Pro und Contra Zweithund :: Hundeerziehung + Soziales

Pro und Contra Zweithund

von Anke(YCH) am 29. Oktober 2001 09:12


Hallole,

ich befaße mich schon seit längeren mit dem Gedanken zu unserem Labi-Dalmi Mix 19 Monate einen zweiten dazu zu holen. Er ist sehr verspielt, und sehr anhänglich. Probleme bereitet uns eigentlich nur sein Jagdtrieb. Am Gehorsam arbeiten wir noch. Sollte generell der Gehorsam des ersten Hundes erst ganz sitzten oder spielt das weniger eine Rolle. Genauso beschäftigt mich die Frage welche Rasse am besten dazu paßt, lieber Welpe oder ausgewachsener Hund, oder ob man vielleicht sogar einen Hund aus dem Tierheim dazu holt. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht.



Viele Grüße

Anke

von Me & Bär(YCH) am 29. Oktober 2001 10:09

:
: Hallo Anke,

diese Frage habe ich mir des öfteren auch schon gestellt, denn mit dem Gedanken einen Zweithund zu Bär zu holen spiele ich schon seit einem Jahr (Bär ist jetzt 2 Jahre und 4 Monate alt).

Bär ist leider auch ein Jäger und das ist der hauptsächliche Grund im Moment NOCH KEINEN Zweithund zu uns zu holen: Bei Bär bin ich soweit, dass ich ihn unter Kontrolle habe und im Notfall sogar noch beim Hinterher Hetzen abrufen kann. Wäre ein zweiter Hund aus dem EIGENEN Rudel dabei, wäre das sicher vorbei, im Gegenteil die Gruppendynamik würde sich sicherlich verselbständigen....

Ein weiteres Argument gegen einen zweiten Hund ist, dass ich Bär mit zur Arbeit nehmen kann (würde vielleicht auch mit einem zweiten gehen), dort ist auch häufiger Joey (der Hund vom Chef) anzutreffen und die beiden Hundemädels des Vermieters unserer Büroräume, ob sich das dann noch so gut geben würde einen 5 Hund da mitlaufen zu lassen (meist eben auch ohne Aufsicht im Außenbereich)?

Dann der Urlaub, wir fahren eigentlich immer mit einer lieben Freundin ebenfalls mit Hund in Urlaub: Noch ein Hund mehr im Auto würde den Rahmen sprengen, ein Ferienhaus mit 3 Hunden zu finden ist schwerer als mit 2. Den Hund mitnehmen (zum Beispiel zum Essen) kann auch schon schwierig werden....

Und letztlich weiß ich auch nicht, ob Bär einen Zweithund immer noch so toll fände, wenn er dann bei uns für längere Zeit (länger als 1-2 Wochen ;-)) wohnen würde: Wenn sein Kumpel Joey bei uns wohnt, ist das für Bär klasse, allerdings war das bisher auch nur begrenzt der Fall...

Naja, das waren so meine Überlegungen zum Thema Zweithund: Deshalb werden wir sicher noch 1-2 Jahre warten, bis wir uns dafür entscheiden.

Ob Du Dich für einen erwachsenen Hund oder einen Welpen entscheiden würdest kommt auf Deinen Hund an: Bär kann mit Welpen und Junghunden nix anfangen und "verbittet" sich eine "Belästigung" durch diese - entsprechend würde ich sicher einen erwachsenen 1-2 jährigen Hund dazu nehmen... Und wenn ich einen entsprechenden Hund im Tierheim finden würde, weshalb nicht?? Bär ist auch ein Straßenhund (aus Thailand) ohne jegliche feststellbare Rassezugehörigkeit - das wäre für mich das unwichtigste - wenn es zwischen den Hunden stimmt...

Liebe Grüße,
Me & Bär

von Heike K+A(YCH) am 29. Oktober 2001 10:48

Hallo Anke,

:Am Gehorsam arbeiten wir noch. Sollte generell der Gehorsam des ersten Hundes erst ganz sitzten oder spielt das weniger eine Rolle.

