Bei Beutefang erreiche ich gar nichts! :: Hundeerziehung + Soziales

Bei Beutefang erreiche ich gar nichts!

von Silke(YCH) am 02. November 2001 14:49

Hallo liebe Hundefreunde,

mich plagt da ein kleines Problem. Unser 7 Monate alter Jack-Russel Terrier bereitet mir normal keine Probleme. Das heisst er hört aufs Wort, beisst nicht, knurrt mich nicht an und ist mehr als friedlebend. Mit anderen Worten normalerweise habe ich ihn im Griff. Zum 2. Mal ist es heute jedoch passiert, dass er einen Kadaver gefunden hat, den er nicht "Aus" gelassen hat. Ich habe alles probiert. Er hat mich angeknurrt und die Zähne gefletscht. Nachdem er den Kadaver eine viertelstunde gefangen in der Schnauze hatte, ich den "Schwanz" von diesem Ding immer festgehalten habe, gelang mir dann doch der Entzug! Dafür musste ich in Kauf nehmen, dass er mich gebissen hat und ich ne kleine Quetschung davongetragen habe.

Ich bin dann mit dem Herrchen noch mal gemeinsam zu der Stelle gefahren, wo wir den Kadaver mitgenommen haben, um später noch mal zu testen, ob er ihn bei ihm rausgibt, bzw. jetzt auch bei mir.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen und ein paar Ratschläge?? Wie geht man anschließend mit dem Hund um?

Wir danken Euch im voraus für Eure Ratschläge!

Silke, Peter und Rusty :-)



von Andreas(YCH) am 02. November 2001 17:29

Hallo,

da hast du deinem Hund ein wunderbares Zerrspiel geliefert :-).
Vorweg, auch rangniedere Hunde dürfen ihre Beute durchaus verteidigen, aber es ist nicht immer erwünscht.
Hast du ihn auch mal hochgehoben?
Jedenfalls würde ich mit ihm das "Aus"-Kommando in Ruhe täglich mehrmals üben. Später auch mit leckeren Sachen, die er nach dem Aus zur Belohnung fressen darf.
Ein sicheres "Aus" kann Hundeleben retten.
Wenn das sitzt, dürfte es später kein Problem mehr sein.
Gruß
Andreas

von Inge + BC(YCH) am 03. November 2001 04:06

Hallo!

Eine Frage: hast Du mit Deinem Hund auch regelmäßig geübt, dass Du ihm während des Fressens mal den Napf wegnimmst? Dass er erst auf ausdrückliches Kommando hin fressen darf? Meine Hunde müssen vor der Fütterung erst eine Übgung absolvieren - und zwar IMMER! Also z.B. Sitz machen. Dann werden die Näpfe vor sie hingestellt und sie müssen immer noch im Sitz verharren. Erst auf den Befehl "Friss" hin dürfen sie sich über das Futter hermachen. Als sie noch jung waren, habe ich ihnen hin und wieder - ca. 1x die Woche - während des Fressens den Napf kurz weggenommen. Gleiches gilt auch für die Gabe von Leckerli, Kauknochen usw. Die Hunden müssen es sich "verdienen", es gibt nichts umsonst. Ebenso müssen sie es sich wegnehmen lassen. Durch diese Übungen habe ich heute keinerlei Probleme, sie von Eßbarem, das draußen herumliegt, wegzubekommen. Dazu brauche ich es noch nicht einmal aus dem Fang zu nehmen, ein einfaches AUS genügt, und sie lassen davon ab - wenn auch mit SEEEEHHHHR sehnsüchtigem Blick zurück... ;-)


Andreas hat absolut recht: beim Fressen gibt es längst nicht so eine strikte Rangordnung, wie oftmals angenommen wird. Da haben auch die Rangniederen das Recht, ihre Beute zu verteidigen. Aber dennoch sollte man sein Rudelführer-Recht hier durchsetzen, denn - wie Andreas schon schreibt - das kann ein Hundeleben retten, und nur darum geht es.

Gruß Inge

von Silke(YCH) am 03. November 2001 08:22

Hallo Inge,


vielen Dank für Deine Antwort, aber Fressen wegnehmen klappt ohne Probleme! Er spuckt auch Leckerlies auf "AUS" wieder aus. ER macht jeden Tag vor dem Fressen seine Übung und er frisst nicht vorher, bis er ausdrücklich ein "LOS" hört! Da funktioniert auch durch Wände hindurch :-)

Auf alle Fälle haben wir mit dem Kadaver (der jetzt im Garten liegt) geübt. Er rennt immer hin, aber ein NEIN reicht jetzt schon aus, dass er es nicht anrührt, aber ich denke bei einer anderen Beute geht es wieder von vorne los. Die AUS-Übungen machen wir eigentlich täglich....

Grüsse von Rusty, Silke und Peter.

: Hallo!
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: Eine Frage: hast Du mit Deinem Hund auch regelmäßig geübt, dass Du ihm während des Fressens mal den Napf wegnimmst? Dass er erst auf ausdrückliches Kommando hin fressen darf? Meine Hunde müssen vor der Fütterung erst eine Übgung absolvieren - und zwar IMMER! Also z.B. Sitz machen. Dann werden die Näpfe vor sie hingestellt und sie müssen immer noch im Sitz verharren. Erst auf den Befehl "Friss" hin dürfen sie sich über das Futter hermachen. Als sie noch jung waren, habe ich ihnen hin und wieder - ca. 1x die Woche - während des Fressens den Napf kurz weggenommen. Gleiches gilt auch für die Gabe von Leckerli, Kauknochen usw. Die Hunden müssen es sich "verdienen", es gibt nichts umsonst. Ebenso müssen sie es sich wegnehmen lassen. Durch diese Übungen habe ich heute keinerlei Probleme, sie von Eßbarem, das draußen herumliegt, wegzubekommen. Dazu brauche ich es noch nicht einmal aus dem Fang zu nehmen, ein einfaches AUS genügt, und sie lassen davon ab - wenn auch mit SEEEEHHHHR sehnsüchtigem Blick zurück... ;-)
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: Andreas hat absolut recht: beim Fressen gibt es längst nicht so eine strikte Rangordnung, wie oftmals angenommen wird. Da haben auch die Rangniederen das Recht, ihre Beute zu verteidigen. Aber dennoch sollte man sein Rudelführer-Recht hier durchsetzen, denn - wie Andreas schon schreibt - das kann ein Hundeleben retten, und nur darum geht es.
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: Gruß Inge

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