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Anpinkeln :: Hundeerziehung + Soziales

Anpinkeln

von Katrin(YCH) am 20. November 2001 09:01

Hallo!
Ich habe einen 8 Monate alten Rüden,der die Unart hat,andere Hunde anzupinkeln.Egal,ob Sie fressen oder Ihre Geschäfte erledigen oder schlafen,er pinkelt Sie ständig an.Wie gewöhne ich Ihm diese unart ab.

Katrin

von Wilma u. Arno(YCH) am 20. November 2001 12:36

Hallo Katrin,

wie wäre es mit einem scharfen Nein sobald er den Ansatz dazu macht ?
Klingt für mich als wüßte Dein Hund nicht wo sein Platz im Rudel ist bzw. er würde sich gern hocharbeiten.
Er ist nicht zufällig ein Pudel oder Terrier bzw. ein entsprechender MIx ??
Gruß
Wilma u. Arno

von Katrin(YCH) am 20. November 2001 14:24

Hallo Wilma!
Er ist ein Tibet Terrier.Ich habe auch schon daran gedacht,dass er im Rudel nach oben will.Da hat er aber keine Chance.Unsere Hündinnen akzeptieren Ihn einfach nicht.Selbst unsere Welpen verbissen Ihn vom Futter,nachdem er versucht hat,sie zu verängstigen.
Das scharfe NEIN hilft nicht,ein lautes AUS auch nicht und selbst auf PFUI reagiert er in dem Moment nicht.Ich hab mal gelesen,das es eine Geste der Unterwerfung sein soll.
Er ist nun schon 6 Monate im Rudel,aber er hat keinen festen Platz da.So wie es aussieht,kommt er im Rudel nicht klar,und wäre bei jemanden anders besser aufgehoben,wo er nicht eine Rangordnung unter Tieren befolgen muß,sondern sich nur seinem Herrn unterordnet.

Gruß
Katrin

von Mmp(YCH) am 20. November 2001 16:01

Hey Katrin,
ich habe mal einen ganz interessanten Artikel gefunden, wo es genau um das Problem des anpinkelns ging, Tier und Mensch.
Dieses Phänomen nennt man "Submissive Urination" und tritt in erster Linie bei Rüden im Alter bis zu einem Jahr auf.
Ursache liegt in der Psyche des Hundes, er ist in der Regel ein sehr freundlicher Hund, dennoch mit einem geringen Selbstbewußtsein. Er ist also permanent bemüht, anderen Hunden und Menschen zu zeigen, dass er nichts gegen sie hat, ja dass er sich sogar ihnen unterordnen will.
Und so dumm es klingt, das zeigt er dadurch, dass er sie anpinkelt.
Es ist definitiv ein Unterordnungssignal, welches er unbewußt aussendet.
Danach passiert das fatale:anstatt dass er für diese "Bravheit" belohnt wird, wird er geschimpft. Der Hund verliert noch mehr an Selbstvertrauen und wird deshalb dieses Verhalten verstärken. Ein Teufelskreis.
Nun kann man ihn in der Öffentlich dafür natürlich nicht loben, aber ein kurzes Pfui sollte ALLES sein, was man macht oder er soll ein Kommando ausführen, wofür Du ihn dann loben kannst.

Bei dem Bruder meines Rüden traf das absolut zu und auch mein Rüde heute mit 3 Jahren hat 2 x in einer ihn völlig überfordernden Situation uns angepinkelt, alles an ihm war auf "dat wird mir hier zu viel, zu viele Menschen zu viele Hunde etc und dann hob er das Bein. Ich hab ihn kurz ins Sitz geschickt und ihn dann überschwenglich gelobt, dann wurde er ruhiger.

Am besten Du beobachtest ihn mal ganz genau in welcher Situation er das macht.. was dem voraus geht, ob er andere Beschwichtigungssignale aussendet und vor allen Dingen, was tun die anderen Hunde ?

Viele Grüße
mary



Hallo!
: Ich habe einen 8 Monate alten Rüden,der die Unart hat,andere Hunde anzupinkeln.Egal,ob Sie fressen oder Ihre Geschäfte erledigen oder schlafen,er pinkelt Sie ständig an.Wie gewöhne ich Ihm diese unart ab.
:
: Katrin
:

von Wilma u. Arno(YCH) am 20. November 2001 16:09

Hallo Katrin,

das macht die Sache klarer. Ich dachte er würde das bei fremden Hunden tun, was ja noch extremer wäre.
Ja klingt ganz so, als wäre er nicht rudelgeeignet und sicher auch nicht so besonders glücklich in der Situation.
Gruß
Wilma u. Arno

von Katrin(YCH) am 20. November 2001 16:41

Hey mary!
Das mit dem PFUI funktioniert nicht.Die anderen Hunde tun nichts.Entweder,Sie fressen,oder Sie schlafen,oder Sie machen gerade Ihre Geschäfte.Die Situation ist vollkommen normal und nicht mit Stress verbunden.Es gäbe für Ihn nicht den geringsten anlaß,das zu tun.Soweit ich beobachtet habe,ist er im Rudel nicht integriert.Die Hündinnen akzeptieren Ihn nicht.
So wie die Situation aussieht,ist er nicht Rudelgeeignet.Für Ihn ist es besser,er kommt in eine Familie,wo er sich nur seinem Herrn unterordnen muß,mit mehr ist er überfordert.

Gruß Katrin

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