beisst? Zu deinem Vorschlag gehört immer der HF dazu. Wir können hoffen, dass sie ihn soweit bekäme, aber offensichtlicher ist die Ablehnung/Desinteresse des HF.

viele Grüße, Carmen

von Meike(YCH) am 26. Oktober 2001 07:55

Hallo Ina,

genau das mache ich: versuchen, voraus zu schauen. D. h. wir gehen sehr oft in einem Wiesengebiet spazieren, da kann ich schon von weitem sehen, wer kommt. An unübersichtlichen Stellen beobachte ich meine Hündin ganz genau. Und wenn sie die Ohren spitzt und den Schwanz einzieht, ist es höchste Eile, sie anzuleinen. Wir üben "guter schwarzer Hund" auch mit den Hunden von Bekannten, mittelgroße und große. Da trabt sie inzwischen friedlich neben her und spielt auch. Aber es ist ein langer Weg. Ich denke, ganz werde ich es nicht aus ihr herausbekommen. Sie zögert nach nunmehr zwei Jahren noch immer, wenn wir an der Stelle vorbeikommen, wo sie angefallen wurde.

Liebe Grüße,
Meike

von Carmen(YCH) am 26. Oktober 2001 08:37

Hy Babs,

dass ist ja eine ziemlich dumme Situation!!!
Der Nachbar scheint mir ziemlich uneinsichtlich (siehe meine Antwort an Dana), aber wenn er das ist, wie du ihn hier schilderst sehe ich keine andere Möglichkeit als ihn anzuzeigen. Ich würde auf jeden Fall nochmals versuchen mit ihm über die Situation zu reden und auch der Möglichkeit die Hunde wieder wie beschrieben "zusammen zu bringen". Das hat auch den Vorteil, dass du dir für deine zukünftigen Schritte einen "klareren" Kopf machst und niemals mit einem Zweifel leben musst. Seine Reaktionen diesbezüglich werden dich bestärken - in die eine oder andere Richtung.

: Was soll ich denn bloß jetzt machen? Und warum läuft Gina überhaupt fort. Bisher hat sie mich doch als Retterin in großer Not erlebt
*** das mit dem wegrennen ist ja eine ganz natürliche Sache. Hunde haben zwei Möglichkeiten um "ihr Problem" zu bewältigen: Angriff oder Weglaufen. Mit dem weglaufen gelingt es ihr immer sich aus der, für sie, recht unangenhemen Situation zu retten. Ich glaube nicht, dass sie deine Position als "Retter" anzweifelt. Nun musst du noch mehr aufpassen und deinen Hund wieder mit genau diesen Typen Hunden zusammenbringen. Meiner wurde bei einem "Rudelfressen" als Welpe (in der Welpenspiel-und Lernstunde) einmal dermaßen von einem großen schwarzen Hovawart gedeckelt, dass er wochenlang nur gespielt hat, wenn dieser nicht zur Stunde kam. Wenn er da war hat er am Rande gehockt und sich nicht gerührt. Wir haben ihn beim demonstrieren seiner Angst nicht mehr groß beachtet (das war für mich überhaupt nicht einfach, ich habe dann einfach beim lernen mehr gelobt *g*) uns ansonsten ganz normal verhalten. Irgendwann hat er dann gesehen, dass keine generelle Agression von diesem und von ähnlichen Hunden ausgeht und hat wieder "normal" rumgetobt. Also am besten du schaust dir Helfer aus, mit "ähnlichen" Hunden, mit denen du "Alltagssizuationen" durchspielst ohne zuviel auf deinen Hund einzuwirken. Erst mal von der Ferne, wenn du mmerkst sie reagiert, ablenken, dann so nach und nach immer mehr den Aktionskreis um sie herum verkleinern. Irgendwann dann auf einem eingezäunten Gelände, wo sie sich frei bewegen kann, die Nähe üben. Schau mal unter www.laserdogs.de/Helfernetzwerk nach, vielleicht findest du einen geeigneten Hund bei euch in der Nähe.

Viel Erfolg !!!

Carmen


von Attila(YCH) am 26. Oktober 2001 08:28

: die Antworten der anderen haben mich z.T. erschreckt - am besten gleich einschläfern oder ins Tierheim mit diesem Hund.


Hi Dana,

solche Antworten erschrecken mich auch. Wie sagte mir kürzlich ein Vereinskamerad: "Wenn Hunde Kinder anfallen, werden sie eingeschläfert; wenn Triebtäter Kinder ermorden, bringt man sie in die Psychiatrie." Schließlich ist ein Hund ja "nur ein Tier" und, wenn er gefährlich wird, eine "Bestie", vor der uns Frau Höhn und Konsorten schützen müssen.

Leider ist es jedoch ein wahres Kreuz mit unfähigen und uneinsichtigen Hundehaltern. Wenn ein Hundeführer, dessen Hund andere Hunde anfällt und zerbeißt, nicht eingreift und resignierend danebensteht, hat er wahrscheinlich Angst vor der Reaktion des eigenen Hundes. Du müßtest weniger den Hund trainieren als den guten Mann selbst, damit er im entscheidenden Augenblick die Initiative ergreift, und ihm DANN zeigen, was er zu tun hat. Nur fürchte ich, da ist bei den meisten Leuten dieses Schlages Hopfen und Malz verloren; da wäre es beinahe besser, den Hund in andere Hände zu vermitteln, was aber nur bei privatem Verkauf an eine kompetente, hundeeerfahrene Person Aussichten hätte - im Tierheim wird der Hund wahrscheinlich seine Endstation finden.

Wenn Hunde verkorkst sind, sind Menschen schuld.

Gruß, Attila

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