Der Gehorsam sollte beim ersten Hund verläßlich sitzen. Denn der neue, egal ob Welpe oder Erwachsener, muss sich erst eingewöhnen. Dafür benötigt es einige Zeit und jede Menge Beschäftigung. Wobei man auf seinen ersten Hund vertrauen können muss. Man kann auch mit beiden getrennt gehen am Anfang. Ich habs nicht so gemacht. Mein erster Hund war knapp über 3 Jahre alt als wir den zweiten dazuholten. Einen Mix-Welpen aus der Nachbarschaft. Ich konnte mich auf Kimba total verlassen und bin immer mit beiden Gassi gegangen. Wir haben absichtlich gewartet bis Kimba erwachsen und verläßlich war.

:lieber Welpe oder ausgewachsener Hund, oder ob man vielleicht sogar einen Hund aus dem Tierheim dazu holt.

Das musst Du selber wissen. Ich tendiere eher zum Tierheim, egal ob Welpe oder ausgewachsener. Wobei für mich damals nur ein Welpe in Frage kam da Kimba sehr verschüchtert auf Erwachsene Hunde reagierte damals. Den Welpen konnte er miterziehen und an ihm wachsen.

viele Grüße und warte noch ein bisschen ;-))

Heike, K+A

von Carmen(YCH) am 29. Oktober 2001 11:52

Hy Anke,

bei uns war es so, dass unser Rüde mit 3,5 Jahren eine Hündin aus dem TH dazu bekommen hat. Es war schon eine wahnsinnige Erleichterung, dass der Grundgehorsam verlässlich abgeschlossen war.

Eine meiner Freundinnen hat sich, 16 Wochen nach Erhalt ihres 1. Welpen von 9 Wochen, einen Zweithund dazu geholt, dazu kann man sagen, dass beide nicht meinen Ansprüchen des Gehorsams gerecht werden. Man kann beide auch schlecht irgendwohin mitnehmen (beides Boxer), weil unerzogen und stürmisch. Meine andere Freundin hat mit einer 9 Monate jungen Hündin noch eine von 4 Monaten dazu bekommen, sie sagt selber, sie hat es sich unnötig schwer gemacht, aber bei beiden ist die Erziehung gelungen. Hat nur eben etwas länger gedauert. Die eine Hündin jagte auch, dass ist aber auch im Griff (schau mal unter www.chimbuka.de - da steht etwas über die Verhinderung des Jagens, was bei meiner Freundin und auch bei dem Autor gut geholfen hat).

Zu meinen kann ich nur sagen, dass ich es nur wärmstens weiterempfehlen kann zu einem großen Hund einen kleinen (bei uns 40 kg gg. 4,5 kg) dazu zu holen, denn das, was die Hunde sich bieten, können wir ihnen nicht bieten - oder knabberst du deinen an den Lefzen rum :-), rolzt mit ihm im Garten im Dreck usw. :-) Ich habe eine Hündin (mitlerweile kastriert) zu meinem Rüden dazu geholt, da ich das für meinen Rüden als bestes empfand. Es hat sich auch super bewährt, da meine Kleine (wie der Rüde) super sozial ist und völlig unkompliziert. Empfehlenswert empfinde ich die kleinen "Südländer", da die sich wirklich gut eingliedern können und einfach nur gute Laune verbreiten. Ich kann auch nicht sagen, wieso mir auffällt, dass südländische Kleinhunde einfach lustiger sind, aber vielleicht ist es auch die starke Mischung, die keine der ursprünglichen Rassen mehr durchkommen lässt. Ich kenne auch nur gut sozial verträgliche aus diesen Gefilden, dewegen Manifestiert sich das vielleicht in meinem Kopf. :-) Ich möchte jetzt nichts gegen kleine Rassehunde sagen !!!! Das ist nur MEINE Meinung, ich habe auch nicht generell etwas gegen Rassehunde, mein Großer ist auch ein Rassehund. Für einen kleinen Zweithund spricht auch, dass du ihn Problemlos immer Mitnehmen kannst (Essen gehen , Urlaub usw.), man braucht sich kein größeren Kombi kaufen, braucht nicht mehr Platz i.d. Wohnung, gassi geht man sowieso und Ausdauer haben die Zwerge allemal (natürlich nicht, wenn man sich Mops+Co holt - ich liebe diese Rassen). Ich hatte mir extra einen Korb geholt - zum Fahrrad fahren - was soll ich sagen - sie rennt wie ein Hase, kaum zu bekommen, kaum müde zu kriegen.

Mein Fazit: Kleiner Hund als Zweithund ideal, keine Einschränkungen bezüglich Raum, Urlaub usw, dafür nur Vorteile für den Ersthund (Beschäftigung, Rudelverhalten)

Liebe Grüße, Carmen

von Jule(YCH) am 29. Oktober 2001 11:57

Hey Me,

ich fand Deine Antwort total witzig, weil ich genau die selben Gedankengänge zum Thema Zweithund habe (das mit dem Restaurant und Urlaub etc.). Wir werden uns denke ich dennoch dafür entscheiden, denn unser Dicker liebt es Gesellschaft zu haben und dann ist das gelegentlich Alleinebleiben vielleicht auch nicht mehr ganz so langweilig... ?!

Liebe grüße, Jule

von M+M+P(YCH) am 29. Oktober 2001 12:11

: Hi Anke,

wir haben jetzt seit 4 Wochen nen zweiten Wuffel dazugeholt.
Der Erste ist 3 Jahre und die Zeit wollten wir ihm und uns geben, bevor ein zweiter einziehen würde:-) Weiterhin wollten wir unserem Grossen lieber einen Junghund/Welpen ans Herz legen, damit die Beiden zusammenwachsen können, die Rangfolge erstmal für lange Zeit sofort geklärt ist, weil der Kleine sich natürlich sofort unterordnet und unser Großer liebt es den Robin Hood zu spielen.
Hätte ich gewartet, bis der Große perfekt ist, wäre es wohl nie mit einem Zweithund etwas geworden :-))) Naja, aber den Anspruch, den ich an meinen Großen hab, den erfüllt er.. mir war wichtig, daß er komplett ausgereift ist, vielmehr Souveränität zeigt als während der Pupertät etc. daran sollte der Kleine partizipieren können.. denn erziehen werde ich den Kleinen eh anders als den Grossen, erstens weil's er einen völlig anderen Charakter hat und zweitens Spielt die dumme Unwissenheit mir jetzt keinen Streich mehr :-)))
Weiterhin ham wir uns wieder einen Dalmi geholt, weil uns kein anderer Hund einfiel, der das gleiche Rennbedürfniss hat, keine Jagdhundrasse oder Gebrauchshundrasse ist, Hüte oder Hirtenhund mit noch gesonderten Ansprüchen und der Dalmi einfach nur Laufhund ist :-)) und wir sowieso diese gefleckten Pouwermäuse lieben :-)unwichtig aber dennoch, es sieht auch einfach super sweet aus, wenn man zwei Dalmis laufen sieht und wenn sie mit ihren Popos so vor mir laufen, brech ich jedes Mal zusammen vor Entzücken :-)

Ich würde Dir raten, Deinen erst mal groß zu kriegen, noch ein wenig auszuhalten und dann holste Dir den zweiten Traumwuffel :-)
denn Python macht Monty orginal ALLES nach, da gibt's kein vertun..

Liebe Grüße
mary mit Monty&Python
: Hallole,
:
: ich befaße mich schon seit längeren mit dem Gedanken zu unserem Labi-Dalmi Mix 19 Monate einen zweiten dazu zu holen. Er ist sehr verspielt, und sehr anhänglich. Probleme bereitet uns eigentlich nur sein Jagdtrieb. Am Gehorsam arbeiten wir noch. Sollte generell der Gehorsam des ersten Hundes erst ganz sitzten oder spielt das weniger eine Rolle. Genauso beschäftigt mich die Frage welche Rasse am besten dazu paßt, lieber Welpe oder ausgewachsener Hund, oder ob man vielleicht sogar einen Hund aus dem Tierheim dazu holt. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht.
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:
: Viele Grüße
:
: Anke

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